Schienenersatzverkehr wegen Personalmangels

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo,

      der Umlauf, welcher für die allermeisten Touristen interessant ist, um 10.30 Uhr ab QLB, verkehrt als Bus. Alles richtig gemacht, die HSB-Fahrplanstrategen. :alk: Gab es solche Maßnahmen zu seeligen Reichsbahn-Zeiten der DDR nicht auch: Man macht eine Strecke durch einen widersinnigen Fahrplan derart unattraktiv, dass man nachfolgend die Einstellung mit fehlenden Fahrgastzahlen begründen kann? :rolleyes: Nachtigall ick hör dir trapsen.

      Freundlichen Gruß, René
    • rekok73 schrieb:

      Hallo,

      der Umlauf, welcher für die allermeisten Touristen interessant ist, um 10.30 Uhr ab QLB, verkehrt als Bus. Alles richtig gemacht, die HSB-Fahrplanstrategen. :alk: Gab es solche Maßnahmen zu seeligen Reichsbahn-Zeiten der DDR nicht auch: Man macht eine Strecke durch einen widersinnigen Fahrplan derart unattraktiv, dass man nachfolgend die Einstellung mit fehlenden Fahrgastzahlen begründen kann? :rolleyes: Nachtigall ick hör dir trapsen.

      Freundlichen Gruß, René

      Hallo René (und alle anderen),

      ich verstehe zwar die Kritik an den hier dargestellten Umständen bei den HSB, nicht aber die Rundumschläge, die nun folgen.
      Ich selbst bin viel zu weit vom Harz entfernt, um mir über Details der Bedingungen im Unternehmen und der Struktur des Unternehmens ein Urteil erlauben zu dürfen. Das unterstelle ich so manchem hier und anderswo laut Lamentierenden auch, natürlich aber auch nicht jedem (ich denke, das am Schreibstil unterscheiden zu können). Ich will also dazu aufrufen, möglichst nur das zu kommentieren, von dem man weiß, worüber man schreibt.

      Diejenigen, die nun über das Ersatzkonzept auf der Selketalbahn vernichtende Urteile fällen, seien hiermit aufgefordert, anstelle Fundamentalkritik einen Gegenvorschlag zu machen - der wäre natürlich rein hypothetisch, weil die Fakten nun mal die HSB selber machen.

      Aus meiner Sicht ist es kein besonders kritikwürdiges Ergebnis, was da präsentiert wurde. Wenn die Betriebsleitung eine solche Vorgabe (aus welchen Gründen auch immer) bekommt, dann sehe ich das Ergebnis als nachvollziehbar und auch einigermaßen gut an.
      Allein auf Quedlinburg bezogen, mag die fehlende Zugabfahrt um 10:30 Uhr ein "Riesenproblem sein", für die Feriengäste im Selketal selber (oder auch Allgemein im Unterharz) ist aber der Zug um 8:30 Uhr ab Quedlinburg für jede Art von Tagesausflug und die Verknüpfung Richtung Nordhausen und Oberharz wesentlich wichtiger. Wenn nun die Vorgabe aber ist, nur einen Zug vom Standort Gernrode einzusetzen, dann käme ich auch genau zu dem Ergebnis, das nun vorliegt. Alternativen gäbe es nur, wenn man ein gänzlich neues Fahrplankonzept aufgelegt hätte. Das ist aber für eine hoffentlich temporäre Einschränkung auch nicht unkritisch.

      Ich stelle im Prinzip nur eine recht starke Einschränkung fest. Bis zum Mittag fahren nur ganz wenige Züge im Selketal, danach ist mit nur kleinen Einschränkungen (speziell nach Harzgerode) fast das Normalprogramm im Angebot. Nun war ich zuletzt vor 5 Jahren für mehrere Tage im Selketal zu Gast. Erkenntnisse von damals übertrage ich nicht als vermeintliches Wissen über die Nutzung der Züge ins Heute. Allgemein wird von vielen Seiten vermehrt die Verlagerung des Tagesablaufs nach hinten gefordert, daran gemessen wäre das Ergebnis der Fahrplanmaßnahme im Selketal angeblich der Entwicklung der touristischen Nachfrage angepaßt. In 2012 waren aber speziell die Züge nach 18:00 Uhr mit fast völlig fehlender Nachfrage bestraft.

      Ich bedanke mich also bei denen, die hier die Fakten verbreiten und die für jeden interessanten Informationen über Fahrpläne verbreiten, weniger erfreuen mich Statements über eigene "Weltuntergangsszenarien".


      Freundliche Grüße
      217 055
    • Hallo,

      der Zug um 8.30 Uhr ab QLB spricht die Urlaubsgäste aus Alexisbad an, welche in den Hochharz (der Oberharz befindet sich historisch und geografisch auf niedersächsischer Seite) oder den Südharz fahren möchten. Die Alterstruktur der Gäste in Alexisbad lässt aber keine Überfüllung dieses Zuges im Langlauf erwarten. Der Zug um 10.30 Uhr ab QLB ist besonders für Tagesausflügler und Übernachtungsgäste der Welterbestadt QLB interessant. Welcher Umlauf mehr Einnahmen generiert, dass weiß natürlich nur die HSB allein. Ich habe zumindest den Umlauf um 10.30 Uhr ab QLB bisher noch nie als Leerfahrt erlebt.

      Harzlichen Gruß von ziemlich nah dran, René
    • 217 055 schrieb:

      rekok73 schrieb:

      Hallo,

      der Umlauf, welcher für die allermeisten Touristen interessant ist, um 10.30 Uhr ab QLB, verkehrt als Bus. Alles richtig gemacht, die HSB-Fahrplanstrategen. :alk: Gab es solche Maßnahmen zu seeligen Reichsbahn-Zeiten der DDR nicht auch: Man macht eine Strecke durch einen widersinnigen Fahrplan derart unattraktiv, dass man nachfolgend die Einstellung mit fehlenden Fahrgastzahlen begründen kann? :rolleyes: Nachtigall ick hör dir trapsen.

      Freundlichen Gruß, René
      Hallo René (und alle anderen),

      ich verstehe zwar die Kritik an den hier dargestellten Umständen bei den HSB, nicht aber die Rundumschläge, die nun folgen.
      Ich selbst bin viel zu weit vom Harz entfernt, um mir über Details der Bedingungen im Unternehmen und der Struktur des Unternehmens ein Urteil erlauben zu dürfen. Das unterstelle ich so manchem hier und anderswo laut Lamentierenden auch, natürlich aber auch nicht jedem (ich denke, das am Schreibstil unterscheiden zu können). Ich will also dazu aufrufen, möglichst nur das zu kommentieren, von dem man weiß, worüber man schreibt.

      Diejenigen, die nun über das Ersatzkonzept auf der Selketalbahn vernichtende Urteile fällen, seien hiermit aufgefordert, anstelle Fundamentalkritik einen Gegenvorschlag zu machen - der wäre natürlich rein hypothetisch, weil die Fakten nun mal die HSB selber machen.

      Aus meiner Sicht ist es kein besonders kritikwürdiges Ergebnis, was da präsentiert wurde. Wenn die Betriebsleitung eine solche Vorgabe (aus welchen Gründen auch immer) bekommt, dann sehe ich das Ergebnis als nachvollziehbar und auch einigermaßen gut an.
      Allein auf Quedlinburg bezogen, mag die fehlende Zugabfahrt um 10:30 Uhr ein "Riesenproblem sein", für die Feriengäste im Selketal selber (oder auch Allgemein im Unterharz) ist aber der Zug um 8:30 Uhr ab Quedlinburg für jede Art von Tagesausflug und die Verknüpfung Richtung Nordhausen und Oberharz wesentlich wichtiger. Wenn nun die Vorgabe aber ist, nur einen Zug vom Standort Gernrode einzusetzen, dann käme ich auch genau zu dem Ergebnis, das nun vorliegt. Alternativen gäbe es nur, wenn man ein gänzlich neues Fahrplankonzept aufgelegt hätte. Das ist aber für eine hoffentlich temporäre Einschränkung auch nicht unkritisch.

      Ich stelle im Prinzip nur eine recht starke Einschränkung fest. Bis zum Mittag fahren nur ganz wenige Züge im Selketal, danach ist mit nur kleinen Einschränkungen (speziell nach Harzgerode) fast das Normalprogramm im Angebot. Nun war ich zuletzt vor 5 Jahren für mehrere Tage im Selketal zu Gast. Erkenntnisse von damals übertrage ich nicht als vermeintliches Wissen über die Nutzung der Züge ins Heute. Allgemein wird von vielen Seiten vermehrt die Verlagerung des Tagesablaufs nach hinten gefordert, daran gemessen wäre das Ergebnis der Fahrplanmaßnahme im Selketal angeblich der Entwicklung der touristischen Nachfrage angepaßt. In 2012 waren aber speziell die Züge nach 18:00 Uhr mit fast völlig fehlender Nachfrage bestraft.

      Ich bedanke mich also bei denen, die hier die Fakten verbreiten und die für jeden interessanten Informationen über Fahrpläne verbreiten, weniger erfreuen mich Statements über eigene "Weltuntergangsszenarien".


      Freundliche Grüße
      217 055
      Hallo Ziffernmensch,

      Entschuldige bitte, dass ich dir widerspreche. Die Leute, die diesen Thread gestartet bzw. kommentiert haben, wissen ziemlich gut Bescheid über die Situation vor Ort. Besser jedenfalls als ich! :rolleyes:

      LG

      Oliver
    • Hallo

      Dass die HSB äußerst beratungsresistent ist, zeigt sich doch gerade auch an der Wagenreihung im Selketal. Seit Jahr und Tag war es möglich die Bergfahrt zum Ramberg (von Alexisbad kommend) hinter der Maschine zu genießen. Bis jemand auf die Idee kam den Packwagen hinter die Maschine zu nehmen, weil man so leichter rangieren könnte. Bisher hat mir so gut wie jedes Personal vor Ort gesagt, dass dies riesiger Blödsinn wäre.
      Den aktiven Personalen glaube ich da eher...
      Jegliche Kritik wurde abgeschmettert und die Fahrgastzahlen sanken...
      Gerade der Wagen hinter der Lok war immer viel von Fans (zahlende!) besucht (auch von uns). Nun nicht mehr!
      Nachdenkliche Grüße.
      IVK-Jugendfreund
    • Hallo Oliver,

      warum soll ich entschuldigen, daß Du mir widersprechen willst? Da gibt es gar nichts zu entschuldigen, weil Du nichts "Schlechtes" tust.

      Mich interessiert aber, welcher meiner Aussagen Du widersprechen möchtest. Ich vermute ein reines Mißverständnis. Ich habe zwar einen allgemeinen Rahmen drumherum skizziert, aber im Kern geht es in meinen Ausführungen um die Auswahl der ausfallenden Züge (welche ich im gegebenen Rahmen für nachvollziehbar halte) und die noch fragwürdigeren SEV-Busse. Und zu diesem Thema sehe ich keinen Widerspruch aus Deiner Feder zu meinen Aussagen.

      Mindestens als unfreundlichen Akt sehe ich aber Deine Anrede "Ziffernmensch" an. Darüber solltest Du noch einmal nachdenken. Dafür würde ich eine Entschuldigung ggf. auch annehmen.


      Freundliche Grüße
      217 055

      Racing_oliver schrieb:

      Hallo Ziffernmensch,
      Entschuldige bitte, dass ich dir widerspreche. Die Leute, die diesen Thread gestartet bzw. kommentiert haben, wissen ziemlich gut Bescheid über die Situation vor Ort. Besser jedenfalls als ich! :rolleyes:

      LG

      Oliver
    • Hallo,

      normalerweise gelten im SEV die Tarife des beauftragenden EVU, in diesem Fall also wohl HSB-Tarif. Andernfalls würde sicher auch im veröffentlichten Fahrplan auf Tarifabweichungen verwiesen.

      Im kostenlosen Generalanzeiger hat die HSB eine Anzeige geschalten: Suche nach Dampflokheizern; Einsatzstelle Wernigerode, gelegentlich auch Gernrode oder Nordhausen (Hervorhebung durch mich) und einem jährlichen Bruttoverdienst von 25000 bis 28000 Euro.

      Freundlichen Gruß, René
    • Na Toll, je nach Steuer sind das monatlich 1400-1600 € Netto, wobei die HSB nicht erwähnt wenn du Auswärts eingesetzt bist, das du die Fahrkosten vom und zum Dienst nach Gernrode 70 km und Nordhausen 120 km selber tragen mußt. Diese Entlohnung ist doch wohl eine Verhohnpiepelung. Und das Gelegentlich wird ganz schnell zum Gewöhnlich. Das ist meine eigene Erfahrung. Also, wer es braucht soll es sich antun.

      Außerdem war Heute 23.04.17 auch schon Schienenersatzverkehr und Zugausfälle.



      Beste Grüße Reiner
    • Hallo Reiner,

      das monatliche Netto dürfte deutlich niedriger liegen, als von Dir angegeben, da im Brutto mit Sicherheit sämtliche Sonderzahlungen (jährliche Gratifikation vor Weihnachten, Urlaubsgeld) enthalten sind. Die bekommt man zwar, nützen aber einem jungen Menschen mit mtl. wiederkehrenden Ausgaben recht wenig. Möchte man da eine Familie gründen, oder ist gar schon Familienvater, ist die Bestreitung des Lebensunterhaltes in Wernigerode mit seinen hohen (touristisch bedingten) Preisen gar nicht darstellbar. Hinzu kommen die von Dir beschriebenen "gelegentlichen" Auswärtsschichten.

      Freundlichen Gruß, René
    • Na toll, wenn der SEV nach HSB-Tarif fährt, heißt das im ungünstigsten Fall, dass ich als Familie für 50€ eine Busfahrt durchs Selketal machen kann. :crazy1: So gewinnt man sicherlich keine Fahrgäste. Dann sollen sie lieber Busfahrer zu Triebwagenführer umbilden und die Züge als Tw fahren lassen. Oder ehrlich sein, und nur das Fahren, was sie leisten können. Aber eine Busfahrt zum HSB-Tarif ist eindeutig eine Mogelpackung!


      Bei der Stellenanzeige - handelt es sich da um eine Vollzeitstelle, oder nur Teilzeit?

      Viele Grüße,
      Tilo
    • Hobbybahner schrieb:

      Beim Brockenverkehr könnte mal nachgedacht werden, einzelne Fahrten zu streichen, z.B. sind die Züge am späten Nachmittag oder Abend so gut wie leer, wer fährt denn noch um 17 Uhr (der letzte, wo der VT hinten dran hängt) hoch? So könnte man die Lücken im Selketal wenigstens etwas schließen.
      Der Zug wird benötigt, um die letzten Gäste vom Brocken runter zu bringen. Denn im Regelfall halten sich die Touristen dort oben einige Zeit auf und nur die Wenigsten fahren direkt nach der Ankunft wieder runter.