Fleiß und Sachverstand treffen auf taube Ohren

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    • Fleiß und Sachverstand treffen auf taube Ohren

      Anders kann man den Zeitungsartikel nicht deuten.

      volksstimme.de/lokal/burg/2016…ahnhof-soll-wieder-fahren

      40 Jahre unter freien Himmel ist für eine Lok schon fast das Todesurteil. Wir hatten einmal eine Feldbahndiesellok von einem Spielplatz geholt, die auch über 40 Jahre unter freien Himmel stand. Durch viele Bleche konnte man durchgucken, die Farbe hat alles nur noch zusammengehalten.

      Zitat : Der Zustand der Lok werde beobachtet, sagte der Stadtchef.

      Diese Aussage ist noch mehr als fragwürdig. So etwas kann nur ein Bürokrat äußern der irgendwann ein Kehrblech nehmen kann um die Reste der Lok zu entsorgen. Eine traurige Geschichte.

      meint der Mansfelder
      der Mansfelder
      Andreas
    • Hallo ins Forum,

      spontan kommen mir da folgende Gedanken:

      1. Parallelen zu 99516 in ehemals Rothenkirchen / jetzt Schönheide drängen sich geradezu auf

      2. Steter Tropfen höhlt den Stein

      3. 40 Jahre unter freiem Himmel müssen kein Todesurteil für eine Lok sein - siehe oben

      4. Ein "Schutzdach" verhindert keinen Rost, aber verschandelt die Ansicht

      Gruß Tobias
    • Denkmalschutz

      Hallo in die Runde,

      wie kann man von Denkmalschutz reden, wenn man eine historische Lokomotive im Außenbereich auf einem Sockel verrotten lässt, was nun mal bei einem solchen Standort nicht zu verhindern ist?
      Ein technisches Denkmal dieser Art gehört in einen Lokschuppen, wo es sach- und fachgerecht für die Nachwelt gewartet, gepflegt und erhalten werden kann, ob nun fahrbereit oder nicht.
      An dieser Stelle versagt eindeutig der staatliche Denkmalschutz, welcher ein solches Handeln duldet, erst recht wenn es Alternativen in der Region dafür gibt.
      Dies ist meine Meinung mit 25 Jahren Erfahrung als ehrenamtlicher Beauftragter der Denkmalpflege, in denen ich mehrfach mit derartigen Betonköpfen konfrontiert war.
      Aber wie schon hier geschrieben, "...steter Tropfen...", nicht locker lassen, weiter sachlich argumentieren und die Öffentlichkeitsarbeit pflegen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Postmeister ()

    • Original von flügelradler
      Hallo ins Forum,

      spontan kommen mir da folgende Gedanken:

      1. Parallelen zu 99516 in ehemals Rothenkirchen / jetzt Schönheide drängen sich geradezu auf

      2. Steter Tropfen höhlt den Stein

      3. 40 Jahre unter freiem Himmel müssen kein Todesurteil für eine Lok sein - siehe oben

      4. Ein "Schutzdach" verhindert keinen Rost, aber verschandelt die Ansicht

      Gruß Tobias


      Das sehe ich ein wenig anders.
      Auch wir hatten Loks restauriert, die schon lange im Regen standen. Was man sehen muss ist, dass bei jeder Lok, die wieder restauriert wird, sowieso viele Bleche ersetzt werden müssen, um sie für die nächsten 40 Jahre tauglich zu machen.
      Ein Fühererhaus, eine Kessselbekleidung, ein Wasserkasten etc, kann jede gute Metallbaufirma neu herstellen.
      Die Sachen, die wirklich ins Geld gehen sind Fahrwerk, Dampfzylinder und Kessel. Aber auch ein Kessel kann, wie Meiningen zeigt, wieder hergestellt werden. Oder auch Teile die fehlen, wie Triebstangen, Steuerungsteile etc. kosten viel.
      Ein Dach nützt auf alle Fälle, indem es bei Regen das Tropfwasser fernhält. Somit hält auch der Farbanstrich länger. Und gerade die alten Farben, mit Menninge Grundierung haben eine unheimliche Haftkraft und Lebensdauer. Ich selber war überrascht, als ich in einen Wasserkasten hineinkroch, der 50 Jahre ohne erneuerten Farbanstrich überdauerte, und die Farbe zwar nicht mehr vollständig vorhanden war, aber nur an einer Stelle durchgerostet war, wo man auch sah, dass keine Grundierung drauf war.
      Ein Rahmen wird nie durchrosten. Dafür ist er zu dick.
      Die beiden Bilder zeigen den erwähnten Wasserkasten nach dem Abnadeln:


      Hier handelte es sich übrigens um einen Kraussschen Wasserkastenrahmen mit 7mm Blechdicke. Im Hintergrund sieht man noch das genietete Rohr, durch das das Abdampfrohr zur Rauchkammer führt.

      Ich glaube eher, der Herr, der die Lok retten will, hat keine Ahnung, auf was er sich da einlässt.

      Mit ein wenig entrosten und anpinseln ist es nämlich nicht getan.
      Vielfach geschieht dann eine Revision so, dass man mit Enthusiasmus alles demontiert, und dann einen Haufen Schrott vor sich hat.
      Dann während der Durststrecke springen die, anfangs so enthusiastischen Helfer, einen nach dem andern ab, und am Schluss ist man alleine und verzweifelt auch.
      Und ohne Fachleute geht es auch nicht. wer nicht eine gut eingerichtete Werkstatt zur Verfügung hat und nicht virtuos mit Flex, Sandstrahlgerät, Brenner, Drehbank, Rohrbiegemaschine, Gewindeschneidmaschine, Fräsmaschine, Bohrmaschine, Messgeräten, Schleifpaste, Lötmaterial, Schweissgerät, Farbe und Pinsel umgehen kann, oder solche Mitarbeiter hat, die das können sollte gar nicht mit einer Revision anfangen. Spätestens wenn man die ersten zölligen Gewinde erneuern muss, scheidet sich die Spreu vom Weizen.

      Insofern kann ich den Bürgermeister verstehen, dass er nicht begeistert ist. Ich bin sicher, wenn jemand mit einem sauberen Konzept kommt und die nötigen finanziellen Mittel sichergestellt sind, wird auch der Herr Bürgermeister einlenken.
      Wenn der Herr Fabricius wirklich etwas für die Lok tun will, dann soll er dafür sorgen, dass die Lok einen Kamindeckel bekommt. Sobald es nicht mehr in die Rauchkammer regnet, ist schon viel getan.

      Und dann müsste eine Zustandsanalyse her. Mit besonderem Augenmerk auf den Kessel. Erst wenn die positiv ausfällt, kann man abschätzen, was alles zu tun ist.
      Diese Kosten wären gut angelegtes Geld.
      Gruss Guru

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von guru61 ()

    • Ein Rahmen kann nicht durchrosten?

      Nun, bei unserer Lok 11 sind am Rahmen 12mm Bleche nach 40 Jahren komplett weggerostet gewesen, andere mit 16mm Originalmaß waren nur noch papierdünn.

      Das Problem mit den im Freien stehenden Loks sind die Temperaturschwankungen, die ständig Kondenswasser an unzugänglichen Stellen hinterlassen und dafür sorgen, daß die Loks von innen nach außen rosten, egal wie oft man außen Farbe aufträgt. Und da hilft auch ein Schutzdach nur bedingt.

      Wenn man eine Lok dauerhaft erhalten will, kommt man nicht umhin, sie in regelmässigen Abständen zu zerlegen, um genau die Problemstellen vor Rost zu schützen.
      Bei betriebsfähigen Loks geschiet das regemässig im Rahmen der Hauptuntersuchungen.

      Gerald
    • Original von Gleisbauer
      Ein Rahmen kann nicht durchrosten?

      Nun, bei unserer Lok 11 sind am Rahmen 12mm Bleche nach 40 Jahren komplett weggerostet gewesen, andere mit 16mm Originalmaß waren nur noch papierdünn.

      Das Problem mit den im Freien stehenden Loks sind die Temperaturschwankungen, die ständig Kondenswasser an unzugänglichen Stellen hinterlassen und dafür sorgen, daß die Loks von innen nach außen rosten, egal wie oft man außen Farbe aufträgt. Und da hilft auch ein Schutzdach nur bedingt.

      Wenn man eine Lok dauerhaft erhalten will, kommt man nicht umhin, sie in regelmässigen Abständen zu zerlegen, um genau die Problemstellen vor Rost zu schützen.
      Bei betriebsfähigen Loks geschiet das regemässig im Rahmen der Hauptuntersuchungen.

      Gerald


      Hallo
      Das kann schon sein, Je nachdem auch, wo der Rahmen steht. Als unsere Lok in der Umgebung der Montefornowerke in Bodio stand, rosteten Teile innert 6 Monaten, die vorher 10 Jahre nicht gerostet hatten.
      Wo stand denn eure Lok?

      Wenn sich natürlich Moos ansetzt, das dauernd feucht ist, womöglich noch am Meer mit Salzwasser, dann kann das schon sein.
      Solange das Kondenswasser trocknen kann, dauert es aber sehr lang, bis was durch rostet.
      Abgesehen davon, dass sich in einem ungeheizten Schuppen auch Kondenswasser bildet. Und in einem geheizten Schuppen wird wohl, aus finanziellen Gründen, niemand seine Lok abstellen.
      Umso mehr, meine Meinung, dass der Herr nicht weiss, auf was er sich mit einer Revision einlässt.

      Gruss Guru

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von guru61 ()

    • Hallo,

      von den ganzen technischen Problemen abgesehen. Man könnte jede Denkmallok und Dampflok in Museen wieder betriebsfähig aufarbeiten. Und dann? Wer setzt die Dampflok dann gewinnbringend ein? Auch ein Museumsbahnverein kann sich keine dauerhaften Defizite erlauben. Hat der Herr auch an die Kosten für den betriebsfähigen Unterhalt gedacht? Kostenexplosionen bei der Steinkohle und bei den notwendigen Untersuchungen. Bei der HSB und den sächsischen Schmalspurbahnen werden schon lange nicht alle vorhandenen Dampfloks betriebsfähig unterhalten, sondern stehen (bestenfalls) in irgendwelchen Schuppen abgestellt. Warum? Weil sie nicht gebraucht werden und nur Kosten verursachen würden.

      Jeder kleine Museumsbahnverein mit betriebsfähiger Dampflok ist eine Illusion ... ein unrealisierbares Gespinst von Träumern. Besser ist es, die vorhandenen betriebsfähigen Dampfloks auf den Strecken mit gleicher Spurweite wechselseitig einzusetzen, was ja auch schon praktiziert wird. Und da sieht man heute schon eine große mögliche Vielfalt.

      Was nützt es, enorme Kosten für die Aufarbeitung dieser Denkmallok zu investieren und damit den Verein an den Rand des finanziell Machbaren zu bringen? Geht der Verein daran zugrunde, ist weder den Menschen, noch der Lok geholfen. Und Spender für eine Aufarbeitung finden sich, aber meist keine für den laufenden Unterhalt. Und ein Großteil der Aufarbeitung soll ja mit Steuermitteln erreicht werden ... und da haben eben auch noch andere Institutionen ein Wörtchen mitzureden.

      Natürlich würden viele Fuzzys gerne jede Dampflok dampfen sehen, um nebenher fahrend ihre Bilderchen zu machen. Da ist dann eine Euphorie vorhanden, die sich später im Engagement für das Aufbringen der laufenden Kosten zum Unterhalt der Lok nicht wiederspiegelt. Schließlich ist der Sprit für die Fahrten nebenher schon teuer genug. Dafür sackt man sich dann in den Foren Lobhudelei für die tollen Bilder ein, während dem Betreiber der Lok finanziell das Wasser bis zum Hals steht. Und wieviel Prozent der Nebenherfahrer beteiligen sich wirklich an den Kosten der Fahrten? Natürlich: Hier selbstverständlich ALLE! :wink:

      Und nun bitte ich den Realisten medial zu steinigen! Danke im Voraus. Vorher verziehe ich mich aber zurück in das Auslandsforum. ;)

      Viszlát (mi tanulunk egy kicsit magyarul) :-D
      René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Original von Gismo
      Genauso wie die einzig erhaltene fast hundertjährige Original VI K 99 651 die in Steinheim verrottet.


      ..... welche sogar der Denkmalschutz dort stehen lassen will, da sie zur Bottwartalbahn gehöre. Mir und bestimmt vielen anderen würde die Lok besser gefallen, wenn sie in einem Lokschuppen stehen würde und sie dort rollfähig aufgearbeitet wird, oder gar nach vielen Jahren der Spendensammlungen zu einer betriebsfähigen Lok gemacht wird. Aber da spielen leider die Herren von S. a. m. nicht mit.

      Mit nachdenklichen grüßen aus Oberschwaben
      Weihnachtsmarkt- und Nikolausfahrten beim Öchsle vom 25. - 27.11. bzw 2. - 4.12. Infos auf www.oechsle-bahn.de und auf Facebook.
    • Original von rekok73

      Natürlich würden viele Fuzzys gerne jede Dampflok dampfen sehen, um nebenher fahrend ihre Bilderchen zu machen. Da ist dann eine Euphorie vorhanden, die sich später im Engagement für das Aufbringen der laufenden Kosten zum Unterhalt der Lok nicht wiederspiegelt. Schließlich ist der Sprit für die Fahrten nebenher schon teuer genug. Dafür sackt man sich dann in den Foren Lobhudelei für die tollen Bilder ein, während dem Betreiber der Lok finanziell das Wasser bis zum Hals steht. Und wieviel Prozent der Nebenherfahrer beteiligen sich wirklich an den Kosten der Fahrten? Natürlich: Hier selbstverständlich ALLE! :wink:

      Und nun bitte ich den Realisten medial zu steinigen! Danke im Voraus. Vorher verziehe ich mich aber zurück in das Auslandsforum. ;)

      Viszlát (mi tanulunk egy kicsit magyarul) :-D
      René


      Hallo René
      Wahre Worte!
      Daher steinige ich Dich nicht, sondern schüttle dir die Hände.

      Gruss Guru
    • Danke! :cheers:

      Das sind doch einfach Tatsachen. Ist doch hier im Harz viel zu oft beobachtbar. Würden alle Fuzzys ihren Beitrag an die HSB leisten, wenn sie mit dem Auto von Fotostandpunkt zu Fotostandpunkt rasen, dann würde es der HSB finanziell vielleicht etwas besser gehen ... was es ihr eben nicht geht! Wer spürt es zuerst? Das Personal, dass den Betrieb versucht, am Laufen zu halten. Aber darüber denken viele Fuzzys nicht nach. Ist eben keine Museumsbahn mit ehrenamtlichen Freizeitbahnern, sondern mit Leuten, die ihre Familien ernähren müssen. Aber diese Sorgen und Nöte werden im Angesicht des Dampfzuges schnell ausgeblendet. Hauptsache, ein geiles Foto im Kasten.

      Und wenn Jemand fragt, wie ich es in Ungarn bei den Schmalspurbahnen mache: Ich gehe, auch wenn ich mit dem Auto nebenherfahre, und hole mir für den entsprechenden Streckenabschnitt eine Fahrkarte, suche dabei den Kontakt zum Personal und gebe diesem noch Trinkgeld für das geleistete Engagement. Und so treffe ich immer auf offene und freundliche ungarische Eisenbahner.

      Gruß aus Wernigerode, René
    • Original von rekok73
      Danke! :cheers:

      Das sind doch einfach Tatsachen. Ist doch hier im Harz viel zu oft beobachtbar. Würden alle Fuzzys ihren Beitrag an die HSB leisten, wenn sie mit dem Auto von Fotostandpunkt zu Fotostandpunkt rasen, dann würde es der HSB finanziell vielleicht etwas besser gehen ... was es ihr eben nicht geht! Wer spürt es zuerst? Das Personal, dass den Betrieb versucht, am Laufen zu halten. Aber darüber denken viele Fuzzys nicht nach. Ist eben keine Museumsbahn mit ehrenamtlichen Freizeitbahnern, sondern mit Leuten, die ihre Familien ernähren müssen. Aber diese Sorgen und Nöte werden im Angesicht des Dampfzuges schnell ausgeblendet. Hauptsache, ein geiles Foto im Kasten.

      Und wenn Jemand fragt, wie ich es in Ungarn bei den Schmalspurbahnen mache: Ich gehe, auch wenn ich mit dem Auto nebenherfahre, und hole mir für den entsprechenden Streckenabschnitt eine Fahrkarte, suche dabei den Kontakt zum Personal und gebe diesem noch Trinkgeld für das geleistete Engagement. Und so treffe ich immer auf offene und freundliche ungarische Eisenbahner.

      Gruß aus Wernigerode, René


      René, das finde ich auch. Wenn ich Bilder mache an der Strecke, steck ich auch immer ne Kleinigkeit in das Spendenkässlein und abends gibts natürlich noch mit den Jungs n Feierabendbier.

      Und damit geh ich wieder zurück in den Schuppen.
      Grüße aus Oberschwaben
      Weihnachtsmarkt- und Nikolausfahrten beim Öchsle vom 25. - 27.11. bzw 2. - 4.12. Infos auf www.oechsle-bahn.de und auf Facebook.
    • Original von rekok73
      Danke! :cheers:

      Das sind doch einfach Tatsachen. Ist doch hier im Harz viel zu oft beobachtbar. Würden alle Fuzzys ihren Beitrag an die HSB leisten, wenn sie mit dem Auto von Fotostandpunkt zu Fotostandpunkt rasen, dann würde es der HSB finanziell vielleicht etwas besser gehen ... was es ihr eben nicht geht! Wer spürt es zuerst? Das Personal, dass den Betrieb versucht, am Laufen zu halten. Aber darüber denken viele Fuzzys nicht nach. Ist eben keine Museumsbahn mit ehrenamtlichen Freizeitbahnern, sondern mit Leuten, die ihre Familien ernähren müssen. Aber diese Sorgen und Nöte werden im Angesicht des Dampfzuges schnell ausgeblendet. Hauptsache, ein geiles Foto im Kasten.
      Gruß aus Wernigerode, René


      Hallo
      Ich habe sowieso Mühe, wenn ich jeweils lese, dass man mit dem Auto den Bahnen nachfährt. Seien es alte oder neue.

      Mindestens in der Schweiz, ist das absolut unnötig. Ich bin im Moment daran, die Bahnen in meiner neuen Heimat abzugehen und zu fotografieren. Ich gehe immer per Bahn dahin. Das hat auch den Vorteil, dass man die Strecke aus dem ff kennt und nachher jederzeit sagen kann, wo ein Bild aufgenommen ist.
      Und abends, wenn man Müde ist, kann man sich im Sitz hinflätzen, dösen und ein Bier trinken.

      Gruss Guru
    • Hallo,

      wie gesagt, ich mache es in "meinem ungarischen Jagdrevier" so, dass ich entweder mit dem Zug mitfahre und dann sowieso eine Fahrkarte brauche oder, wenn ich mit dem Auto nebenher fahre, mir ebenfalls eine Fahrkarte kaufe. Ist dann gleichzeitig ein Andenken. Wenn es praktikabel ist, dann nehme ich auch zum Personal Kontakt auf. Auch dort freut man sich über eine kleine Anerkennung in Form netter Worte und/oder eines Trinkgeldes. Nur bei der Kindereisenbahn in Budapest verzichte ich natürlich darauf. Kindern Trinkgeld zu geben, wäre auch der falsche Anreiz. Ich bin auch weniger egoistisch, da ich eh gerne die Interaktion von Mensch und Eisenbahn fotografiere. Ich raste nicht im Jähzorn aus, weil mal ein Bild durch irgendeinen Zeitgenossen "versaut" wurde. Es fehlt mir das Verständnis für Menschen, die ihre Hobbykollegen am liebsten den Berghang runterstürzen würden, damit ja kein Mensch das "tolle" Bild vom Zug versaut. Eisenbahn-Fuzzys in Deutschland sind mir viel zu oft eine völlig unentspannte Spezies. :-D Einfach mal locker bleiben und das Hobby mit Humor sehen. ;)

      Gruß, René
    • Mahlzeit!

      Ich finde es bedauerlich, wenn die Initiative von Olav Fabricius derart abgewürgt wird. Ich kenne ihn nicht und erlaube mir daher auch kein Urteil darüber, ob er von dem was er a vorhat "keine Ahnung" hat.

      Der Erhaltung der Lok wäre ein Standortwechsel unter ein festes Dach mit Gleisanschluss weitaus zuträglicher, als der einsame Bahnhofsvorplatz ohne passendes Umfeld für eine denkmalgerechte Präsentation.

      Der vor ein paar Jahren ausgeführte Neuanstrich kann kaum darüber hinwegtäuschen, dass ein weiterer Verfall unter diesen Bedingungen nicht aufzuhalten ist. Rost etwas anzuschleifen und drüberzupinseln hilft nur kurzfristig.

      @Guru: was nützt es, wenn Firmen in der Lage sind, Teile und Baugruppen neu anzufertigen? Verlorengegangene Substanz zu ersetzen kostet Geld, wenn man wartet, bis nichts mehr da ist, umso mehr. Zudem müsste man schon sehr lange Suchen, um eine Firma zu finden, die einen genieteten Rahmenwasserkasten bauen kann.

      Bevor Fragen nach meiner Erfahrung im Bezug auf die Restaurierung und betriebsfähige Aufarbeitung von Dampflokomotiven aufkommen: ja ich war und bin an sowas maßgeblich beteiligt ;)

      Geld ist bei so einem Projekt nicht alles, vorallem Initiative und Durchhaltevermögen sind gefragt. Es gibt genügend Beispiele, wie kleine Vereine mit viel Engagement weitaus mehr erreicht haben, als all die Jammernden, denen es immer "nur" am Geld fehlt. Und die kommen auch ohne Meiningen aus ;)

      Gruß Sven
    • Hallo Sven,

      dem Herrn geht es aber nicht um eine geschützte Unterstellung, sondern um eine betriebsfähige Aufarbeitung. Die dürfte bei einer Lok, die seit Jahrzehnten im Freien abgestellt ist, einen höheren finanziellen Betrag erfordern, der zu einem großen Teil durch Steuermittel aufgebracht werden soll. Dies halte ich persönlich für unsinnig, da es eine größere Anzahl an betriebsfähigen Dampflokomotiven dieser Spurweite gibt.

      Gruß,René
    • Mahlzeit René,

      es ist neben der betriebsfähigen Aufarbeitung auch von einer geschützten Unterstellung im Lokschuppen Magdeburgerforth die Rede. Wenn man Fördermittel für die Lok auftreiben kann, sind diese doch gut angelegt. Gerade weil es eben keine der im Dutzend vorhandenen 750-mm-Loks ist und auf der Bahn im Einsatz war, finde ich es ein lohnenswertes Projekt.

      Gruß Sven
    • Hallo Sven,

      sicher gebe ich Dir in Bezug auf die geschützte Abstellung recht. Das ist auch nicht mein Kritikpunkt. Ich halte einfach die kostenintensive betriebsfähige Aufarbeitung einer Dampflok, die seit 41 Jahren auf dem Bahnhofsvorplatz in Gommern steht, für ein Unterfangen, dass in keiner Relation zum Einsatz an ein paar Fahrtagen des Museumsbahnvereins steht. Insofern gehen unsere Meinungen da auseinander. Aber es muss ja auch unter Eisenbahnfreunden verschiedene Meinungen geben dürfen. ;) Man wird also die zukünftige Entwicklung abwarten müssen.

      Gruß und :cheers:
      René
    • Es war natürlich auch taktisch unklug, die Lok erst aufzuhübschen und sie dann der Gemeinde abschwätzen zu wollen. Wäre das ein grafittiverseuchter Schandfleck mit Müll drin, bekämen sie das Teil wahrscheinlich angeliefert. Ganz davon abgesehen, daß es sehr die Frage ist, ob der Verein die betriebsfähige Aufarbeitung stemmen könnte. Im Feldbahnbereich hat ja auch so manche Spielplatzlok wieder Feuer unter dem Kessel bzw. andere liegen als Bauruine rum...
    • Original von Maschinist
      Mahlzeit!

      Ich finde es bedauerlich, wenn die Initiative von Olav Fabricius derart abgewürgt wird. Ich kenne ihn nicht und erlaube mir daher auch kein Urteil darüber, ob er von dem was er a vorhat "keine Ahnung" hat.

      Ich nehme das aus dem Artikel an.

      Original von Maschinist
      Der Erhaltung der Lok wäre ein Standortwechsel unter ein festes Dach mit Gleisanschluss weitaus zuträglicher, als der einsame Bahnhofsvorplatz ohne passendes Umfeld für eine denkmalgerechte Präsentation.

      Da bin ich mit dir absolut einverstanden.

      Original von Maschinist
      @Guru: was nützt es, wenn Firmen in der Lage sind, Teile und Baugruppen neu anzufertigen? Verlorengegangene Substanz zu ersetzen kostet Geld, wenn man wartet, bis nichts mehr da ist, umso mehr. Zudem müsste man schon sehr lange Suchen, um eine Firma zu finden, die einen genieteten Rahmenwasserkasten bauen kann.


      Nun, hier scheiden sich offensichtlich die Geister.
      In dem Moment, wo Du eine Lok betriebsbereit aufarbeiten willst, und sie wieder eine Zulassung bekommen soll, reden Leute und Institutionen mit, ob dir das gefällt oder nicht.
      Ich kenne zwar nur die schweizerischen Verhältnisse, aber ich weiss von befreundeten Leuten, die mit der Auslieferung von Fahrzeugen bei Stadler Schweiz mit allen 3 deutschsprachigen Aufsichtsbehörden zu tun hatten, dass die Deutsche am mühsamsten ist.

      Zuerst wird dir sicher mal der Tüv den Kessel unter die Lupe nehmen. Ich nehme an, dass für die Lok keine Unterlagen über das Leben des Kessels mehr existieren. Das kann soweit gehen, dass der Kessel neu berechnet werden muss,und Materialproben genommen werden. Je nach Ergebis wird es dann heissen: Die Stahlqualität reicht nicht mehr. Das heisst ein neuer Kessel.
      Ob die Armaturen heute noch zulässig sind, wird auch vom Tüv entschieden. Ich gehe mal davon aus, dass die Lok keinen Bestandsschutz mehr hat, weil sie 40 Jahre ausser Betrieb war.

      Das EBA wird sich sicher mal ganz genau ums Fahrwerk kümmern. Radsätze mit Achsen, Radsternen und Bandagen unterstehen Vorschriften. Auch hier würden sicher Nachweis zu erbringen sein. Oder Neuanfertigung.

      Bremsen etc. müssten u.U auch neu berechnet werden, und, wenn nicht mehr zulässig, angepasst werden. Mit Neuberechnung.
      Und und und.

      Zum ins Museum stellen, braucht es keine Nachweise, ob der Rahmen noch genügend tragfähig ist, für die dynamische Beanspruchung bei einem Fahrbetrieb.

      Dann kommt noch, je nach Einsatzgebiet, kommen noch Bahnspezifische Details, um überhaupt in einem Betrieb intergriert zu werden. Auch Schmalspurbahnen haben heute Ansteuerungen von BÜs und anderem. Als Beispiel hier die Netzzugangsbestimmungen der Waldenburgerbahn in der Schweiz: waldenburgerbahn.ch/2016-01-01-WB-Netzzugang.pdf

      Original von Maschinist
      Geld ist bei so einem Projekt nicht alles, vorallem Initiative und Durchhaltevermögen sind gefragt. Es gibt genügend Beispiele, wie kleine Vereine mit viel Engagement weitaus mehr erreicht haben, als all die Jammernden, denen es immer "nur" am Geld fehlt. Und die kommen auch ohne Meiningen aus ;)

      Gruß Sven


      Nein, Geld ist nicht alles, aber ohne gehts auch nicht!
      Ich bin immer erstaunt, wie schnell in Deutschland nach Födergeldern gerufen wird.
      Sowohl der DVZO, wie auch die DFB oder Blonay Chamby oder die Freunde Schweizer Schmalspurbahnen oder die SEHR , haben in die Hände gespuckt, gemacht, sich verschuldet, Aktien ausgegeben, Vereine gegründet usw.usw. und so etwas auf die Beine gestellt. Subvenionen oder Gelder vom Staat gabs erst später und dann nur, für ein spezielles Projekt.
      Hier als Beispiel:
      dvzo.ch/informationen/geschichte/dvzo/
      1968 gegründet 10 Jahre später eine betriebsfähige Lok und erst nach 20 Jahren gabs dann mal Geld vom Kanton.
      Ich habe ab 1978 die ersten Jahre dort miterlebt. Die Lok 2:

      Mit dieser Lok und 120'000 Franken Schulden startete der Verein seinen Betrieb. Übrigens hat ein Mitglied, die Bürgschaft geleistet.
      Achja, die Lok sah gut aus und man meinte, sie sei einfach zu revidieren. Leider brauchte sie eine neue Feuerbüchse. daher die Kosten.
      Und ohne Werkstatt wird man so arbeiten müssen.
      flickr.com/photos/r_walther/sets/72157602117428075/

      Gruss Guru

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