Ukraine Herbst 1993, Teil 2 mit ein bisschen Schmalspur

    • Ukraine Herbst 1993, Teil 2 mit ein bisschen Schmalspur

      Am nächsten Morgen waren wir dann in Wygoda oder Wyhoda wo der Waldbahn ein Denkmal in Form einer Lokabschussrampe aufgestellt war.


      Dort wurde der Diesel auf die Seite gestellt und wir stiegen in die Waldbahn um.


      Im Bild übrigens Natascha, die Dolmetscherin und man blickt auf die Kupplungen des Schmalspurzuges.

      In Wyhoda war oder ist auch noch ein grosses Sägewerk. Die Bahn wird, dem Vernehmen nach noch heute betrieben, wenn auch der obere Teil, nach einem Hochwasser abgetrennt ist. Die Bahn gehört auch dem Sägewerk und hat, einen beschränkten öffentlichen Verkehr.

      Ja nun gab es zwischendurch mal ein paar Fotohältchen:



      Nicht immer am günstigsten Ort:


      Wie sollen auch Leute, die noch nie einen Fotoapparat besassen, auch wissen, auf was man achten musste. Gotteseidank, nahm man in unserer Gruppe, das mit Humor auf.

      Ja, und nun geschahen unheimliche Dinge:
      Bei einem dieser Fotohalte stieg ein älterer, einheimischer Herr ein. Er sass ruhig im einzigen Wagen bei uns und sprach zuerst kein Wort, hörte bloss zu.
      Plötzlich begann er, auf Ukrainisch, mit uns zu sprechen.


      Da Bild zeigt den Herrn mit der Schiebermütze. Er ist gerade im Gespräch mit Rima, der Ärztin. Hinten an der Wand, sieht man einen der 2 Milizionäre und das Kader von Dzherelo.

      Nun Natascha dolmetschte brav: Der Herr sagte sinngemäss, dass er uns, wenigstens teilweise verstehe und dass er uns für Deutsche halte. Dann kam er auf den Krieg zu sprechen und sagte, dass er damals, Natascha übersetzte das, in der «freien Ukrainischen Armee», Partisan war.
      Tanta Wiki sagt darüber: de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_Aufständische_Armee
      dass es die Ukrainische Aufständische Armee war.
      Die Ukrainische Aufständische Armee (ukrainisch Українська Повстанська Армія / Ukrajinska Powstanska Armija; kurz UPA, auch als Ukrainische Aufstandsarmee übersetzt) war eine ukrainische Partisanenarmee und der militärische Flügel der „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN, Bandera-Fraktion OUN-B). Sie wurde 1942 gegründet und existierte bis etwa 1956. Im Zweiten Weltkrieg bekämpfte sie deutsche Truppen und die polnische „Heimatarmee“ (Armia Krajowa). Nach dem Krieg kämpfte sie weitere fünf Jahre in der Sowjetukraine gegen die Sowjetunion.

      Nun, davon hatten wir noch nie was gehört. Es entspann sich dann eine, immer erregter geführte Diskussion, in der sich dann das ganze Dherelo Kader beteiligte. Am Schluss eine Riesendiskussion auf Ukrainisch. Man vergass uns einfach. Es war aber unverkennbar, dass der Herr Land-Partisan mit seiner Meinung und seinen Ansichten der städtisch Gebildeten durchaus Paroli bieten konnte. Irgendwann zog er noch einen alten Ausweis hervor, und dann wurde wieder diskutiert.
      Es war auch für nicht ukrainisch sprechende zu spüren, dass die offizielle Geschichte der Heimatarmee nicht mit den Schilderungen des Herrn übereinstimmte.

      Kurz und gut: Als Natascha noch dolmetschte haben wir erfahren, dass es eben eine Partisanenarmee war, die von erbeutetem Gut sich bewaffnete. Nach der Schilderung machten sie auch Gefangene, die sie dann in moderner Kriegsführung unterrichten mussten.
      Wahrscheinlich gab es dann später irgendwann mal eine Amnestie, denn sonst hätte der Herr nicht seinen Ausweis, auf den er sichtlich stolz war, herzeigen können.
      Die Geschichte könnte hier zu Ende sein, dann irgendwann verebbte die Diskussion und auch Natascha fand die deutsche Sprache wieder.
      Nun kam der 70 jährige Herr ….länder zu Natascha und bat sie, dass sie dem Herrn übersetzen könne, dass er im Kriege als deutscher Soldat auch in der Ukraine war.
      Nun war es mucksmäuschenstill im Wagen. Alle waren gespannt, was geschehen würde. Alle!
      Die beiden Herren standen sich gegenüber, schauten sich an, und dann gab der alte Herr Herrn ….länder die Hand, schüttelte sie kräftig und sagte: «Du Kamerad!» Beiden stand dabei das Wasser in den Augen. So eine hochemotionale Situation habe ich nie mehr erlebt.
      Allerdings hat Natascha das noch viel emotionaler erlebt: Sie brach sozusagen zusammen. Sie sass auf dem Sitz und schüttelte nur noch den Kopf. Die nächste Zeit war mit ihr nichts mehr anzufangen. Es war für sie absolut unmöglich, dass einer, der gegen die Deutschen gekämpft hat, nun einem Deutschen der hier gekämpft hat, die Hand reicht, und ihm verzeiht.
      Und ich glaube, da ist in ihr ein Weltbild zerbrochen.
      Auch die andern Dzherelo Leute waren ziemlich still.
      Rima, die Ärztin konnte Englisch und hat uns dann später noch das ein- und andere erzählt. Auch, wie der Geschichtsunterricht in der UdSSR war, den sie genossen hatten.
      Nun, lassen wir Krieg Krieg und Politik Politik sein. Der Vorfall hatte den Erfolg, dass man abends nicht nur alltägliche Themen behandelte, sondern auch mal einen Geschichtsabend durchführte. Der Salon Schlafwagen eignete sich sehr gut dafür. Es stellte sich heraus, dass wir einige Personen im Zug hatten, die viel zu einer interessanten Diskussion beitragen konnten. Angefangen mit Herrn …länder, und anderen, die die Kriegszeit noch erlebt hatten aber auch Herr …stein entpuppte sich als versierter Kenner der östlichen KuK Monarchie.

      Irgendwann kamen wir dann auf eine Lichtung am Fluss. Dort wurde gesessen, getrunken und rangiert:















      Das Stämmeverladen wurde gezeigt:


      Und man bestaunte die Draisinen:



      Am Schluss dieselte man gemütlich, nicht ohne Fotohalte, nach Wyhoda zurück:











      Nun, Wo ist die Bahn genau: Aus der Karte ist das nicht so ersichtlich. Ich bin aber im Besitz von Flugkarten von 1945. Aus dieser Gegend ist auch eine Karte. Hier sind die Bahnen eingezeichnet.
      Die Bahn von Wyhoda befindet sich hier:

      Interessant in diesem Zusammenhang übrigens: Das Gebiet befand sich im Polnisch Tschechoslowakischen Grenzgebiet!

      Am nächsten Morgen erwachten wir an einem ganz anderen Ort:
      In Yaremche mit der Lok, Baureihe ZR, Lok 765-7, und Güterlast. Der Diesel blieb aber hinten dran!
      Allerdings sah man das selten.


      Das Speisewagenpersonal lüftete sich auch ein wenig aus:


      Und eine Überholung mit dem Dieseltriebwagen Baureihe D fand statt:


      Nachher gings dann weiter:


      Wir folgten nun dem Fluss Prut und es ergaben sich schöne Motive:






      Manchmal auch von ungewöhnlichen Objekten aus:

      Für die Filmer war die Brücke der Horror!

      Schliesslich erreichten wir die Brücke bei der Einfahrt von Worochta:


      Die Dorfjugend zeigte reges Interesse an Emils Kaugummi:


      Hinter Worochta wurde der Zug dann geteilt, und wir konnten im Güterzug mitreiten.


      Ein Stück hinter dieser Stelle folgte dann der Scheiteltunnel. Von nun an gings bergab!

      In Woronienka trafen wir dann auf dieses urige Fahrzeug. Wer genaueres über diese Baureihe weiss, den bitte ich um Aufklärung. Ich habe nämlich nichts gefunden:


    • Hallo Guru,

      ich muss dir jetzt mal anfangen für deine hervorragenden Beiträge zu danken! Denn grade die Schmalspurbahnen der Ukraine sind ja bis heute kaum von Eisenbahnfreunden besucht wurden. Und auch wenn sich das bei den 3 heute noch existierenden öffentlichen Schmalspurbahnen langsam ändert, so kennt die Waldbahn Vyhoda heute trotzdem kaum jemand aus eigener Erfahrung. Von daher sind deine historischen Berichte eine tolle Sache!

      Auf die Waldbahn Vyhoda möchte ich daher gerne etwas näher eingehen und mich erst mal selber mit ein paar Worten zur Geschichte aus dem Jahr 2014 zitieren:

      "Die Geschichte der Waldbahn geht bis auf das Jahr 1878 zurück als vom Sägewerk in Vyhoda eine Pferdebetriebene Rollbahn gebaut wurde. Der Holznachschub wurde damals noch per Flößerei aus den Bergen geholt. Kurz vor dem ersten Weltkrieg gab es dann gleich 2 verschiedene Projekte für Lokbetriebene Waldbahnen von Vyhoda aus. Über eine Bahn ins Myzunka-Tal wurde erstmals 1911 nachgedacht und im Jahr 1918 begann man dann mit dem Bau der Bahn in einer Spurweite von 760 mm. Durch das baldige Ende des 1. Weltkriegs und die darauf folgenden mehrfachen Grenzänderungen in dem Gebiet wurde die Bahn allerdings erst 1928 eröffnet. Der Bau der zweiten Bahn, ins Svica-Tal, wurde kurz vor dem ersten Weltkrieg begonnen, aber kurz danach durch die näher rückende Front wieder abgebrochen. Auch diese Bahn wurde dann erst in den 20iger Jahren eröffnet.
      Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle Forstbetriebe der Region zu großen Forstkombinaten zusammen gefasst und in diesem Zusammenhang auch beide Waldbahnen verbunden und auch betrieblich zu einer großen Bahn zusammen gefasst. Außerdem erfolgte zumindest auf dem Papier die Umspurung aller Strecken auf 750 mm Spurweite.
      Mitte der 60iger Jahre bestand nur für ein einziges Jahr eine Gleisverbindung zur nahe gelegen Waldbahn Broschniw was das dadurch entstanden Netz mit ca. 450 km Streckenlänge zu einer der größten Waldbahnen Europas machte!
      Die politische Wende überstand die Bahn zwar, aber die folgende Wirtschaftskrise machte ihr unheimlich zu schaffen. Im Jahr 1998 führten schwere Regenfälle in den Karpaten zum Ende der beiden anderen zu diesem Zeitpunkt noch betriebenen Ukrainischen Waldbahnen, den Waldbahnen Broschniw und Teresva. Beinahe wäre das auch das Ende der Waldbahn Vyhoda gewesen, welche auch unheimliche Schäden davon getragen hat. Zum Glück konnte zumindest die Strecke ins Myzunka-Tal repariert werden, wenn auch nur notdürftig. Auf der sehr spektakulären Strecke ins Svica-Tal wurden leider viele große Brücken weg gespült, was zu deren Einstellung und Abbau führte. Überlebt hatte nur ein kleiner Inselbetrieb um Myndunok Beskyds'kyj, welcher aber mit dem Abbau der Gleise im Mai 2013 auch endgültig aufhörte zu existieren.
      Im Jahr 2008 gab es das bis jetzt letzte große Hochwasser, dessen Schäden grade an den Brücken nur Notdürftig repariert wurden. Daher muss man leider davon ausgehen das schon das nächste große Hochwasser das Ende für die Bahn bedeuten könnte, auch wenn sich Bahn ganz langsam zu einem touristischen Ziel in dieser abgelegen Gegend entwickelt."


      Zum besseren Verständnis hier eine recht gute Karte der Waldbahn:

      upload.wikimedia.org/wikipedia…nnetz_Waldbahn_Wyhoda.png

      Wie du siehst existiert die Bahn auch heute noch und ist damit die letzte Waldbahn der Ukraine und neben der Wassertalbahn in Rumänien eine von nur noch 2 aktiven der ehemals unzähligen Waldbahnen der Karpaten. Betrieben wird die Bahn vom örtlichen Sägewerksbetreiber der Firma Uniplyt und hat, je nachdem welche Stichstrecken grade in Betrieb sind, eine länge von ca. 50 km. Der Holzverkehr lief auch im Jahr 2016 recht stabil. Trotzdem (oder zum Glück) entwickelt sich die Bahn langsam auch zum touristischen Ziel und während im Jahr 2006 die vereinzelten Fahrten nur mit der wieder aufgebauten Tu6P-0037 begannen, ist heute daraus ein stetig wachsenden Touristenzug geworden. Trotzdem muss man als Eisenbahnfreund sagen dass das ganze zum Glück (noch) fast keinerlei Einfluss auf die ursprüngliche Waldbahn hat, anders als bei der Wassertalbahn. Betrieben wird das ganze als Karpatskyj Tramwaj:

      greentrain.com.ua/index.php

      Die Strecke die du damals allerdings gefahren bist war eben jene ins Svica-Tal, welche 1998 zerstört wurde. Die Fundamente der vielen beeindruckenden Brücken konnte ich 2014 noch sehen. Der daraus entstandene Inselbetrieb um Myndunok Beskyds'kyj existierte dann wie gesagt leider auch nur noch bis 2013.
      Interessant ist es auch die Tu4-1695 noch in ihrer ursprünglichen blauen Farbgebung zu sehen und noch in ihrem original Zustand als dieselhydraulische Lok. Später wurde die Lok ja zusammen mit ihrer Schwestermaschine Tu4-1693 zur dieselmechanischen Lok umgebaut, weil man den hydraulischen Antrieb nicht mehr unterhalten konnte. Heute zeigt sich die Lok in grüner Farbgebung (welche erst Ende 2015 erneuert wurde) und gehört nach wie vor zum Einsatzbestand. Hier ein Bild vom April 2014:




      Bei der zweiten Diesellok die du fotografiert hast handelt es sich ja um eine der Tu7 bzw. Tu7A welche als dieselhydraulische Loks alle in den 90ern abgestellt wurden und heute noch als Wracks in Vyhoda im Depotgelände stehen. Leider kann man die Nummer nicht erkennen, aber nach Bildvergleichen würde ich sagen das es sich um die Tu7-2551 handelt.
      Nichts verändert hat sich übrigens bei der Denkmalsdampflok. Die PT4-274 steht nach wie vor an der selben Stelle und wird nur ab und an farblich etwas aufpoliert.


      Auch deine Bilder von der Strecke nach Rachiv sind fantastisch! Für mich ist das eine beeindruckentesten Strecken der Karpaten. Hier mal ein Bild vom Oktober letzten Jahres:




      Viele Grüße
      Felix
    • Blix schrieb:

      Hallo Guru,

      ich muss dir jetzt mal anfangen für deine hervorragenden Beiträge zu danken! Denn grade die Schmalspurbahnen der Ukraine sind ja bis heute kaum von Eisenbahnfreunden besucht wurden. Und auch wenn sich das bei den 3 heute noch existierenden öffentlichen Schmalspurbahnen langsam ändert, so kennt die Waldbahn Vyhoda heute trotzdem kaum jemand aus eigener Erfahrung. Von daher sind deine historischen Berichte eine tolle Sache!

      Auf die Waldbahn Vyhoda möchte ich daher gerne etwas näher eingehen und mich erst mal selber mit ein paar Worten zur Geschichte aus dem Jahr 2014 zitieren:Zum besseren Verständnis hier eine recht gute Karte der Waldbahn:

      upload.wikimedia.org/wikipedia…nnetz_Waldbahn_Wyhoda.png

      Wie du siehst existiert die Bahn auch heute noch und ist damit die letzte Waldbahn der Ukraine und neben der Wassertalbahn in Rumänien eine von nur noch 2 aktiven der ehemals unzähligen Waldbahnen der Karpaten. Betrieben wird die Bahn vom örtlichen Sägewerksbetreiber der Firma Uniplyt und hat, je nachdem welche Stichstrecken grade in Betrieb sind, eine länge von ca. 50 km. Der Holzverkehr lief auch im Jahr 2016 recht stabil. Trotzdem (oder zum Glück) entwickelt sich die Bahn langsam auch zum touristischen Ziel und während im Jahr 2006 die vereinzelten Fahrten nur mit der wieder aufgebauten Tu6P-0037 begannen, ist heute daraus ein stetig wachsenden Touristenzug geworden. Trotzdem muss man als Eisenbahnfreund sagen dass das ganze zum Glück (noch) fast keinerlei Einfluss auf die ursprüngliche Waldbahn hat, anders als bei der Wassertalbahn. Betrieben wird das ganze als Karpatskyj Tramwaj:

      greentrain.com.ua/index.php

      Die Strecke die du damals allerdings gefahren bist war eben jene ins Svica-Tal, welche 1998 zerstört wurde. Die Fundamente der vielen beeindruckenden Brücken konnte ich 2014 noch sehen. Der daraus entstandene Inselbetrieb um Myndunok Beskyds'kyj existierte dann wie gesagt leider auch nur noch bis 2013.
      Interessant ist es auch die Tu4-1695 noch in ihrer ursprünglichen blauen Farbgebung zu sehen und noch in ihrem original Zustand als dieselhydraulische Lok. Später wurde die Lok ja zusammen mit ihrer Schwestermaschine Tu4-1693 zur dieselmechanischen Lok umgebaut, weil man den hydraulischen Antrieb nicht mehr unterhalten konnte. Heute zeigt sich die Lok in grüner Farbgebung (welche erst Ende 2015 erneuert wurde) und gehört nach wie vor zum Einsatzbestand. Hier ein Bild vom April 2014:


      Bei der zweiten Diesellok die du fotografiert hast handelt es sich ja um eine der Tu7 bzw. Tu7A welche als dieselhydraulische Loks alle in den 90ern abgestellt wurden und heute noch als Wracks in Vyhoda im Depotgelände stehen. Leider kann man die Nummer nicht erkennen, aber nach Bildvergleichen würde ich sagen das es sich um die Tu7-2551 handelt.
      Nichts verändert hat sich übrigens bei der Denkmalsdampflok. Die PT4-274 steht nach wie vor an der selben Stelle und wird nur ab und an farblich etwas aufpoliert.


      Auch deine Bilder von der Strecke nach Rachiv sind fantastisch! Für mich ist das eine beeindruckentesten Strecken der Karpaten. Hier mal ein Bild vom Oktober letzten Jahres:

      Viele Grüße
      Felix
      Hallo Felix
      Ich danke Dir für die Blumen.

      Ja, als ich die Fotos verortete, habe ich auch die von dir genannten Tatsachen über die Strecke von Wygoda gefunden.
      Es braucht manchmal fast detektivischen Spürsinn, den möglichst genauen Ort zu finden. Vielfach, gerade in den geführten Reisen, hat man sich als "Geführter" sehr wenig um die Orte gekümmert.
      Meistens braucht man Google Earth, Google Map mit Street view, Openstreetmap und Openrailwaymap. Mit dessen Hilfe geht es dann meistens, wenigstens in die Nähe des Aufnahmeortes zu gelangen.
      Und gerade dann tauchen viele Geschichten wieder aus dem Dunkel der Erinnerung auf.

      Mit der Strecke nach Rachov gebe ich dir Recht, denn gerade die habe ich besonders ins Herz geschlossen: Diese Bahn wurde in Wort und Bild im Monumentalwerk: "Die Geschichte des Eisenbahnwesens der östreichisch- ungarischen Monarchie", herausgegeben zum 50. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef dem Ersten, 1898, vorgestellt.
      Ist doch interessant, die Brücke im Buch zu sehen, und sie dann, 96 Jahre später, einmal zu befahren.





      Schade finde ich ich auch um die Theresienbahn. Diese Bahn, hätte, nicht nur als Güterbahn, sondern auch als öv Bahn ihre Berechtigung gehabt.

      Im Wassertal habe ich die Anfänge erlebt. Man kann sich nun aufregen, wie es ein Schweizer getan hat, dass die Bahn als "Saufbahn" benützt wird. Wenn die Nutzung als "Saufbahn" nicht wäre, wäre die Bahn wohl weg.
      In 20 Jahren wird auch in Rumänien eine andere Betrachtung der historischen Bedeutung einer Bahn sein.
      Mal sehen.

      Ich wünsche Dir noch eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

      Gruss Guru