Aufarbeitung der Jung Hilax 8293 (1938) bei der Waldeisenbahn Muskau

  • Hallo Sven

    Ich war schon erstaunt, wie wenig Wasser , die Kleine verbraucht hat, als sie mit Schlauch betankt wurde. Oder seh ich da Was falsch ?

    Max

    Mahlzeit Max,

    nein das hast du richtig beobachtet, die Maschine ist sehr sparsam im Dampf- und damit Wasserverbrauch. Auf den 7 km von Weißwasser nach Bad Muskau wurden etwa 200 L Wasser verbraucht. Das dürfte etwas weniger als bei der Brigadelok sein. Man käme mit einem vollen Rahmenwasserkasten (800 L) problemlos die komplette Strecke hin und zurück. Um den Injektoren jedoch immer ausreichend kühles Wasser zur Verfügung zu stellen, wird jedoch sowohl in Muskau als auch in Weißwasser Wasser genommen.

    Hier nimmt die Maschine am 03.04.26 in Bad Muskau Wasser.

    Gruß Sven

  • Mahlzeit!

    Kurz vor Ostern waren alle Voraussetzungen erfüllt, das die JUNG 8293 in den Planeinsatz gehen konnte. Daher machte ich mich am Karfreitag auf den Weg nach Weißwasser.


    Bei meiner Ankunft war die Maschine gerade am Kohlebansen frisch mit Brennstoff versorgt worden.


    Kurze Zeit später setzte die Hilax an der Bahnhofsausfahrt um.


    Kaum hatte die Lok an den Zug gesetzt, wurde sie schon von neugierigen Blicken begutachtet.


    Blick in den Führerstand mit der frisch angeschriebenen Kesseluntersuchung.


    Ich hab mich sehr gefreut, das Jung 8293 nun endlich in den Betrieb geht. Am 22.03.2008 hatte ich zusammen mit Matthias mit den allerersten Arbeiten an der Maschine begonnen.


    Auf dem Weg nach Bad Muskau wurde außerplanmäßig in Weißwasser Ost gekreuzt.


    Der Gegenzug mit 99 3315 musste nach einem Schaden von der Ns 3 abgeschleppt werden. Jung 8293 war nun die letzte einsatzfähige Dampflokomotive der WEM.


    Der Zug hat die Baierweiche erreicht.


    An der früheren Lippertweiche befährt der Zug das erst kürzlich sanierte Streckengleis.


    In Bad Muskau angekommen wurden die Wasservorräte ergänzt. Dies geschah behelfsmäßig mit den Mülleimern aus dem Zug, da der nötige Wasserschlauch noch auf der ausgefallenen Brigadelok lag. Die Maschine zeichnet sich durch ausgesprochene Sparsamkeit aus, so das keine 200 L ergänzt werden mussten.


    Beim Umsetzen an der Bahnhofsausfahrt.


    Zurück am Zug wird sich für die Bergfahrt stark gemacht.


    Ortswechsel: Am sog. Indianerdorf begegnen wir dem Zug nach Kromlau.


    Auch rückwärts hat die Maschine mit dem 6-Wagen-Zug in der Steigung leichtes Spiel.


    Ein paar Minuten später rollt der Zug wieder in Richtung Weißwasser.


    Etwas später ist die JUNG 8293 an der Goraweiche in Richtung Bad Muskau unterwegs.


    Hier zweigte einst die Strecke nach Köbeln ab.


    Im Gefälle vor der früheren Bahnhofseinfahrt von Bad Muskau kommt uns der Zug entgegen.


    Nach dem Umsetzen wartet das Personal auf die Abfahrtszeit.


    Am Weißen Haus vorbei geht es bergwärts.


    Mit weit eingezogener Steuerung marschiert die Maschine vorbei.


    Einfahrt in den Bahnhof Krauschwitz/Baierweiche.


    Am Umspannwerk wird die letzte Steigung in Richtung Weißwasser gemeistert.


    Am alten Lokschuppen in Weißwasser wird die Maschine restauriert.


    Ausschlacken und Lösche ziehen.


    Das Personal war sichtlich zufrieden mit der Maschine.


    In der Zwischenzeit war die Brigadelok repariert und wurde gerade wieder angeheizt, als die Hilax ihren Feierabend genießt.

    Nach dem erfolgreichen ersten Einsatztag im Planbetrieb war die Maschine noch bis Ostermontag im Einsatz. Dazu mehr im nächsten Bericht.

    Gruß Sven

  • Mahlzeit!

    Nun folgt, wie angekündigt, der zweite Teil des Bildberichtes vom Einsatz der JUNG 8293 beim Osterdampf bei der Waldeisenbahn Muskau. Die Bilder stammen vom Sonntag, den 05.April.

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    Bei meiner Ankunft am Bahnsteig waren die beiden ersten Züge des Tages bereits mit ihren Lokomotiven bespannt. 99 3315 übernahm den ersten Zug nach Bad Muskau, während JUNG 8293 vor dem Kromlauer Zug am Bahnsteig 2 wartete.

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    Das Lokpersonal der Hilax widmete sich noch etwas der Lokpflege.

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    Ausfahrt des Zuges aus dem Bahnhof Weißwasser/Teichstraße. Im Gegensatz zu den vorangegangen Tagen waren die Züge am Sonntag recht gut besetzt.

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    Zwischen der Ausweiche Brikettfabrik und dem Gablenzer Weg ist noch unsanierter Oberbau vorhanden. Die Schwellenoberkante ist hier noch niveaugleich mit dem Waldboden. Auf den bereits sanierten Abschnitten liegt die Bettung um einiges höher.

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    Wir begegnem dem Zug auf der Rückfahrt im Gefälle vor Kromlau wieder bei bestem Frühlingswetter.

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    Auch hier ist noch unsanierter Oberbau vorhanden, was ein harmonisches Bild möglich macht.

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    In Höhe der Einfahrt in die Ausweiche Brikettfabrik sind die Auswirkungen der Gleissanierungen sichtbar. Die neue Weiche ist auf Kunststoffschwellen aufgebaut, das Streckengleis liegt auf Betonschwellen. Das Überholungsgleis ist noch nicht wieder angebunden, die kalte Winterwitterung hatte die Arbeiten beeinträchtigt.

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    Einfahrt des Zuges aus Richtung Kromlau an am Gleisdreieck am Museumsbahnshofs Anlage Mitte.

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    Lokführer Jan beobachtet die Einfahrt des Zuges aus Bad Muskau vom Führerstand der Hilax.

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    Während die 99 3315 nach dem Umsetzen in Weißwasser die Fahrt nach Kromlau fortsetzt, passiert hier JUNG 8293 mit ihrem Zug den Bahnübergang an der Bahnhofsausfahrt.
    Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wird der BÜ zukünftig auch eine technische Sicherung erhalten.

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    Einfahrt in den Bahnhof Bad Muskau.

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    Es folgt das obligatorische Wassernehmen am Bahnsteigende. Auch wird das Triebwerk nachgesehen.

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    Kleine Verschnaufpause für den Lokführer.

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    Bevor es weiter geht, werden die Dochtschmiergefäße der Kolben- und Schieberstangen nachgesehen. Während dieser ersten Einsatztage wurde besonders auf die Funktion der Schmiereinrichtungen und den Ölverbrauch geachtet. Es galt wichtige Erfahrungen zu sammeln, die im Nachgang noch ausgewertet werden sollen. Je nach Ergebnis werden sicherlich einige Schmierstellen noch modifiziert, d.h. die Anzahl der Schmierdochte oder der Schmiernadeldurchmesser angepasst.

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    Nach dem Umsetzen bereitet Heizer Marian das Feuer für die anstehende Bergfahrt vor.

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    Am Weißen Haus ist das Feuer gut durchgebrannt.

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    Die Muskauer Strecke ist bereits bis zur Bahnhofseinfahrt saniert. Der Bahnübergang ist noch nicht ganz fertiggestellt und nur provisorisch befahrbar gemacht.

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    Mit dem kurzen Zug haben Maschine und Personal keine Mühe. Nach den ersten Betriebstagen wird besser nachvollziehbar, warum man im Steinbruch bis zur Betriebseinstellung mit der JUNG gefahren ist. Nach der Verschrottung der 80 PS Krauss-Maffei Bn2t Fabr.-Nr. 15565/1935 "Büffel" war die Hilax die leistungsstärkste Dampflok bei der Carl Halbach K.G.

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    Lokführer Jan hat die JUNG auf jeden Fall überzeugt!

    In den 4 Ostertagen hat die Maschine rund 300 km absolviert und einige Freunde unter den Personalen gefunden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, es hat sich einmal mehr ausgezahlt insbesondere auch im Triebwerk den ein oder anderen zusätzlichen Arbeitsschritt zu investieren. Was ich von Außen beobachten konnte, ist das die Maschine mit 6 Wagen weit von ihrer Grenzlast entfernt ist und für einen B-Kuppler ganz annehmbare Laufeigenschaften hat. Lz läuft sie natürlich nicht so ruhig, mit etwas Last am Haken beruhigt sie sich jedoch. Die sichtbar gebliebenen Betriebsspuren waren in zahlreichen Gesprächen mit Fahrgästen ein Einstieg in interessante Gespräche.

    Hier gibt es noch ein paar bewegte Bilder vom Einsatz am Ostersonntag.

    Zu den Erfahrungen im Einsatz wird Marian sicherlich noch etwas schreiben. Es wird sicherlich noch die ein oder andere Verbesserung möglich sein.

    Gruß Sven

  • Hallo,

    vielen Dank für die tollen Bilder von den Osterfahrten!!! Außerdem wünsche ich Euch vom Projekt Hilax noch viele schöne Erlebnisse mit der Hilax(Schönheit).

    Gruß Gerhard.

  • Hallo Hinnerk,

    die Fahne gehört zur Ausstattung der Lok bei der WEM und wird regelmäßig für das Sichern von Bahnübergängen benötigt. Das haben die anderen Loks auch. Die Halterung müsste auch schon früher dran gewesen sein, auch in Bernbruch gab es BÜs. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Mahlzeit Hinnerk,

    Die Halterung müsste auch schon früher dran gewesen sein, auch in Bernbruch gab es BÜs.

    Richtig, der Halter war bereits in der Steinbruchzeit vorhanden, da eine öffendliche Straße mitten durch das Werksgelände führt und mehrfach von der Feldbahn gekreuzt wurde.

    Auf diesem Bild vom 1971 ist der Halter noch auf der Heizerseite angebracht, kurze Zeit später wechselte er dann auf der Lokführerseite, wo er heute auch zu finden ist. (Foto: G.Paul, Slg. Schlenkrich)

    In den letzten Betriebsjahren wurde jedoch keine Flagge mehr verwendet, da man eine Lichtsignalanlage zur BÜ-Sicherung installiert hattem, die von der Lok aus mittels Seilzugschalter bedient wurde.

    Gruß Sven

  • Hallo "Jung-Hilax-Freunde",

    seit wann hat denn die Maschine die "Beulen" in den Wasserkästen? Für eine frisch hauptuntersuchte Lok sieht das schon merkwürdig aus ...

    Grüße!

    Lutz Friedrich

    Kreisbahndirecteur


    PKML - Mitglied Nr. 47

    Schmalspur im Nordwesten Brandenburgs: POLLO - Brandenburgs einzigartige Schmalspurbahn,

    2026 - Frühjahrs-Schmalspurdampf von Himmelfahrt - Pfingsten - http://www.pollo.de/

    Meine Vereine:

    http://www.pollo.de - Spendenaufruf für vereinseigene Dampflok 99 4644 bitte beachten!

    http://www.arge-s.de/

  • Hallo,

    seit wann hat denn die Maschine die "Beulen" in den Wasserkästen?

    das steht ein paar Beiträge weiter oben und auch irgendwo weiter vorn hier im Thread.

    Die sichtbar gebliebenen Betriebsspuren waren in zahlreichen Gesprächen mit Fahrgästen ein Einstieg in interessante Gespräche.

    Man hat bestimmte "Macken" bei der Aufarbeitung bewusst belassen um die Lok im Betriebszustand und nicht "neuwertig" zu präsentieren.

    Gruß Michael

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  • Hallo,

    ja, hatte ich wohl überlesen und nochmal JA, dann ergeben auch die Macken Sinn.

    Danke euch!

    Grüße von der sonnigen Terrasse!

    Lutz Friedrich

    Kreisbahndirecteur


    PKML - Mitglied Nr. 47

    Schmalspur im Nordwesten Brandenburgs: POLLO - Brandenburgs einzigartige Schmalspurbahn,

    2026 - Frühjahrs-Schmalspurdampf von Himmelfahrt - Pfingsten - http://www.pollo.de/

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