Fahrzeuge und Werkstätten der SDG

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  • Fahrzeuge und Werkstätten der SDG

    Mod: Vom Thread "Wiederaufbau Weißeritztalbahn oberer Teil" abgetrennt, da - wie im ersten Satz geschrieben - unabhängig davon. Außerdem wurden themenfremde Inhalte gelöscht.

    Tag zusammen!

    Ich hatte mich ja vor ein paar Tagen etwas über die SDG ausgelassen und würde das ganze nun - z.T. unabhängig vom Wiederaufbau - weiter ausführen wollen.

    1.) Weichenthematik in Kipsdorf

    Sicherlich ist es schade um die verloren gegangene Sicherungstechnik in Dippoldiswalde (mechanisch bediente Schranken, Einfahrsignale, mechanisch fernbediente Weiche), andererseits sind die Rückfallweichen essentiell für einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb.
    Dass man heute nicht mehr extra einen Fahrdienstleister bzw. Zugleiter nach Dippoldiswalde setzt, ist völlig logisch.

    Der Punkt in Kipsdorf ist ein anderer.
    Dass man hier die für den regulären Betrieb benötigten Weichen als ortsbediente bzw. mit Rückfalleinrichtung versehene Weichen einbaut, ist aus den gleichen Gründen wie in Dipps zwar schade, aber völlig sinnvoll.
    Wozu sollte der Zugführer ins Stellwerk hochgehen, wenn er unten eh an der betreffenden Weiche steht.

    Es ging mir aber darum, aus Sicht des "technischen Denkmals" bzw. technischhistorischer Sicht zumindest die Option zu schaffen, dass die ehemalige Stellwerkstechnik für die anderen Weichen wieder angebunden werden könnte.
    Dass dies nicht zwingend durch die SDG sondern die IGW als Verein erfolgen könnte, scheint niemand bedacht zu haben.
    Wie mit dem Güterschuppen in Rabenau hat man hier das historische Erbe m.M.n. zu fahrlässig über Bord geworfen.

    2.) Fahrzeugthematik

    Gucken wir doch mal an den Fichtelberg:

    Auf "einmal" gibt es dort unter SDG-Führung einen "DR"-Zug, von selbst haben sich die Wagen nicht umlackiert.
    Der Altbaufahrzeugpark in Hainsberg und Radebeul hingegen ist dort seit vielen Jahren entweder vorhanden gewesen oder zum Teil durch die örtlichen Vereine (IGW bzw. TRR) unterhalten und/ oder neu aufgebaut worden.

    Während "oben" am Fichtelberg also nicht nur plötzlich Wagen "historisch" umlackiert bzw. neuaufgebaut werden, gab es dort in den letzten Jahren auch diverse Roll- und Güterwagen, die wieder eine HU bekamen.
    Auch dies ist aus meiner Sicht absolut keine verwerfliche Aktion, denn für die "Fans" als auch für den "Normalo" sind diese Dinge im Rahmen des "Schmalspurbahnflairs" sehr gut "verkaufbar" - zweifelsohne.
    Die zahlreichen Fotosonderfahrten "oben" haben die Tätigkeiten in ihrem Sinn und Zweck bereits mehrfach bestätigt, insofern alles okay.

    Dummerweise sind die "Maßnahmen" am Fahrzeugpark sowohl auf der HK als auch auf der RRg - und dort z.T. besonders - nicht wirklich angekommen.
    In Radebeul hat die SDG eine, genau eine, Maschine jederzeit für den Betriebsdienst zur Verfügung.
    Klar, jeder wird jetzt sagen: "Stehen doch noch andere Loks in Radebeul."
    Sicher, aber jeder hier dürfte auch wissen, dass es etwas dauert bis die Loks angeheizt sind.
    Warum hat die SDG also seit Jahren nicht den Bedarf erkannt, vielleicht eine vierte L45H aufzuarbeiten, damit eine Dieselreserve überall auf jeder Strecke vorgehalten werden kann.
    In Hainsberg hat die SDG noch "Glück", dass mit der V10C der IGW noch eine Maschine für die Rangieraufgaben zur Verfügung steht, die "Großdiesellok" ist ja auf der Baustelle aktiv.

    Worauf ich hinaus will ist, dass für mich der Eindruck entsteht, als ob man im Dresdner Raum auf beiden Strecken sich so eben über Wasser halten kann, während am Fichtelberg fahrzeugseitig doch das eine odere andere "Schmankerl" mit drin ist.

    3.) Zu den Festivals

    An dieser Stelle sei vielleicht noch einmal erwähnt, dass ein extrem großer Teil der Organisation und Durchführung in den Händen der Vereine liegt.
    Festival auf der RRg ohne die Tradibahn? Die SDG würde dort keinen zweiten Zug stellen können.
    Festival auf der HK ohne die IGW? Die Agenturen entlang der Strecke (C'dorf, Rabenau, Seifersdorf, Malter) werden von der IGW betrieben. Und zwar nicht als "Konkurrenz" zum Fahrkartenverkauf der SDG, sondern als Ergänzung dafür.

    Insofern muss man mit den Festivalvergleichen RRg/ HK <--> Fichtelberg etwas aufpassen, da die Vorraussetzungen von den Beteiligten überall andere sind.

    4.) Zum Lokschuppen Kipsdorf

    Der betriebliche Bedarf ist sehr wohl vorhanden, falls man sich in der Umgebung des Hainsberger Lokschuppens etwas umsieht. Es gibt hier genügen Material, welches eine witterungsgeschützte Unterbringung verdient bzw. notwendig hätte.

    5.) Fahrplan für den oberen Abschnitt

    Die gesamte Debatte hat als Hauptgrund natürlich das liebe Geld. Die vorhandenen Finanzmittel der SDG sind ja seit der Betriebsaufnahme 2008 so gestrickt worden, dass sie die Vorhaltung einer zweiten Garnitur für den Betrieb nach Kipsdorf beinhalten sollten, weshalb es auch die bekannte Aussage gibt, dass der Betrieb der Gesamtstrecke mit den bisherigen Betriebskosten zu stemmen sei.
    Da gibt es nun genau zwei Optionen:

    Entweder war der VVO - salopp gesagt - zu blöd, um die notwendigen Kosten zu kalkulieren und hat einen viel zu geringen Wert angesetzt.

    Oder die SDG wirtschaftet seit 2008 - salopp gesagt - so beschissen, dass die Beträge nun nicht mehr ausreichen.

    Kein Wunder also, dass die Fahrplanverhandlungen auf Basis dieser Gegebenheit nicht recht ins Rollen kommen. Der eine meint, der benötigt mehr Geld, der andere sagt, die Mittel seien ausreichend kalkuliert - wer hat also recht?!?!

    Wer schlussendlich die größtmögliche "Arschkarte" gezogen hat:

    Die Tourismusverbände, die anliegenden Gemeinden zwischen Dipps und Kipsdorf, die dortigen, vom Tourismus abhängigen Erwerbstätigen und schlussendlich SDG und VVO selbst.
    Denn die gößeren Reiseveranstalter müssen ihre Reisen und Veranstaltungen zeitnah planen, da geht für 2017 aktuell nur wenig.
    Auch die IGW steht mehr oder weniger "bedäppert" da, bekannte Sonderfahrten zu Ostern, Pfingsten etc. - keiner weiß wie und wohin.

    Da man eigentlich davon ausgehen müsste, dass der SDG und dem VVO als Betreiber bzw. Besteller von Strecke und Verkehr daran gelegen ist, dass nach der baulichen Fertigstellung der Verkehr zeitnah nach einem geregelten Fahrplan wieder aufgenommen wird, darf man schon mit einem seeeeeeehr kritischen Blick auf die Beteiligten fragen, was genau Sache ist.

    Und spätestens dann sollte die Erkenntnis eintreten, dass - zumindest auf der HK - von Seiten der SDG bei weitem nicht alles gut gemacht wird.

    So viel zu diesen Punkten!

    Nun der Bezug zum aktuellen Baugeschehen:

    Das Wetter wird den Fortschritt kaum aufhalten können (welch ein Satz :smash:), insofern wird der Druck auf SDG und VVO alsbald noch größer.
    Denn auch das "gemeine" Volk wird sich dann fragen, warum trotz fertiger Strecke nüscht läuft, auf die Erklärungen darf man dann umso gespannter sein.

    Eine schöne Restwoche :winner: :cheers:
    Grüße von Vincent

    Auch Holsteiner können Schmalspurfans sein !!!
  • Hallo Vinne,

    du hast den Nagel völlig auf den Kopf getroffen. Gerade der finanzielle Aspekt ist bei der SDG, je tiefer man forscht, schon sehr teilweise dubios. Ich habe manchmal das Gefühl, gerade die Dresdner Bahnen dienen nur dem Gelderwerb durch, gerade im Fall der Weißeritztalbahn, großzügige Bezuschussung. Ich wusste mal einenBetrag, den man dort pro gefahrenem Kilometer bekommt, leider vergessen, aber er war auf alle Fälle mit unverschämt gut beschrieben, auch im Vergleich zu anderen dampfbetriebenen Bahnen.
    Leider wollen die meisten Romantiker davon nichts wissen oder haben zu diesen Punkten keinen Bezug, Hauptsache es dampft.

    Deiner Ausführung zum Stellwerk kann ich allerdings nur teilweise zustimmen. Auch in Freital-Hainsberg ist es möglich, das Stellwerk durch den Zugführer zu bedienen und die Einfahrt vorab einzustellen. Warum soll so etwas in Kipsdorf nicht auch möglich sein? Selbst in Bertsdorf wird das zeitweise so praktiziert.
    Ebenfalls noch einmal erwähnen möchte ich die "Bretterbude" in Schmiedeberg, die ja selbst zu den Adventsfahrten noch benutzt werden konnte. Mit dieser wäre eine Kreuzung ebenfalls deutlich schneller durchzuführen gewesen als mit reinen Handweichen. Der Grundstückseigentümer hat ebenfalls oft genug betont, dass die Hebelbank stehen bleiben dürfe, nur die SDG hat es nicht interessiert.

    So werden wir damit Leben müssen, dass die SDG auch in Zukunft Einzugbetrieb zum Preis von Zweizugbetrieb abwickeln wird auf einer Infrastruktur, bei der man sich etwas mehr Mühe gegeben hat als z.B. die DB auf einer "emotionslosen" SPNV-Piste, aber auf dem zweiten Blick doch einige Kritikpunkte findet.

    Viele Grüße
    Uwe
  • Edit/Nachtrag zum Betriebsprogramm: Vielleicht wäre es mal angebracht, die Verkehrsleistung wie allgemein im SPNV üblich auszuschreiben, anstatt intransparente Verhandlungen im stillen Kämmerlein zu führen?

    Wie sieht eigentlich die rechtliche Basis aus, dass die Leistungen durch die öffentliche Hand bisher in Sachsen nie ausgeschrieben wurden? Die SDG ist zwar ein Unternehmen in öffentlicher Hand und auf eigener, abgetrennter Infrastruktur, welches darüber hinaus nicht am Markt tätig ist. Allerdings ist vom Dresdner Umland der weit entfernte Lankreis Erzgebirge über die RVE mit 65 % an der Gesellschaft beteiligt, wodurch hier der kommunale Punkt m.E. nach etwas verwäscht, trotz Minderheitenbeteiligung des VVO.

    Die Instandhaltung der Reisezugwagen wurde m.E. auch direkt an den RVE in Marienberg vergeben, obwohl hier öffentliche Gelder Verwendung finden und hier der VVO außerhalb der Beteiligung ist. Das sehe ich auch eher grenzwertig.

    Aber das nur am Rande. Wir sollten uns, ohne dieses Gebilde zu hinterfragen, an den zwei tollen Dampfzügen pro Tag auf der neuen Strecke erfreuen, hätte der Aufsichtsbeamte jetzt vmtl. gesagt, ohne uns darüber lästige Gedanken machen zu müssen, welche SPNV-Leistungen man auf Normalspur mit diesem verbrannten Geld hätte finanzieren können.
  • Original von Drops
    Edit/Nachtrag zum Betriebsprogramm: Vielleicht wäre es mal angebracht, die Verkehrsleistung wie allgemein im SPNV üblich auszuschreiben, anstatt intransparente Verhandlungen im stillen Kämmerlein zu führen?

    Wie sieht eigentlich die rechtliche Basis aus, dass die Leistungen durch die öffentliche Hand bisher in Sachsen nie ausgeschrieben wurden? Die SDG ist zwar ein Unternehmen in öffentlicher Hand und auf eigener, abgetrennter Infrastruktur, welches darüber hinaus nicht am Markt tätig ist. Allerdings ist vom Dresdner Umland der weit entfernte Lankreis Erzgebirge über die RVE mit 65 % an der Gesellschaft beteiligt, wodurch hier der kommunale Punkt m.E. nach etwas verwäscht, trotz Minderheitenbeteiligung des VVO.



    Hallo!

    Du hättest also die Verkehre ausgeschrieben? Zu welchem Ergebnis das insbesondere bei einer Schmalspurbahn führen kann, hat man auf Rügen gesehen, bevor die Press den Verkehr dort - auch durch Ausschreibung - zum Glück übernehmen konnte.

    Am Markt agierende Unternehmen müssen und wollen Geld verdienen. Deshalb glaub mir: Bei einer Ausschreibung wäre ich gespannt, was dieses Unternehmen dann noch neben den unbedingt für den aktuellen Verkehr notwendigen Dingen noch bereit wäre, zu tun. Der Unterhalt von Traditionswagen, Rollwagen, für den Betrieb nicht mehr notwendiger Infrastruktur etc., wäre da wohl vorbei. Da wären wir auch beim nächsten Punkt: Würdest du nur den Betrieb ausschreiben, oder gleich den Unterhalt der Infrastruktur mit? Bei ersterem Punkt stellt sich mir da die Frage, wer die Infrastruktur dann unterhalten soll, eine neu zu gründende Infra-GmbH? Bei zweiterem wäre wohl beim aktuellen Wiederaufbau nicht viel mehr als das blanke Gleis mit einer Umfahrung in Kipsdorf wiederaufgebaut worden.

    Falls du jetzt die Press mit Beispiel Rügen in den Ring werfen willst: Die Press ist da ein positives und lobenswertes Beispiel, hat aber mit der Museumsbahn und den teilweise von dort stammenden Mitarbeitern auch noch eine andere Geschichte als andere Eisenbahnunternehmen. Und: die Press kann eben auch nicht überall sein.

    Lasst die SDG und die Verbünde doch mal ihre Arbeit machen. Hier im Forum immer alles besser wissen zu wollen hilft auch keinem weiter.

    Viele Grüße :cheers:
  • Hallo,

    grundsätzlich hast du Recht. Inzwischen haben die Aufgabenträger allerdings dazugelernt, was die Inhalte von Ausschreibungen angeht, um etwaige Schlupflöcher für die EVU gering zu halten. Im Falle einer Schmalspurbahn ist es durchaus möglich, die Vorhaltung historischer Fahrzeuge im betriebsfähigen Zustand zu fordern. Auf Rügen scheint man auch insoweit gelernt zu haben, dass das Inventar nicht mehr dem Betreiber gehört, sondern nur an ihn verpachtet ist. Mit Fahrzeugen gibt es dieses Modell ja auch auf Normalspur.

    Von daher sehe ich keine große Gefahr, wenn die Ausschreibung entsprechend formuliert ist. Auch jetzt hat die SDG viele Freiheiten, mit denen sie noch größeren Unsinn treiben könnte, nur eben zu einem höheren, vmtl. nicht besonders marktüblichen Preis.

    Viele Grüße
    Uwe
  • Mod: Themenfremde Inhalte gelöscht

    Original von Vinne

    Der Altbaufahrzeugpark in Hainsberg und Radebeul hingegen ist dort seit vielen Jahren entweder vorhanden gewesen oder zum Teil durch die örtlichen Vereine (IGW bzw. TRR) unterhalten und/ oder neu aufgebaut worden...

    ...Dummerweise sind die "Maßnahmen" am Fahrzeugpark sowohl auf der HK als auch auf der RRg - und dort z.T. besonders - nicht wirklich angekommen.
    In Radebeul hat die SDG eine, genau eine, Maschine jederzeit für den Betriebsdienst zur Verfügung.
    Klar, jeder wird jetzt sagen: "Stehen doch noch andere Loks in Radebeul."
    Sicher, aber jeder hier dürfte auch wissen, dass es etwas dauert bis die Loks angeheizt sind.
    Warum hat die SDG also seit Jahren nicht den Bedarf erkannt, vielleicht eine vierte L45H aufzuarbeiten, damit eine Dieselreserve überall auf jeder Strecke vorgehalten werden kann.
    In Hainsberg hat die SDG noch "Glück", dass mit der V10C der IGW noch eine Maschine für die Rangieraufgaben zur Verfügung steht, die "Großdiesellok" ist ja auf der Baustelle aktiv.
    ...
    Festival auf der RRg ohne die Tradibahn? Die SDG würde dort keinen zweiten Zug stellen können.


    Moin,
    natürlich hat die SDG mehr als genau eine betriebsfähige Dampflok in Radebeul, im Moment sind es drei, die 789 hat einfach nur Plantag. Bei 99 608 erfolgt hingegen ein Rohrsatzwechsel - eine Lok welche für den täglichen Plandienst eher verzichtbar wäre... Falsch ist die Aussage, dass die SDG zum Festival nur einen Zug ohne die TRR fahren könnte - lange nicht mehr da gewesen? Übrigens die beiden Altbauzüge in Radebeul und Freital sind im Unterhaltungsbestand der SDG und haben mit TRR und IGW nichts bis garnichts zu tun. Der einzige Altbauwagen der IGW harrt seit Jahren in Potschappel der Fertigstellung - hier könnte man sich engagieren anstatt zu meckern. Einzig ein zweiter Altbaupackwagen fehlt derzeit. Warum es keine betriebsfähigen Rollwagen / Güterwagen auf den Talstrecken gibt? Frag die Vereine denen diese Fahrzeuge gehören, sie wurde alle vor der Übernahme durch die SDG den Vereinen von den vorherigen Betreibern übergeben. Die betriebsfähigen Rollfahrzeuge und Güterwagen in Oberwiesenthal gehören der SDG, ich weiß nicht warum man das jetzt auf Krampf schlecht reden muss? Am Ende war es noch die böse SDG welche zahlreiche Rollwagen in Freital verschrottet hat :rolleyes: DIe V10C der IGW fährt übrigens bloß deshalb wieder weil, sie durch die SDG hauptuntersucht wurde. In Radebeul bedient man sich zum Rangieren übrigens der V10C der TRR welche im Gegenzug Werkstatt und Lokschuppen der SDG nutzt... Die vierte L45H kostet in der HU annähernd soviel wie eine Dampflok-HU in Oberwiesenthal, was ist dir lieber?
  • Hallo,

    hier mal einige Klarstellungen:
    Original von Vinne
    Ich hatte mich ja vor ein paar Tagen etwas über die SDG ausgelassen und würde das ganze nun - z.T. unabhängig vom Wiederaufbau - weiter ausführen wollen.
    Das ist sehr löblich, doch man sollte sich bevor man die nachfolgend zitierten Texte schreibt, mal informieren, was die wirklichen Hintergründe sind. :sneg:

    Original von Vinne
    2.) Fahrzeugthematik

    Auf "einmal" gibt es dort unter SDG-Führung einen "DR"-Zug, von selbst haben sich die Wagen nicht umlackiert.

    Während "oben" am Fichtelberg also nicht nur plötzlich Wagen "historisch" umlackiert bzw. neuaufgebaut werden, gab es dort in den letzten Jahren auch diverse Roll- und Güterwagen, die wieder eine HU bekamen.

    Die zahlreichen Fotosonderfahrten "oben" haben die Tätigkeiten in ihrem Sinn und Zweck bereits mehrfach bestätigt, insofern alles okay.
    Dieser historische „DR“-Zug hat keinen direkten Entstehungshintergrund bei der SDG, diese Wagen sind ursprünglich (mehrere Jahre) mal als Saison-Tauschwagenpark auf Rügen eingesetzt gewesen. Dort war die Beschriftung mit BVO Fichtelbergbahn wohl sehr verwirrend und hat nach einer zeitweisen Doppelbeschriftung durch die RüKB auch dazu geführt bei der nächsten Möglichkeit ein neutrales Aussehen zu bekommen, die in Abstimmung zwischen beiden Bahnen als Entklebung und Anbringung der DR-Logos ausgeführt wurde. Durch die BVO/SDG/RVE Marienberg sind die Wagen dann schrittweise auch bei den Untersuchungen neu lackiert worden. Ergänzungen durch den Umbau/Neubau eines Wagenkastens wurden hier schon reichlich diskutiert, das werde ich nicht wiederholen.

    Die Güterwagen wurden nicht von der SDG als Zugabe für Fotofahrten sondern nur mit der „Spende“ der Fotoveranstalter solcher Themenfahrten als historisch passendes Wagenmaterial aufgearbeitet. Dass einige rührige Mitarbeiter der SDG das in der Werkstatt und „vor der Obrigkeit“ durchsetzen konnten ist absolut begrüßenswert, ändert aber nichts an der Tatsache allgemein zur Entstehungshistorie dieser Roll- und Güterwagen. Die dann wiederholt stattfindenden Fotofahrten waren also eher das Verdienst der Veranstalter und Einzahler und nicht nur der SDG.

    Original von Vinne
    Der Altbaufahrzeugpark in Hainsberg und Radebeul hingegen ist dort seit vielen Jahren entweder vorhanden gewesen oder zum Teil durch die örtlichen Vereine (IGW bzw. TRR) unterhalten und/ oder neu aufgebaut worden.

    Dummerweise sind die "Maßnahmen" am Fahrzeugpark sowohl auf der HK als auch auf der RRg - und dort z.T. besonders - nicht wirklich angekommen.

    In Radebeul hat die SDG eine, genau eine, Maschine jederzeit für den Betriebsdienst zur Verfügung.

    Klar, jeder wird jetzt sagen: "Stehen doch noch andere Loks in Radebeul."
    Sicher, aber jeder hier dürfte auch wissen, dass es etwas dauert bis die Loks angeheizt sind.

    Warum hat die SDG also seit Jahren nicht den Bedarf erkannt, vielleicht eine vierte L45H aufzuarbeiten, damit eine Dieselreserve überall auf jeder Strecke vorgehalten werden kann.
    In Hainsberg hat die SDG noch "Glück", dass mit der V10C der IGW noch eine Maschine für die Rangieraufgaben zur Verfügung steht, die "Großdiesellok" ist ja auf der Baustelle aktiv.
    Der „Altbauwagenpark“ in Hainsberg und Radebeul ist zwar historisch gewachsen als „Erbe“ der DDR-Traditionsfahrten der IGW und TRR vorhanden gewesen, aber seit der Abgabe der Schmalspurbahnen von der DB AG und Übergabe an die BVO Bahn bzw. jetzt SDG und teilweise schon vorher (durch SSB und MBR Bahnreinigung/Servicegesellschaft als Töchter der DB Regio) war vor Allem Ralf Kempe als Wagenverantwortlicher persönlich engagiert, die Wagen nicht abzustellen sondern schrittweise weiter zu betreiben und aufzuarbeiten, denn das war notwendig nach den Jahren der DB AG seit der Wende. Dort wurde der historische Park nicht sonderlich gefördert. Erst durch die weitere Inbetriebnahme ist also der zeitweise inaktive Wagenpark wieder zum Leben erweckt worden durch BVO und SDG, damit haben letztendlich die TRR und IGW keinen direkten Anteil, vor allem im „Neuaufbau“, denn die Traditionswagen der TRR sind ja in deren Eigentum und nicht das Thema hier.

    In Radebeul standen schon immer mehr als zwei Maschinen im wechselnden Einsatz und es waren Reserven vorhanden, aber wie es bei Dampfloks so ist, es müssen auch kurzfristig auftretende Schäden repariert werden, die nicht vorhersehbar sind, wie bei der 99 1608 und der TRR V10C, die übrigens seit über einem Jahr der SDG als Rangierlok zur Verfügung stand. Warum sollen also für drei Strecken vier Loks L45H wegen kurzfristigem Bedarf für Baustelleneinsätze ohne Betriebsdienst vorgehalten werden?

    Es sind also keine Mangelerscheinungen gravierender Art aufgetreten wie oben „propagiert“ wurde.

    Original von Vinne
    3.) Zu den Festivals

    An dieser Stelle sei vielleicht noch einmal erwähnt, dass ein extrem großer Teil der Organisation und Durchführung in den Händen der Vereine liegt.
    Festival auf der RRg ohne die Tradibahn? Die SDG würde dort keinen zweiten Zug stellen können.
    In den letzten Jahren hat die SDG mit eigenem Lok- und Wagenpark dafür gesorgt, dass auf der Strecke ein Drei- oder gar Vierzugbetrieb stattfindet. Die TRR hat bis auf die kurze Zeit der beiden IV K und dem Einsatz der SDG 99 1608 noch mit Saugluft keine eigenen zwei Züge im Einsatz, es waren also immer Loks und Wagen der SDG im DR-/DRG-Zug mit eingesetzt. Und der Planzug sollte in der Berechnung schon mit eingehen.

    Original von Vinne
    4.) Zum Lokschuppen Kipsdorf

    Der betriebliche Bedarf ist sehr wohl vorhanden, falls man sich in der Umgebung des Hainsberger Lokschuppens etwas umsieht. Es gibt hier genügen Material, welches eine witterungsgeschützte Unterbringung verdient bzw. notwendig hätte.
    Was hat betrieblicher Bedarf mit Unterstellmöglichkeiten und der mit Dir vorher bemängelten fehlenden Ölabscheidung zu tun, wenn die Loks und Wagen dort nicht ihre Tätigkeit beginnen?

    Original von echtdampf
    Hallo,

    Und übrigens - bei dauerhaftem Ein-Zug-Betrieb auf den beiden Dresden-Bahnen der SDG wären im Grunde auch die wohl angedachten Investitionen (Bau neuer Werkstätten in Radebeul UND Freital) zu hinterfragen.

    Viele Grüße, echtdampf
    Es gibt eine Berufs- und Unfallschutzregelung in Deutschland, die es den Bahnen demnächst nicht mehr erlaubt, in den alten Gebäuden/Werkstätten zu arbeiten. Eigentlich wären die Lokschuppen und Werkstätten schon länger gesperrt für die Nutzung, wenn nicht mit Ausnahmeregelungen oder den Umbauarbeiten am Radebeuler Lokschuppen mit breiteren Toren und nun verbessertem Dach die Bedingungen erfüllt würden. Und genau die neuen Werkstätten stehen schon seit ewigen Zeiten auf dem Wunschzettel der BVO/SDG, die schon länger begonnen werden sollten. In Radebeul gab es da zuerst Probleme mit dem bevorzugten aber unbezahlbaren Grundstück damals noch DB Immo-Besitz, dann wurden die Fahrleitungsmasten auf dem SDG-Grundstück erst durch den immer wieder verzögerten S-Bahn-Ausbau sehr spät beseitigt und nun sind die finanziellen Mittel durch den Ausbau der Infrastruktur der Weißeritztalbahn beschränkt. In Freital ist der Bedarf ebenso begründet, da ja der Verkehr zunehmen soll, aber die Instandhaltungsmaßnahmen immer teurer werden.

    Der Hintergrund der notwendigen Werkstattkapazitäten liegt einfach darin begründet, dass die engen und nicht vorschriftsgemäßen Arbeitsplätze inkl. fehlender Wärmedämmung und die zu engen Tore nicht in den bestehenden Gebäuden geändert werden können. Die Loks müssen aber vor Ort ausgewaschen und untersucht werden können, dazu gehört neben der Innenbegutachtung der Zylinder und der Achslager auch das Ausgießen der Lager, die Aufarbeitung von Armaturen, die Anfertigung von Ersatzteilen auch für die Wageneinstandhaltung, die in Radebeul noch unter freiem Himmel stattfindet auf der Grube vor dem kurzen Lokschuppenstand. Wenn dann noch diese Werkstätten hinterfragt werden frage ich mich, was sich der Schreiber dabei denkt, wenn er denn dazu überhaupt tiefgründig fähig ist. Die Lok- und Wagentransporte zwischen Radebeul, Freital und Oberwiesenthal/Marienberg und Potschappel finden auf der Straße statt und sind neben den terminlichen Problemen auch eine nicht unwesentliche finanzielle Belastung, die es mit Werkstattkapazitäten für die einfachsten Arbeiten vor Ort zu eliminieren gilt. Und die vorhandenen Werkstätten in Freital, Potschappel und Radebeul würden ohne Neubau in Freital UND Radebeul demnächst komplett gesperrt!

    Nachdenkliche Grüße,
    Danilo

    Mod-Edit: In Abstimmung mit dem Autor gekürzt.
  • ich möchte mich bei Danilo für die sehr interessanten Ausführungen bedanken und ihm beipflichten - er hat ja so recht!
    mit Gruß Rainer, der weit weg von dem Ort des Geschehens wohnt und sich hier im Forum mehr einen Austausch von fundierten Infornmationen und weniger Blah-Blah wünscht.
    mit Gruß aus Gernsheim
  • Mod: themenfremde Inhalte gelöscht

    Hallo,

    da ich ja direkt angesprochen wurde, zum Werkstatt-Thema: die Umstände sind mir schon klar. Meine Überlegung ging nur dahin, ob eben bei einem (unterstellten) Ein-Zug-Betrieb auf den beiden Strecken nicht eben EINE Wagenwerkstatt ausreiche würde. Es sind genügend Wagen für den alltäglichen Betrieb vorhanden, so daß dann in einem "Hauruck-Verfahren" eben (so groß ist die Distanz zwischen Freital und Radebeul ja nicht) in Abständen an einem Tag mehrere Wagen überführt werden könnten.
    Denn allein für die Unterhaltung von (bis auf Ausnahmen) betrieblich nötigen 6 ...8 Wagen eine eigene Werkstatt neu zu errichten - da schiene mir eine Alternativbetrachtung zumindest nicht völlig absurd.

    ABER - meine Hauptintention mit diesem Einwurf ist natürliche eine andere: daß es mindestens auf der HK-Linie einen wirklichen Zwei-Zug-Betrieb (gern saisonal, wobei 5 Wochenenden keine Saison sind) geben sollte.


    Viele Grüße, echtdampf
  • Mod: themenfremde Inhalte gelöscht

    Vielleicht noch ganz kurz zu der Loksituation in Radebeul:

    Es ging mir darum, dass dort aktuell zur Planlok keine Ersatzlok vorhanden ist, die sofort in den Streckendienst gehen kann!

    Dass ist sowohl auf der HK als auch auf der CW mit den dortigen L45H möglich. Also haben wir doch eine Mangelsituation, denn bei einem Schaden an der Planlok wird der nächste Zug sicherlich nicht fahren!

    Dass der "DR-Zug" am Fichtelberg keinen unmittelbaren SDG-Einfluss hat, ist mir, genauso wie die Hintergründe der Tauschwagen, durchaus bekannt.

    Andererseits darf man in dem Falle dennoch hinterfragen, warum man dann in "DR" umlackiert hat und nicht "streckenneutral" in grün o.ä.

    Im übrigen kann auch ein betrieblicher Bedarf darin bestehen, Fahrzeuge wettergeschützt unterzustellen, ohne dass sie im täglichen Betriebsdienst stehen. Denn einfach verrotten lassen muss man das Material nicht über mehrere Jahre, dann kann ich es auch gleich zerlegen bzw. Ersatzteile gewinnen und diese sinnvoll einlagern.

    Ich werfe dabei nur den Salonwagen in den Raum, dessen Bewirtschaftung und Betrieb sehr wohl eine der wesentlichen Aufgaben der IGW über viele Jahre war.
    Grüße von Vincent

    Auch Holsteiner können Schmalspurfans sein !!!
  • Original von Hutzel
    Die V10C der IGW fährt übrigens bloß deshalb wieder weil, sie durch die SDG hauptuntersucht wurde.


    Und warum hat die SDG die HU bezahlt? Vielleicht weil sie in Hainsberg eine Rangierlok benötigt? 6-)

    Gruß
    Grüße von Vincent

    Auch Holsteiner können Schmalspurfans sein !!!
  • Mod: in Abstimmung mit den Autor gekürzt

    Hallo Hutzel,

    ja ich hatte die Aussage zu den Güterwagen der CW so von einem glaubwürdigen Teilnehmer erhalten, deshalb kann ich nichts weiter dazu sagen. Es ist also nur eine quasi Refinanzierung durch die Teilnehmer der Fahrten gewesen und einige Wagen wurden wohl schon vorher innerbetrieblich genutzt. Danke für den Hinweis.

    Hallo echtdampf,

    wenn du also schon darüber nachgedacht hast, dass der Wagenpark groß genug ist um demnächst ohne vorhandene nutzbare Werkstatt in Radebeul oder Freital mit Hauruck-Transporten ausgetauscht bzw. zur Wartung geschafft werden zu können hast du scheinbar noch nichts darüber gelesen, was an den Wagen alles so zwischen den größeren Untersuchungen in einer Werkstatt gemacht werden muss? Dazu zählen eben Arbeiten an der Bremsanlage wie Nachstellen der Gestänge und Austausch der Bremsklötze, Reinigung innen und außen, Wartung der Heizungsanlage und nötige Reparaturen an Fenstern, Türen etc., alles kurzfristig anfallende oder regelmäßige Arbeiten, die eben keine teuren Transportkapazitäten binden können. Dass diese Arbeiten in Radebeul meist unter freiem Himmel, im Winter auch unter zwangsläufigem Verzicht auf manche Feucht-Reinigungsarbeiten stattfinden ist der entscheidende Punkt, den es mit der neuen örtlichen Werkstattkapazität zu eliminieren gilt. Und da fehlt dann immer noch als entscheidender Faktor neben den zahlreichen Arbeiten an den Wagen eben die Werkstatt für die Loks, die viel schwieriger zu transportieren sind wegen manchen Arbeiten, auch wenn es nur mal Kleinigkeiten im täglichen Betrieb sind. Wenn die Werkstätten demnächst keine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung erhalten würden ist es aus mit der Lokinstandhaltung in Radebeul und/oder Freital und den eingeschobenen Arbeiten an den Wagen in der trockenen Halle gerade im Winter. Die neuen Werkstätten sollen also gleichzeitig bessere Bedingungen für die Kleininstandsetzung der Loks und nicht nur der Wagen schaffen, die in der vorhandenen Werkstatt eigentlich nicht mehr zugelassen sind. Größere Untersuchungen werden weiterhin meist auswärts durchgeführt.

    Die mal von der Politik ausgesprochene Notwendigkeit einer großen Werkstatt in zentraler Lage zwischen Zittau, Radebeul und Freital zur Hauptuntersuchung von Loks und/oder Wagen sollte erstmal auf finanzielle Beine gestellt werden, da fängt niemand an in Radebeul als favorisiertem Standort die große Werkstatthalle zu bauen ohne finanzielle Beteiligung/Förderung der Politik.

    Original von Vinne
    Vielleicht noch ganz kurz zu der Loksituation in Radebeul:

    Es ging mir darum, dass dort aktuell zur Planlok keine Ersatzlok vorhanden ist, die sofort in den Streckendienst gehen kann!

    Dass ist sowohl auf der HK als auch auf der CW mit den dortigen L45H möglich. Also haben wir doch eine Mangelsituation, denn bei einem Schaden an der Planlok wird der nächste Zug sicherlich nicht fahren!

    Hallo Vincent,

    du weißt hoffentlich schon, dass die zur Lößnitzgrundbahn zugeteilte L45H-358 seit einiger Zeit in Oberwiesenthal bei der Fichtelbergbahn weilt, damit deren auch häufiger im Betriebsdienst eingesetzte Lok L45H-083 dort eine HU erhalten konnte, die nun hoffentlich bald abgeschlossen ist. Dann wird sie selbst auch wieder untersucht nach Radebeul zurückkehren.

    Und dass der nächste Zug nicht fahren kann ist wohl für die SDG das geringere Problem, da es wohl den schnellen Draht zu einem Ersatzverkehr gibt, der auch wesentlich billiger auf Grund des geringeren Bedarfs als eine ganze extra Lok ist, die dann nur herumsteht. Du kannst das ja mal kalkulieren, aber bitte ohne Polemik und mit fundierten Zahlen!

    Original von Vinne
    Dass der "DR-Zug" am Fichtelberg keinen unmittelbaren SDG-Einfluss hat, ist mir, genauso wie die Hintergründe der Tauschwagen, durchaus bekannt.

    Andererseits darf man in dem Falle dennoch hinterfragen, warum man dann in "DR" umlackiert hat und nicht "streckenneutral" in grün o.ä.

    Jetzt kommen wir der Sache schon näher in Bezug der Art wie du deinen Beitrag zuerst geschrieben hast:
    Original von Vinne
    Gucken wir doch mal an den Fichtelberg:

    Auf "einmal" gibt es dort unter SDG-Führung einen "DR"-Zug, von selbst haben sich die Wagen nicht umlackiert.
    Wenn du gleich geschrieben hättest „Ich weiß nicht warum dort aus den Wagen des Rügen-Tauschparkes ein Zug mit DR-Lackierung statt einer neutralen Farbe geworden ist.“ wäre doch alles in Ordnung gewesen, denn es ist nicht verboten im Forum solche Fragen zu stellen, auch wenn sie manchmal unbequem oder wiederholend sind. Denke mal darüber nach!

    Original von Vinne
    Im übrigen kann auch ein betrieblicher Bedarf darin bestehen, Fahrzeuge wettergeschützt unterzustellen, ohne dass sie im täglichen Betriebsdienst stehen. Denn einfach verrotten lassen muss man das Material nicht über mehrere Jahre, dann kann ich es auch gleich zerlegen bzw. Ersatzteile gewinnen und diese sinnvoll einlagern.

    So sieht die Text doch ganz anders aus als deine erste Version:
    Original von Vinne
    4.) Zum Lokschuppen Kipsdorf

    Der betriebliche Bedarf ist sehr wohl vorhanden, falls man sich in der Umgebung des Hainsberger Lokschuppens etwas umsieht. Es gibt hier genügen Material, welches eine witterungsgeschützte Unterbringung verdient bzw. notwendig hätte.

    (...)

    Original von Vinne
    Und dass die Vereine mit der Wiederinbetriebnahme der Altbauzüge gar nichts am Hut haben, ist deinerseits genauso "Dummschwätzerei".
    Ich werfe dabei nur den Salonwagen in den Raum, dessen Bewirtschaftung und Betrieb sehr wohl eine der wesentlichen Aufgaben der IGW über viele Jahre war.

    Was hat das mit dem Wiederaufbau einer Altbaugarnitur in Freital und Radebeul durch die SDG zu tun, wenn dein ursprünglicher Satz:
    Original von Vinne
    Der Altbaufahrzeugpark in Hainsberg und Radebeul hingegen ist dort seit vielen Jahren entweder vorhanden gewesen oder zum Teil durch die örtlichen Vereine (IGW bzw. TRR) unterhalten und/ oder neu aufgebaut worden.
    lautete?

    Wieso sollten die Vereine mit der Wiederinbetriebnahme der beiden Altbauzüge überhaupt etwas am Hut haben? Liest du dir eigentlich mal durch was du schreibst oder was ich schreibe? Das passt nicht zusammen. Und ich zitiere mich ungern:
    Original von Danilo Pietzsch
    Der „Altbauwagenpark“ in Hainsberg und Radebeul ist zwar historisch gewachsen als „Erbe“ der DDR-Traditionsfahrten der IGW und TRR vorhanden gewesen, …Erst durch die weitere Inbetriebnahme ist also der zeitweise inaktive Wagenpark wieder zum Leben erweckt worden durch BVO und SDG, damit haben letztendlich die TRR und IGW keinen direkten Anteil, vor allem im „Neuaufbau“, denn die Traditionswagen der TRR sind ja in deren Eigentum und nicht das Thema hier.

    Die Wagen sind teilweise aus dem Traditionspark der DR an das DB-Museum gegangen, von dort über DB MBR (Bahnreinigung, SSB) dann an die BVO übergeben worden in meist nicht längerfristig betriebsbereitem Zustand, da waren die meisten [T]-Wagen auch schon in Dippoldiswalde nach den Sonderfahrten nach dem Hochwasser 2002 abgestellt vorhanden.

    Der Einheitswagenpark war dagegen tatsächlich eine Sache, die Ralf Kempe in Personalunion für IGW und DB/MBR/SSB in Freital am Leben erhalten hat, der Salonwagen war aber nie im Besitz des Vereins, damit nicht von ihm unterhalten oder gar aktuell wiederaufgebaut. Die Bewirtschaftung, sprich Bereitstellung von Personal bei Einsätzen ist da ein ganz anderes Thema für den jetzigen Zustand gesprochen analog den TRR-eigenen Neuaufbauten des sächsischen Zuges. Aber zu DDR-Zeiten waren die historischen Traditionswagen von den Vereinen mal ins Leben gerufen worden, auch mit reichlich Eigeninitiative. Jetzt gehört dem Verein IGW nur noch der Einheitswagen, der auf seine Vollendung wartet. Die restlichen Altbaufahrzeuge in Radebeul und Freital sind eben durch Eigeninitiative der SDG aus dem Dornröschenschlaf nach der Vernachlässigung in der DB-Zeit wiedererweckt worden. Auch die Umstellung des Planzug-Wagenparks in Radebeul Ost von Saugluft auf Druckluft mit Freitaler Wagen und Abstellung zahlreicher Radebeuler Fahrzeuge nach 2002 war da ein Grund, dass der betriebsbereite Altbauwagenbestand durch die SDG erst wieder aufgebaut werden musste. Es ist eben nicht nur für mich ein wichtiger Unterschied ob die Wagen nur vorhanden oder betriebsbereit vorhanden sind.
    (...)


    Viele Grüße,
    Danilo