Neubau einer V 36 K!!!

  • Hallo, Ihr lieben v36k-Freunde!


    :bahnhof:


    Bitte verzeiht mir, das ich diese Diskussion aufgegriffen habe, aber aus meiner Sicht ist die Idee des Neu- oder Nachbaues einer (verwitterten) v36k 4803 f.f. nach modernen Erkenntnissen des heutigen Maschinenbaues nicht unmöglich. Wie gesagt, die Stunde kommt, wo wir darüber reden werden. Sicher kann man mueal ersteinmal die IIk alt/neu, IIIk, Vk, VIk (Reko), aufgreifen, aber in diese Riege nachbauwürdiger Museumslok´s gehört zweifellos die Neubau-Diesellok der DR, als Zeugnis des damaligen Ingenieurgeistes in der DDR und der Tatsache, durchaus Modernes in einer Planwrtschaft geschaffen zu haben. Ein Nachbau auf Basis der Leistungskenndaten der VIIk (alt/neu) ließe sich zudem sachsenweit einsetzen, da ja die meisten Bahnen vestärkten, neuen Oberbau haben.


    :winner:


    Wenn es zu keiner Verdieselung kommen sollte, bliebe ja als Alternative die "Elektrisierung" aller sächsischen Bimmelbahnel´s ... :wink:


    :cheers:


    Ich denke, das Thema wird uns noch beschäftigen und ich bin auf jeden Fall dabei, wenn es um die Verwirklichung geht, habe ich doch für die Ik auch einen kleinen Beitrag geleistet. :wink:


    Fahrt frei und ein schönes Wochenende! :frust:


    P.S.:


    Stellt Euch mal vor, wie eine neue v36k, mit wirbelden Stangenantrieben und mit den wenigen, noch erhaltenen echten Vorkriegs-Einheitspersonenwagen in Zittau und Hainsberg wirkt!!!


    :winner:

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  • Zitat von Reichbahn:


    "Stellt Euch mal vor, wie eine neue V 36 K, mit wirbelden Stangenantrieben und mit den wenigen, noch erhaltenen echten Vorkriegs-Einheitspersonenwagen in Zittau und Hainsberg wirkt!!!"


    Nee, das möchte ich mir nicht vorstellen und viele andere sicherlich auch !

  • Hallo Aufsichtsbeamter,


    :bahnhof:


    ich habe eine kleine H0m-Sammlung der ehem. Fa. Luise Herr K.G. und besitze mehrere Einheitswagen und Packwagen. Habe mir eine v36k auf Basis zweier kurzgekuppelter BTTB-V36 und kann dazu nur sagen, das es ein super Anblick ist. ;)


    Laut mir vorliegenden Unterlagen wurden die beiden Baumuster kurz vor ihrer Verschrottung im Triebwagenschuppen Bertsdorf für einen Umbau in eine sogenannte VT-Reserve vorgesehen, d. h. die beiden Lok´s sollten in einen betriebstüchtigen Zustand und nur noch mit einer Druckluftbremsanlage für die 3 Zittauer Beiwagen soweit ertüchtigt werden, den Triebwagen VT 137 322 Cs. bei Motorschaden ersetzen zu können. Nach Antragstellung durch die Rbd. Cottbus beim Maschinenamt, wurde von höchster Direktionsebene der Umbauantrag nicht genehmigt und die ausgeweidete v36 4801 nach Meißen=Jaspisstraße überführt, wo sie bis zuletzt im Lokschuppen auf ihr weiteres Schicksal, den Schneidbrenner wartete, während die v36 4802 in Bertsdorf stehen blieb und letzten Endes im Bw. Zittau verschrottet wurde. ( ... irgendwo las ich im Internet, das 2 Motorenklappen in Seifhennerdorf als Garagentore weitere Vewendung fanden ... ) Man war in Zittau durchaus gewillt, die quasi-neuen Lok´s in den Betriebsdienst zu bringen. Wenn es dazu gekommen wäre, wer weiß, vieleicht wären sie heute noch dort.


    :frust:


    Da ich auch einen rot-beigen Einheitsbeiwagen habe, kann ich das in zumindest in H0m nachstellen. Es sieht prima aus und die Lok ist mein Lieblingsmodell.


    :winner:


    Fahrt frei!

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  • Hallo Reichsbahn,


    sicherlich hätten die Dieselloks bei einigen Schmalspurbahnen (vorerst) das Leben gerettet.
    In Wilkau-Haßlau wurde dazu sogar die Segmentdrehscheibe umgebaut (verlängert).
    Aber, es wäre nicht zum Neubau der IV K gekommen. Was wäre da heute ohne diese (Jöhstadt, Schönheide, Mügeln usw.) ?


    Um 1964 erschien in der "Fahrt frei" folgender Artikel:


    "Die V 36 4801 erzählt...


    ... eine leider wahre Geschichte.


    Es ist ein Jammer, wie man mit mir umgesprungen ist. Im VEB "Karl-Max-Werk" Babelsberg wurde ich 1960 gebaut, eine Schmalspurversuchsdiesellok.
    Zuerst zog ich die Wagen im Schmalpurnetz Meißen Triebischtal - Lommatzsch - Wilsdruff und später im Zittauer Bereich.
    Und dort geschah es dann auch.
    Man nahm mich auseinander, daß mir Hören und Sehen verging. Zuerst nahm ich an, es wären Fehler, Mängel oder Schwächen an mir, und die würden jetzt behoben. Schließlich bin ich eine Versuchslok.
    Aber es kam ganz anders. Man versteckte mich für zehn Monate im Bw Zittau. Danach verlud man mich und meine Eingeweide, und ab gings zurück nach Meißen Triebischtal. Mit Hilfe eines eigens für mich herbeizitierten 50-t-Krans entladen, wurde ich Tage später im Heizhaus auf der "Jaspisstraße" versteckt.
    Das im ersten Drittel des Jahres. Nun liege ich überall herum, auf Wagen und in Ecken, und der halbe Kanal ist auch noch voll.
    Offenbar will man mich hier verrosten lassen.
    Womit habe ich das nur verdient ?"


    Die V 36 4801 lag noch bis zur Betriebseinstellung 1966 in Jaspisstraße und wurde danach verschrottet.


    Soweit mal dazu.


    Grüße


    Tino-Toni

  • Aber Hallo - Reichsbahn,


    Du bist bei dem Gedanken, die Schmalspurbahnen zu Elektrifizieren ?


    Das ist doch nicht Dein ernst etwa.


    Da wäre dies ja so ähnlich wie die Thüringer Waldbahn, und/oder mit Straßenbahnbahn ähnliche Fahrzeuge.


    Und so willst Du dann durch den Rabenauer Grund oder zum Brocken als Beispiel fahren ?


    Na, - ich weiß ja nicht.


    Grüße,


    Tino-Toni Händel

  • Hallo zusammen,


    so abwegig eine Elektrifizierung einer Schmalspurbahn heute klingen mag: Man stelle sich nur einmal vor, im Rabenauer Grund würde bis heute noch keine Bahn fahren und jemand würde vorschlagen, dort eine dampfbetriebene Eisenbahn zu bauen. Er würde mit Schimpf und Schande versehen. Für uns ist das völlig normal, weil wir es nicht anders kennen.


    Aber genau das macht ja den Reiz aus: Dass die Bahnen eben mit Dampf und Kohle fahren und damit etwas besonderes sind. Und deshalb reißt eine Diesellok heute keinen vom Hocker. Erst wenn die mal aus der Mode gekommen sein sollten, dann wird man schauen, wo noch eine Diesellok fährt (bzw. fahren darf).


    Gruß Eckhard

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo, ihr Freunde der Bimmelbahnel!


    :bahnhof:


    Der Gedanke ist für die Zukunft nicht verkehrt. Ich kenne aus eigenem Erleben, wie die Schweiz ihre Bahnen so betreibt und die Komfortsteigerung nach der Elektrifizierung ist erheblich im Wochenendverkehr. Dazu neue Stadler-Aussichtwagen würden das Bild abrunden. :wink:
    Entweder wir erdenken für die Schmalspurbahnen eine tragfähige Lösung, oder irgenwann wandern wir auf den verbliebenen Dämmen auf Schuster´s Rappen und die, im Dampfbetrieb teuren Bahnen sind dann stillgelegt.


    :frust:


    Ich sehe aber für die Zukunft, das erstmal eine einheitliche Betriebsführung gebildet werden müßte, um die Verwaltungskosten zu senken, weiterhin ein neues Werkstättenkonzept, möglichst ohne die umweltschädlichen Lastwagenüberführungen und dann eine, für den Wochenendverkehr tragfähige Lösung mit 2-3 historischen Wagengarnituren und pro Strecke je einer betriebsfähigen IVk, VIk, VIIk, darüberhinaus bleiben die Traditionszüge in Radebeul, die Themenzüge der SOEG und die Museumsbahnen in Kohlmühle, Jöhstadt und Schönheide als möglichst authentische, historische Bahnen zum Nacherleben der alten Dampflokzeit erhalten.


    ;)


    Aus, mir vorliegenden Unterlagen geht hervor, das bereits um 1930 die damalige NWE ein Angebot zur Elektrisierung der Brockenbahn vorliegen hatte, um den unwirtschaftlichen Dampflokeinsatz zu ersetzen. Da die Wirtschaftskrise dazwischen kam, wurde dieses Projekt nie Wirklichkeit.


    :lies:


    Bitte bedenkt, das es einzig der zerrütteten politischen Lage ab 1918, mit Wirtschaftskrise, Gebietsabtretungen, Drittes Reich mit merklichen Gebietsverlusten, dem Zusammenbruch 1945 und letzten Endes der beiden deutschen Staaten ab 1949, zu verschulden ist, das die DDR letztlich so am Ende war, das die DR für alle Transportaufgaben das sicherste Mittel war und so jeder froh war, das die Bahn fuhr. Trotz erheblicher Reduzierung von Streckenkilometern, auch vor 1989, blieb das DR-Netz das dichteste Streckennetz und auch unter Beibehaltung der Bahnel, die damals eine enorme wirtschaftliche Bedeutung hatten, mit voll umfänglichen Güterverkehr!
    Die Anschaffung moderner Betriebsmittel in Form neuer rümänischer Streckendiesellok´s und neuer bulgarischer Reisezugwagen war bereits in "Sack und Tücher´n", die Abstellung der Altfahrzeuge bis auf den Traditionszug in Radebeul vorgesehen. Die Wende hat uns das "Glück" gebracht, das diese Bestrebungen der DR nicht wahr gemacht wurden und die Dampflok´s auch heute noch fauchen.


    Ich bin nicht gegen den Dampfbetrieb, aber man kann ihn mit einfachen Mitteln von der Haupttraktion etwas entlasten, sei es durch eine neuen Hybrid-v36k, oder die Elektrifizierung nach Schweizer Vorgaben.


    :cheers:


    Fahrt frei!

  • Bitte besorgt Euch die Fachliteratur von Peter Wunderwald, dort steht einiges zum Verdieselungsthema drin!


    Unter anderem war die Schaffung eines modernen Diesellokdepot´s mit neuer Hauptwerkstätte für die v36k-Unterhaltung aller Strecken) hinter der WAS Potschappel geplant (die Kaufverhandlungen mit Grundstücksnachbar´n liefen bereits) und die Verteilung der Neubaudiesellok´s v36 4801 - 4850 auf diverse, heute längst stillgelegter Strecken vorgesehen:


    - Wilkau=Hasslau - Schönheide - Carlsfeld (Drehwinkel-Verlängerung und Lokschuppenverlängerung)


    - Hetzdorf - Eppendorf - Großwaltersdorf (Neubau eines Lokschuppens)


    - Thumer Netz (Umbau des Bw. Thum)


    - Wilsdruffer Spinne (Umbau des Bw. Wilsdruff und Neubau eines Loksschuppen´s in Meißen, Potschappel und in Nossen)


    - Klingenberg=Colmnitz - Frauenstein (Neubau eines Lokschuppen´s in Kli.=Co.)


    - Mulda - Sayda (Umbau des Saydaer Lokschuppen´s)


    - Mügelner Netz (Neubau des Bw. Mügeln und Umbau der Lokschuppen Wermsdorf und Strehla)


    - Goßdorf=Kohlmühle - Hohnstein (dann schon 1951 stillgelegt)


    - Radebeul (Ost) - Radeburg (Neubau eines Lokschuppen´s)


    Einzig der Einsatz für das Netz Zittau, die Strecken Ftl.=Hainsberg - Kurort Kipsdorf, sowie Cranzahl - Oberwiesenthal wäre durch die Neubau-VIIk aufrecht erhalten worden, bis für diese Strecken auch eine Verdieselung durch stärker motorisierte "Auslandsimporte" möglich gewesen wäre.


    Meiner Meinung nach sind die Bemühungen vom damaligen Staat einfach kaputtgeredet worden, um vielleicht auch Betriebsstoffe wie Dieselöl zu sparen. Auch kam ja dann die Verfügung des RGW heraus, das die DDR keine größeren Dieselloks mehr bauen durfte/sollte. Ggf. war ja schlicht und einfach Babelsberg mit dem Bau der V180 so ausgelastet, das der v36k-Bau eingestellt wurde?!
    Man hätte die technischen Probleme durchaus beheben können, ohne das Gesicht zu verlieren und die 50 neuen Lok´s hätten womöglich o.g. Strecken über Jahre hinaus retten können und eine wirtschaftliche Betriebsführung gebracht.


    :frust:


    Fahrt frei!

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  • Grüße - Reichbahn,


    also, die Strecke Goßdorf-Kohlmühle - Hohnstein wurde bereits 1951 stillgelegt, da war an eine V 36 K überhaupt noch nicht zu denken.


    Grüße


    Tino-Toni