Ohne Worte

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    • Wo ist das Problem? Die UBB bleibt als EIU nach wie vor mit dem Netz und den Stationen im Geschäft. Lediglich der Fahrbetrieb scheint auf der Kippe zu stehen. Auch die Erzgebirgsbahn als Regionetz steht vor diesem Dilemma. Das europäische Ausschreibungsrecht lässt da nunmal keine Ausnahmen zu. Im übrigen könnte dieses Problem auch irgendwann mal die Schmalspurbahnen treffen. Auch hier fungieren die Betreiber als EVU und EIU.

      Das ist also kein Problem einer "Bananenrepublik", sondern gültiges europäisches Recht.
      Mit freundlichen Grüßen!
      Jan Hübner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan Hübner ()

    • Und warum baut man da nicht ein Konstrukt, wie es andere auch machen und baut zwei rechtlich unabhängige Firmen? Die Deutsche Bahn betreibt ja auch sowohl Infrastruktur als auch den Fahrbetrieb. Die Frage ist doch nur, ob da ein Wille da ist. Die Beauftragung des Regionalverkehrs liegt bei den Ländern. Sie beauftragen die EIU.

      Da der ÖPNV ein Zuschussgeschäft ist, muss mit den Mitteln so sparsam als möglich umgegangen werden. Hier muss nach geltendem Recht ausgeschrieben werden.

      Ich bin daher auch dafür, die Schmalspurbahnen nicht über den ÖPNV zu finanzieren, da hier der Aspekt der Kosteneffektivität offensichtlich verletzt wird. Ich bin für eine Finanzierung über Mittel der Denkmalpflege oder der Wirtschaftsförderung.

      Gruß Eckhard
      Viele Grüße
      Eckhard
    • Hallo,

      wenn die Banane heute zu negativ besetzt ist, kann ich auch mit der "Südfrüchte-Republik" leben. ;)

      Normalerweise fahre ich gegen 01.00 Uhr von der Schicht nach Hause, u. höre Info Radio. Man will ja wissen, was den Tag über so passiert ist. Dabei sind zwei Meldungen der letzten Nächte hängengeblieben:

      !. "Die Bahn" ist nach zwölf Jahren erstmals mit ca. 1,3 Milliarden Euro ins Minus gerutscht.
      Muß aber dennoch 800 Mio € als Dividende an den Staat abführen.
      Dafür soll "Die Bahn" neue Kredite aufnehmen, um die Dividende leisten zu können.
      Dem Vorstand fiel als Lösung sofort ein, die Zugangsstellen für den Güterverkehr um ein weiteres Drittel zu reduzieren. Dabei sind schon heute weite Landstriche vom Schienengüterverkehr abgehängt.
      Kurz darauf dann die Meldung, das Deutschland seine Klimaziele wohl nicht erreichen wird.
      Hauptgrund sei der stark angestiegene LKW-Verkehr. Ach was ... :confused:

      2. Es ging mal wieder um unseren Lieblingsgroßflughafen BER. Nun scheint auch der anvisierte Eröffnungstermin Ende 2017 ins Wanken zu geraten. Das wäre ja kaum noch einen Aufreger wert, wenn der Hühnerhaufen nicht durch eine weitere Meldung aufgescheucht worden wäre: Am 01.01.2018 erlischt die Betriebsgenehmigung für Tegel!
      Diese kann natürlich verlängert werden, was aber ein umfangreiches Verfahren, u. sicher wieder einige Milliönchen an Steuergeldern kosten dürfte.
      Wieviele Spezialisten, Direktoren u. Aufsichtsräte haben sich hier schon eine goldene Nase verdient?

      Der Schienengüterverkehr wir hierzulande weiter marginalisiert werden, der SPNV wird in den neuen Bundesländern in den nächsten zehn Jahren wegen fehlender bzw. zweckentfremdeter Mittel drastisch reduziert werden.

      Andere werden mit dicken Taschen ihren Ruhestand genießen.

      Willkommen bei den Südfrüchten. :frust:

      Holger
    • Hallo Holger,

      deinen Frust kann ich gut verstehen und deinen Beispielen nur zustimmen.
      Das EU Recht ist Lust und Frust gleichermaßen. Wenn ich da an die Aufarbeitung der Schweriner 91 134 denke mit massiver EU Unterstützung, es sei mal dahingestellt ob die Aufarbeitung generell sinnvoll war (aber da möchte ich mich mal diskret zurückhalten), kann man das sicher in die Kategorie "Lust" einstufen. Die Ungarn warten doch auch auf EU Gelder für ihre Schmalspurpläne. Auf der anderen Seite dann solche Folgen wie auf Usedom.

      Ich glaube den letzten großen Stolz konnten wir Deutsche im Jahre 1516 haben, als das Reinheitsgebot des Bieres festgelegt worden ist. Na dann Prost :cheers:

      Gruß Detlef der Pollofan
      Pollofan
    • Hallo,

      [URL=http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?2,7826907]http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?2,7826907[/URL]

      Damit würden weite Landstriche auch noch den restlichen Güterverkehr auf der Schiene verlieren.
      Dafür können wir uns schon auf tausende zusätzliche LKW-Fahrten freuen, sicher auch mit überlangen Giga-Linern.

      Die überlebten (ehem.) "Volksparteien" können anscheinend nur Verkehrspolitik aus dem vorigen Jahrhundert machen.

      :frust: Gruß Holger

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Holger Dietz ()

    • Hallo,

      wenn sich DB Cargo da zurückzieht, heißt es ja noch lange nicht, das der Güterverkehr generell dort nicht mehr stattfindet. Es können ja auch private EVU vorfahren. Erst wenn DB Netz die Gleise abmeldet oder abbaut, ist Schicht im Schacht.
      Vermutlich wird die Eisenbahn erst wieder aktuell sein, wenn man alles rigoros gestutzt hat, das Klima endlich gekippt ist, den Niederländern ständig die Hosenbeine nass werden durch den gestiegenen Nordseespiegel, dann erfindet man die Bahn aufs neue und preist ihre Umweltverträglichkeit an.

      Gruß der Pollofan
      Pollofan
    • Das Problem ist das Konsumverhalten weiter Teile der Bevölkerung. ALLES muss JEDERZEIT verfügbar sein. Es muss ja auch Erdbeeren und Spargel im Winter geben, sonst protestiert der deutsche Normalo im Supermarkt. Folge sind Just in Time-Verkehre, die mit der Bahn nur unzureichend abgewickelt werden können. Wer sich außerdem 3 Hosen im Internet bei den bekannten Versandhäusern bestellt, um 2 kostenlos wieder zurückzusenden, produziert was? Richtig: Jede Menge LKW- aber wenig Bahnverkehr. Den meisten LKW-Verkehr fordert somit die Bevölkerung selbst, um sich dann über diesen zu beschweren. Das ist wie mit dem Strom, der bekanntlich aus der Steckdose kommt. :B

      Gruß, René
    • Gestern lief beim SWR zu diesem Thema eine interessante Sendung, die sich die Damen und Herren "Volksvertreter" mal hätten anschauen sollen, vielleicht würde es bei Manchem endlich mal dämmern :confused:!!!
      Viel zu lange hat man zugeschaut, wie die Bahn in Grund und Boden gefahren wurde/wird !!
      ...aber auf der anderen Seite E-Auto´s fördern wollen ?!!

      Mit nachdenklichen Grüßen

      Gertzner
    • Hallo,

      in der Tat sind die Verbraucher selber mit Schuld. Blos nur an das Gewissen der Leute zu appelieren wird nichts bringen. Das muss von Oben geregelt werden, aber das geht in diesem Wirtschaftssystem nicht. Hier zählt nur die Effizenz der Abläufe. Wenn der Unternehmer 1 Cent 30 sparen kann, wird das so gemacht. Umweltgründe sind Nebensache. Die Massengüter werden ja noch meist per Bahn auf Reisen geschickt, der Rest eben nicht mehr.
      Mein Lieblingsbeispiel ist da z. B.: In Schwerin versendet ein Anwohner ein Paket an einen anderen Schweriner. Was passiert dann? Von der Poststelle wird das Paket per LKW nach Schwerin Süd gebracht, dort in einen anderen LKW umgeladen und nach Neustrelitz ins Paketverteilzentrum 17 gebracht, vollautomatisch sortiert und wieder in einen LKW gepackt, der es am nächsten Tag nach Schwerin zurückbringt, damit man es zustellen kann. Das Paket ist also etwa 2 x 130 km per LKW durch die Gegend gefahren.
      Ähnlich müsste es mit Paketen von Schwerin nach Hamburg laufen. Diese werden zunächst in östlich Richtung nach Neutrelitz geschafft, um sie dann wieder über Schwerin genau in die andere Richtung gen Westen nach Hamburg zu bringen.
      Das alles passiert blos, weil man keine Menschen mehr in seinen Firmen beschäftigen will.

      Das kann nicht gut gehen, aber tröstlich für uns, wir werden das bittere Ende nicht mehr erleben. Unsere Kinder und Enkel werden die Suppe ausläuffeln.

      Gruß Detlef der Pollofan
      Pollofan
    • Hallo Detlef,

      es ist ein Gesellschaftssystem untergegangen, aber ob das Andere tatsächlich besser (sprich nachhaltiger) ist? Ein System, welches nur durch dauerndes Wachstum, also Ausbeutung der natürlichen und humanen Ressourcen, funktionieren kann, überlebt sich irgendwann von selbst. Jegliche Ressource existiert nämlich nur endlich. Allerdings kommt das Ende hier wohl tatsächlich mit kriegerischen und desaströsen Begleitumständen. Und vorher ist ein Volk, dass zur Altersvorsorge gezwungen ist, an der Börse zu zocken, sich dabei freut, dass die Kurse steigen, weil gerade der eigene Arbeitsplatz (oder der vom Nachbarn) vernichtet wird und weil Lebensmittel in Weltgegenden unbezahlbar werden, so dass die Menschen zu uns kommen müssen. Globalisierung ist das Übel der Menschheit, denn sie bedeutet, den Menschen, die Umwelt nur als Kostenfaktor zu definieren. Und dieser Faktor muss gesenkt werden, um an den globalisierten Märkten bestehen zu können. Letztlich ist Regionalisierung der Märkte das Mittel und die Einsicht der Menschen, dass es nicht Jederzeit immer Alles zu kaufen geben muss ... und dass ich für Nordseekrabben eben an die Nordsee fahren muss und nicht welche außerhalb der Saison in Bayern kaufe, welche vor Nordfriesland gefangen und in Mauretanien gepult worden sind. Wer vor der afrikanischen Küste die Meere leer fischt, braucht sich nicht zu wundern, dass die Fischer und ihre Familien in die Länder kommen, die ihren Fisch weggefangen haben, weil der deutsche Markt natürlich unbedingt diese Fische jederzeit braucht. Was soll der nachdenkende Mensch davon halten? Aber diese Gedanken haben wenig mit Eisenbahn zu tun, denn diese transportiert die Krabben aus Mauretanien oder die Schweine fürs Billigfleisch aus Spanien sowieso nicht.

      Gruß, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Hallo,

      also, das Dresden-Friedrichstadt auch noch geschlossen werden soll, da ist bei mir nur noch erhebliches Kopfschütteln.
      Da wäre ja auch diese einmalige, seltene gewordene Güterstraßenbahn in Dresden evtl. in Gefahr, mit ihren blauen Zügen (?).
      Denn diese fährt ja zwischen Friedrichstadt und Straßburger Platz (VW - Werk) und das könnte eine Kettenreaktion ergeben. Wäre sehr schade. Da hat Dresden, was das Verkehrswesen betrifft, ein Attraktion weiniger. Denn nicht wenige kommen extra nach Dresden bloß wegen dieser doch seltenen Güterstraßenbahn, um zu fotografieren.

      Nachdenkliche Grüße

      Toni

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Aufsichtsbeamter ()

    • Hallo René,
      deinen Worten kann ich nichts mehr hinzufügen. Außer vielleicht, wenn es nicht gelingt Politiker mit Hirn an die Macht zu bringen, egal in welchem Land, hat unser Planet keine Chanche mehr. Gab es da nicht mal so einen Spruch, der in etwa lautet: Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fluss verseucht worden ist, merkt der Mensch das man Geld nicht essen kann.

      Die Streichliste liegt bei mir schon in der Schublade. In Meck-Pomm sollen 11Gvst eingestellt werden. Bei fünf soll die Bedienung optimiert werden. Rein rechnerisch ist das sicher gut darstellbar, das was eingespart wird. Alles andere juckt nicht, dafür gibs halt kein Geld.

      Gruß Detlef der Pollofan
      Pollofan
    • Diese fährt, ich habe diese doch noch vor wenigen Wochen Nähe Bf. Dresden-Mitte selber gesehen. Vielleicht ist der Betrieb jetzt vorübergehend eingestellt.
      Natürlich war diese sinnvoll, wer die Straßen durch die Innenstadt in Dresden kennt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aufsichtsbeamter ()