Lorenbahn Nordstrandischmoor

    • Neu

      Hallo,

      in einem meiner persönlichen Lieblingsthemen möchte ich mich gerne für das Erreichen von 1000 Likes bedanken. Es freut mich sehr, dass meine Form der Berichterstattung, welche oft den Blick über den Tellerrand wagt und auch mal eine persönliche Note enthält, bei manch einem Leser auf Zustimmung stößt. Ich danke für euer Interesse an meinen Themen und hoffe, dass ich das Forum damit bereichern konnte. Ich wünsche allen Usern weiterhin viel Freude am Forum, ob nun als aktiver User oder stiller Mitleser.

      Freundlichen Gruß, René
    • Neu

      Hallo,

      da ich zu gerne auch mal einen Blick über den Tellerrand wage, passt dieses Gedicht vom "Halligdichter" Wilhelm Lobsien (1872 - 1947) sehr gut hierher. Seine Werke sind meist in Nordfriesland angesiedelt und seine letzte Ruhestätte findet sich auf der Hallig Oland.

      Über die Watten

      Durch meine Heimat möcht' ich mit dir wandern,
      wenn hell im Sonnenglanze die Watten liegen,
      wenn weiße Wolken, eine nach der andern,
      wie Riesensilbermöwen seewärts fliegen.

      Da sind wir fern der Welt und ihrem Streiten.
      Nur leise klingt's herüber von den Kähnen,
      die durch Priele steuern, und aus blauen Weiten
      ein Klageschrei von aufgescheuchten Schwänen.

      Und unter unsern schnellen Füßen singen,
      als wenn durch dünne Halme Winde wehen,
      die stillen Wasser, die vom Grunde springen
      und in der grellen Sonne jäh vergehen.

      Am Horizont im hellen Sonnenflimmern,
      wie Mamortempel aus Märchenländern,
      siehst Du die weißen Inseldünen schimmern,
      um die sich flammengoldne Fluten bändern.

      Da wuchsen meine stolzen Jugendträume,
      da sang ich selig meine ersten Lieder,
      durch all die grenzenlose Räume
      schritt morgenfroh mein Singen hin und wieder.

      Und ist mir je ein helles Lied gelungen,
      bei dessen Klang die Pulse dir geschlagen,
      mein Herz war draußen, als ich es gesungen,
      wo hoch im Wattenmeer die Deiche ragen.



      Freundlichen Gruß, René