23 1019 entgleist - Heizhausfest Chemnitz

    • 23 1019 entgleist - Heizhausfest Chemnitz

      Leider keine gute Nachricht aus der Muba-Szene...

      Zitat aus der Freien Presse:

      Unfall bei Heizhausfest: Dampflok fährt zu weit und entgleist
      Das Museumsfahrzeug kam aus der Lausitz und steckt jetzt in Hilbersdorf fest. Die Schadenshöhe ist noch nicht zu beziffern. Über die Ursache des Unglücks wird spekuliert.
      Von Mandy Fischer
      erschienen am 20.08.2017
      Der Unfall ist zum Start des dreitägigen Heizhausfestes auf dem Gelände des Sächsischen Eisenbahnmuseums passiert: Eine historische Dampflok- dem Anschein nach mit drei Personen auf dem Führerstand besetzt - kommt nicht rechtzeitig zum Stehen. Sie fährt über die Schienen hinaus bis auf den angrenzenden Auto-Parkplatz und entgleist. Einen Prellbock, der die Lokomotive hätte aufhalten können, gab es an dieser Stelle offensichtlich nicht. Das Fahrzeug der Baureihe 231019 blieb schließlich zur Hälfte auf dem Schotter des Parkplatzes und zur anderen Hälfte auf dem Schienenende stehen. Neben der Lok sei auch ein Auto beschädigt worden.
      Sven Liebold, Vorstandsmitglied des Vereins, bestätigt den Vorfall, der am Freitagabend passiert ist. Das wichtigste sei, dass niemand verletzt wurde, so Liebold. Er spricht von einem Rangierunfall. Die Höhe des Schadens sei noch nicht abschätzbar. Die Ermittlungen laufen, bestätigt auch ein Sprecher der Bundespolizei. Das historische Fahrzeug steht weiterhin auf dem Museumsgelände, so wie es nach dem Unfall zum Stillstand kam. Obwohl dieser noch vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist, fuhr Besuchern ein Schreck in die Glieder. Beobachter vermuteten zunächst, dass es sich um Dreharbeiten für einen Film handeln könnte. Die Lok kam aus Cottbus, sie gehört zum Lausitzer Dampflok-Club, dort war am Sonntag kein Ansprechpartner zu erreichen. Das Fahrzeug wurde 1958 im Lokomotivbau "Karl Marx" in Potsdam-Babelsberg hergestellt.
      Derweil wird über die Ursache spekuliert. Es gebe viele Möglichkeiten, sagt Liebold. Technischer Defekt sei eine davon. Aber auch der Starkregen am Freitagabend könnte Grund gewesen sein, dass die Schienen zu rutschig waren und die Lok deshalb regelrecht über das Ziel hinaus gefahren ist. Die Chemnitzer Polizeidirektion war zwar kurz vor Ort, so ein Sprecher am Sonntag. Da aber niemand verletzt wurde und es sich nicht um öffentlichen Verkehrsraum, sondern um Privatgelände des Museumsvereins handle, sei für die Beamten der Einsatz schnell beendet gewesen.
      Erst am Donnerstagabend hatte das Eisenbahnmuseum für Aufsehen gesorgt, als Mitglieder eine Dampflok anheizten. Der dichte, dunkle Rauch zog nicht ab und rief die Feuerwehr auf den Plan. Sie rückte mit sieben Fahrzeugen aus - und dann schnell wieder ab.
      Trotz dieses Vorfalls und des Unfalls am Freitag sei das Heizhausfest gut verlaufen, sagt Liebold. Bis Sonntagabend wurden annähernd 9000 Besucher gezählt.

      Zitat Ende.



      In der Hoffnung auf sachliche Kommentare ohne Nicht- und Halbwissen auf DSO-Niveau.

      VG Gerd
    • Hoffen wir mal, daß die 1019 trotz des Unfalls und des bevorstehenden Fristablaufs schnell wieder auf die Beine kommt. Denn neben dieser Lok haben die Leute des LDC mit der 03 204 nun zwei Baustellen auf dem Hof.
      Und zum Malheur selber: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Sowas ist 1000 mal passiert und wird auch noch 1000 mal passieren. Davor ist niemand gefeit.
      Einziger wirklicher Kritikpunkt war der Auftritt des Hilfssheriffs in Trapo-Uniform. Ich glaube dieser Zeitgenosse ist massiv übers Ziel geschossen und hat viele Besucher verknatzt. Aber dafür können die Cottbuser nichts.

      :wink:
      Mit freundlichen Grüßen!
      Jan Hübner
    • Jan Hübner schrieb:

      Hoffen wir mal, daß die 1019 trotz des Unfalls und des bevorstehenden Fristablaufs schnell wieder auf die Beine kommt. Denn neben dieser Lok haben die Leute des LDC mit der 03 204 nun zwei Baustellen auf dem Hof.
      Und zum Malheur selber: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Sowas ist 1000 mal passiert und wird auch noch 1000 mal passieren. Davor ist niemand gefeit.
      Einziger wirklicher Kritikpunkt war der Auftritt des Hilfssheriffs in Trapo-Uniform. Ich glaube dieser Zeitgenosse ist massiv übers Ziel geschossen und hat viele Besucher verknatzt. Aber dafür können die Cottbuser nichts.

      :wink:
      Sehe ich genauso...

      Ja auch ohne Uniform gab es da noch so einen gnatzigen Genossen am Abend, ob es der selbe war, weiß ich nicht. Andere seiner Kollegen haben gezeugt, dass es auch sachlich und höflich und mit Antworten zum Thema im Rahmen der Möglichkeiten geht. Sonntagabend nach Ende der Veranstaltung war dieser Zeitgenosse wieder vor Ort und machte wieder Theater, anstatt mal vorne das Tor zum Parkplatz zu zu machen und nur noch Leute rauszulassen. Der Rest hätte sich dann selbst erledigt.

      Dieses Verhalten wirft kein gutes Licht auf den Verein und die Parkplatztruppe selbst.

      VG Gerd
    • Hallo Gerd,

      die Diskussion bei DSO habe ich mir eben doch noch angetan. Bei solchen Meldungen läßt man das aber lieber sein ...

      Was ist passiert? Ein Schienenfahrzeug kommt nicht am vorgesehenen Halteplatz zum Stehen, u. fährt (oder rutscht?) ein paar Meter weiter, u. landet im Dreck.
      Als langjähriger Bimmelkutscher mußte ich tatsächlich zuerst an schmierige Schienen denken. Die unheilvolle Verbindung von Feuchtigkeit u. Laub oder Gras hat schon manchen geplanten Halteplatz etwas großzügiger ausgelegt. Auch etwas Öl oder Teer auf dem Schienenkopf kann zu einer ungewollten Rutschpartie einladen. Da wurde auch schon so manche Schuppenwand ungewollt durchbrochen. Da ist man doch immer wieder froh, wenn man doch noch ein paar Meter freie Schienen vor sich hat.
      Daneben kann es natürlich noch einige andere Ursachen, wie schlecht oder garnicht wirkende Bremsen usw., geben.
      Also ersteinmal alles Spekulatius.
      Das wichtigste ist doch, daß niemand bei dem kleinen Malheur verletzt wurde! Alles Andere läßt sich schon wieder hinbügeln.

      Beste Grüße

      Holger
    • Nicht nur die Lok ist in Hilbersdorf entgleist, es gab noch eine ganze Menge Entgleisungen verbaler Art, wie ich auch selbst feststellen musste, wobei diese Entgleisungen nur ein bis zwei Mitgliedern dieser "Trapo-Trachtentruppe" zuzuordnen sein sollten, die auch ohne Uniform später am Abend noch solchen Zirkus veranstaltet haben, denn ich habe es auch noch total korrekt von anderen "Aufpassern" erlebt.

      Hier die Freie Presse nicht nur dazu:

      Nach Bahn-Unfall beim Heizhausfest: Streit um Foto-Verbot
      Neben der vom Gleis abgekommenen Dampflok soll es in Hilbersdorf weitere Entgleisungen gegeben haben. Im Fokus: Ordner in DDR-Uniform.
      Von Michael Müller
      erschienen am 22.08.2017
      Die am Eisenbahnmuseum Hilbersdorf entgleiste Dampflok soll im Laufe dieser Woche wieder auf die Schienen gehoben und anschließend auf Schäden untersucht werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache beschäftigen derweil die Polizei. Laut einem Sprecher wird geprüft, ob der Tatbestand der Gefährdung des Bahnverkehrs erfüllt ist. Ein Sachverständiger sagte, unter anderem werde eine Art Fahrtenschreiber ausgewertet. Aus ihm gehe hervor, mit welchem Tempo die Lok unterwegs war und wann mit dem Bremsen begonnen wurde.
      Die von einem Eisenbahnverein in Cottbus betriebene Dampflok war Freitagabend mit einem Sonderzug über ein Gleisende hinausgefahren und zum Teil erst auf einem angrenzenden Parkplatz zum Stehen gekommen. Personen kamen nicht zu Schaden. Ein neben dem Gleisende abgestellter Kleinbus soll jedoch erheblich beschädigt worden sein. Die Mitreisenden in den Waggons des Zuges hätten von dem Vorfall kaum etwas bemerkt, sagte ein Vorstandsmitglied des Vereins Sächsisches Eisenbahnmuseum.
      Umso größer war das Aufsehen bei Besuchern des Heizhausfestes, das am Wochenende im Eisenbahnmuseum gefeiert wurde. Der Unfallort befand sich neben dem Eingang. Für Irritationen sorgte dort das Auftreten mehrerer Ordner in Uniformen der DDR-Transportpolizei. Sie sollen Besucher immer wieder in barschem Ton aufgefordert haben, keine Fotos zu machen. Da zudem rund um die verunglückte Lok Autos aufgefahren worden waren, die die Sicht versperrten, machten bald Vermutungen die Runde, es solle etwas vertuscht werden. "Was ich da erleben musste, ist schlichtweg beschämend", erzählt ein Besucher aus München. "Da wurden Menschen angebrüllt wie in den 1980er-Jahren an den Zonengrenzen, nur weil sie fotografieren wollten."
      Laut dem Museumsverein gehören die "DDR-Polizisten" zu einer Traditionstruppe aus Berlin. Mit ihren historischen Uniformen sollen sie bei Eisenbahnfesten eigentlich für zusätzliches Reichsbahn-Flair sorgen. "Wir freuen uns immer, dass sie uns helfen", sagte ein Vereinssprecher. "Aber so ein Foto-Verbot ist natürlich Quark."

      Zitat Ende

      VG Gerd
    • Hallo,
      Leute, die in ihrer Freizeit Polizist spielen, sollte man sowieso mit Vorsicht genießen. Hundertfuffzigprozentige könnte man da sagen. Hoffentlich überlegt es sich der Verein in Zukunft, ob er so eine Berliner Trachtengruppe wirklich braucht. Zumal die Typen das Fotoverbot ja offensichtlich kurzerhand kraft ihrer Wassersuppe selbst erfunden haben.
      Ansonsten halt bedauerlich aber nicht ungewöhnlich- der beste Lokführer kann sich mal verbremsen aus tausendundeinem Grund.

      Gruß,
      Rolf
    • Verunglückte Dampflok: Bergung läuft

      erschienen am 23.08.2017

      Chemnitz. Am Rande des Sächsischen Eisenbahnmuseums in Chemnitz-Hilbersdorf hat die Bergung einer entgleisten Dampflokomotive begonnen. Mit hydraulischen Hebern wird der Dutzende Tonnen schwere Koloss angehoben und auf ein eigens errichtetes Behelfsgleis gesetzt. Die aufwändigen Arbeiten sind seit Mittwochvormittag im Gange.
      Die historische Lokomotive der Baureihe 23 war am Freitag vergangener Woche mit einem Sonderzug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gekommen und zum Teil über das Schienenende hinaus gefahren. Personen waren nicht zu Schaden gekommen. Die Untersuchungen zur Ursache und zum Hergang des Unfalls dauern an. Der Vorfall hatte am Wochenende beim Heizhausfest des Museums für großes Aufsehen gesorgt. Viele Schaulustige klagten später allerdings darüber, von Ordnern in rüdem Ton am Fotografieren gehindert worden zu sein. (micm)

      Heute erschienen in der Freien Presse

      VG Gerd
    • Hallo Rolf

      Trachtentruppe,ja woher weist Du denn was so eine "Truppe"ist?Da könnte ich auchsagen es gibt Möchtegerneisenbahner,Möchtegernjournalisten u.s.w.Es war zu einem großen Eisenbahnfest in Dresden.Da wurde mann am Eingang mit einem nachgestellten deutschen Wehrmachts MG Nest begrüßt,im Verlauf zog eine Lok mit einem Geschützwagen auf die Drehscheibe besetzt mit((Trachten)Soldaten und ballerte sogar laut.der Minizug fuhr sogar hin und her!Es graust mir heute noch bei der Erinnerung.Und wenn die nachgestellten Trapos dort agierten ohne vieleicht zu wissen wie es wirklich war und zuging iist es immer noch kein Grund Menschen deshalb negativ hinzustellen.Es ist Freizeit die geopfert wird auch zugunsten der Meinungsfreiheit die wir heute haben und als großes Glück und Geschenk sehen sollten.
      Nun das ist meine Meinung zu der Sache, :friede:
      Gruß
      Harald a.F.
    • Glück im Unglück - würde ich sagen, denn die Lok hätte auch noch umkippen können. Aber sollten nicht alle Stumpfgleise einen Gleisabschluss (Prellbock) haben? Wäre das hier der Fall gewesen, könnte man jetzt darüber spekulieren, ob es der Lok besser gefallen hätte gegen einen Gleisabschluss zu fahren oder so wie jetzt auf einem 30 cm tieferen Gelände zum Stehen zu kommen? Hoffe das die Schäden an der Lok nicht gravierend sind und für den Verein bezahlbar.

      Gruß Detlef der Pollofan
      Pollofan
    • Neu

      Hallo
      Inzwischen bittet der LDC um Spenden. Auch falls sich die Kosten für die direkte Reperatur für den Verein in einem gewissen Rahmen halten sollten (diese scheinen noch nicht ermittelbar zu sein) gibt es nicht unerhebliche Probleme. Genaueres auf der folgenden Seite: lausitzerdampflokclub.de/index…ut=item&id=956&Itemid=483
      Unser Obulus ist schon auf Reisen gegangen.
      Ein schönes Wochenende wünscht Euch
      IVK-Jugendfreund