Wiederaufbau Weißeritztalbahn oberer Teil

  • Hallo Schmalspurfreunde,


    habe als Dresdner den Artikel in der SZ auch gelesen.
    Ist mal eine kurze Zusammenfassung der nun anstehenden Arbeiten oberhalb vom Bf Dippoldiswalde.
    Für die Obercarsdorfer Brücke ist der Begriff Notlösung eigendlich irreführend.
    Heißt das, es hätte eine bessere Variante für die Brücke gegeben (längere Brücke?) oder ist nur gemeint, daß sie im Hochwasserfall angehoben werden kann (und damit der Fahrbetrieb unterbrochen wird). ;)
    Zum Bild vom Lokschuppen in Kipsdorf fält mir ein, daß er bei Weiternutzung u.a. für das Abstellen von vorübergehend nicht eingesetzte bzw. nicht betriebsfähige Loks (der SDG) genutzt werden könnte.
    Ich sehe nur für den Abschnitt oberhalb Buschmühle ein mögliches Zeitproblem, da hier die Trassengestaltung sowie die Fundamente einer Brücke neu zu bauen sind.


    Wenn es einmal richtig läuft, geht es auch schnell voran und ich hoffe, daß es noch vor Weihnachten in Kipsdorf auch dampft.


    Viele Grüße aus Dresden
    von Bernd

  • Lieber Bernd,


    ja, offensichtlich hat man das Thema Hochwasserschutz bei der Brücke in Obercarsdorf vergessen und sucht nun nach einer Lösung. Wenn die Brücke bei Flut angehoben oder ausgebaut wird, muss der Fahrbetrieb natürlich unterbrochen werden. Und das ist dann tatsächlich nur eine Notlösung.


    Was mich weiterhin wundert ist, dass man kein Wort zur Brücke oberhalb von Buschmühle liest. Der Rest ist wahrhaftig "schnell" gebaut.


    Ich bin gespannt, ob der Lokschuppen in Kipsdorf eine Renovierung erfährt.



    Viele Grüße
    Eckhard

    Viele Grüße,
    Eckhard

    Einmal editiert, zuletzt von Eckhard ()

  • Hallo Eckhard,


    das Thema Hochwasserschutz wurde bei der Brücke Obercarsdorf nicht etwa vergessen sondern die Planung wurde durch mehrere Faktoren beeinflusst.


    Die Brücke grenzt an private Grundstücke und eben die beiden Straßen mit den Bahnübergängen. Die Pfeiler hätte man zwar theoretisch nach außen versetzen können, aber die gesamte weitere Verbreiterung des Wasserlaufs wäre dort am Platzproblem gescheitert, denn man hätte dann auch eine neue längere Brückenkonstruktion bauen oder gar die Trasse verschieben müssen. Nun hat man das Anheben der Brücke eben schon bei der Planung und dem Bau der neuen Widerlager berücksichtigt und suchte nicht erst noch nach einer Lösung.


    Das Anheben der Brücke im Hochwasserfall zum Erreichen des nötigen Durchflussquerschnittes, der ja durch die oberhalb liegende neue Straßenbrücke nun auch schon begrenzt ist war da wohl die einfachste und kostengünstigste Lösung. Und der Fahrbetrieb würde wohl nicht nur wegen dieser einen Brücke im Hochwasserfall unterbrochen werden, es gibt da noch einige kritischere Stellen, die einen Fahrbetrieb einschränken würden.


    Viele Grüße,
    Danilo

  • Hallo Danilo,


    schau dir mal mein Posting vom 3.2. in diesen Thread an (Mehr Dampf für die Bimmel). Dort klingt es nicht so, als sei der Hochwassserschutz eingeplant worden.


    Viele Grüße
    Eckhard

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo Eckhard,


    ich habe mir die Postings und die Pressemeldungen dazu auf den Seiten der IG Weißeritztalbahn noch mal durchgelesen. Das klingt zumindest in der Presse am 20.3. so als ob nun doch entgegen meiner Infos (zugegeben aus zweiter Hand von Mitte Februar) die Planung des Anhebens noch nicht berücksichtigt oder noch nicht fertig ist. Die von mir genannten notwendigen Randbedingungen für die Planung sind aber vorhanden.


    Aber wenn wirklich jetzt noch diese Aussage von Mirko Froß aktuell ist und nicht nur aus der Meldung vom Februar "kopiert" wurde dann ist es wie du geschrieben hast und meine Informationen waren irreführend. Genauere Infos werde ich da aber auch nicht bekommen. Mal sehen was dazu noch veröffentlicht wird.


    Viele Grüße,
    Danilo

  • Hallo,


    laut SZ vom 19.03. ist der letzte Planungsauftrag vergeben und es folgt eine europaweite Ausschreibung der Bauleistungen. Das Verfahren inkl. einzuhaltender Fristen kostet noch eine ganze Menge Zeit. Da habe ich leichte Bedenken bei der Einhaltung des Zeitplanes.


    Viele Grüße aus Kreischa.

    S.Z.

  • Hallo Schmalspursachse und Danilo,


    diese Bedenken zum Zeitplan hatte ich ja schon Anfang Februar geäußert, aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder und die Bauarbeiten starten plötzlich und mit Volldampf. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.


    Was die Brücke in Obercarsdorf und den Hochwasserschutz betrifft, zeigt dies, wie unwichtig ein durchgängiger Betrieb nach Kipsdorf zu sein scheint. Wird dann jedesmal, wenn Hochwasser droht, die Brücke ausgebaut? Und wenn dies plötzlich kommt und kein Kran kurzfristig verfügbar ist? Mir ist rätselhaft, wie das gehen soll.


    Gruß Eckhard

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo Eckhard,


    ich war aber davon ausgegangen, daß die Ausschreibung schon läuft.
    Wir denken aber positiv und freuen uns auf eine Fahrt nach Kipsdorf in der Weihnachtszeit.
    Ich meine natürlich im Jahr 2015.


    Viele Grüße aus Kreischa.

    S.Z.

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Danilo Pietzsch


    Die Brücke grenzt an private Grundstücke und eben die beiden Straßen mit den Bahnübergängen. Die Pfeiler hätte man zwar theoretisch nach außen versetzen können, aber die gesamte weitere Verbreiterung des Wasserlaufs wäre dort am Platzproblem gescheitert, denn man hätte dann auch eine neue längere Brückenkonstruktion bauen oder gar die Trasse verschieben müssen.


    ich habe ja immer gedacht, dass die ehemalige Rathsmühlenbrücke aus Dipps, die auch in Obercarsdorf liegt, eingebaut wird. Auf der linken Flussseite wäre eine Verbreiterung aufgrund der dort befindlichen Gemeindestraße und der angrenzenden Grundstücke problematisch. Auf der anderen Seite gehört die Wiese zwischen Straße und Bahn zum gegenüberliegenden Grundstück auf der anderen Straßenseite. Die Eigentümer haben sich schon vor Jahren dagegen verwehrt, die Straße darüber zu legen als die Straßenbrücke neu gebaut wurde. Damals war eine Brücke für Straße und Bahn im Gespräch, wie in Ulberndorf. Die Straße wäre sogar vom Wohnhaus weg gerückt und hätte begradigt werden können. Der Eigentümer hat dies damals wohl abgelehnt, obwohl er eigentlich nur Vorteile davon gehabt hätte. Warum ist unbekannt.


    Wegen der Brücke in Buschmühle mache ich mir wenig sorgen. In der Nähe werden keine Medien o.ä. liegen. Die Lager bauen dauert nicht länger als sechs Wochen, parallel dazu die Sanierung des Überbaus. Also kein Problem das in 1-2 Monaten über die Bühne zu bekommen. Wenn im Juni Baubeginn ist, dann kann im August das Gleis gelegt werden...


    Viele Grüße aus dem Erzgebirge


    Sascha