Parkeisenbahn Vatterode

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    • Parkeisenbahn Vatterode

      Kinderfest bei der Parkeisenbahn Vatterode am 03. Juni 2017

      Hallo,

      heute besuchten wir die ehemalige Pioniereisenbahn 'Junges Leben' in Vatterode. Dort war am Bahnhof 'Mansfeld Schleife' ein Kinderfest organisiert und natürlich fand auch Fahrbetrieb statt. Einige Impressionen habe ich mitgebracht. Da wir als Familie spontan zur Aushilfe über längere Zeit den Stand der 'Schnitzeljagd' betreuten, entstanden die Bilder ausnahmslos am Bahnhof 'Mansfeld Schleife' mit der kleinen Kamera meiner Tochter. Viel Freude beim Anschauen:


      Hier geht es lang zu Spaß und Freude.


      Ein abfahrbereiter Zug am Bahnsteig


      Aktivitäten für Kinder und Fahrbetrieb


      Volltreffer!


      Stillleben eines kleinen aber feinen Details


      Unterwegs im Wippertal


      Freudige Gesichter während der Ankunft des Zuges in Mansfeld Schleife


      Die Züge waren allesamt gut besucht.

      Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Viele Besucher konnten begrüßt werden und gelegentlich mussten Fahrgäste sogar auf den Folgezug warten. Dies war aber kein Problem, denn für Speis, Trank und gute Stimmung war die ganze Zeit gesorgt.

      Danke an die Beteiligten für das herzliche Willkommen und die netten Gespräche.

      Parkeisenbahn Vatterode - Die Kleine im Vorharz

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo Renè,

      danke für die schönen Fotos! Trotz des teilweise durchwachsenen Wetters -am Sonntag konnten wir erst gegen Mittag fahren, weil es vorher "katzen und Hunde" regnete, wie der Engländer sagt- war das Fahrwochenende mit Kinderfest erfolgreich.

      Ja, die Wagen: Es sind insgesamt acht Personenwagen vorhanden, die aber in den letzten Jahrzehnten nicht mehr grundhaft überholt worden sind. Unter den zahlreichen Pinselanstrichen nagt der Rost, die Radlager sind defekt und die Radscheiben soweit abgefahren, daß ein Überdrehen nicht mehr möglich ist. Die Instandsetzung kostet Zeit und Geld, zwei Ressourcen, die, wie wohl jedermann weiß, begrenzt sind. Im Lotto haben wir leider noch nicht gewonnen. Deshalb müssen wir die Geduld und Bereitschaft unserer Fahrgäste zu Komforteinbußen leider noch weiter mit unserem begrenzten Platzangebot auf die Probe stellen. Es kann aber in der Hinsicht nur besser werden. Ein wichtiger und kostenintensiver Meilenstein war dieses Jahr die Neubestückung einer zweiten Fahrbatterie. Die bisher einzige ist von 1998 und man weiß ja nie, wie lange sie noch mitmacht. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.

      Grüße,
      Rolf
    • Ein Blick zurück

      Hallo,

      nach der Wende wurde die Parkeisenbahn durch die Kreisbahn Mansfelder Land (KML) betrieben, welche den Betrieb immerhin bis zum Jahr 2008 aufrechterhalten konnte. Nach mehrmonatiger Betriebsruhe konnte die Parkeisenbahn den Besitzer wechseln und wurde fortan mit viel Herzblut in den jetzigen betriebsfähigen Zustand versetzt. An diese Zeit möchte ich mit folgenden Bildern erinnern, welche im Jahr 2011 entstanden sind:


      Im Januar zeigen die Anlagen noch ihr trostloses Bild, doch sollten sie bald aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.


      Noch verstecken sich beide Loks und die Wagen in der Fahrzeugshalle. Die Bestandsaufnahme förderte einige größere und kleinere
      Probleme an das Tageslicht, deren Behebung die nächsten Jahre andauern sollte.


      Im Frühjahr öffneten sich dann die Tore und die Loks konnten zumindest mal wieder das Tageslicht genießen. Dank einer Ausnahme-
      genehmigung des LfB durfte die EL9-001 im Arbeitszugdienst eingesetzt werden.


      Das ließ man sich nicht zweimal sagen und schon ging es tatkräftig zu Potte.


      Unermüdlich pendelte der Arbeitszug auf der Strecke, denn Material gab es genug zu transportieren.


      Im August konnte der erste 'Tag der offenen Tür' gefeiert werden, welcher einen großen Anklang in der heimischen Bevölkerung fand.
      Immer wieder wurde gefragt: 'Wann fährt die Bahn wieder?'

      Doch es sollten noch weitere fünf Jahre vergehen, bis der öffentliche Fahrbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Nun fährt dieses Kleinod an ausgewählten Fahrtagen wieder durch das Wippertal, zur Freude von Familien, Kindern und Freunden der Parkeisenbahn. Noch manche Hürde ist zu meistern, aber die Freude der Beteiligten und der Besucher steht im Vordergrund, was man bei einem Besuch sofort bemerkt. Vielleicht möchten die Leser ja auch einmal diese Atmosphäre buchstäblich erfahren. Auf der Homepage der Parkeisenbahn finden sich die Termine der Fahrtage in diesem Jahr.

      Herzlich Willkommen bei der 'Kleinen im Vorharz' mit ihrem durchaus familiären Charakter.

      Freundlichen Gruß, René
    • Jubiläum "50 Jahre Parkeisenbahn Vatterode"

      Hallo,

      am 01. und 02. Juli 2017 wird in Vatterode das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Parkeisenbahn gefeiert. Los geht es am 01. Juli um 10 Uhr mit einer Feierstunde, zu welcher natürlich auch Gäste aus der Politik anwesend sein werden. Es werden erwartet:


      - der Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt Herr Webel,
      - die Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz Frau Dr. Klein und
      - der Bürgermeister der Stadt Mansfeld Herr Voigt

      Außerdem werden Vertreter befreundeter Parkeisenbahnen erwartet. Den kulturellen Rahmen bilden stilecht für eine Parkeisenbahn die "Vatteröder Schotterzwerge" aus der KiTa "Gänseblümchen" in Vatterode.

      Ab 11 Uhr bis 18 Uhr findet dann ein Jubiläumsfest für die ganze Familie auf dem Gelände der Parkeisenbahn statt. Am folgenden Tag, den 02. Juli, wird das Jubiläumsfest von 10 Uhr bis 18 Uhr fortgeführt. Das Hauptaugenmerk liegt bei diesem Fest neben dem Fahrbetrieb vor allem auf Basteln, Spiel und Spaß. Natürlich ist auch an das leibliche Wohl gedacht und es wird ein breites Angebot an Speisen und Getränken angeboten. Die Parkeisenbahn Vatterode erwartet alle großen und kleinen Bahnfreunde.

      Parkeisenbahn Vatterode - Die Kleine im Vorharz

      Freundlichen Gruß, René
    • Neue Verkehrsader im Wippergrund - so stand es vor fast 50 Jahren in der Betriebszeitung des Mansfeld-Kombinates, dem 'Mansfeld Echo'.

      Das Naherholungsgebiet am Vatteröder Teich war um ein Kleinod reicher. Der Wunschtraum vieler Kinder, im Naherholungsgebiet auch eine Pioniereisenbahn zu besitzen, war in Erfüllung gegangen. In fleißiger Arbeit schufen die Kollegen der Bahnwerkstatt in Vorbereitung des 'Tages des Bergmannes' der DDR im Jahr 1967 eine Pioniereisenbahn, die selbst die Herzen der Erwachsenen höher schlagen ließ.

      Die einzelnen Stationsbauten zur Durchführung eines reibungslosen Zugverkehrs wurden von Brigaden der Zentralen Bauwerkstatt errichtet. Unter Einbeziehung der Jugendlichen der Werksbahn und vieler Werktätiger anderer Mansfeld-Kombinats-Betriebe entstand in unglaublich kurzer Zeit von nur 6 Wochen die kleine Bahn.

      6.000 Tonnen Schlackenschotter mussten angefahren werden, 2.800 Meter Schienen der Form S 18, 2.000 Schwellen und 1.000 Meter Erdkabel wurden verlegt.

      Für die äußere Gestaltung einer EL9-Grubenlok stand die Schmalspurlokomotive der Baureihe V10C Modell. Diese Arbeiten übernahmen die Kollegen der Bahnwerkstatt Klostermansfeld. Aus gebrauchsfähigen Untertage-Mannschaftswagen bauten sie 8 ansehnliche achtsitzige offene Personenwagen.

      Stolz und Freude lag in den Augen aller Bauarbeiter, als am 03. Juli 1967 der Generaldirektor des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck, Prof. Dr. habil. Jentsch, das Band für die erste Fahrt durchschnitt und den Befehlsstab zur Fahrt vom Bahnhof 'Mansfeld Schleife' zum Bahnhof 'Wippergrund' hob.

      Im ersten Betriebsjahr beförderte die Pioniereisenbahn 13.883 Personen und legte dabei eine Strecke von 1.750 Kilometer zurück. Den Betrieb übernahmen Betriebseisenbahner der Werksbahn. Pioniereisenbahner kamen damals aus den Schulen Eisleben, Helbra, Vatterode und Benndorf. Die Polytechnische Oberschule Benndorf war gleichzeitig auch Patenschule der Pioniereisenbahn.

      Wie alle Pioniereisenbahnen der DDR, diente auch die Pioniereisenbahn 'Junges Leben' in Vatterode der außerunterrichtlichen Bildung von Thälmannpionieren und Mitgliedern der Freien Deutschen Jugend. Sie sollte Mädchen und Jungen frühzeitig für einen Beruf im Verkehrswesen der DDR begeistern.

      Freundlichen Gruß, René

      (zur Erstellung dieses Beitrages wurde die Festschrift '20 Jahre Pioniereisenbahn Junges Leben Vatterode 1967 - 1987' zu Rate gezogen.)

      Es wurden Leistungen im Laufe der Jahre erbracht, welche das Feiern anlässlich des Festes zum 50-jährigen Bestehen der heutigen Parkeisenbahn mehr als rechtfertigen. Auch heute noch liegen Stolz und Freude in den Augen von Besitzer, allen Beteiligten und Besuchern, im Wissen, dass die 'Kleine im Vorharz' so manch stürmische Zeit überstehen musste und trotzdem noch durch den Wippergrund fährt, was wahrlich keine Selbstverständlichkeit darstellt.
    • Hallo,

      ich möchte gerne nochmals auf das Fest am kommenden Wochenende aufmerksam machen. Gleichzeitig sei wieder der Hinweis gestattet, dass am Wochenende auch die Wipperliese von Klostermansfeld nach Wippra verkehrt und am Samstag ab Benndorf um 15.00 Uhr die Möglichkeit besteht mit einem Dampfzug der Bergwerksbahn nach Hettstedt KKH und zurück zu fahren. Somit besteht zumindest am Samstag die Gelegenheit, die Region abermals auf drei Spurweiten erkunden zu können.

      Im Rahmen des Festes der Parkeisenbahn findet für Wissensdurstige und Neugierige an beiden Tagen um 13:30 Uhr eine geführte Wanderung um den Vatteröder Teich statt. Der ehemalige Bürgermeister von Vatterode, Herr Rummel, erzählt und zeigt Wissenswertes und Interessantes rund um den Vatteröder Teich.

      01. und 02. Juli von 10 - 18 Uhr am Bahnhof Mansfeld Schleife "Jubiläumsfest 50 Jahre Parkeisenbahn Vatterode"

      Die Kleine im Vorharz erwartet ihre Gäste in familiärer Atmosphäre.

      Parkeisenbahn Vatterode - Die Kleine im Vorharz

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo miteinander!
      Heute nacht um halb eins bin ich aus Vatterode heimgekehrt und erstatte nun einen ersten Bericht vom Festwochenende. Leider habe ich kein einziges Foto geschossen, so daß ich auf externe Quellen verweisen muß. Vielleicht kann ich demnächst auf Bildmaterial der Kollegen zugreifen. Aber der Reihe nach: Am Samstag punkt 10:00 Uhr begann die Festveranstaltung mit Reden des Bahnbetreibers Björn Garten, des Ministers für Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, der Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz, Dr. Angelika Klein und des Bürgermeisters der Stadt Mansfeld, Gustav Voigt. Daran schloß sich eine Darbietung der KiTa "Gänseblümchen" aus Vatterode an, während derer ich mit dem "Dispatcherfahrzeug" (Wartburg 353W) meinen Posten als Fdl auf dem Bf Wippergrund besetzte, so daß ich die folgenden Gratulationen der befreundeten Parkeisenbahnen nicht selbst erlebt habe, denn für den Zug der Ehrengäste mußte ja alles bereit sein. Der Zug, besetzt mit den Honoratioren in Begleitung von Kindern aus der KiTa und einigen Fahrgästen, die schon vor 50 Jahren als Kinder im Eröffnungszug mitgefahren waren, traf dann gegen 11:00 Uhr in Wippergrund ein. Nach Rückfahrt des Zuges zum Bahnhof Mansfeld Schleife endete das offizielle Programm und der "normale" Fahrbetrieb begann. Am Bahnhof Mansfeld Schleife gab es neben Infoständen der befreundeten Eisenbahnen auch Verpflegungswagen, Kinderspiele und ein Kinderkarussell. Auch ein kleines "Traditionskabinett" mit Fotos und Andenken aus den letzten 50 Jahren war für die Besucher eingerichtet worden. Das Wetter erwies sich bis zum Nachmittag als gnädig, um dann mit einigen Schauern dafür zu sorgen, daß die Veranstaltung nicht zu trocken geriet. In dem Zusammenhang eine Anekdote: Da nicht alle Fahrgäste mit Schirmen ausgestattet waren, habe ich meinen eigenen Schirm an einen Fahrgast ausgeborgt, der ihn dann an einen weiteren Fahrgast übergab. Der hat ihn dann gleich behalten. Schön, daß ihm der Schirm so gut gefallen hat. Blöd für die anderen, denn jetzt habe ich keinen Schirm mehr zum Verleihen...
      Leider haben wir es trotz intensiver Bemühungen nicht mehr geschafft, einen dritten Personenwagen rechtzeitig zum Fest fertigzustellen, weil noch einige Teile in der Lackiererei waren, so daß wir den Wagen nur in teilfertigem Zustand präsentieren konnten, um einmal zu zeigen, was alles zu tun ist, um die Fahrzeuge instandzusetzen. So mußten wir unsere kleine Garnitur wieder optimal auslasten, um die Fahrgäste mit vertretbaren Wartezeiten befördern zu können. In Zahlen ausgedrückt: Am Samstag haben wir 266 Fahrgäste befördert.
      Der Sonntag war wettermäßig besser, so daß der Zug ohne Pause von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr durchfuhr. 26 Zugpaare haben wir in dieser Zeit abgefertigt und 394 Fahrgäste befördert! Beides dürfte für uns neuer Rekord sein. Die Anlagen bewiesen wieder einmal, daß sich die viele Arbeit gelohnt hat, denn der einzige Ausfall war eine Glühbirne im Einfahrsignal von Mansfeld Schleife.
      An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen fleißigen Helfern, bei den geduldigen Fahrgästen und natürlich bei den Gratulanten bedanken.

      Einen Bericht in der Mitteldeutschen Zeitung gibt es hier: mz-web.de/hettstedt/parkeisenb…m-50--geburtstag-27896042

      Der MDR war auch da, hier bei 15:46 ist ein kurzer Beitrag zu sehen: mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z…ca8ec3f4_zs-73445a6d.html


      Nun bleibt mir nur, der kleinen Bahn auch für die nächsten 50 Jahre alles Gute zu wünschen.


      Grüße,

      Rolf
    • Hallo Rolf,

      danke für den Bericht und die gesetzten Links. Obwohl ich einige hundert Kilometer weiter nördlich verweilte, konnte ich mir so wenigstens einen kleinen Überblick verschaffen. Immerhin konnten 600 Fahrgäste in zwei Tagen befördert werden. Das bei einer Parkeisenbahn, welche aus städtischer Sicht im Outback gelegen ist, ohne wirkliche Metropole in der Nähe und mit einer recht überschaubaren Streckenlänge. Das sind Fahrgastzahlen, von der manche "echte" Museumsbahn nur träumen kann. Ich freue mich, dass die 'Kleine im Vorharz' einen solchen Zuspruch erhält. Das lässt auf eine gute Zukunft hoffen. Das Konzept scheint stimmig zu sein und trägt Früchte. Den fleißigen Parkeisenbahnern sei dieser Erfolg auf jeden Fall gegönnt.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo Rolf,

      danke für das Einstellen des schönen Videos. In den ersten Sekunden hab ich bezüglich der Musik gedacht: 'Was geht denn jetzt ab?' :frech: ... aber es ist sehr schön zu sehen, dass es eben nicht nur ein Jubiläum, sondern wirklich ein Fest für die ganze Familie war.


      Du bist ja auch mal kurz in Aktion zu sehen und man sieht Dir die Freude richtig an. Kein Wunder beim familiären Charakter der Parkeisenbahn, welche so ganz ohne Allüren auskommt. :zwink:

      Viele Grüße ... und Bis Bald,

      René
    • Ein sehr schönes Video einer doch recht unscheinbaren Bahn. Und das diese Bahn mittlerweile seit 50 Jahren besteht, obwohl diese keine "wirkliche" Beförderungsleistung o.ä. als Aufgabe hat, finde ich sehr beeindruckend.
      Auch das Engagement der ehrentlichen Helfer in den vergangenen Jahren diese Bahn aus dem Dornröschenschlaf wieder zu erwecken, ist sehr beeindruckend und nicht zu unterschätzen.
      Leider schade, dass bisher nur eine Lok und zwei Wagen einsatzbereit sind. Woran liegt das? An der Zeit, Arbeitskraft oder doch wie so oft am Geld? Vielleicht kann dazu mal einer der Verantwortlichen realistische Auskünfte geben (gern auch per PN). Da sollten sich doch über kurz oder lang Veränderungen ergeben. Würde ich zumindest sehr gut finden.
      Auf alle Fälle wünsche ich allzeit gute Fahrt für mindestens die nächsten 50 Jahre.
    • Hallo,

      woran es liegt, daß wir derzeit nur eine Lok und zwei Wagen betriebsfähig haben? Na, an allen drei Ursachen ;-) Wer die Geschichte der Bahn kennt, der weiß, daß in den letzten zehn Jahren unter der Führung des damaligen Landkreises Mansfelder Land schon nur noch wenig Mittel investiert werden konnten. So wurde z.B. im Jahr 2007 die Sicherungstechnik des Bf Wippergrund bis auf den Bahnübergang außer Betrieb genommen und die Weiche mittels Akkuschraubers gestellt. An allen Wagen haben wir erhebliche Rostschäden feststellen müssen, außerdem sind die Radscheiben auf ein Maß abgefahren, das sich nicht mehr überdrehen läßt. Die Achslager sind ebenfalls erneuerungsbedürftig. Der Anstrich besteht aus vielen Schichten Pinsellack, auch da muß mal grundhaft rangegangen werden. Gleiches galt für die Loks. Dabei war die EL 9 002, also die "kleine V180" stets weniger im Betrieb, weil die "kleine V10c" beim Personal beliebter war/ist. In der 002 fährt es sich wie in einem Panzer, die 001 hat viel mehr Komfort und Übersicht für den Lokführer. Folglich ist die 002 weniger verschlissen, und dennoch war auch die HU für diese Lok ziemlich aufwendig.
      Leider habe ich kein Foto von unserem dritten, derzeit kurz vor der Vollendung stehenden Personenwagen, den haben wir nämlich zusammen mit Alt- und Neuteilen auf der Feier ausgestellt, so daß man sehen konnte, warum wir die Wagen alle grundhaft sanieren müssen. Und sowas kostet eben Zeit und Geld. Daneben waren ja ganz erhebliche Aufwendungen für die Gleise (marode Holzschwellen) und die Elektrik der Sicherungstechnik nötig. So haben wir 40 Tonnen Schotter überwiegend per Hand verteilt, über 50 Eichenschwellen neu verlegt und z.B. das gesamte Streckenkabel neu verlegt. Die Bahnhofsdächer waren anfangs undicht, was auch einen Haufen Arbeit mit sich brachte. Mit durchschnittlich vier Arbeitern auf der Baustelle dauert das halt. Der Anspruch war und ist ja auch, eine vorschriftsmäßige Anlage nach BOP mit voll funktionstüchtiger Eisenbahntechnik präsentieren zu können, die auch einen Marathonbetrieb wie den vom letzten Sonntag störungsfrei besteht. Wenn man z.B. bedenkt, daß die neue Fahrbatterie, die wir jetzt haben, 3.500 EUR kostet, dann wird schnell klar, daß man auch bei so einer kleinen Bahn nur Schritt für Schritt weiterkommt. Aus unserer Sicht besteht aber kein Grund zur Sorge: Wenn alles klappt, werden Ende 2017 mindestens vier Personenwagen einsatzbereit sein und für die Lok EL9 001 hat sich auch eine schnellere Instandsetzung angedeutet. Wobei wir an sich im Regelbetrieb keine zweite Lok brauchen, denn mangels Kreuzungsmöglichkeit kann immer nur ein Zug verkehren. Die ersten acht Jahre von 1967 bis 1975 hatte die Bahn ja auch nur die EL 9 001. Aber wir arbeiten trotzdem kontinuierlich daran, daß irgendwann alle acht Personenwagen und beide Loks wieder einsatzbereit sind, und ich bin sicher, daß wir das auch schaffen werden.

      Grüße,
      Rolf
    • Hallo Rolf,

      ausführlicher kann man die Situation wirklich nicht beschreiben. Wer die Parkbahn in Vatterode vor der Einstellung des Betriebes kennt und nun sieht, was in den letzten Jahren mit viel Herzblut vor Ort geschaffen wurde, der kann nachempfinden, dass bei der Herrichtung dieser Bahn für den Fahrbetrieb mit Sicherungstechnik, Gleisanlagen und Gebäuden nicht unbedingt weniger geleistet wurde, als bei manch einer "großen" schmalspurigen Museumsbahnen. Immerhin fährt die Bahn wieder, sie erfreut ihre Besucher ... da ist es zunächst nebensächlich, ob nun wirklich alle Fahrzeuge einsatzbereit sind. Es ist eben wie bei allen Schmalspurbahnen: Man hält die Fahrzeuge betriebsfähig vor, die auch wirklich benötigt werden. Mit steigenden Besucherzahlen (und davon ist realistisch auszugehen) werden dann auch immer mehr Fahrzeuge im Einsatz erlebbar sein. Mit den steigenden Fahrgastzahlen erhöhen sich ja auch automatisch die finanziellen Spielräume. Immerhin rosten (salopp gesagt) bei der 'Kleinen im Vorharz' die Fahrzeuge nicht "an den Schienen fest", wie es bei der in der Nähe befindlichen 'Größten unter den Kleinen' in nicht wenigen Lokschuppen durchaus üblich ist. Und weiterhin gilt auch hier, was für jede andere Bahn gilt: Zahlende Gäste sorgen für eine erfolgreiche Entwicklung dieser kleinen Bahn. :zwink:

      Alle Leser sind also herzlich eingeladen, zu den nächsten Fahrtagen in's Mansfelder Land zu kommen und sich davon zu überzeugen, dass eine Parkeisenbahn durchaus das Flair einer "richtigen" Eisenbahn vermitteln kann. Bei welcher deutschen Schmalspurbahn gibt es schon so schöne persönliche Bahnsteiglautsprecheransagen, wie zu Reichsbahn-Zeiten. Schon allein dadurch fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt ... und spätestens, wenn der Zug den Bahnübergang mit der vertrauten WSSB-Sicherungsanlage befährt, dann fühlt man das pure Feeling einer Eisenbahn. Bei anderen Schmalspurbahnen ist ein Cabrio-Wagen im Zug ein Highlight, in Vatterode ist dieses Highlight einfach Normalität: Hier weht dem Fahrgast der Fahrtwind um die Nase und man spürt die Natur. :klatsch:

      In diesem Sinne -

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo Rolf,
      vielen Dank für diese reichhaltigen Ausführungen über die vergangenen und noch anstehenden Arbeiten. Ich hätte nicht gedacht, dass da so viel zu tun ist. Und was ihr da geleistet habt in den vergangenen Jahren verdient wirklich hohe Achtung. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Zuspruch an Fahrgästen stetig wächst und ihr in naher Zukunft alle Fahrzeuge wieder in Betrieb nehmen könnt.

      Gruß
      bahnfreund
    • Hallo,

      bevor ich im Jahr 2011 zu diesem Projekt gestoßen bin, hatte ich selbstverständlich schon Respekt vor der Leistung all' jener, die eine Eisenbahn, sei es Feld-/ Park-/ Schmalspur- oder gar Normalspurbahn nebenamtlich für Museums- bzw. Vergnügungsbetrieb erhalten oder sogar neu bauen. Preß, Pollo, Strube- und Schwarzbachbahn sind nur einige Beispiele für dieses tolle Engagement. Aber seit ich selbst erlebt habe, wieviel Schweiß und Sorgen sowas selbst bei so einer kurzen Strecke wie unserer macht, wie oft nach der Lösung eines Problems gleich das nächste auftaucht, wie oft man den Eröffnungstermin verschieben mußte, kann ich es erst ermessen, was die vielen Helfer im Hintergrund eigentlich schaffen, an die der Fahrgast oft gar nicht denkt. Ich finde es jedenfalls ganz toll, wie viele Menschen es gibt, die mit Herzblut dafür sorgen, daß die Räder rollen. Anpacken und mitmachen, das ist die Devise! So manches Mal wurden wir in den letzten Jahren von Passanten gefragt, warum wir denn nicht fahren, wann wir denn fahren usw. Ich mache den Leuten überhaupt keinen Vorwurf, sie sehen halt bloß, daß da Gleise liegen und denken, das langt schon. Insofern ist so eine Aktion wie die der Preß, bei der einmal Gleisbau erlebbar wird, sehr wertvoll. Oder eben die Arbeitsberichte der Eisenbahner hier und im Kipploreforum, die dokumentieren, wie viel Arbeit vonnöten ist. Dank eines unserer Lokführer, der auch noch ein gutes Händchen für die Kamera hat, könnt Ihr auf unserem youtube-Kanal (siehe meine Signatur) ja auch die Arbeitszugeinsätze der letzten Jahre ansehen bzw. im Kipploreforum gibt es einen längeren Beitragsfaden dazu, dort habe ich auch ein paar Bilder von den Arbeiten gezeigt: kipplore.com/t2466-parkbahn-vatterode

      Grüße,
      Rolf
    • Hallo,

      am kommenden Wochenende stehen die nächsten Fahrtage bei der Parkeisenbahn Vatterode bevor.

      05. August 2017: Fahrbetrieb von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Zuckertütenfest

      06. August 2017: Fahrbetrieb von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

      Vielleicht sieht man sich im Mansfelder Land bei der Kleinen im Vorharz ... alle Besucher sind Herzlich Willkommen!

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      anläßlich des kommenden Fahrwochenendes kann ich die frohe Kunde vermelden, daß nun auch ein dritter Personenwagen instandgesetzt und einsatzbereit sein wird. Das mag für Außenstehende wenig aufregend klingen, für uns ist es aber ein bedeutender Schritt, erhöht sich doch die Kapazität an Sitzplätzen im Zug von 17 auf 25. Ich freue mich darauf, nicht mehr regelmäßig in traurige Kinderaugen zu schauen, wenn ich sagen muß, daß leider kein Platz mehr im Zug ist und auch schon die nächsten zwei Züge ausgebucht sind.

      Viele Grüße und vielleicht bis bald,
      Rolf