Der Bahnhof Jöhstadt im Wandel der Zeit

  • Glück auf,


    hiermit mache ich mal den Anfang, wie sich so der Bahnhof Jöhstadt in den letzten vielen Jahrzehnten verändert hat:



    1983 - 99 585 fährt zum Lokschuppen, ca. 1/4 Jahr später sollte alles hier vorbei sein.



    1984 - nach der Stilllegung durch die DR und wie er mal gewesen ist, aber da schon mit einigen baulichen Veränderungen,



    ab 1990 - der sehr schwere Neuanfang...



    ...und mit den ersten Gleisen und Wagen, sowie



    2012 gegenüber



    zu 2015.


    Das letzte Bild zeigt eindeutig in welche Richtung der Wiederaufbau gehen wird.


    Edit = Text und Bilder für Euch ergänzt.
    Grüße,
    die Aufsicht

    2 Mal editiert, zuletzt von Aufsichtsbeamter ()

  • Hallo!


    Das ist ja auch mal ein interessanter Blick!


    Mich würde mal interessieren, wie die einstigen und noch verbliebenen Bewohner des Neubaublockes zu der Sache stehen?
    Gibt es überwiegend Verständnis für den Schritt, das der Block in der Endkonsequenz mal weichen soll oder gibt es auch negative Meinungen?
    Ist der Umgang miteinander enfach und verständnisvoll, oder gibt es Schwierigkeiten oder sogar Gegner der Bahnhofserweiterung?


    Grüsse, Thomas

  • Hallo ihr zwei,


    das sind tolle Bilder! Da kann man nur hoffen und die Daumen drücken, dass es nicht mehr all zu lange dauern wird, bis der Wohnblock Geschichte ist. Auch wenn dahinter Schicksale stehen. Keiner räumt freiwillig seine Wohnung, wenn er nicht unbedingt muss. Sicherlich sind auch einige ältere Mieter dabei, die ihre Platte lieb gewonnen haben. Daher sehe ich das auch immer von zwei Seiten.


    Gibt es denn jemand im Forum, der mir sagen oder zeigen kann, wie es weiter geht? Der jetzige Bauabschnitt ist ja noch keinen Monat fertig und schon gehen die Gedanken weiter. Nur habe ich leider keine Vorstellung, wie es Richtung Laderampe oder auf dem Gelände des Wohnblockes mal aussah. Hat da jemand einen alten Gleisplan aus den 80er Jahren? Das wäre schön.


    Lieben Gruß Lars

  • Hallo Freunde der schmalen Spur,


    das ist mal wieder ein interessanter Beitrag. Ich liebe solche Zeitreisen. Das könnten wir hier viel häufiger machen.


    Und weil es ein solch interessantes Thema ist, hat sich Helge Scholz bei mir gemeldet und mich gebeten, Euch eines von seinen Fotos von 1978 zu zeigen.



    Der selbe Blick auf den Bahnhof, wie im Eröffnungsbeitrag. Noch herrscht normaler Betrieb in Jöhstadt und die IV K gehörte zum täglichen Bild auf dem Bahnhof.


    Foto: Helge Scholz (1978)


    Als ich das erste Mal in Jöhstadt war, gab es dort im Empfangsgebäude einen Kindergarten und am Lokschuppen erste Bauarbeiten für den Wiederaufbau der Preßnitztalbahn.



    Vor dem Empfangsgebäude fehlten auch im Sommer 1990 schon jegliche Spuren der Eisenbahnzeit.



    Aber am anderen Ende des Bahnhofs entstand zeitgleich das allererste Gleis der heutigen Museumseisenbahn. Die immer noch existente NVA leistet wertvolle Hilfe bei der Wiederauferstehung der Preß.



    Noch erscheint die Vision der dortigen Eisenbahnfreunde manch einem als Spinnerei. Ich nehme mich da nicht aus. Als ich im Sommer 1990 vom Plan der Wiedererrichtung der Preßnitztalbahn als Museumsbahn hörte, wanderte mein Zeigefinger wohl zuerst an die Stirn. Als ich aber die unermüdlichen Aktivitäten in Jöhstadt mit eigenen Augen sehen konnte, erkannte ich, dass die Jungs es ernst meinten. 10 Jahre danach wurde Steinbach erreicht.


    3 Fotos: Achim Rickelt




    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo,


    ja, das ist eine sehr schöne Vergleichsmöglichkeit in diesem Beitrag. Besten Dank Euch.


    Aus eigener Anschauung kenne ich "Jöhstadt mit Gleisen" erst seit dem Neuaufbau. Bei meiner Erstbesichtigung im Sommer 1989 war dort eine unschöne Mischung aus Brache, Bauplatz, Kindergarten und Biotop. Auf der Bewanderung der Gesamtstrecke gab es eine ähnliche Mischung zu sehen. Anfangs Pionierwäldchen, später Wiesenbahndamm und noch später laufender Abbau des Bahnhofs Niederschmiedeberg und Richtung Streckewalde (unterhalb des Bahnhofs Großrückerswalde) sogar noch (überwachsene) Gleise im (gerade ruhenden) Abbau.


    Einen ersten Kontakt mit dem Gedanken des Wiederaufbaus und einer Spende dafür gab es an einem Infostand im Bahnhof Bertsdorf im Mai 1990. 1992 besichtigte ich dann in Jöhstadt die ersten Baugleismeter und danach wurden die Besuche immer häufiger.


    Der nun sichtbar begonnene Aufbau eines "richtigen" Bahnhofs in Jöhstadt ist eine sehr erfreuliche Angelegenheit für mich (ganz sicher auch für viele Andere).



    Freundliche Grüße
    217 055

    Gruuß

    217 055

  • Hallo


    sehr schöner Beitrag! Wie es mal aussah und sich alles verändert hat ist schon Wahnsinn .Auch wenn man sich auf den Bildern noch wiedererkennt :-D Danke für die Bilder.


    Gruß Andreas

    Mit freundlichen Grüßen Andreas
    IV K Vierzylinderverbundvirus

  • Hallo an alle,


    auch ich finde es faszinierend, wie die Anlage in den letzten Jahren doch immer weiter gewachsen ist. Mein erster Besuch dort war irgendwann Mitte der 90er Jahre. Zu dieser Zeit fuhr man noch planmäßig mit Diesel bis zum heutigen Hp Stolln. Das Umsetzen war schon interessant. Die dortige Weiche gibt es mittlerweile auch nicht mehr. Dafür aber neue Weichen und Gleise in Jöhstadt. Wunderbar, was dort geschaffen wird. Ich fahre dort immer wieder gern hin. Auch weil es eine sehr interessante und schöne Strecke ist. Und wenn man bedenkt, dass vieles in ehrenamtlicher undfreiwilliger Arbeit geleistet wurde. Respekt und bitte weiter so!!!


    Gruß


    bahnfreund88

  • Hallo Achim,


    vielen Dank für die Einstellung dieser historichen Bilder. Immerhin schon 25 Jahre her. Bilder vom Verlegen des ersten Gleises am Jöhstädter Lokschuppen habe ich noch nicht gesehen.
    Ich verfolge das Geschehen bildlich erst seit 1993.




    VG aus Dresden
    Bernd

  • Hallo Achim,


    auch Dir vielen Dank für Dein Mitwirken.


    Zu den Fragen:
    Als ich zu Pfingsten in Jöhstadt war, konnte ich ca. 10-12 Mieter noch im dortigen Wohnblock von 1987 zählen. Viele Wohnungen stehen schon leer und sicher wird dieser in vielleicht einigen "Jahrzehnten" nicht mehr vorhanden sein. Das gesamte Gelände gehört seit 2013 den Verein der Preßnitztalbahn. Die neuen Gleise im Bahnhof Jöhstadt waren mit der erste weitere neue Bauabschnitt für Mai 2015. Vorgesehen ist der Wiederaufbau bis zum km 23,23, der 2. Bauabschnitt soll bis 2017 erfolgen, zum Bahnübergang hin zur Straße (Jöhstadt - Dürrenberg), dort wo die Laderampe ist. Entstehend dabei, der "Neue Bahnhof Jöhstadt".


    Grüße,
    die Aufsicht

    Einmal editiert, zuletzt von Aufsichtsbeamter ()

  • Eine sehr schöne Bilderserie! Da hätte ich auch noch eins, was sich prima in die Serie einfügt:



    26.08.1986: Die Gleise sind schon verschwunden, aber noch ist der Neubaublock nicht vorhanden. Die bauvorbereitenden Maßnahmen haben allerdings schon begonnen: Links hinten liegen schon neue Abwasserrohre...


    Gruß, xBurt.