Die Vision 2012 der Waldeisenbahn Muskau wird Wirklichkeit!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Vision 2012 der Waldeisenbahn Muskau wird Wirklichkeit!

      Wie wir nun endlich bekannt geben können sind am 14.07.2011, nach langer Verhandlungszeit, die Verträge zwischen Vattenfall, dem WEM e.V., der Stadt Weißwasser und dem Landkreis Görlitz zum Streckenneubau in Richtung Schwerer Berg besiegelt wurden. Der Neubau verzögert sich zwar bis ins Jahr 2016, aber das ist natürlich zu verkraften.

      Prof. Dr. Detlev Dähnert (Vattenfall Europe Mining) unterzeichnet die Vereinbarung zur Umverlegung des Teilstückes der Tonbahn, das für den Tagebau Nochten aufgegeben werden muss:



      Beitrag der “Lausitzer Rundschau” vom 15.07.2011:

      waldeisenbahn.de/de/files/pdf/…rRundschau_Vision2012.pdf

      Kartenausschnitt des Projektes “Vision 20123 :

      waldeisenbahn.de/de/files/pdf/Vision2012.pdf
    • Leider scheint hier ja keinerlei interesse an Nachrichten der WEM zu bestehen. Obs nun daran liegt das wir nicht auf 750mm Gleisen fahren kann ich nur spekulieren. Aber gut, trotzdem noch ein paar aktuelle Bilder zum Thema:


      Nach der Unterzeichnung: (v.l.n.r) Kerstin Haenelt (WEM e.V.), Bernd Lange (Landrat LK Görlitz), Friedemann Tischer (Vors. WEM e.V.), Prof. Dr. Detlev Dähnert (Vattenfall), Thorsten Pötzsch (OB Weißwasser):




      Dieter Schönebeck (WEM e.V.) erläutert den Anwesenden an Hand von Zeitungsartikeln seine erste öffentliche Präsentation der “WEM Vision 20123 vor nunmehr genau 3 Jahren:

    • Hallo Felix,

      ich weiß nicht, ob es ein schlechtes Zeichen ist, wenn hier nicht gleich fünf Einträge folgen.

      Oft höre ich meist nur eine gewisse Scheu von Eisenbahnfreunden gegenüber Aufnahmen mit Politikern, was jetzt tiefensoziologisch auszuwerten nicht zielführend wäre :D

      Aber ich weiß, dass ich mich für Euch riesig freue! Und da Ihr nun einmal die "Größten" auf 600 mm im ganzen Osten seid, braucht sich niemand von Euch zu verstecken.

      Bekanntlich gibt es bei Euch pro Jahr mehr Fahrgäste als in Jöhstadt - darauf kann man an der Neiße stolz sein - weiter so!

      Herzliche Grüße aus Dresden

      André
    • Hallo Andre,

      deine Worte sind doch etwas beruhigend. Denn ich muss sagen es frustriert doch etwas, wenn man wirklich dutzende Beiträge in vielen verschiedenen Themen zum Fest im Weißeritztal liest (was ja vollkommen ok ist, ich war am Sonntag auch selber dort) und sich alle über die ersten Meter Lohsdorf freuen (auch vollkommen ok, wir waren ja als Verein auch schon dort und ich freue mich selber sehr das es dort jetzt sichtbar voran geht), aber sich anscheinend keiner dafür interesiert das bei uns eine komplet neue Strecke gebaut wird.

      Das wir mehr Fahrgäste als die Press haben war mir ehrlich gesagt nicht bekannt, aber ich kenn die Fahrgastzahlen der Press auch nicht. ;)

      Das mit den Politikern stimmt sicher, aber in unserem speziellen Fall ham wirklich alle gut zusammen gearbeitet und es ist, auch wenn es lange gedauert hat, hinten raus ja wirklich was erreicht wurden.

      Damit es hier nicht nur Bilder der WEM mit Politikern gibt, mal ein Bild unserer ehemaligen 99 3313, die ja im Frankfurter Feldbahnmuseum in den ursprünglichen Heeresfeldbahnzustand zurück gebaut wurde und Ende September/ Anfang Oktober nach 27 Jahren mal wieder auf Waldbahngleise zurückkehren wird. Näheres dazu zu gegebener Zeit. ;)

    • Gratulation und Beste Grüße an alle Waldeisenbahner!

      Natürlich ist es immer Schade wenn wieder einmal ein "Stück Geschichte" in unserer Region dem Tagebau zum Opfer fällt. :-/
      Strahlt doch die Muskauer-Tonbahn eine ganz besondere Atmosphäre aus, welche in ihrer Originalität einmalig ist.
      Allerdings bleibt uns ja auch ein Großteil der originalen Strecke zum Glück erhalten.
      Wichtig ist, dass nach nun langen Verhandlugen Vattenfall endlich bereit ist die "Ersatzstrecke" zu bauen! :winner:
      Vielleicht kann man dieser Kompromisslösung für beide Seiten später auch etwas positives abgewinnen. Schließlich hat man mit dem Aussichtsturm am Ende der Strecke ein neues Ziel für die Besucher.

      Ich freue mich jedenfalls für Euch und werde die Entwicklung weiterhin verfolgen!

      mfg Philipp :wink:
    • Ich freu mich auch für euch, da ich die Strecke auch schon mehrmals angesehen habe. Mit der neuen Linie zum Aussichtsturm wird es bestimmt wieder einen Schub bei den Fahrgastzahlen geben, da viele Lausitzer das neue Angebot sicher gern nutzen möchten...

      Grüße aus Niedersachsen

      PS: Steht die Lok dauf der Wiese oder sind da "unsichtbare" Gleise?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von djlars ()

    • Hallo,

      auch für mich sind das interessante und zugleich erfreuliche Nachrichten. Der Neubau der Ersatzstrecke tröstet doch etwas über den offenbar unvermeidbaren teilweisen Rückbau der Tonbahn hinweg. Es freut mich für Euch, daß sich auf diese Weise Euer Streckennetz nicht verkleinert.

      Wie André schon schrieb: Wenn nicht gleich automatisch mehrere Antworten hierstehen, muß das nicht zwangsweise ein schlechtes Zeichen sein.

      Beste Grüße aus Berlin,
      vom ex-Dresdner
    • Hallo,

      am vergangenen Donnerstag fand nun ein ganz großer Moment für die Waldeisenbahn Muskau statt. In Anwesenheit von Vertretern von WEM e.V. und GmbH, örtlicher Politik und Vattenfall wurde der erste Spatenstich für die neue Strecke der Waldeisenbahn Muskau zum schweren Berg gesetzt. In den nächsten Tagen wird die Baustelle nun endgültig eröffnet und im Frühjahr 2017 soll die Eröffnung stattfinden.

      Wer sich nochmal näheres zum Projekt durchlesen möchte kann das hier tun:

      waldeisenbahn.de/de/archives/2864#more-2864

      Und bewegte Bilder der feierlichen Aktion gibt es vom MDR hier zu sehen:

      mdr.de/sachsenspiegel/video306…1b6dad2f_zs-c5332a56.html


      Und hier noch ein paar Schnappschüsse von diesem Tag.











      Nichts desto trotz wartet auf die Aktiven der WEM bis zur Eröffnung der neuen Strecke noch viel Arbeit, da ja die Bestandsstrecke zwischen Abzweig Kromlau und Beginn der Neubaustrecke komplett durchgearbeitet werden muss. Aber dazu später mehr.

      MfG Felix
    • Hallo,

      nun ja wir an der Basis hatten eigentlich keinerlei bedenken mehr, dafür waren die ganzen Verträge und Genehmigungen schon zu weit fortgeschritten. Ob sich bei unseren Verantwortlichen nochmal Nervosität breit gemacht hat kann ich nicht sagen, aber es hatte nicht den Anschein.
      Und vielen dank natürlich für die Anerkennung! Sowas freut einen natürlich ganz besonders. ;)

      Ebenso danke natürlich noch für den Link. ;)

      Viele Grüße
      Felix
    • Hallo,

      seit Anfang November laufen nun die Arbeiten an der Neubaustrecke zum schweren Berg. Nach über 10 Jahren Planung sind wir nun auch nur noch Beobachter dessen was dort so passiert. Und es ist schon sehr beeindruckend zu sehen wie aus dem nichts eine komplett neue Eisenbahnstrecke entsteht. Und auch wenn es so aussieht, für die WEM Strecke wäre natürlich keinesfalls so eine immense Schneise durch den Wald nötig gewesen. Unsere neue Strecke wird ja auch nur in der Landschaft gebaut die Vattenfall für den Transport des Braunkohlebaggers vor einigen Monaten so angelegt hat.
      Übrigens ist es auch gar nicht so unhistorisch das der gesamter Erdbau straßengebunden durchgeführt wird. Denn auch beim Bau der Tonbahn nach Mühlrose setzten die Baufirmen auf straßengebundene Technik weil schon damals keiner mehr im Stande war Baustellenbahnen in der Größenordnung bereit zu stellen.

      Der aktuelle Blick aufs Streckenende. Wo sich der Markierungspfahl befindet wird die Abzweigweiche für die Neubaustrecke eingebaut.



      Die letzten Meter der historischen Strecke wurden vorsorglich auch abgebaut damit sie durch den durchfahrenden Bagger nicht zerstört werden. In Zukunft wird das Gleis aber wieder bis zum Randriegelweg aufgebaut um soviel wie möglich der original Strecke zu erhalten.



      Und ein sehr wehmütiger Blick in Richtung der alten Strecke zur Tongrube Mühlrose. Der extra, für den im Vorlauf des Tagebaus neu angelegten Randriegelweg, neu eingebaute Bahnübergang wurde in den Zwischenzeit auch schon wieder ausgebaut.



      Am letzten Betriebstag sah es hier noch so aus.



      Am zukünftigen Abzweig werden gerade die Baumstümpfe entfernt.



      Die spätere Trasse ist hier schon gut erkennbar, allerdings wird im Bereich der Kurve noch ein Damm geschüttet.



      Was man hier schon sehr gut erkennen kann.



      Für die nötigen Anpassungen am Geländeprofil ist ein immenser Technikeinsatz von Nöten. Vor hundert Jahren hätte man für diese Arbeiten wohl dutzende Arbeiter eingesetzt.





      Auch die ersten Arbeiten an den Bahngräben sind erkennbar.



      Im weiteren Verlauf der Strecke sind die Erdarbeiten nicht mehr ganz so aufwendig.



      Und zum Abschluss noch ein Blick aus der Luft.



      Die Geschwindigkeit mit der dort gearbeitet wird ist schon beachtlich. Bei den derzeitigen außerordentlich guten Witterungsbedingungen wird es wohl noch schneller voran gehen als gedacht und schon bald die ersten arbeiten am Oberbau erkennbar sein.

      Viele Grüße
      Felix
    • Neubaustrecke der WEM

      Hallo Felix,

      danke für eindrucksvollen Bilder und wie die Bauvorhaben zügig voran gehen, das würde ich mir im Erzgebirge bei so mancher Strecke auch wünschen.
      Als Anhaltspunkt nehme ich immer die Baumschneise vom ehem. Bahnübergang nach Mühlrose. Aber für ein besseres Bild muß man schon besser mal vor Ort sein, was nächstes Jahr der Fall sein wird. Sehr schön, daß auch so viel wie möglich von der alten Trasse erhalten bleiben soll.
      Ich bin so etwas von gespannt wie es aussieht, wenn dies alles mal fertig ist. Das wird sicher auch mal eine sehr schöne Strecke werden (wenn die "Mondlandschaft" verschwunden ist).

      Grüße,
      die Aufsicht
    • Mahlzeit!

      Original von HHw
      bedenklich finde ich aber trotzdem, daß eine weitere Ecke Lausitzer Kulturlandschaft der seit Jahren verfehlten Energiepolitik geopfert wird! Der "Ersatz" für die WEM ist in meinen Augen nur ein schwacher Trost für das, was die Bagger jetzt wegbuddeln!

      Ja und Strom ist gelb und kommt aus der Steckdose! :hot:

      Da kann man gern beim Agorameter nachschauen, wer z. B. vorgestern morgen dafür gesorgt hat, dass der Bäcker früh um 4.00 Uhr frische Brötchen backen konnte, die gut 4 GW eingespeister Windstrom waren das bestimmt nicht und Sonne gab es dann erst nach 8.00 Uhr! :hot:
      ...und das, wo die Lastkurve eh gerade nicht im Maximum ist.

      Abgesehen davon hat die Waldeisenbahn immer schon mit und von der Braunkohle gelebt, da war stets ein Wandel im Netz - ohne Kohle, Holz, Torf und Ton wäre da nie eine Bahn entstanden.



      PS: Und auch die Politik kann die Physik nicht überlisten...
      Grüße
      VeroNika
    • Hallo kleines,

      da hast Du Recht! Alles Leute, die nicht weiterdenken! Die böse Braunkohle, so ein Unfug! Da werden im Fernsehen speiende Kühltürme gezeigt, oh was für ein Dreck. Schlimm! Was nicht gesagt wird ist, dass das nur ganz normaler Wasserdampf ist. Und, niemand spricht über die nicht ganz unbedeutende Brikettproduktion. Vielleicht sollte man mal bestimmten Weltverbesserern erklären, wieviel Haushalte noch mit Kohle feuern. So wenig sind das nicht!
      Es gäbe noch mehr zu sagen, zu den sogenannten erneuerbaren oder alternativen Energien.
      Die Schäden, die die anrichten sind auch nicht außer Acht zu lassen. Davon hört will man aber nichts hören!

      Gruß Alfred