[HU] Hortobágyi Öreg Tavi Kisvasút - Alte Seen Fischereibahn

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    • [HU] Hortobágyi Öreg Tavi Kisvasút - Alte Seen Fischereibahn

      Ein ganz besonderes Kleinod erwartet den Schmalspurfreund im Naturschutzgebiet Hortobágy.
      Inmitten der Hortobágyer Puszta entstanden unzählige Fischteiche, welche durch Kanäle miteinander verbunden sind.
      Hauptsächlich zur Versorgung der Fische entstand ab 1915 ein umfangreiches Netz von Schmalspuranlagen, mit der Betriebszentrale am heutigen Startbahnhof Hortobágyi Halastó.
      Anfangs waren als Zugmittel ausschließlich Pferde im Einsatz und Personen wurden auch nicht befördert, die Bahnen dienten ausschließlich dem Fischfuttertransport in Richtung Teiche und dem Rücktransport der fertigen Produkte.
      Die maximale Ausdehnung der Bahnen war 35 km. Später kamen auch Diesellokomotiven zum Einsatz, wobei Lokomotive wohl eher übertrieben ist, vielmehr waren es Motordraisinen, welchen halt die Futterloren angehangen worden sind.
      Schon in den 60-iger Jahren endete der Verkehr auf der Schmalspurbahn, die meisten Strecken verschwanden aus der Landschaft. Überreste waren in den 90-iger Jahren nicht mehr zu finden.

      Mit der touristischen Fokussierung als Nationalpark entstand die Idee, die alte Teichanlage für Naturfreunde zu erschließen. Neben Pferdekutschen sollte es auch eine Möglichkeit geben, das Gebiet problemlos und trotzdem sanft zu erschließen. Die Reaktivierung der Schmalspurbahn wurde beschlossen und mit Hochdruck vorangetrieben. Schon 2006 war die erste Strecke und das neue Depot fertig und nach anfänglichen Probefahrten wurde ab 2007 die Strecke fahrplanmäßig bedient.
      Heute werden 5 km befahren mit maximal 3 offenen Personenwagen und einer C50 Diesellokomotive.
      Für Betriebszwecke stehen einige Güterwagen und eine MIB KULI Diesellok (MV mozdóny) zur Verfügung.
      Zusammen mit der Schmalspurbahn entstanden unzählige Informations- und Aussichtspunkte, welche auch in englischer Sprache durch das größte Vogelschutzgebiet Ungarns führen.
      In Hortobágy erwartet den Gast zudem ein kleiner Tierpark und bei Mátai Ménes ein grandioses Puszta Programm.

      Sollten zudem Lauffreunde mal etwas ungewöhnliches planen wollen, jährlich startet ein Halbmarathon (7 und 14 km sind ebenfalls möglich) durch den Vogelschutzpark abseits befestigter Pisten. In diesem Jahr startet die Läuferschar am 26. Juni.

      Nun zum Interessantesten, den Bildern:

      Am besten erreicht man die Schmalspurbahn von Debrecen aus, an den Betriebstagen besteht in Hortobágyi Halastó Anschluß an die Schmalspurbahn.



      Schon die Anreise in den aus Russland stammenden Triebwagen (sehr gut klimatisiert übrigens) ist ein Erlebnis. Diese kamen übrigens per Schuldenausgleich der Russischen Förderation nach Ungarn.



      Nun sind es nur noch wenige Schritte durch die Einöde, genau das heisst Puszta nämlich, bis zum Startpunkt der Schmalspurbahn. Hierbei passieren wir das ehemalige Lager (mit Bahnanschluss natürlich)



      und erreichen den Betriebsmittelpunkt der Bahn.



      Neben dem Empfangsgebäude, mehr ein Informationspunkt, gibt es ein neu gebautes Depot, wo die 3 Wagen und die Lokomotive beheimatet sind.



      Abfahrbereit wartet der Zug auf die Naturliebhaber



      Fast schnurgerade geht es entlang des Hauptkanals Richtung Norden



      Die Zwischenstationen dienen alle ganz nebenbei als Unterschlupf für müde Wanderer bei einem Schlechtwettereinbruch und als Informations- und Ausstellungspunkte.



      Etwa auf halber Strecke wird der Hauptkanal überquert.



      Neben Vögeln und Fischen gibt es auch eine Herde Wasserbüffel.



      Der Endbahnhof wurde erreicht und



      zum Umsetzen muss ein Stück zurückgedrückt werden.



      Zeit genug, um sich umzusehen und die wundervolle Natur zu genießen.



      Neben den Beobachtungspunkten und Türmen gibt es viele Pfade durch die Teichlandschaft mit vielen Rückzugsmöglichkeiten für Mensch und Tier



      Zum Glück bin ich nicht mit dem letzten Zug angekommen, so blieb Zeit, die Natur zu genießen.



      Zurück ging es dann wieder mit dem Zug vorbei an unbeschreiblichen Landschaften



      Die kurze Wartezeit auf den Regelspurzug leistete uns eine Gänseschar Gesellschaft.



      Um diese nicht zu stören, sahen wir uns einfach noch auf dem ehemaligen Bahnhof um und fanden dabei noch einige Güterwagen



      Welch Einöde dieser Bahnhof ist, verdeutlicht die übrig gebliebende Bahnsteigkante kurz vor Abfahrt



      Das soll es von mir gewesen sein, hoffe es hat gefallen und ein wenig Geschmack auf einen Besuch im Osten Ungarns gemacht, wo es noch vieles mehr zu entdecken gibt.

      Grüße aus Debrecen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von db4010 ()

    • Hallo,

      dazu sage ich nur Wunderbar. Ein schöner kurzweiliger Bericht in Bild und Text. Irgendwann werde ich mir den Wunsch auch mal erfüllen und diese Bahn und Gegend besuchen. ;)

      Diese russischen Triebwagen habe ich auch in Kecskemét gesehen. Dort hatte ich aber keine Gelegenheit zu einem Foto.

      Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir.

      Herzlichen Gruß, René
    • Hallo,

      nach dem schönen fotografischen Einblick hier mal ein lebendiger Bericht aus dem Nationalpark, welchen die ehemalige Fischerei- und heutige Besucherbahn ja zu Teilen erschließt. Wie schon geschrieben wurde, bedeutet 'Puszta' = Einöde. Die richtige ungarische Bezeichnung für die typische flache Steppenlandschaft ist 'Alföld'. Jedoch hat sich durch den Tourismus die eigentlich falsche Bezeichnung 'Puszta' außerhalb Ungarns eingebürgert.

      Es ist still in der Steppe. Sanft ruckelnd schaukelt der Planwagen über die Grasebene. Die Luft ist klar, kein Haus, kein Baum, kein Strauch in Sicht. Die pure Ruhe. In der Ferne zieht eine Rinderherde über die Puszta. Dann: Peitschenknallen, Hufgetrappel. Drei Pferdehirten – Csikós genannt - galoppieren heran. Kernige, sonnengebräunte Männer. In ihrer blauen Tracht veranstalten sie ein Spektakel, reiten stehend auf zwei Tieren gleichzeitig, stemmen die Hände in die Hüften, brüllen "Ho" und "Ha". Kaum sind sie davon geprescht, naht ein Ochsengespann, dann eine Pferdekutsche, gelenkt von einem Mann mit Charlie-Chaplin-Hut.

      Die Szene im Nationalpark Hortobágy im Osten Ungarns wirkt wie von Vorgestern, kitschig fast. Das ist durchaus so gewollt: "Wir zeigen, wie die Menschen vor 100 Jahren hier gelebt haben", sagt János Világosi, der stellvertretende Parkdirektor. Doch der 82.000 Hektar große Park ist mehr als ein riesiges Freilichtmuseum. Hortobágy ist Europas größte Grassteppe und der größte Nationalpark Ungarns. Seit 1999 zählt er zum Unesco-Welterbe. Der Park ist ein ideales Ziel für Besucher, die Natur und Stille suchen.

      Die Hirten in ihren blau-schwarzen Gewändern sind nicht nur Vortänzer für die jährlich rund 150.000 Puszta-Besucher, sondern tatsächlich Hirten und Viehzüchter. Denn der Park ist zu weiten Teilen eine Kulturlandschaft, und ihre Bewirtschaftung ist eine kaufmännische Angelegenheit. Die rund 200 Hirtenfamilien züchten alte Schweine-, Rinder- und Schafsrassen in Bio-Qualität für den Fleischexport und für die Gulaschkessel.

      Verantwortlich für die Tiere im Park ist Zoltan Gencsi. Der Mittvierziger trägt Filzhut und Vollbart und ist ein Öko-Enthusiast. Er hat den traditionellen Viehrassen der Region zur Renaissance verholfen und 15.000 Hektar Parkfläche auf Bio-Landwirtschaft umgestellt. "Ein echter Erfolg ist unsere Graurinder-Zucht", sagt der Geschäftsführer der Hortobágyer und klettert vom Planwagen. Wie bestellt, taucht eine Herde mit rund 200 der langhornigen Ein-Tonnen-Kolosse samt Hirte und Hund aus der Puszta auf und nähert sich.

      "Diese Tiere waren im Mittelalter ein ungarischer Exportschlager", erzählt Zoltan Gencsi. Bis zu 100.000 Rinder wurden auf dreimonatigen Tracks bis nach Süddeutschland oder Norditalien getrieben, zu den Schlachthöfen von Nürnberg oder Venedig. In den siebziger Jahren gab es nur noch 400 Graurinder in ganz Ungarn, heute sind es wieder 9000. Fast 3000 grasen im Nationalpark. "Ihr Fleisch ist auch heute wieder ein Exporthit und landet etwa in der Babynahrung eines großen deutschen Herstellers", sagt Gencsi.

      Stolz ist der Landwirt auch auf seine Wasserbüffel. Sie werden unter anderem zu feuriger Paprika-Salami verwurstet. "Beste Salami-Grundlage sind auch die Mangalica-Wollschweine", erklärt Gencsi. Die suhlen sich das ganze Jahr über draußen im Park. Weil sie sich viel bewegen, ist ihr Fleisch mager und teuer.

      "Früher war halb Ungarn eine versteppte Auenlandschaft, in der nur Weidewirtschaft und kein Ackerbau möglich war", erklärt Nationalpark-Vizechef Világosi. Dann, am Ende des 19. Jahrhunderts, wurde die Theiß – der große Fluss im Osten Ungarns – gezähmt und eingedeicht, die Auen trocken gelegt. Geblieben ist von der alten Landschaft nur wenig. "Doch der Nationalpark vereinigt alles das, was einst für die ungarische Tiefebene typisch war: Grasland, Heide, Fischteiche, Auenwiesen und Sumpf."

      Gruß, René

      Ein weiterer Bericht wird sich mit einer Tierart beschäftigen, welche mich als Kind im Leipziger Zoo ob ihrer unbändigen Erscheinung sehr fasziniert hat und welche nun ebenfalls in Teilen des Nationalparks ein neues Zuhause gefunden hat. Der Themenersteller möge mir diese Ergänzungen gestatten. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Das Przewalskipferd im Nationalpark - Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kölner Zoo und dem Hortobágy-Nationalpark

      Auf einer seiner Expeditionen in die Mongolei, entdeckte der Geograph Nicolaj M. Przhevalsky (polnisch: Przewalski) das Mongolische Wildpferd für die westliche Welt. Das „Takhi“ – wie die Einheimischen das Pferd nennen – wurde in Linnaeus „Systema Naturae“ (1758) nicht beschrieben und war in den wissenschaftlichen Kreisen des Westens unbekannt. In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden Przwalskipferde für zoologische Gärten der westlichen Welt gefangen. Allerdings überlebten viele Tiere den Transport nicht und die Mehrzahl der übrig gebliebenen Pferde starb an den Auswirkungen von zwei Weltkriegen. Zwischen 1940 und 1950 wurden nur kleine Herden der Przewalskipferde im Südwesten der Mongolei gesichtet. Der letzte frei lebende Przewalskihengst wurde 1969 gesehen. Das Przewalskipferd war in freier Wildbahn ausgestorben.

      Das ehemalige Verbreitungsgebiet des Przewalskipferdes war die Dsungarische Gobi. Przewalskipferde sind hauptsächlich in Gebieten gesichtet worden, in denen Wüstensteppen und Bergsteppen vorherrschen. Diese Ökosysteme beinhalten eine Vielfalt an nährstoff- und vitaminreichen Pflanzen, die das ganze Jahr über zur Verfügung stehen.

      Das Hortobágyi Alföld ist die größte Mitteleuropäische Steppenregion. Es erstreckt sich über 100.000 ha und wird beherrscht von einem semi-ariden subkontinentalen Waldsteppenklima.

      Pentezug ist ein Steppengebiet von 2388 ha (27 ha Wald, 2361 ha Wiesen). Es liegt inmitten des Nationalparks Hortobágy. In der Vergangenheit wurde dieses Gebiet für die Weidewirtschaft genutzt. Alte endemische Haustierrassen trugen durch ihr charakteristisches Weideverhalten zum Erhalt dieses Landstrichs bei. Kontinuierliche Vorwärtsbewegungen beim Grasen führte zu einer gleichmäßigen Verteilung der Biss-, Tritt- und Düngeeffekte und unterstützte somit den Erhalt der Biodiversität. Aber die alten Haustierrassen wurden unrentabel und so tauschte man sie gegen moderne Rassen aus. Allerdings ist bei modernen Haustierrassen das stationäre Grasen und die daraus resultierende Erosion nicht vereinbar mit dem Naturschutz.
      Im Nationalpark werden deshalb heute wieder alte Haustierrassen in der Weidewirtschaft eingesetzt.

      Obwohl Menschen dieses Gebiet hauptsächlich für die Weidewirtschaft nutzen, hat die Anwesenheit von Hirten und Hütehunden einen negativen Einfluss auf Tierarten, die besonders störungsempfindlich sind, z.B. die Großtrappe. Um Störungen durch Menschen zu minimieren und die Landschaft zu erhalten müssen in einigen Gebieten des Nationalparkes deshalb Herbivoren eingesetzt werden, die ohne menschliche Betreuung auskommen und ein ähnliches Weideverhalten zeigen, wie die alten Haustierrassen.



      Der Erhalt der Biodiversität und der Schutz bedrohter Arten wird heute mit Hilfe anderer Tierarten erzielt: Przewalskipferd und Aueroxe (Heckrind), Rückzüchtungen des ausgestorbenen Auerochsen (Anmerkung: Man beachte die unterschiedliche Schreibweise zur Unterscheidung von ausgestorbener Wild- und heutiger Haustierform). Rinder und Pferde zeigen leichte Unterschiede in ihrem Weideverhalten und in der Auswahl ihrer Futterpflanzen. Wiederkäuern fehlen die oberen Schneidezähne, daher bevorzugen sie höher wachsende Gräser innerhalb eines Habitats, die sie im Gegensatz zu Pferden mit der Zunge ergreifen und abrupfen.

      Somit finden sich diese beiden seltenen Tierarten im Nationalpark in für Besucher nicht zugänglichen Zonen, die dem Schutz empfindlicher Tierarten vorbehalten sind.

      Ich finde, dass bei einer Schmalspurbahn, welche als Besucherbahn eines Nationalparkes fungiert, auch Informationen über die Arbeit des Nationalparkes eine Berechtigung im 'Bimmelbahn-Forum' haben, wenn sie auch nicht in direktem Zusammenhang mit dem Betrieb der Eisenbahn stehen.

      In diesem Sinne - und in Würdigung der Arbeit des Nationalparkes und der Eisenbahner vor Ort - grüßt René
    • Im Hortobágy Nationalpark sind die meisten Flächen nicht öffentlich zugänglich, die Besucherbereiche sind sanft erschlossen und durch infrastruktuelle Maßnahmen wurde erreicht, dass Fussgänger auf den Wegen bleiben, wo sie sollen.
      Strassen gibt es so gut wie keine und auf der Hauptstraße durch den Nationalpark gibt es in sensiblen Bereichen ein streng kontrolliertes 30 km/h Limit.
      Die ausgesprochen geringe Besiedlung führte dazu, dass die UNESCO den Nationalpark als Lichtschutzgebiet eingestuft hat. Hier ist es nachts besonders dunkel, weil kein Kunstlicht den Himmel flutet.
      Insbesondere sollen Kinder für die Natur begeistert werden, für sie gibt es neben Tierschule, Streicheln mit Tieren (auch therapeutisch), ein Vogelkrankenhaus und themenspezifischer Spielplätze. Spezielle Kindertage runden das Programmangebot ab.
      Aber auch für die Großen bietet der Park unzählige Programme, die Führungen zum Kranichzug im September sind sehr zu empfehlen, so nah kommt man den Tieren so nie wieder.

      Naja, kitschig ist es, das Pusztaprogramm bei Mátai Ménes, doch es ist einzigartig (außer vielleicht in der Bugacpuszta) und zeigt in einer fast zweistündigen Präsentation das Leben der Hirten.
      Reitartistik vom Feinsten, sanfter Umgang mit Pferden (Pferdeflüsterei), Herdentreiben, all dies wird gezeigt und die Ställe stehen den Besuchern vor und nach der Vorführung offen. Man spürt die Liebe zu den Tieren hautnah und die Begeisterung springt auf Jedermann über. Ich war und bin kein Pferdenarr, war nur der Familie wegen mitgegangen, und ich habe meinen Besuch keine einzige Sekunde bereut.
      Interessant finde ich, wie viele, gerade junge Leute, hier im Nationalpark arbeiten. Vielleicht war es Zufall, aber bei meinem Besuch waren die Parkranger, Parklotsen und Mitwirkenden bei Programmen kaum älter als vielleicht 25. Das Erstaunliche dabei war, die Leidenschaft, welche diese verbreiteten. Sprachen waren überhaupt kein Hindernis, da diese Jugendlichen entweder Englisch oder sogar Deutsch sprechen konnten, notfalls ging es über Bildmappen.
      So geht gelebter Naturschutz, Begeisterung schaffen und das fast Wichtigste, die Kinder und Jugendlichen mitreißen. Und genau das wird hier erreicht.

      leider nur in Ungarisch

      mataimenes.hu/hu/foto/matai-menes/

      Infos auch in Deutsch

      ungarn-tourist.de/Orte/Puszta.html

      Grüße aus Debrecen
    • Danke für die weiterführenden Informationen. Und kitschig muss nicht immer negativ besetzt sein. ;)

      Ich schrieb es schon in einem anderen Zusammenhang: Ich finde es sehr gut, was auf diesem Gebiet in Ungarn geleistet wird.

      Mein Hobby ist neben der Eisenbahn auch die Umwelt und ihr Schutz und entsprechende Zusammenhänge. Dies spielt auch bei der Erziehung meiner Tochter eine große Rolle. Obwohl ich noch nicht im Hortobágyi-NP war, habe ich schon viel darüber gelesen. Deshalb habe ich mich auch schon im Vorfeld sehr über Deinen angekündigten Bildbericht gefreut. Danke. :spos:

      Gruß, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Hallo Schmalspurbahnfreunde,

      am 12. August gibt es ein ganz besonderes Angebot von MÁV Nostalgie. Gefahren wird vom Budapester Westbahnhof nach Hortobágy. Zuglok im elektrifizierten Teil wird eine V42 im nicht elektrifizierten Teil eine M40 sein.

      Es gibt 4 Buchungsmöglichkeiten, für Schmalspurfreunde ist Variante C interessant.

      C) Kisvasúttal a Hortobágyi Halastóhoz
      (kb. 4-5 órás program, ebéddel): 8.990 Ft/fő



      Kurzübersetzung: mit der Schmalspurbahn zum Hortobágyer Fischereiteich.
      Programm: ca 4-5 Stunden
      Fahrt mit der Schmalspurbahn, Besichtigung eines Aussichtspunktes, Rundweg, Bustransfer nach Hortbágy, 3 Gang Menü (Getränke nicht inklusive) , Besuch des Vogelkrankenhauses, Freizeit in Hortobágy.

      8.990 Ft pro Person zuzüglich Fahrpreis:

      • Erwachsene: 7990 Ft/Erwachsener
      • Kinder (4-14 Jahre): 4.990 Ft/Kind
      • Kinder (0-4 Jahre, ohne Sitzplatz): kostenfrei



      Die Eckdaten:


      Fahrplan

      Budapest - Poroszló - TiszafüredBudapest-Nyugati indulás: 7:13
      Gödöllő indulás: 8:06
      Hatvan indulás: 8:36
      Füzesabony indulás: 9:55
      Poroszló érkezés: 10:17
      Tiszafüred érkezés: 10:35
      Hortobágyi Halastó érkezés: 11:02
      Hortobágy: 11:11


      Tiszafüred - Poroszló - Budapest
      Hortobágyi Halastó indulás: 19:04
      Tiszafüred indulás: 19:37
      Poroszló indulás: 19:49
      Füzesabony érkezés: 20:11
      Hatvan érkezés: 21:22
      Gödöllő érkezés: 21:54
      Budapest-Nyugati érkezés: 22:47



      Buchung über die Internetseite von MAV Nostalgie (in Englisch)

      http://www.mavnosztalgia.hu/en/content/mainpage


      Die anderen Varianten sind auch sehr interessant, denn es werden sowohl Aktivtourismus (Kanu), Natur (Ökozentrum), Pusztaprogramm Hortobágy (Mátai ménes) angeboten, aber man muss sich leider entscheiden.


      Grüße aus Debrecen
    • Habe den Tipp bekommen, dass die Fahrt nicht auf der englischsprachigen Seite zu finden ist und dadurch bemerkt, dass diese Fahrt tatsächlich dort (noch) nicht im Programm ist.

      Daher noch einmal die Verlinkung der Fahrt in ungarischer Sprache:

      mavnosztalgia.hu/hu/programs/show/847

      "Mit dem Erlebniszug zum Theiss See"

      Der Rest entspricht der Beschreibung vom Vorbeitrag"

      Danke für den Tipp und Sorry für meinen Fehler, dachte die englischen Seiten wären eine 1:1 Angelegenheit.

      Grüße aus Debrecen
    • Hallo allseits,

      heute hat das Gestüt Hortobágy (Mátai ménes) in Debrecen Werbung für den Nationalpark Hortobágy gemacht. Im Rahmen der Farmer Expo fand eine einstündige Präsentation ihres Könnens statt.
      Es hat mal wieder bei mir Lust auf einen Besuch in Hortobágy geweckt.



      Wie immer beeindruckend das Vertrauen der Tiere zu ihren Reitern . . .



      . . . Ästhetik pur



      und der Höhepunkt, wie in Hortobágy auch . . .
      O-Ton: Kinder, ihr dürft jetzt zu den Pferden!



      Anschließend gab es eine Wagenparade und zum Schluss . . .



      . . . das obligatorische Gruppenbild mit allen Beteiligten.



      Wie immer konnten auch die Stallungen jederzeit besucht werden, hier allerdings im Zelt.
      Danke für das wundervolle Programm, ihr könnt jederzeit wiederkommen,

      oder noch besser, ich fahre demnächst mal wieder nach Hortobágy, inklusive Fahrt mit der Schmalspurbahn . . .

      Gruß aus Debrecen
    • Hallo zusammen,

      auch wenn ich eure Bilder schätze, darf ich euch doch daran erinnern, dass wir hier ein Eisenbahnforum sind. Wir sind ja üblicherweise bei der Bewertung der Themen nicht besonders streng, aber in jedem Beitrag sollte schon etwas mehr Bezug zur Eisenbahn sein als nur die Erwähnung der nahe gelegenen Schmalspurbahn. Vielleicht kann ja jemand von der oben genannten Sonderfahrt am 12. August berichten.
      Viele Grüße
      Eckhard
    • Tut mir leid, ich komme aus Debrecen und bis hierhin ist die Sonderfahrt leider nicht vorgedrungen, da sie von Budapest aus stattfand. Natürlich wird im Rahmen der Info über den Nationalpark immer Werbung auch für die Kleinbahn gemacht, sie feierte übrigens gerade ihr 10 jähriges Jubiläum der Wiederinbetriebnahme.
      Inzwischen gibt es einen 4. Wagen und auch eine zweite Lok wurde nach Hortobágy umbeheimatet.
      Allerdings wäre das Ganze nicht möglich, wenn im Nationalpark nicht das Umfeld stimmig wäre, denn nur so werden Besucher in den Park gelockt und diese sorgen dafür, daß die Schmalspurbahn auch für die Eisenbahnfans fahren kann.
      Nur von Eisenbahntouristik kann die Bahn nicht überleben, denn leider sind viele (zum Glück nicht alle) Eisenbahnfans nur "Seh"leute, gucken, fotografieren, wieder wegfahren.

      Schon leidvolle Erfahrung damit gemacht, in D und hier in HU

      Gruß aus Debrecen
    • Hallo,

      das gezeigte Thema 'Pferde' passt aber auch zu so manchem Bahnfreund. Er läuft mit Scheuklappen versehen durch die Gegend, nur auf diese Thematik fixiert (Fachidioten nennt man es wohl im Sprachgebrauch), nicht über den Tellerrand schauend. Derlei Bahnfreunde müssen gelegentlich mit der Nase auf das Umfeld der Bahn gestupst werden, ohne welches eben keine touristische Bahn verkehren würde. Insofern mag mit dem Hottehü-Beitrag doch ein Bezug zum Thema Hobbyeisenbahner hergestellt sein. Ich finde es sehr schön, wie konsequent man sich bei den ungarischen Schmalspurbahnen entsprechende Gedanken zur Entwicklung der Bahnen macht, immer auch die Entwicklung der Region im Blick habend. Würde man sich in Deutschland an mancher Stelle (nicht nur beim Thema touristische Bahnen) auch öfters wünschen. :zwink:

      Freundlichen Gruß, René

      P.S.: Wem ein leichter Hauch Ironie nicht fremd ist, wird diesen Beitrag entsprechend einzuordnen wissen.