Ungarn: Neues von den Schmalspurbahnen Kecskemet und Nyiregyhaza

    • Ungarn: Neues von den Schmalspurbahnen Kecskemet und Nyiregyhaza

      Hallo Leute,

      bereits seit einigen Tagen überschlagen sich die Neuigkeiten zu den beiden leider 2009 eingestellten MAV Schmalspurnetzen. Während in Kecskemet nach der Einstellung ein Zaun um das BW Gelände gezogen wurde und ein Wachschutz das Material vor Plünderung schütze, wurde das Gelände in Nyiregyhaza sich selbst überlassen. Das ist in so fern verwunderlich das ja Kecskemet die Bahn war die aus dem letzten Loch pfiff und Nyiregyhaza bis zum Schluss mit vollen Zügen, die planmäßig mit Vorspann gefahren wurden, aufwarten konnte.

      Nun ja leider sind in den letzten 6 Jahren alle Bemühungen gescheitert die Bahnen wieder in Betrieb zu nehmen. Im Fall von Kecskemet scheint das nun auch immer aussichtsloser zu werden, denn überraschend wurden bzw. werden 3 MK48 und 4 Personenwagen von dort aufgearbeitet und dann nach Balatonfenyves umgesetzt.
      Leider sind meine ungarisch Kenntnisse zu schlecht um die genauen Hintergründe dieser Aktion zu erkennen. Besonders würde mich interessieren was man in Balatonfenyves mit diesem enormen Fahrzeugzuwachs will?!

      Die frisch aufgearbeitet MK48 2022 in Kecskemet.

      facebook.com/kecskemeti.kisvasutert/posts/1621287924821549

      Und bei ihrer Ankunft in Balatonfenyves.

      facebook.com/GaborFotoKaposvar/posts/392642000929725


      Als nächstes folgte die MK48 2003, welche allerdings keine neue Lackierung erhielt.

      facebook.com/GaborFotoKaposvar/posts/392727897587802


      Und auch in Nyiregyhaza werden nach 6 Jahren Dornröschenschlaf derzeit im großen Stil Wagen aufgearbeitet. Ob diese auch für einen Einsatz am Balaton vorgesehen sind weiß ich allerdings nicht.

      facebook.com/kecskemeti.kisvasutert/posts/1620437791573229


      Im großen und ganzen eine interessante und unerwartete Entwicklung. Mal sehen was da in Zukunft noch passieren wird.


      MfG Felix
    • Hallo,

      hier mal ein Foto vom Mai diesen Jahres von Nyíregyháza. Das Gelände ist bei weitem nicht sich selbst überlassen. Offenbar war gerade großflächig Unkraut-Ex versprüht worden und es dauerte keine zwei Minuten, da war auch schon der Wachdienst zur Stelle.


      Womöglich sind die Arbeiten an den Fahrzeugen nur der große Kehraus. Man sucht die beste Substanz aus, päppelt sie noch ein bisschen hoch, um dann anderenorts noch schlechteres Material damit zu ersetzen. Die DR hat in den 60er und 70er Jahren mit ihren Schmalspurfahrzeugen das Gleiche gemacht. Schön, wenn es nicht so wäre.

      Grüße, Andreas
      "Häuser entstehen an Straßen und Gassen - man soll die Klugen reden und die Narren tadeln lassen."
    • Hallo Andreas,

      wie ich ja geschrieben habe kümmert man sich seit kurzem wieder um die dortigen Anlagen. Vorher war das Gelände viele Jahre sich selbst bzw. den Schrottdieben und sonstigen nicht gern gesehenen Besuchern überlassen.

      Wie im zugehörigen Thread bei DSO erklärt wurde soll mit 3 MK48 und 4-5 Wagen aus Nyiregyhaza eine Touristenbahn in Felcsút aufgebaut werden. Dieser Ort mit ca. 1300 Einwohnern liegt mitten in der Pampa und doch rechnet man dort ernsthafterweise mit 7500 Fahrgästen, pro Tag!!! Nun das der ungarische Machthaber aber genau aus diesem Ort stammt ist natürlich reiner Zufall.

      drehscheibe-online.de/foren/re…87177,7504563#msg-7504563

      pesterlloyd.net/html/1512felcsutvonat.html


      Es ist ja schön das man in Ungarn jetzt wieder soviel in die Schmalspurbahnen investiert. Das aber irgendwelche Spaßbahnen aus dem Boden gestampft werden und dafür auch touristisch wertvolle Bahnen, wie gerade Nyiregyhaza, nun gänzlich aufgegeben werden ist sehr bedauerlich. Leider macht man nun dort die selben Fehler wie anderen Orts einige Jahre vorneweg.

      MfG Felix
    • Hallo liebe Forengemeinde,

      ich hab mich vor ca. 3 Wochen auf dem ehem. Bahnbetriebswerk in Nyiregyháza kurz umgeschaut, und festgestellt, dass von den auf den Bild zu sehenden Reisezugwagen kaum welche zu sehen waren. Die Restbestände auf dem Bahngelände bestanden aus den ausrangieren bzw. ausgeschlachteten und zerstörten Reisezugwagen in der nähe des ehem. Umladegleises.

      Mir selbst scheint ein Aufbau der Bahnstrecke nach Felcsút sehr unsinnig, denn obwohl dieser Ort mittlerweile dank Herrn Orban ein Schlagzeilenschlager ist, werden sicher nicht viele Menschen dahin pilgern. Diese Errichtung ist wie der Bau eines Stadions in dem Dorf eher eine politisch motivierte Aktion ist (siehe Geschichte: Große Männer wollen Großes der Nachwelt hinterlassen). Also lassen wir uns am besten überraschen wie es sich dort entwickelt.

      Trotz der bisherigen Kritik muss ich sagen, dass ich es gut finde, ehemalige Schmalspurstrecken zu reaktivieren und vor allem für touristische Zwecke zu fördern.
      Schad ist halt, dass die Bahnnetze um Nyiregyháza und Kecskemét ganz Hinten abgeblieben sind. Mal sehn was die Zukunft für diese beiden glückslosen Netze bringt.

      Gruß
    • Naja, das ist ein Bißchen umständlicher, an jegliche Wiederinbetriebnahme zu denken.

      Was sollte es eigentlich sein? Eine Bahn für Pendler? Mit Ofenheizung, und Holzbänke kann es gegenüber Busse nichts anbieten, und auch die Geschwindigkeiten sind ziemlich untergegangen, die Fahrten mit 50 km/h um Nyíregyháza waren in den letzten Jahren schon längst her Geschichte. Man könnte zwar zu Triebwagen greifen, aber hier fehlt jene "künstlerische Freiheit", was in Jindrichuv Hradec los war - Geldmangel mit Bürokratie der Staatsbahnen verbunden keine rosige Konstellation...

      Touristen? Die Region oberhalb von Nyíregyháza kann einfach nichts anbieten für Alltagstouristen. Keine Schlösser, keine Wallfahrtsorten, keine Heilbäder, keine Naturwundern - wirklich nix!!! Vielleicht für Wasserratten am Theiß, aber Kanu- und Ruderboottouren beginnen eher auf dem ruhigeren Nordost-Teil vor Záhony.

      Vernunft hätte es aber, eine City-Bahn einzurichten, entgegen den Überresten der Ybbstalbahn in Waidhofen hätte es aus mehreren Aspekten Sinn, bis Sóstó zu fahren. Unterwegs könnte Hochschule, Krankenhaus und Stadion erreicht werden, und am Endbahnhof ist viel zu finden. Teich, Heilbad, Skansen und hauptsächlich Zoo, welche sogar mit dem Budapester gegenübergestellt werden kann. (Nirgend anderswo sind in Ungarn z.B. afrikanische Elefanten zu finden.)

      In Kecskemét ist es schwierigen, dort liegen keine größere Dörfer entlang der Bahn, lieber nur die Bauernhöfe ("Tanya"). Viele sagen, daß es noch Nachfrage für Bugac bestehe, mit "Pußta" und all die dazugehörigen Klischees - dafür bin ich jedoch höchst skeptisch. Einerseits sind von jener Generationen, die so'was begehrten, viele nun ausgestorben, andererseits findet man das auch näher zu Budapest, oder in der Hortobágy, wo es mit anderen Attraktionen verbunden werden kann.

      Egal aber was und wie, all diese Pläne scheitern an Geldfrage und Bürokratie. Zumindest werden die, noch in besseren Zustand befindlichen Fahrzeuge nach Balatonfenyves umgesetzt. Darunter auch die zwei Sommerwagen aus Nyíregyháza, beide sind schon da, sowie nun 4 Mk48. Natürlich wäre etwas auch in Balatonfenyves nötig, in Somogyszentpál ist genauso nichts zu finden, wie um Nyíregyháza. Könnte man erneut nach Csiszta fahren, das wäre der echter Knaller, Bademöglichkeit auch bei Schlechtwetter...

      Die Bahn von Felcsút ist bloßes Politik. Man wollte auch die Normalspurbahn wiedererrichten als Anschluß aus Bicske (auch wenn es aus Székesfehérvár mehr Sinn machen würde), und vorerst diese zu die Sehenswürdigkeiten des Dorfes einzuführen. Davon gibt's das botanische Garten, ein Schloß... aber als Steckenpferd No.1. des Premieren trifft Fußball über alles. Die Stadion für 3000 Zuschauer (welche für durschnittlichen Zuschauerzahl der ersten Liga sogar viel zu geräumig ist) wäre alleine noch nichts, aber die Betreuung des Erbguts von Puskás und der Goldenen Truppe doch. Ob das aber wirklich so viele Besucher anreizen würde, wie die Museen von Real Madrid und FC Barcelona... diese Mannschaften haben doch keine 30-jährige Lücke in ihren Geschichten hinter sich...

      Zum Glück geht es nicht ganz abwärts für die ungarischen Schmalspurbahnen. Zwar hat sich die Entwicklungswelle der letzten Jahren in Királyrét und auch in Gyöngyös gestoppt, es ist doch über 'was zu berichten: die Wiederaufbau der Strecke zwischen den zwei Waldbahnteile in Nagybörzsöny und in Szob wurde angefangen!

      Das war's von dem Heimatland dieser Bahnen von...

      Peter
    • Hallo Felix und Peter,
      Nach meiner Meinung verbleiben noch 3 MK s in Kecskemét.
      MK 48 2013
      MK 48 2024
      MK 48 2030
      Somit wäre eine Wiederinbetriebnahme möglich.
      Es müsste ein Verein gegründet weden, der an den Wochenenden die Gleise instandsetzt, anschließend den Bahnbetrieb, an den Woc henenden beginnt.
      Mercedes könnte hier als Sponsor in Frage kommen.
      Dann dürfte noch die Dampflok irgendwo herumstehen, wenn diese wieder fährt, kommen viele Deutsche, denn Schmalspurbahen sind in D fast weg. Die JTB kämpft seit etwa 10 Jahren um die Wiederinbetriebnahme.
      Hier in Kecskemét liegen noch alle Gleise, das ist schon sehr wichtig. Dass es sich hier um 50 Km Gleise handelt, wäre ein Grund für den Denkmalschutz.
      Die Reisegeschwindigkeit wäre durch eine Instandsetzung der Gleisanlagen zu beeinflussen.
      Wichtig wäre es, dass ein Ungar sich hier erkundigt, ich spreche kein Ungarisch, leider.
      Wir haben in der Fränkischen Schweiz die DFS gegründet und wieder in Betrieb genommen. Nur kleine Dörfer und Mühlen an der Strecke. Heute hat der Verein weit über 400 Mitglieder und hat eine eigene Bahnstrecke.
      An den Wochenenden sind die Züge meistens voll.
      Viele Grüße
      Uwe
    • RE: Kecskemét

      Hallo Uwe!

      Original von Schmalpurfan
      Nach meiner Meinung verbleiben noch 3 MK s in Kecskemét.
      MK 48 2013
      MK 48 2024
      MK 48 2030
      Somit wäre eine Wiederinbetriebnahme möglich.


      Da in Kecskemét die Abstellverhältnisse und die Möglichkeiten zur Wiederinbetriebnahme die schlimmsten sind, bestrebt man daran, die Fahrzeuge in Balatonfenyves oder in Nyíregyháza abzustellen. Auch die Budapester Kindereisenbahn ist in Überlegungen gekommen, dort herrscht aber bereits jetzt Platzmangel.

      Original von Schmalpurfan
      Es müsste ein Verein gegründet weden, der an den Wochenenden die Gleise instandsetzt, anschließend den Bahnbetrieb, an den Wochenenden beginnt.


      Es gibt bereits eine Stiftung - bei uns gründet man lieber diese, als Vereine, Geld zu sammeln ist ja doch einfacher, als freiwillige Arbeit zu leisten - welche auch um Nyíregyháza kümmern möchte. Wird aber gar nicht erst genommen, und das heute herrschende Politik hält von Zivilorganisationen auch wenig - man will lieber stärken, daß Staat alles lösen kann und sich um alles kümmert - somit erschweren auch bürokratische Hürden solche Bewegungen. Wenn es um eine Eisenbahn geht, gilt es sogar doppelt so.

      Original von Schmalpurfan
      Mercedes könnte hier als Sponsor in Frage kommen.


      Das ist eine Sache, daß ich die humanitäre Aktionen von Großunternehmen - egal aus welchem Land stammen - für Heuchelei halte... aber sie haben bei uns alle Hände voll zu tun, eher Krankenhäuser, Alten, arme Kinder, usw. zu unterstützen. Leider das ist eher eine generelle Sozialfrage, und auch unsere Gesellschaft erwartet lieber so'was, als Denkmalschutz jeglicher Art...

      Original von Schmalpurfan
      Dann dürfte noch die Dampflok irgendwo herumstehen


      Sie ist weiterhin in der Heizhaus von Kecskemét, Kesselprüfung ist aber schon längst abgelaufen. Mit der Instandhaltung von Dampfloks ist es in Ungarn sehr problematisch. 490.056 war zu letzte Wochenende seit langen Zeit wieder angeheizt, durfte sich aber nur in der Bw-Gelände bewegen. 490.039 ist aber seit genauso langen Zeit in Werkstatt von Istvántelek, und keiner weiß, wann sie wieder rückkehrt. Auch die 447'er von Lillafüred steht wieder als Denkmal in Majláth...

      Original von Schmalpurfan
      , wenn diese wieder fährt, kommen viele Deutsche, denn Schmalspurbahen sind in D fast weg. Die JTB kämpft seit etwa 10 Jahren um die Wiederinbetriebnahme.


      Kann zu Westteil/alte Bundesländer/usw. wohl zutreffen, gerade aber in diese Foren kann ich immer die zu Neidigkeit führende Nachrichten aus Sachsen und von der Ostsee lesen...

      Original von Schmalpurfan
      Hier in Kecskemét liegen noch alle Gleise, das ist schon sehr wichtig.


      Das ist doch nicht alles. Wie gesagt, gab es und gibt es auch bei uns etliche Wiederaufbau bzw. Verlängerung...

      Original von Schmalpurfan
      Dass es sich hier um 50 Km Gleise handelt, wäre ein Grund für den Denkmalschutz.


      Nicht Größe ist wichtig, sondern was du damit anfängst... :zwink: übrigens ist es insgesamt 98 km! Bis Bugac würde es 30 km bedeuten.

      Original von Schmalpurfan
      Wichtig wäre es, dass ein Ungar sich hier erkundigt, ich spreche kein Ungarisch, leider.


      Das bin ich... :-D und somit lese ich genug in den heimischen Foren, und tlw. in Nachrichten. Leider sind viele Sachen nicht einmal bei den glücklicheren "Schaufensterbahnen" mit bester Ruhm, Lage und Infrastruktur (z.B. Kindereisenbahn Budapest, Királyrét, Lillafüred) zu meistern...

      Original von Schmalpurfan
      Wir haben in der Fränkischen Schweiz die DFS gegründet und wieder in Betrieb genommen. Nur kleine Dörfer und Mühlen an der Strecke. Heute hat der Verein weit über 400 Mitglieder und hat eine eigene Bahnstrecke.
      An den Wochenenden sind die Züge meistens voll.


      Bin bei DFS in 2003 gewesen. Von der Fahrzeugsammlung auch damals begeistert, hoffe, daß die geschlossene Fahrzeughalle noch bessere Zustände ermöglicht. Aber was du nicht vergleichen kannst, die Dimensionen. Umkreise von Nürnberg, Bayreuth und Bamberg sind nicht mit den Umkreisen von Kecskemét, Kiskunhalas und Kiskunfélegyháza gleichzustellen. Auch nicht Natur, und die Gegebenheiten der Dörfer. Bei uns sind ja letztere keine Magnete nicht nur für Tourismus, sondern auch nicht für Alltagsleben...


      Gerne kann ich aber mehr sagen, aber für jetzt so viel genug...

      Tschüß von einem Echt-Ungar:

      Péter
    • Hallo Peter,
      Du hast geschrieben:
      Die DAMPFLOK von Kecskemet:

      "Sie ist weiterhin in der Heizhaus von Kecskemét, Kesselprüfung ist aber schon längst abgelaufen. Mit der Instandhaltung von Dampfloks ist es in Ungarn sehr problematisch. 490.056 war zu letzte Wochenende seit langen Zeit wieder angeheizt, durfte sich aber nur in der Bw-Gelände bewegen. 490.039 ist aber seit genauso langen Zeit in Werkstatt von Istvántelek, und keiner weiß, wann sie wieder rückkehrt. Auch die 447'er von Lillafüred steht wieder als Denkmal in Majláth..."
      Welche Nummer hat die Dampflok von Kecskemét?
      Nach meinen, aus dem Forum, erstellte Liste wäre es 490.056. Demnach müsste diese Lok bereits auf einer anderen Bahnstrecke stehen.

      Besten Dank für Deine sehr gute, Antwort auf meinen ersten Beitrag. Danke Köszönöm Uwe
    • Original von Schmalpurfan
      Welche Nummer hat die Dampflok von Kecskemét?
      Nach meinen, aus dem Forum, erstellte Liste wäre es 490.056. Demnach müsste diese Lok bereits auf einer anderen Bahnstrecke stehen.


      Hallo Uwe!

      Ja, ich war ein Bißchen irreführend...

      Von den "klassischen" 490er sind drei Stück als Nostalgieloks eingesetzt, und zwar:

      490.039: 1973-2004 Denkmallok in Hûvösvölgy, seit 2007 Einsatz bei Kindereisenbahn
      490.053: seit 1984 in Kecskemét, seit 2009 abgestellt (Fristablauf des Kessels)
      490.056: 1985-2000 in Balatonfenyves, vorerst nur als Leihgabe nach Hûvösvölgy umgesetzt, ist aber nach der Einstellung des Verkehrs nach Csiszta dort geblieben.

      ...aber derzeit keine davon in Betrieb.

      Die andere sind Nachbauten aus Resita, und dienten vor dem Nostalgieeinsatz in Rumänien:
      490.2001: Kaszó
      490.2002: Csömödér
      490.2003: Gemenc
      490.2004: Királyrét
      490.2005: Gyöngyös (betriebsfähig)

      Hinzu noch haben wir die zwei 394er (ex Nagycenk, 023 jetzt in Debrecen, 057 in Szilvásvárad), der 447er in Lillafüred (nun als Denkmal ausgestellt) und der "András" (BR 492) in Nagycenk (betriebsfähig).

      Was mit der Betriebsfähigkeit der nicht bezeichneten Loks ist, kann ich jetzt nicht sagen...

      tschüß

      Péter
    • Derzeitige Situation

      Folgende aktuelle Entwicklung lässt sich vermelden:

      Das für Mitte November 2015 angekündigte Konzept zur Entwicklung einiger ungarischer Schmalspurbahnen wurde vorgelegt. Es wurden bei der Untersuchung die entsprechenden Rahmenbedingungen berücksichtigt (Bedeutung im ÖPNV, touristische Wertschöpfung, mögliche Bedeutung für die Wirtschaft im Güterverkehr). Für die 2009 stillgelegten Schmalspurnetze in Kecskemét und Nyíregyháza gab es längere Zeit verschiedene Ideen zur Wiederbelebung des gesamten Netzes oder nur von Teilabschnitten. Das vorgelegte Konzept enthält zumindest für beide Netze keine abschließende Aussage, nur Andeutungen. Ein Finden von Lösungsansätzen wird demnach im weiteren Verfahren stattfinden. Der Stiftung "ÉlQ Mini-világ Alapítvány" wurde die Infrastruktur bereits vor geraumer Zeit "zur touristischen Nachnutzung" zugesagt, allerdings erst im Rahmen der allgemeinen Neuregelung der Besitzrechte der Eisenbahn-Infrastruktur (anlässlich der Schaffung eines eigenständigen Netzbetreibers inner- oder außerhalb der MÁV-Gruppe). Die Vorstellung ist hierbei eine Neuaufnahme der Betriebe auf Teilstrecken als Tourismusbahn, um sie für den Fall von Finanzierungsmöglichkeiten zur Modernisierung der Infrastruktur als Regional- oder Vorortbahnen neu aufstellen zu können.

      Insgesamt werden 5 Projekte weiter auf ihre Machbarkeit untersucht und entsprechende Studien werden in Auftrag gegeben:
      - Kecskemét
      - Nyíregyháza
      - Entwicklungsmöglichkeit der Zsuzsi-Bahn in Debrecen
      - Wiedereröffnung der Teilstrecke nach Táská oder Csisztá in Balatonfenyves
      - Verlängerung der Museumsbahn in Nagycenk um mehrere hundert Meter

      Wie man also sieht: Noch sind beide Netze im Gespräch und es wird weiterhin nach Lösungen gesucht.

      Gruß, René
    • Hallo Felix,
      in Felcsút, diese Bahn ist seit einem Jahr in Betrieb, hat den Spitznamen "Or-Bahn".
      Besitzt 2 MK 48 und etwa 5 Wagen. Die Wagen sind nicht nur aufgearbeitet, sondern überarbeitet. Ein Wagen besitzt Polstersessel und Klimaanlage. Es wäre möglich, dass hier noch weiteres Rollmat und Lok´s in Reserve gestellt wird.
      Ich möchte mich trotzdem um die 94 Km Strecke von Kecskemét kümmern.
      Die Stadt Kecskemét, als früherer Besitzer, ist am Weiterbetrieb interresiert. Die Trasse führt in der Nähe des neuen Mercedes Werkes vorbei. Mercedes als Sponsor zu bekommen, sollte versucht werden. Dann müsste etwas Werbung gemacht werden, aber der Bahnbetrieb wäre gesichert.
      Gruß
      Uwe
    • Hallo Uwe,

      siehe hier:

      Schmalspurnetz Kecskemét

      Schmalspurbahn Felcsút

      Eine Wiederinbetriebnahme von Kecskemét erscheint derzeit unwahrscheinlich. Ein EVU hatte vor einiger Zeit ein Interesse bekundet, man hört aber Nichts mehr davon. Mal schauen. Dafür müssen auch nicht nur Sponsoren gefunden, sondern vor allem Gesetze geändert werden, um z.B. die Neuzulassung von Fahrzeugen für Schmalspurbahnen zu vereinfachen. Das Streckennetz gehört der MÁV, leider nicht der Stadt Kecskemét, was manche Maßnahme vereinfachen würde. Die Stadt hat wohl Interesse, auch die Region um Bugac. Das Netz in Gesamtheit zu erhalten, ist aber utopisch. Man denke an die Fahrgastzahlen im Jahr 2007. Eine Touristenbahn von Kecskemét bis Bugac wäre vielleicht möglich. Der neu errichtete Eingang zum Nationalpark (Karikás Csárda) befindet sich jedoch ziemlich entfernt von den Bahnhöfen Bugac und Bugac felsö.

      Die Schmalspurbahn in Felcsút wird wohl in Ungarn kaum 'Or-Bahn' genannt, weil die Übersetzung in ungarischer Sprache gar keinen Sinn ergeben würde. Die übliche Bezeichnung in Ungarn für die Bahn lautet 'Orbáns Kleinbahn' (Orbán kisvasútja). Das von Dir genannte Wortspiel ergibt nur in deutscher Sprache einen Sinn und wird so in Ungarn nicht verwendet.

      Freundlichen Gruß, René