Bauarbeiten beim Molli - Telegraphenmasten etc.

    • Hallo Benjy,

      danke für Deine sachlichen Ausführungen, welche ich in großen Teilen gerne akzeptieren möchte. Aber: ...

      ... wie denn nun? Du schreibst von 40000 Euro, andere von 90000 Euro. Naja, ich klinke mich hiermit aus. Ist ja nicht meine Region. Habe da keine fundierten Kenntnisse. :wink:

      Ironie an ... Wird schon Alles zur Zufriedenheit aller Beteiligten werden. Immerhin haben in Mecklenburg-Vorpommern 51,1 Prozent der Schüler der 9. Klassen den erforderlichen Bildungsstand in der Rubrik 'Deutsch lesen'. (Studie aus dem Okober 2016) Das wird reichen, da kann man die Prioritäten auf kosmetische Korrekturen an Schmalspurbahnen verlagern. :ok: ... Ironie aus

      Ein weitverbreiteter Irrtum liegt auch darin, dass Fördermittel für die Investition das Vorhaben zunächst als günstig erscheinen lassen, während die laufenden Unterhaltskosten aber eben nicht gefördert werden, sondern von den Gesellschaftern zu tragen sind, in diesem Fall also in der Hauptsache von den Kommunen und dem Landkreis. In diese Falle ist schon so mancher Aufgabenträger getappt. / Übrigens: Themenfahrten empfinde ich als völlig richtige Maßnahme (das hatte ich schon bei der Fragestellung der IG-HSB angesprochen). Denn spezielle Angebote für Familien, Senioren etc. bringen deutlich mehr Geld in die Tasche, als es Bahnfreunde mit ihrem Sinn für korrekten Historismus jemals tun werden. Hier liegt die eigentliche Gratwanderung der Touristenbahnen, nämlich alle Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig die Preise relativ stabil zu halten.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo in die Diskussionsrunde!

      Zum ersten möchte ich einmal klarstellen das die Freileitung von uns keinesfalls nach der politischen Wende 1989 bzw. der Privatisierung des Molli dem Verfall preisgegeben wurde! Nur leider sind wir nur ein recht kleiner Trupp (3 Mann die sich um die Unterhaltung kümmern) und zu Zeiten von Fr. Münchow (Geschäftsführerin des Molli bis 2012) durfte die Unterhaltung möglichst nichts Kosten. Deshalb haben wir oft nur altbrauchbare Masten verbaut. 2012 wurde die Anlage trotzdem als nicht betriebssicher eingestuft, da es im Winter 2x zu Mastbrüchen kam. Ob man deswegen nun unbedingt die ganze Anlage hätte umlegen müssen oder nicht, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Aber die Entscheidung wurde damals eben so getroffen und auch von den Gesellschaftern (Landkreis, Kommunen) mitgetragen. Auch stand schon damals fest das die Anlage sukzessiv wieder errichtet wird, da ihr Erhalt mit in den Statuten der Übernahme von 1995 steht. Heißt also, die Gesellschafter wußten schon damals in etwa welche Kosten auf ihre jeweiligen Haushalte dafür zukommen.
      Wie auch schon richtig geschrieben gibt das Land 90% aus Fördertöpfen mit zu.
      Aber ich kann alle beruhigen die jetzt um den Bildungsstand unserer Jugend fürchten! Sowohl in Kühlungsborn als auch in Bad Doberan wurden in den letzten Jahren alle Schulen und Kita's saniert (Gymnasium und Förderschule in Bad Doberan, Grundschule und Kita Ostseekinner Kühlungsborn West) bzw. sogar neu gebaut (Schulzentrum in Kühlungsborn West, Gemeinschaftsschule und Grundschule Bad Doberan, Kita am Drümpel und Kita am Buchenberg in Bad Doberan, Kita Regenbogen und Kita Bummi in K'born Ost).
      Gruß aus Kühlungsborn
      Stefan
    • Hallo Stefan,

      danke für diese sehr kompetente Antwort. Das die Freileitung mit in den Statuten stand, diese Information war mir nämlich bisher nicht bekannt. Somit ist die Maßnahme auch als Haushaltsposten vorgesehen.

      Schön, dass bei euch die Schulen und KiTas saniert worden sind. Davon träumt man in Wernigerode nur. In der Grundschule, wo meine Tochter unterrichtet wird, sind seit der Wende gerade die notwendigsten Maßnahmen durchgeführt worden. Es heißt immer: Kein Geld da. :motz:

      Die von mir angesprochene Studie ist trotzdem real. :zwink: Hier gibt es im Bundesland sicher auch regionale Unterschiede. Ich wollte damit auch nicht ausdrücken, dass die Kinder dumm sind, sondern, dass Unterrichtsausfälle, fehlende Lehrer, fachfremde Vertretungen usw. usf. eine solche Situation erzeugen, unter der die Kinder letztlich zu leiden haben.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      und wenn es eine Auflage des Denkmalschutzes wäre?
      Da wäre ein Gesamtbild mit Telegrafenmasten schon begründet!
      Auch müssten da Konzepte zur Aufstellung eingehalten werden.

      Wenn z.B. Kirchen und ähnliches restauriert werden, versucht man auch, so nahe wie möglich an die historischen Farben heran zu kommen und lässt sich nichts "ähnliches" im Baumarkt mischen...

      Somit wären solche Aufgaben durchaus vom öffentlichen Interesse gedeckt.

      Gruß Micha