Unterwegs auf Harzer Gleisen

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    • Unterwegs auf Harzer Gleisen

      Hallo,

      in Einstimmung auf dieses Thema hatte ich schon die Bilder aus dem Jahr 1991 gezeigt. Hier möchte ich nun den Blick auf die Gegenwart richten und Bilder von Harzer Schienenstrecken zeigen. Hauptsächlich wird es auch hier um den Streckenabschnitt Wernigerode - Schierke gehen. Gleichzeitig werde ich auch immer mal einen Blick auf die Landschaft, Natur und Historie links und rechts der Gleise werfen. Beginnen möchte ich mit drei Bildern des gestrigen Tages.

      Gestern bin ich zunächst zum Steinbruch Knaupsholz zwischen Drei Annen Hohne und Schierke gewandert. Die Bilder und Erläuterungen zum Steinbruch folgen später. Auf dem Gelände des Steinbruches wartete ich die Vorbeifahrt des 8933 ab. Er war mit 99 7240 bespannt. Jeder, der die Strecke schonmal gefahren ist, wird den Bereich des ehemaligen Gleisanschlusses Knaupsholz kennen und das sich dort eine Verladerampe befand. So sieht die Ansicht von Höhe der Verladerampe zum Zug aus, welche gut den Höhenunterschied zwischen Rampe und Strecken- bzw. früherem Anschlussgleis verdeutlicht.



      Nun wanderte ich zum Ackerweg und wartete auf den 8925. Es dauerte nicht lange und ich konnte dieses Bild des Zuges fertigen, welcher mit 99 7237 bespannt war. Der Zug befindet sich gerade auf dem Damm, welcher das Tal der Wormke quert.



      Nun wanderte ich über die Spinne zum Südhang des Hohnekopfes, wo sich die Granitfelsformation des 'Trudensteines' befindet. Dieser befindet sich etwa hundert Höhenmeter über dem BÜ Ackerweg und von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Harzer Panorama mit dem Wurmberg als markantestem Punkt des Ausblickes. Ein typisches Pfeifen ertönte und es kündigte sich der Traditionszug an. Der Zug selbst war zwar nur zu hören und nicht zu sehen, aber die Rauchentwicklung über den Bäumen, welcher die Streckenführung nachvollziehen lässt, wirkte doch beeindruckend. Ich drückte in dem Moment den Auslöser, als der Zug das Pfeifsignal am BÜ Ackerweg ertönen ließ.



      Ich hoffe auf Gefallen am neuen Thema und eine interessierte Leserschaft. :zwink:

      Gruß aus Wernigerode von René
      'Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.' (neue-bauernregeln.com)
    • Hallo,

      wer mit dem Zug zwischen Drei Annen Hohne und Schierke unterwegs ist, befährt zwischen km 3,8 und 3,9 einen Damm, welcher das Tal der Wormke quert. Am Fuße des Dammes befindet sich dieser Durchlass für den Bach, dessen Anblick dem Zugreisenden verborgen bleibt.



      Die Quelle befindet sich westlich des Hohnekammes und oberhalb vom Jakobsbruch auf einer Höhe von 848 m. Zunächst fließt sie zwischen Hohnekamm und Erdbeerkopf hindurch in Richtung Osten. Nachdem der Bach sich nach Südosten gewendet hat, trifft er auf den Glashüttenweg, wo durch ein Wehr fast die gesamte Wassermenge in den Wormsgraben abgeleitet wird. Anschließend führen über die Wormke die Gleise der Brockenbahn, die Hagenstraße und die Gleise der Harzquerbahn. In der Nähe von Mandelholz (zwischen Elend und Königshütte) mündet die Wormke etwas oberhalb der Mandelholztalsperre nach 6,7 km auf 463 m Höhe in die Kalte Bode.

      Gruß, René
    • Der Trudenstein befindet sich am Südhang des Hohnekopfes und unterhalb der Felsformation verläuft die Brockenstrecke. Der Name leitet sich von der Ähnlichkeit mit einer Drude ab. Druden sind nach deutschem Sagentum insbesondere auf spezielle Art besessene Frauen, deren Geist eine Drude abspalten kann, manchmal zu gewissen Zeiten wohl auch abspalten muss. Sie gehören zu denjenigen Wesen, die an der Wilden Jagd teilnehmen. In der Fabellehre wurden aus ihnen übermenschliche weibliche Wesen, die auf den Menschen heilsam oder verderblich einwirken können. Die Wilde Jagd ist die deutsche Bezeichnung für eine in vielen Teilen Europas verbreitete Volkssage, die sich zumeist auf eine Gruppe von übernatürlichen Jägern bezieht, die über den Himmel jagen. Die Sichtung der Jagd konnte je nach Region verschiedene Folgen haben. Einerseits galt sie als Vorbote für Katastrophen wie Kriege, Dürren oder Krankheiten, aber sie konnte auch auf den Tod desjenigen verweisen, der Zeuge dieser wurde.

      Es folgt eine Ansicht des Trudensteines vom Glashüttenweg aus. Die Vielzahl dieser Granitfelsformationen, verbunden mit schnell wechselnden Wetterphänomenen geben dem Harz seinen unverwechselbaren mythischen Charakter.




      Der Trudenstein ist über Leitern zu besteigen. Von oben bieten sich Aussichten in die Ferne oder eben auch in die Tiefe.



      Hier nun ein Ausblick von der Klippe zum Wurmberg, dem höchsten Berg Niedersachsens und zweithöchstem Berg des Harzes. Seit die prägende Schanze auf seinem Gipfel abgebaut wurde, welche als Landmarke diente, hat sich seine Silhouette sehr verändert.



      Gruß, René
    • Hallo Rene´,
      Dein Beitrag erinnert mich an eine Zeit, als wir bei Wanderungen den Brocken so nah wie möglich kommen wollten. Den Stein sind wir auch öfters hochgeklettert. Unter uns hörten wir den Dampfzug nach Schierke.
      Am nähesten am Brocken waren wir wahrscheinlich auf den Zeternklippen, die auf keiner DDR-Wanderkarte eingezeichnet waren. Die zu finden war recht abenteuerlich.
      Viele Grüße
      Thomas!
    • smb schrieb:

      ...erinnert mich an eine Zeit, als wir bei Wanderungen den Brocken so nah wie möglich kommen wollten...
      Hallo Harzfreunde,
      zu der Zeit hat den Brocken noch mehr Geheimnsivolles umgeben. Heute ist der Blocksberg allen zugänglich und auf andere Weise attraktiv. Er fordert aber immer einen ordentlichen Aufwand, möchte man hinabblicken.
      Gruß Ballberg
    • Hallo Reiner,

      wenn ich Deine Kenntnisse bezüglich des Harzes und seiner Schmalspurbahnen sehr schätze, aber ich kann nicht erkennen, dass hier Irgendwer geäußert hat, den Brocken wieder lieber eingemauert zu sehen. Ich möchte diese Situation bestimmt nicht wieder haben, Thomas schrieb, dass er ihm immer nah sein wollte und Ballberg, dass er ihn zu Zeiten der Einmauerung geheimnisvoller empfand. Allein die Situation der Unzugänglichkeit ließ schon ein gewisses Mysterium um diesen Gipfel entstehen. Es ist freilich gut, dass er heutzutage dieses Mysteriums beraubt ist.

      Gruß, René
    • Hallo,

      heute möchte ich mich dem Granitsteinbruch Knaupsholz zuwenden. Er verfügte bis zum Jahr 1963 über einen Gleisanschluss im km 3,69 der Brockenstrecke.

      Der Steinbruch wurde um 1903 unmittelbar neben der 1898 erbauten Brockenbahn in Betrieb genommen. Zum Steinbruch existierte ein Anschlussgleis und die Gewinnung des Granits erfolgte mit manuellen Steinspaltwerkzeugen, wie auch die Bearbeitung. Der Transport des Steinmaterials zur Brockenbahn wurde mit Kipploren auf einer Feldbahn vorgenommen. 1937 wurde ein neues Steinbruchsgelände erschlossen und die Werkstücke in Wernigerode bearbeitet. Ab 1939 war der Steinbruch an das elektrische Netz angeschlossen, dadurch konnten Maschinen eingesetzt werden. Zur Verladung war ein Derrickkran aufgebaut, der Lasten bis zu fünf Tonnen hob.
      Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 wurde der Steinbruchbetrieb kurzfristig eingestellt und am 1. Juni 1945 wieder eröffnet. Am 5. November 1945 folgte die Enteignung. Im Steinbruch kam ein weiterer Derrickkran und Maschinen zum Einsatz und die Transportprobleme wurden mit einem Kabelkran angegangen. Der Knaupsholz-Granit war in der DDR einer der wichtigsten Werksteine. Nach der Wende wurde der Steinbruch privatisiert.

      Das Modell eines Derrickkranes in Originalgröße kann man sich übrigens in der Nähe des Bahnhofes Steinerne Renne an der Harzquerbahn anschauen.

      Doch nun zu den Bildern:

      An den Wanderwegen im Umkreis des Steinbruches warnen diese Schilder vor Sprengarbeiten. Bei Wikipedia steht, dass der Steinbruch noch immer in Betrieb ist. Ich konnte bei meinem Besuch allerdings keinerlei Beweise für diese Aussage vorfinden.



      Der Steinbruch gliedert sich in zwei Ebenen. Die obere Ebene ist über einen Waldweg zu erreichen und es dürfte sich um das 1937 erschlossene Gelände handeln. Man fühlt sich ziemlich winzig, wenn man am Fuße dieser Abbruchkante steht.



      Hier ein Bild der unteren Ebene des Steinbruches: Im Rücken des Fotografen verläuft die Strecke der Brockenbahn. Zwischen der Bahnlinie und dem Steinbruch befindet sich eine kleinere Baumreihe.



      Ich habe mich dann durch diese kleine Baumreihe gekämpft und stand oben auf der Verladerampe. Auf der Verladerampe liegen immer noch Gleisreste der Feldbahn des Steinbruches in 600mm-Spurweite. Ich machte das Bild vom 8933 aus dem Eröffnungsbeitrag und kletterte dann durch das Unterholz auf etwas abenteuerliche Weise hinunter zum Streckengleis der Brockenbahn, wo noch immer die ausgebaute Anschlussweiche an der Wand der Verladerampe lehnt. Zur Überwindung des Höhenunterschiedes der Verladerampe gibt es auch Treppenstufen, jedoch sind diese unpassierbar, weil genau in diesem Bereich die Weiche an der Rampe lehnt. Die Blickrichtung ist talwärts in Richtung Drei Annen Hohne. Im Hintergrund ist die Vorsignalbake für die heutige Blockstelle Knaupsholz zu sehen.



      Hier nun ein Blick auf die Verladerampe mit den Resten des Anschlussgleises im Vordergrund.



      Das Anschlussgleis erstreckte sich von der Weiche als bergwärts und talwärts führendes Stichgleis entlang dem Streckengleis. Es gab also zwei Prellböcke. Das nachfolgende Bild zeigt den talseitig befindlichen Prellbock des Anschlussgleises.



      Den witterungsbeständigen Granit des Knaupsholzes verwendete man zur Herstellung von Straßenbelägen, Mauerwerken und Brückenbauwerken in Norddeutschland und Berlin. Ebenso fand er Verwendung bei Schleusenbauwerken und Uferbefestigungen am Mittelland- und Nord-Ostseekanal. An folgenden Bauwerken kam ebenfalls der Granit aus dem Steinbruch Knaupsholz zum Einsatz:
      - Mahn- und Gedenkstätten Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen
      - Sowjetische Ehrenmale in Berlin-Tiergarten und Berlin-Treptow
      - Innenausbau des Schillermuseums in Weimar
      - Kirche in Schierke
      - Deutsche Bank und Rathaustreppe in Wernigerode.

      Zu DDR-Zeiten war das Gebiet bis zum Steinbruch Knaupsholz zugänglich. Unmittelbar hinter dem Steinbruch begann westwärts im Wormketal das Sperrgebiet der Grenze zur BRD.


      Gruß, René
    • Hallo Renè,

      Deine herrlichen Harzbilder haben in mir große Lust auf eine Harztour geweckt. Ich sollte mich wirklich mal intensiver mit dem nördlichen Teil des kleinen Gebirges befassen. Noch sind aber die Tage zu kurz für eine Tour aus Berlin.
      Dein Bericht über den Anschluß Knaupsholz ist natürlich hoch interessant. Im alten Forum (oder war`s im ganz alten?) gab es mal einen Beitragsbaum über den Anschluß Unterberg. Auch dieser wurde viel beachtet (manche User wußten garnicht, wo er sich befindet!).
      Mit Ausnahme der Brockenstrecke wurden die Schmalspurbahnen im Harz ja vor allem zur wirtschaftlichen Erschließung des Gebirges errichtet. Die schnellere u. kostengünstigere Abfuhr der natürlichen Rohstoffe wie Holz, Gestein u. Erz standen im Vordergrund. Es ist wirklich sehr interessant, den heute noch vorhandenen Anlagen nachzuspüren.

      Hast Du zufällig auch die Reste der Feldbahn auf der Rampe verewigt?
      Welche betriebliche Bedeutung hat heute die Blockstelle Knaupsholz?

      Der Harz bietet noch viel Raum für eine interessante Spurensuche. Wer kennt noch die Neuwerker Industriebahn?

      sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Neuwerker_Industriebahn

      Im Feldbahnforum gab es vor einiger Zeit einen Bericht über die Reste eines Schrägaufzuges der dortigen Steinbrüche, die bis in unsere Tage im Wald überdauert haben.

      Sehr gut gefällt mir auch immer Dein Blick neben die Gleise, der viele Anregungen gibt.

      Beste Grüße

      Holger
    • Holger Dietz schrieb:

      [...] Der Harz bietet noch viel Raum für eine interessante Spurensuche. Wer kennt noch die Neuwerker Industriebahn?

      sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Neuwerker_Industriebahn
      [...]
      Hallo Holger,

      natürlich kenne ich sie nicht aus der Zeit als sie noch fuhr, aber wer aufmerksam am alten Rübeländer Bahnhof rumturnt, entdeckt sie doch leicht. Der Abschluss am anderen Ende ist natürlich nicht so offensichtlich.









      Auf älteren, ungescannten Dias habe ich den Tunnel auch noch unvermauert abgebildet. Die Streckenführung ist wirklich reizvoll.

      Es gibt übrigens eine alte Postkarte, die genau den weiteren Verlauf der Strecke zeigt, aber sehr gerne in den Ort Rübeland verortet wird. Finde ich leider gerade nicht.

      Viele Grüße

      Volker
    • Hallo Volker,

      da warst Du mit Bildern etwas schneller als ich. :zwink: Aus welchem Jahr sind Deine Aufnahmen? Ich habe die Bahn im Jahr 1994 (vielleicht war es auch 1995) erkundet. Zu diesem Zeitpunkt war der Tunnel noch begehbar. Bilder habe ich aber nicht zur Hand. Die Erkundung war auch nur ein Nebenprodukt einer Wandertour entlang der Strecke der Rübelandbahn.

      Hallo Holger,

      auf der Verladerampe liegen nur noch wenige Meter des ehemaligen Gleises der Feldbahn. Hier eine Aufnahme (auch wenn sie nicht besonders toll ist):



      Die heutige Blockstelle Knaupsholz hat natürlich die gleiche Aufgabe, die jeder anderen Blockstelle auch eigen ist: Sie unterteilt eine Strecke (in diesem Fall Drei Annen Hohne - Schierke) in zwei Abschnitte, um bei Bedarf eine höhere Durchlassfähigkeit (Zugdichte) zu ermöglichen. Andernfalls könnte immer erst ein Zug in Drei Annen Hohne losfahren, wenn der vorausfahrende Zug in Schierke angekommen ist. Gleiches gilt natürlich sinngemäß für die Gegenrichtung. In der Saison, wenn zu den Regelzügen noch Sonderzüge verkehren, wäre der Streckenabschnitt Drei Annen Hohne - Schierke als ein Blockabschnitt viel zu lang.

      Gruß, René
    • Hallo,

      blicken wir mal 5 Jahre in die Vergangenheit. Am 11.11.2011 (nein nicht um 11.11 Uhr) :frech: hatte man vom Blocksberg diese schönen Ausblicke auf die umgebende Landschaft.

      Bild 1: Hilfe, wer hat Wernigerode geklaut?



      Bild 2: Ganz keck ragt der Gipfel des Wurmberges mit seiner Schanze aus dem Wolkenmeer.



      Die Bilder habe beim Umsetzen der Lok und bei der Abfahrt des Zuges aus dem Packwagen aufgenommen. Kamera, war ein einfaches Handy, noch nicht einmal ein Smartphone mit heutzutage recht brauchbarer Kamera. Da man diese Aussichten vom Gipfel aber wahrlich nicht täglich hat, möchte ich die Bilder gerne zeigen.

      Gruß René
    • Hallo,

      ich möchte noch einmal zum Thema 'Steinbrüche' an den Strecken der Harzer Schmalspurbahnen zurückkommen:

      Der Steinbruch 'Unterberg' befindet sich zwischen Eisfelder Talmühle und Schierke an der Strecke der ehemaligen G.H.E. und ist bekanntlich heute noch in Betrieb.

      An den Strecken der ehemaligen N.W.E. findet sich neben dem Steinbruch 'Knaupsholz' zwischen Drei Annen Hohne und Schierke auch noch der Granitsteinbruch 'Königsberg' zwischen Eckerloch und Goetheweg, von welchem ebenso während einer Fahrt mit der Brockenbahn noch Reste zu erkennen sind. Hierbei handelte es sich um den höchstgelegenen Steinbruch Norddeutschlands und der Granit wurde ausnahmslos mit der Brockenbahn abgefahren. Er war von 1899 bis 1915 in Betrieb. Er müsste sich zwischen den Streckenkilometern 11 und 12 der Brockenstrecke befinden (eine genaue Kilometrierungsangabe habe ich leider nicht zur Hand). Weiterhin gab es natürlich noch den bekannten Granitsteinbruck im Thumkuhlental, welcher (wie heutzutage der Steinbruch Unterberg) der Produktion von Schotter diente. Dieser Steinbruch war von 1899 bis 1921 in Betrieb. Er verfügte im Steinbruchgelände über eine elektrifizierte Feldbahn zum Materialtransport. Heutzutage ist ein Teil des ehemaligen Verladebunkers am talseitigen Ende des Bremsberges der Seilbahn neben der Harzquerbahn erhalten. Das folgende Bild zeigt die Situation im Jahre 1910. Es findet sich auf einer Schautafel vor Ort.



      Gruß, René
      'Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.' (neue-bauernregeln.com)
    • Hallo,

      heute war ich wieder ein wenig im Gebiet der Hohne unterwegs. Zuerst wanderte ich zur Wormkebrücke der Harzquerbahn. Die Strecke beschreibt an dieser Stelle einen engen Rechtsbogen und quert dabei das Tal der Wormke. Im Verlauf dieses Bogens befindet sich in km 43,8 das Brückenbauwerk, welches vor einigen Jahren saniert wurde. Als Wanderer ist diese Stelle etwas beschwerlich zu erreichen, denn es gibt nur einen kaum sichtbaren und ziemlich morastigen Weg zur Brücke, wenn man nicht auf den Gleisen laufen möchte, was bei den engen Bögen in diesem Bereich nicht empfehlenswert ist, da man z.B. Triebwagen etc. erst bemerken würde, wenn der Bremsweg zum Anhalten zu kurz wäre. Dieses Risiko für die eigene Gesundheit und den zwangsläufigen Schock für das Fahrpersonal gilt es zu vermeiden.



      Nun lief ich wieder auf dem Wanderweg Mandelholz - Drei Annen Hohne zurück und begab mich zur Brockenstrecke. Hier hatte ich mir vorgenommen, den Durchlass des Dammastbaches zu fotografieren, welcher sich in km 1,87 befindet. Die Strecke beschreibt hier bei der Querung des Bachtales eines Linksbogen und verläuft auf einem Damm. Der Dammastbach entspringt am südlichen Hang des Hohnekopfes, noch südlich des Wormsgrabens, und unterquert die Strecken der Brocken und auch der Harzquerbahn. Er verläuft dann in südöstlicher Richtung, vereinigt sich mit dem Hirschbach und mündet bei Königshütte in die Kalte Bode.




      Anschließend begab ich mich zum Bahnübergang am km 2,09 und erwartete den bergwärts fahrenden Zug 8920, als die Sonne schön den Zug beschien.




      Eigentlich wollte ich ursprünglich vom Forum eine kleine Ruhepause einlegen, was ich zumindest angekündigt hatte. Nach dem Umzug des Forums und dem Weggang einiger User habe ich mich aber entschlossen, dem Forum ein wenig Leben einzuhauchen, sozusagen ein wenig 'Starthilfe' zu geben, auch wenn meine Zeit etwas knapp bemessen ist. Schön finde ich natürlich, dass die Beiträge auch ihre Leserschaft finden. Danke euch dafür. :wink:

      Gruß aus Wernigerode, René