Betrieb der Weißeritztalbahn ab 2017

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    • Hallo,

      im Grunde mutet es an wenig wie ein Stück aus dem Tollhaus an – ich beziehe mich im Folgenden auf den Artikel in der Sächsischen Zeitung:

      • Zuschusserhöhung um ca. 50 TEUR pro Jahr und eine Reduzierung der Zug-Km um mehr als 15 % mit der Begründung zusätzlichen Aufwands für die Streckenunterhaltung – wohlgemerkt, einer neu erbauten Strecke !! Da müssen wahrlich ganz besondere Vegetatiosbedingungen herrschen ….

      Der eigentliche "Knaller" ist aber in meinen Augen etwas ganz anderes:

      • der Betreiber befürchtet (!) sinkende (!) Fahrgastzahlen – aha. Und lässt sich daraus resultierende Einnahmelücken schon mal vorab vertraglich ausgleichen. Wäre es nicht Pflicht eines Betreibers, wenn er so etwas schon „befürchtet“, zunächst einmal Maßnahmen vorzuschlagen/zu ergreifen dem zu begegnen ? ?! Um es mal plastisch zu machen: das kommt einem vor wie ein Autokonzern, der sinkende Absatzzahlen prognostiziert und sich den Ausfall einfach von Dritten ersetzen lässt (hinkt natürlich zu Teilen - wie jeder Vergleich).
      • Oder anders herum: mit vielen Millionen wird eine Strecke verlängert/wiederaufgebaut mit dem VOR Inbetriebnahme bereits erwarteten Ergebnis, dass auf der Gesamtstrecke die Zahl der Fahrgäste insgesamt sinkt !!!!

      Es verstetigt sich damit für mich der Eindruck (vielleicht ähnlich zu einigen vorherigen Beiträgen), dass sich die SDG (zumindest für dieses Strecke) nicht als Gestalter und i.S. Entwicklung von Nachfrage engagierter Betreiber sieht, sondern eher als jemand der eben technisch Bahnbetrieb kann. Damit jetzt nicht gleich der Entrüstungssturm losbricht: das ist kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung, die auch früher/ in vorherigen Beiträgen diskutierte Gründe hat.

      Im Kern kann ich mir - wiederum zustimmend einem vorangegangen Beitrag - eine echte Perspektive für die Strecke nur vorstellen nach personellen oder strukturellen (Betreiberwechsel) Veränderungen.


      Viele Grüße, echtdampf
    • Ja, mit diesem "Sparfahrplan" ist die Weißeritztalbahn endgültig zum ungeliebten Stiefkind der sächsischen Schmalspurbahnen geworden, auch innerhalb der SDG. Das die Fahrgäastzahlen bei nur 2,5 Zugpaaren eher sinken, dürfte auch klar sein. Schon allein, weil der erste Zug zu zeitig fährt. Welcher Urlauber oder Ausflügler will an seinem freien Tag schon vor 7:42 Uhr nach Kipsdorf starten? Da hätten sie den Fahrplan wenigstens ne Stunde nach hinten verlegen können. Allein das geht schon ziemlich an den touristischen Bedürfnissen vorbei!
      Auch bei den restlichen Angeboten fällt die Weißeritztalbahn meilenweit hinter Fichtelbergbahn und Lößnitzdackel zurück, von der SOEG mal ganz zu schweigen.

      Ich denke mal, die Weißeritztalbahn wird wohl, ähnlich der Selketalbahn im Harz, zukünftig im Schatten ihrer wichtigeren Schwestern so vor sich hinvegetieren. Sie fährt halt auf Sparflamme vor sich hin, während sich die Hauptaktivitäten der SDG auf die lukrativeren Schwesterbahnen konzentrieren. Beim Blick auf die bisherigen Fahrgastzahlen auch irgendwo verständlich. :(
    • Original von Drops
      Guten Morgen,

      zu den Eigentumsverhältnissen der Fahrzeuge im Vergleich zu Rügen: Auch dort gehörten Strecke und Fahrzeuge mal dem Betreiber selbst. Es geht alles, wenn man nur will.
      Aber vermutlich kommt eh bald mal wieder der Rundumschlag von Hutzel, weil alle die an der SDG Kritik üben sowieso Spinner sind.

      Grüße
      Uwe

      Du kannst beruhigt sein, ich werde für diesen Firlefanz keine Zeit mehr opfern. Sind doch genug Experten hier, die wissen wie es geht.
    • Hallo,

      auf keinen Fall kann man der SDG und ihren Eisenbahnern vorwerfen, dass Sie ihren den Job nicht können. Sie können Dampfbahn!

      Ich sehe eher Potenzial beim Marketing, bei Ideen den Gast anzusprechen...Produkte zu entwickeln.

      Die technischen Vorraussetzungen sind da... es geht darum, dies zu nutzen.

      Und noch eins....unterwegs kann man zu- oder aussteigen...was in Freital zeitig losfährt, kann in Dipps zum Beginn einer Reise genau passen!...Und man fahre bis Schmiedeberg zum Beispiel

      Aber auch solche Veranstaltungstipps dürfen ruhig vom Unternehmen kommen.

      Wie sieht es mit Streckenerklärung im Zug aus?...Geschichte und Geschichten...

      Das touristische Potenzial um Dresden ist da...man muss es aufgreifen.

      Man sollte aber auch nicht verkennen, dass die Terminschwebe zur Eröffnung solcher Vermarktung unbedingt schadet...die Maßnahmen können denn auch erst in Zukunft fruchten.

      Gruß Micha
    • Hallo zusammen,

      ein Vergleich zwischen den Betreibern darf schon mal gemacht werden. Wieviele Züge / Kilometer fahren die einzelnen Bahnen (3x SDG, SOEG, Döllnitzbahn), wieviele Fahrgäste transportieren sie, welche Einnahmen erzielen sie, welchen Zuschuss bekommen sie. Hat jemand Zugriff auf solche Zahlen?

      Und die Frage ist auch, welchen Zuschuss eine PRESS o.ä. haben wollte, wenn sie den Betrieb wie auf Rügen übernehmen würde (Fahrzeuge blieben in öffentlichem Besitz).

      Der Sächsische Rechnungshof hat die Kosten und die Finanzierung der Schmalspurbahnen schon 2014 kritisiert. (vgl. hier) und wird dies sicher auch weiterhin tun.
      Viele Grüße
      Eckhard
    • Original von Dieselpower
      Schon allein, weil der erste Zug zu zeitig fährt. Welcher Urlauber oder Ausflügler will an seinem freien Tag schon vor 7:42 Uhr nach Kipsdorf starten? Da hätten sie den Fahrplan wenigstens ne Stunde nach hinten verlegen können.


      Laut Zeitung soll doch der erste um 9.25 von Freital nach Kipsdorf starten. Das ist für Touris doch eine gute Zeit ...

      [SIZE=1]Mod: Zitat repariert[/SIZE]
    • Sächsische Zeitung:
      Demnach fahren in Freital um 9.25 Uhr und 15.42 Uhr täglich ein Zug nach Kipsdorf ab und um 13.22 einer bis Dippoldiswalde.


      Dann kommt der erste Zug etwa um 11:15 Uhr in Kipsdorf an und kann ca. 11:30 wieder zurück fahren. Zweite Rückfahrt ab Dipps etwa um 14:30, letzte Rückfahrt ab Kipsdorf dann etwa um 18:00 Uhr (falls ich mich nicht wieder vertan habe). Der Kipsdorf-Touri hätte also etwa 6,5 h Zeit in Kipsdorf und Umgebung. Es wäre schon schöner, wenn der zweite Zug auch noch bis Kipsdorf fahren würde.

      Für den Ausflügler im unteren Teil wird es noch blöder, weil der ja nicht auf den Bus umsteigen kann.
      Viele Grüße
      Eckhard
    • Hallo,

      der Fahrplan ist doch schon wieder Quatsch.

      Wer zum Mittagessen nach Kipsdorf will 11.15 Uhr, OK.
      Aber wandern viel zu spät. Der erste Zug auf jedenfall vor neun.
      Und wer fährt im Winter 18.00 Uhr ab Kipsdorf, im Winterhalbjahr kann der Zug gespart werden und im Sommer dafür 3x nach Kipsdorf.
      Hallo VVO schaut mal nach Zittau die machen es euch vor, wie es gehen kann.
      Gruß Torsten
    • Hallo in die Runde,

      da man vom Ski- und Wanderbus nichts mehr hört und liest, wären zumindest die Übergänge zu den RVD-Linien 360 und 367 zwischen Dippoldiswalde und Altenberg über Kipsdorf wichtig, um ggf. umsteigen zu können. Das beträfe auch die Anbindung des Bahnhofes Dippoldiswalde an diese Linien sowie eine Ausweisung der Anschlüsse im Fahrplan, wie bei der S-Bahn in Freital-Hainsberg...
    • http://www.sz-online.de/sachsen/weisseritztalbahn-faehrt-2017-wieder-bis-kipsdorf-3552748.html
      Denn die Fahrten bis Kipsdorf sind nicht zusätzlich, sondern dafür fallen auf dem unteren Streckenabschnitt bis Dippoldiswalde zwei Fahrten weg, eine am Morgen und eine am Nachmittag.

      Also für mich fallen da 3 Fahrten weg - derzeit fährt ja 6x tägl. die Bahn...

      Zu diesen Terminen sind sechs Fahrten im Angebot. Dies ist zu Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, zum Schmalspurbahnfestival im Juli und zum Kleinbahnadvent vorgesehen.

      Na dann dürfen wir gespannt sind, wie diese sechs Fahrten geplant werden - wieviel von den sechs bis Kips geführt werden ;-)