Betrieb der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf

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    • Hallo,

      die 99 1790 steht bereits seit langer Zeit (seit ihrer optischen Aufarbeitung während dem Stillstand der Bahn von 2002-2009?) so rum, warum weiß ich aber auch nicht. Das ist bei ihr also schon "normal".

      Die 99 608 hatte ich im Kopf irgendwie nach Radebeul gesteckt, deshalb war ich verwundert was sie in Freital macht. Das war mein Fehler :friede:
      Wird sie am Wochenende in irgendeiner Art zum Einsatz kommen?


      Viele Grüße
      Julius
    • Zum Festival im Juli wurde von der Stadt Altenberg die Holzhütte neben der Lok aufgestellt und das Zelt dahinter.



      Dort betreiben die Mädels der Bowlingbahn Ammelsdorf jeweils zu den Zeiten, in denen sich ein Zug in Kipsdorf befindet, einen kleinen Imbiss. So kann man sich entweder eine Kleinigkeit für die Rückfahrt holen oder sich als Wanderer stärken, um die nächsten Kilometer durchzustehen. Sozusagen eine kleine "MITROPA" in Kipsdorf, die täglich zweimal ungefähr eine Stunde geöffnet ist.

      Wünschen wir den Mädels viel Erfolg in Kipsdorf. Schmecken tut es super, davon habe ich mich und viele andere beim Festival überzeugen können.

      bowling-ammelsdorf.de/

      Danke auch an die Stadt Altenberg für diese gute Idee.

      VG Gerd
    • Da die BLÖD nicht jeden mitlesen lässt, hier der Artikel aus der SZ vom 9. 8. 17:


      Zeugen nach Unfall in Weißeritztalbahn gesucht


      Dippoldiswalde. Für einen Unfall in der Weißeritztalbahn am Dienstag der vergangenen Woche bittet die Polizei um Zeugenhinweise. Ein 10-jähriger Junge war vormittags mit seinen Großeltern in der Kleinbahn in Richtung Dippoldiswalde unterwegs. Sie befanden sich im vorletzten Wagen der Bahn. Im Bereich der Ortslage Obercarsdorf schaute der Zehnjährige aus dem geöffneten Fenster. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Schild, welches neben der Bahnstrecke steht. Der Junge erlitt Verletzungen am Kopf und musste stationär in einem Dresdner Krankenhaus behandelt werden.
      Die Dresdner Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und sucht Zeugen, insbesondere die Insassen der Bahn, welche den Vorfall bemerkt haben oder Angaben zum Verhalten des Jungen machen können.
      Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 4832233 entgegen. (szo)

      Ende Zitat.

      Da muss das Schild wohl sehr nah stehen, wenn schon ein Kind beim "Rausschauen" damit kollidiert. Spätestens bei der ersten Fahrt eines Fotogüterzuges werden wir es erfahren, ob das Lichtraumprofil ausreicht an dieser Stelle.

      VG Gerd
    • Hallo in die Runde,

      hier mal ein weiterer aktueller Beitrag in Richtung touristisches Marketing für den Betrieb der Bahn aus der SZ Freital:


      "Freitag, 11.08.2017

      Ein Siegel fürs Dabeisein

      Freital ist Teil der Dampfbahnroute Sachsen. Das kann man jetzt auch sehen.


      Von Carina Brestrich

      Freital. Für den Bahnhof ins Hainsberg gibt es extra eine Sonderanfertigung. Sonst hätte das neue Schild nicht an seinen Bestimmungsort gepasst. Seit Donnerstag hängt es direkt neben dem Eingang des Bahnhofs und nennt nicht nur Wissenswertes zur Geschichte der Weißeritztalbahn, sondern präsentiert Freital auch als Teil der Dampfbahnroute Sachsen. Schon einige Jahre ist Freital Teil des Netzwerks, in dem sich Sachsens Schmalspurbahnen vermarkten. Mit dem Schild soll die Zugehörigkeit nun auch vor Ort sichtbar sein.
      Zusammen mit Hainsberg tragen 63 weitere Stationen an der Dampfbahnroute das Schild, die nächsten finden sich am Bahnhof in Kipsdorf und Edle Krone und am Verkehrsmuseum Dresden: „Es markiert Punkte, an denen Eisenbahngeschichte erlebt werden kann“, erklärt Christian Sacher, Projektleiter der Dampfbahnroute. Insgesamt 160 Kooperationspartner gehören zur Dampfbahnroute, darunter Museen, Restaurants und Hotels. Unter dem Dach des Netzwerks werben sie um Besucher. So ist die Dampfbahnroute auf jährlich 25 Messen vertreten. Eine dreisprachig gestaltete Internetseite, Broschüren und eine App zeigen die touristischen Highlights und Anbieter entlang der Bahnstrecken. „Derzeit haben wir insbesondere den tschechischen Markt im Visier, da es dort eine große Affinität zu dem Thema gibt“, sagt Sacher.
      Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) enthüllte gestern zusammen mit Vertretern der Dampfbahnroute und der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn das ovale Schild: „Die Kennzeichnung als Station ist für uns ein weiteres Marketing-Bausteinchen“, sagte Rumberg. Es ist nicht das einzige: Mit den Anrainerkommunen Rabenau, Dippoldiswalde und Altenberg will Freital in den nächsten drei Jahren ein Tourismuskonzept für die Weißeritztalbahn entwickeln."
    • Hallo
      Als Schmalspurfan verstehe ich es nicht ,40 Millionen Euro investiert für zwei tägliche fahrende Zugpaare.Dieses Summe wäre besser
      in den Aufbau einer normalspurigen Museumsbahn Schwarzenberg-Anaberg-Buchholz geflossen.Dort hätte man die sächsischen 38,75,mit dieser Summe zusätzlich aufarbeiten können.Auch die 86 wäre die Lok für die Strecke,es sind Behandlungsanlagen und
      Wagenmaterial in Schwarzenberg vorhanden.Man muß auch über den Tellerrand der Schmalspur schauen.
      Gruß Dietmar
    • dampf schrieb:

      Hallo
      Als Schmalspurfan verstehe ich es nicht ,40 Millionen Euro investiert für zwei tägliche fahrende Zugpaare.Dieses Summe wäre besser
      in den Aufbau einer normalspurigen Museumsbahn Schwarzenberg-Anaberg-Buchholz geflossen.Dort hätte man die sächsischen 38,75,mit dieser Summe zusätzlich aufarbeiten können.Auch die 86 wäre die Lok für die Strecke,es sind Behandlungsanlagen und
      Wagenmaterial in Schwarzenberg vorhanden.Man muß auch über den Tellerrand der Schmalspur schauen.
      Gruß Dietmar
      Hallo Dietmar,

      das ist einfacher gesagt als getan. Man muss beachten, dass der überwiegende Teil der 40 Mio € aus Fluthilfegeldern von 2002 stammt, die sind zweckgebunden! Da gibt es nur die Wahl zwischen Geld nehmen und Wiederaufbauen oder Geld verfallen lassen und kein Wiederaufbau.
      Grüße Erik

      Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!
    • Genau so isses...

      Auch wenn es hier schon diskutiert wurde "Brauchen wir diese Strecke...", so wurde mit dem Wiederaufbau ein Versprechen der Regierenden aus 2002 eingelöst, wenn auch verzögert und spät, aber besser als nie.

      Das Geld stand eh aus Hochwassermitteln bereit, die wie schon geschrieben, zweckgebunden sind. Also blieb nur die Wahl zwischen Aufbauen und Verfallenlassen der Mittel. In diesen Fall wäre das Geld irgendwo in den Untiefen des sächsischen Landeshaushaltes versickert.

      So gesehen ist das Geld für den Wiederbau besser angelegt als wie wenn es anderswo versandet wäre. Durch die Wiederbelebung der Region, welche noch bisschen Zeit braucht, gewinnt auch die Bahn im Gegenzug an Attraktivität.

      Oder wäre diese Alternative



      als historischer Schienenersatzverkehr attraktiver für die Region?

      VG Gerd
    • Heute habe ich mal die neue "Bahnhofs-Mitropa" der Mädels aus Ammelsdorf aufgesucht...



      Im Hintergrund Hickmanns Gaststätte - leider geschlossen aus Altersgründen - weiter rechts Stanzels Cafe und Konditorei und das ehemalige R2, dessen Betreiber ebenfalls aufgeben musste und heute im Bf Kipsdorf das Bürgerbüro leitet.

      Wie man sieht, ist der Imbiss recht gut besucht.



      Einfach empfehlenswert und es schmeckt auch super, offen von ca. 10.30 bis 12.00 und von 16.00 bis ca. 17.30 Uhr.
      Also immer wenn sich ein Zug in Kipsdorf aufhält.

      VG Gerd
    • Hallo in die Runde,

      hier nochmal der aktuelle Sachstand zum Unfall aus der SZ (sz-online.de/sachsen/ermittlun…itztalbahn-3750159.html):


      "Dienstag, 15.08.2017

      Ermittlungen bei der Weißeritztalbahn
      Ein Junge ist bei der Fahrt mit der Schmalspurbahn von einem Schild verletzt worden. Wie konnte das passieren?

      Von Franz Herz

      Obercarsdorf. Zwei Polizisten haben am Montagvormittag die Kellerkurve in Obercarsdorf vermessen. Sowohl die Bundesstraße als auch die Trasse der Weißeritztalbahn haben sie exakt aufgenommen. Sie hielten sich zwar bedeckt, was ihren Auftrag und das Ziel ihrer Messarbeiten angeht. Aber es liegt nahe, dass es sich hier um Ermittlungen wegen eines Unfalls auf der Weißeritztalbahn handelt.
      Der war am Dienstag, dem 1. August, passiert. Damals war ein zehnjähriger Junge mit seinen Großeltern in der Bahn in Richtung Dippoldiswalde unterwegs. In Obercarsdorf hat er aus dem geöffneten Fenster geschaut, wie die Polizei in einer Pressemitteilung informierte. Dabei ist er mit dem Kopf gegen ein Schild gestoßen, das an der Bahnstrecke steht. Bei diesem Zusammenstoß hat der Junge sich so schwer am Kopf verletzt, dass er nach Dresden ins Krankenhaus gebracht werden musste, er wurde stationär aufgenommen.
      Die Polizei hat danach Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen. Sie hat vergangenen Mittwoch einen Aufruf veröffentlicht, um Zeugen für den Unfall zu finden. Vor allem weitere Fahrgäste des Vormittagszugs, der am 1. August in Richtung Dippoldiswalde gefahren ist, könnten bei der Aufklärung des Unfallhergangs helfen.

      Kein ähnliches Vorkommnis

      Roland Richter, der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, welche die Weißeritztalbahn betreibt, liegen noch keine Erkenntnisse zu dem Fall vor. Er sagt: „Ich bitte um Verständnis, dass ich keine Angaben machen kann, solange die Ermittlungen noch laufen.“ Auch Ralf Kempe, der Vorsitzende der IG Weißeritztalbahn, äußert sich nicht zu dem Fall. Er weiß auch von keinem ähnlichen Vorkommnis seit dem Wiederaufbau, weder auf dem Abschnitt von Freital bis Dippoldiswalde noch auf dem Teilstück bis Kipsdorf, das seit Juni wieder in Betrieb ist.
      Karl-Günter Schneider (CDU), der Ortsvorsteher von Obercarsdorf, sagt: „Wir freuen uns ja, dass die Bahn wieder fährt, und auch über jeden Fahrgast, der irgendwo Station macht. Aber wie es zu einem solchen Unfall gekommen ist, kann ich mir nicht erklären. Eigentlich steht ja an jedem Fenster, dass man sich nicht hinauslehnen darf.“ So kann auch er nur abwarten, was die Ermittlungen der Polizei bringen.
      Schilder müssen entlang der Bahnstrecke zur Sicherheit von Bahn- und Straßenverkehr stehen. In Obercarsdorf überquert die Bahn auf weniger als einem halben Kilometer die Bundesstraße, den Weißeritzweg, zwei Zufahrten zur Dorfstraße und mehrere private Grundstückszufahrten. Immer sind diese Übergänge mit Andreaskreuzen oder anderen Schildern abgesichert. An einer Einfahrt zur Dorfstraße ist der Pfosten des Andreaskreuzes nur 1,60 Meter von der Schiene entfernt. Das Kreuz ragt noch etwas weiter in Richtung Bahn. Die anderen Schilder sind 1,80 Meter oder noch deutlich mehr von den Schienen entfernt. Wie hier ein Junge, der in der Bahn mitfährt, ein solches Schild berühren kann, das müssen nun die Ermittlungen ergeben.
      Die Polizei hat einen Gutachter eingeschaltet, wie ihr Sprecher Thomas Geithner informierte. Der hat gestern auch den betreffenden Waggon vermessen und ist bereits die Strecke einmal abgefahren, ob ein Schild eventuell verbogen ist oder schief steht und dadurch zu nahe an den Zug heranreicht. Eine solche Ursache würde den Bahnbetreiber in die Verantwortung bringen. Auch die Vermessungsarbeiten stehen damit im Zusammenhang.
      Die andere mögliche Ursache liegt bei dem Jungen und seinen Großeltern, die ihn beaufsichtigten. Wenn die Schilder vorschriftsmäßig genug Abstand vom Waggon hatten, dann muss sich der Junge ja weit aus dem Fenster gelehnt haben, was verboten ist. Dann wären die Großeltern in der Verantwortung, weil sie die Aufsichtspflicht für den minderjährigen Jungen gehabt haben."
    • Hallo in die Runde,

      hier die erste Bilanz zur Entwicklung seit der Wiedereröffnung bis Kipsdorf aus der SZ (sz-online.de/nachrichten/es-rollt-3752675.html):

      "Freitag, 18.08.2017

      Gut zu wissen
      Es rollt
      Die Weißeritztalbahn dampft seit Mitte Juni wieder bis Kipsdorf. Eine Zwischenbilanz.

      Von Mandy Schaks

      Dippoldiswalde. Zweimal täglich schnauft die Dampflok ins obere Osterzgebirge. Und die alte Dame hat nichts von ihrem Zauber eingebüßt. Sie kann auch nach fast 15 Jahren Flutzwangspause Menschenmassen begeistern. Befürchtungen, dass die Schmalspurbahn durch den gestreckten Fahrplan an Attraktivität verlieren könnte, bestätigen sich bislang nicht. Seit der Wiedereröffnung der kompletten Strecke bis Kipsdorf läuft es gut.
      Um mit den zur Verfügung stehenden Geldern überhaupt bis Kipsdorf fahren zu können, fährt der Zug nicht mehr sechsmal zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde, sondern rollt auf diesem Abschnitt nur noch dreimal am Tag – ohne Verluste bei den Fahrgastzahlen. Im Gegenteil, das Bähnle hat Fahrt aufgenommen.
      Das lässt sich inzwischen statistisch belegen, wie Roland Richter auf SZ-Nachfrage bestätigt. Der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), welche die Weißeritztalbahn betreibt, ist mehr als zufrieden. Die Fahrgastzahlen hätten sich seit der Eröffnung der Strecke bis Kipsdorf sehr gut entwickelt. „Im Vorjahresvergleich fuhren im Juli 2017 auf der Weißeritztalbahn knapp 10 000 Fahrgäste mehr mit der Schmalspurbahn als im Jahr zuvor“, sagt er. Anzeichen, die auf einen Rückgang deuten könnten, weil der untere Abschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde weniger oft bedient wird, könne die SDG derzeit nicht beobachten. Alle, die noch aufgrund des alten Fahrplans ihr Ticket gelöst hatten, bekamen mindestens gleichwertigen Ersatz, heißt es.
      Und die zweite gute Nachricht: „Die Fahrten bis Kipsdorf sind derzeit äußerst beliebt.“ In dieser Preisstufe fuhren etwa doppelt so viele Personen mit der Bahn als in den übrigen vier Preisstufen. Auch der Zustieg an den Stationen im oberen Abschnitt ab Dippoldiswalde werde gern genutzt. Nach Einschätzung von Richter werde der Fahrplan gut angenommen.
      Auch ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß, auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, fasziniert die Weißeritztalbahn. Sie wollen unbedingt mitfahren, wie sie die SZ-Lokalredaktion wissen lassen. Aber sie beschäftigt eine Frage: Wie ist das möglich? So macht Heinz Engelmann aus Gottgetreu darauf aufmerksam, dass in den Bahnhof in Kipsdorf Stufen führen. Und er fragt sich, wie gehbehinderte Menschen zu den Bahnsteigen gelangen. Das betreffe Eltern mit Kinderwagen genauso.

      Auch für Menschen mit Handicap

      Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft hat auch für solche Probleme Lösungen gefunden, wenngleich sie nicht an allen Bahnstationen entlang der Strecke angeboten werden können. „Wir haben für Reisende mit Kinderwagen, Rollstuhl oder auch Rollator sogenannte Traglastenwagen, die eine extra breite Zugangsbühne und Tür besitzen“, erläutert Bahn-Chef Richter. „Der unkomplizierte Zustieg kann an den Stationen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde mit Hubbühnen für die Rollstuhlfahrer gewährleistet werden.“ Das Zugpersonal sei auch gern Fahrgästen behilflich, die mit dem Rollator oder Kinderwagen einsteigen wollen. Für Gehbehinderte stehen außerdem zusätzliche Tritte zur Verfügung, die bei Bedarf beim Zugpersonal erhältlich sind.
      Auch am Endpunkt der Bahn in Kipsdorf gibt es einige Hilfsmöglichkeiten, um den Bahnhof bzw. die Bahnsteige erreichen zu können, wenngleich nicht in dem Umfang wie in Dippoldiswalde oder Freital. In das historische Bahnhofsgebäude, das im Eigentum der Stadt Altenberg ist, führen tatsächlich drei Stufen. Aber diese lassen sich für gehbehinderte Menschen mit einem Treppenlift überwinden, sagt Bahnhofsguide Ricardo Lammel, der sich bei der Ankunft und Abfahrt der Züge um die Fahrgäste kümmert.
      Vom Bahnhofsgebäude selbst ist es allerdings ohne fremde Hilfe nicht möglich, die Gleise zu erreichen. Das klappt aber vom Hof aus. Das Tor kann das Zugpersonal aufschließen, wenn Fahrgäste zum Beispiel mit dem Rollator oder Kinderwagen hier zusteigen wollen. Das sei unkompliziert, so Ricardo Lammel, der dabei auch gern behilflich ist.
      Für Rollstuhlfahrer empfiehlt sich als Anfangs- bzw. Endpunkt der Tour der Bahnhof in Dippoldiswalde oder Freital, da dort einfach die technischen Möglichkeiten vorhanden sind. Um das Ein- und Aussteigen auch für diese Fahrgäste so bequem wie möglich zu machen und Enttäuschungen zu vermeiden, empfiehlt die SDG, sich kurzfristig anzumelden. Bis etwa zwei Tage vor Reiseantritt reichen, um die Zugbegleiter vorab darauf hinweisen zu können.

      Telefonische Anmeldung für Rollstuhlfahrer: bei der SDG-Geschäftsstelle in Moritzburg, Telefon 035207 89290"
    • Heute in der SZ Freital:

      Montag, 14.08.2017
      Am Endpunkt der Weißeritztalbahn wird angerichtet
      Das Team der Bowlingbahn in Ammelsdorf hatte eine Idee. Die Mitarbeiterinnen versüßen Zugpassagieren den Aufenthalt.

      Von Mandy Schaks
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      Denise Reichelt, Monique Beer-Nieschler und Jaqueline Friebel (v.l.n.r.) sind mit einem Imbissstand für die Fahrgäste im Bahnhofsgelände da, die mit der Weißeritztalbahn in Kipsdorf ankommen.© Frank Baldauf



      Kipsdorf. Großes Kino jetzt in der Ferienzeit am Bahnhof Kipsdorf: Viele Gäste freuen sich, dass die Weißeritztalbahn wieder seit Mitte Juni bis ins obere Osterzgebirge fährt, und nutzen die Gelegenheit zu einem Ausflug. Dort angekommen, erwartet sie Bahnhofsguide Ricardo Lammel, der sich um die Fahrgäste kümmert und ihnen erklärt, welche Ausflugsziele in der Umgebung entdeckt werden können. Und wer schnell mal etwas essen oder trinken will, der hat seit Juli auch direkt am Bahnhof die Möglichkeit.
      Jacqueline Friebel, die Betreiberin der Bowlingbahn Ammelsdorf, bewirtschaftet dort mit ihrem Team einen Imbissstand. Wenn die Weißeritztalbahn zweimal am Tag in Kipsdorf ankommt, dann sind sie zur Stelle, um hungrige und durstige Fahrgäste zu bewirten. Im Angebot sind unter anderem Bockwurst, Wiener, Fischbrötchen, Getränke und immer auch eine Suppe. Die Idee dazu sei ihr gekommen, weil gastronomisch nun nicht viel los ist in Kipsdorf.
      Und die Gäste, die gleich wieder mit der Schmalspurbahn zurückfahren wollen, zudem nur 20 Minuten Aufenthalt haben. Damit bot sich ein Imbissstand direkt im Bahnhofsgelände an, sagt Frau Friebel und stellt damit auch klar, dass das Engagement auf ihre Initiative zurückgeht. Im Beitrag über geschlossene Gaststätten im Gemeindegebiet Altenberg und insbesondere in Kipsdorf (SZ vom 4. August) konnte der Eindruck entstehen, dass die Stadt den Imbissstand eingerichtet hat.
      Das ist aber nicht so, die Stadt als Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes hatte aber auch nichts dagegen und stimmte der Errichtung des Imbissstandes zu. Die Imbisshütte wiederum stellte Ricardo Lammel dem Team freundlicherweise vier Wochen kostenlos zur Verfügung, der im Ort einst das R 2, ein kleines Café mit Bar, betrieb und sich jetzt um den Bahnhof in Kipsdorf und die Fahrgäste kümmert.
      Wie es nach dem Testlauf weitergeht, hängt jetzt davon ab, wie viel die Stadt an Standgebühren verlangen wird. Frau Friebel hofft auf ein angemessenes Angebot. Erst dann wird sich entscheiden, ob der Imbissstand wirtschaftlich zu betreiben ist, sagt sie. Mit ihrem Team würde sie das gern weitermachen.

      Zitat Ende und guten Hunger...

      Hoffen wir aber auch, dass dieses Angebot dauerhaft bleiben kann.

      VG Gerd