[?] Oberbau bei sächsischen Schmalspurbahnen

  • Moin Thomas,


    großartige Erklärung zur Entwicklung! Scheint so als wenn meine erste Einschätzung daneben lag und ich tatsächlich noch mal das Gleissystem für mein Projekt (Zittau 60er-80er) überdenken muss, war wohl nix mit der Einheitlichkeit…


    Beim Betrachten alter Dias und Forenbeiträge sind mir allerdings an verschiedenen Stellen (vermeintlich) K49-Oberbauten auf Holzschwellen um 1978 aufgefallen (Oybin '78, Zittau '78, Bertsdorf '80).


    Habe sogar noch ein Bild gefunden, auf dem unten rechts ein Schienenstoß direkt auf einer Schwelle bei K49 mit Holzschwelle liegt - 1980 bei Oybin.


    Der Spagat den ich versuche ist ein Gleissystem zu entwickeln, mit dem sich möglichst viele Anwendungsfälle (Strecken) abdecken lassen.
    Mit dem K49 deckt das die meisten heutigen 750mm (Museums-)Bahnen ab. Auch die 30/40er erscheinen mir noch relativ konsistent. Alles dazwischen fällt vermutlich ehr in die Kategorie "gelebte Praxis" oder "Ausnahmen bestätigen die Regel"…


    Cheers
    Sachsenbahner


  • ...


    Und jetzt kommen wir zum Ausgangspunkt zurück. Nachdem klar war, das einige Schmalspurbahnen erhalten werden sollten hat die DR ab ca 1980 einen Schmalspuroberbau auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Schiene S49 neu entwickelt und zugelassen. Damit waren erstmalig auch wieder Schmalspurweichen lieferbar. Bei diesem Oberbau handelt es sich um den von dir angesprochenen K49 auf Holzschwellen. Es gab also ab ca 1981 den allerersten Holzschwellenoberbau Bauart K49 mit Rippenunterlagsplatten und Klemmplatten für 750mm inklusive der dazugehörigen Einfachen Weichen auf Holz.
    ...

    Hallo Thomas,


    zunächst einmal auch von mir vielen Dank für die umfangreichen und detaillierten Erläuterungen. Zwei kleine Ergänzungen dazu von mir: die in den 80er Jahren entstandenen S49-Weichen hatten überwiegend Stahlschwellen. Und: es gab auch S33 auf Holzschwellen, wenn vielleicht auch nicht in den von dir genannten Vorschriften. Möglicherweise ist das, was auf Sachsenbahners Bildern aus Zittau von 1980 zu sehen ist (es ist eindeutig erkennbar, dass es sich um K-Oberbau auf Holzschwellen handelt) nämlich gar nicht K49, sondern K33!


    Es grüßt
    Blüm

  • Hallo,


    schon länger beschäftigt mich die Frage, ob es heute in Deutschland noch in Betrieb befindliche Gleise gibt, bei welchen die Schienen mit Schwellennägeln befestigt sind. Hier eine Aufnahme vom 3. Mai 2016 aus Łęczyca, Strecke Krośniewice – Ozorków.



    Gruß


    Fahrkartensammler

  • Wenn auch etwas schmaler in der Spur, gibt es doch in Sachsen in den aktuellen Grenzen noch ein Oberbau-Eldorado, wo es noch Planverkehr gibt.




    Dies ist nur ein Beispiel von dieser Bahn.


    VG Gerd

  • Hallo, zum Oberbau werde ich aus der Oberbaurichtlinie für Schmalspurbahnen noch was raussuchen. Ich bin momentan auf der Suche nach einem Weichenlageplan der EW Va-100-1:7 Gz (Hh) um Bezeichnungen von Kleineisen herauszufinden. Wer kann mir da helfen? Es geht um die Beschaffung von Teilen zur Aufarbeitung der Weichen im Bf Oberrittersgrün.

  • Hallo Bf Kirchberg,


    So eine Weiche ist mir nicht bekannt. Vielleicht hast du dich mit dem Profil geirrt. Und was heißt Hh??? Meinst du etwa H oder doch E? Eine derartige Weiche gibt es nur mit Stahlschwellen und einem Profil 6d (S33) in 750mm Spur.

    Gruß Daniel


    37235344pa.jpg

  • Hallo Daniel,


    es war ein Schreibfehler, richtig ist die Bezeichnung EW Va-65-1:7 Gz (H), also eine typische sächsische Weiche (RBD Dresden) nach Blatt 955a . Dazu gehören die Ausführungszeichnungen

    - Zungenvorrichtung K, Va , Blatt 32 888

    - Einfaches Herzstück 1 : 7, Blatt 962b

    - Zwangsschienen Form Va, Blatt 961a

    Ich habe da nur ein Fragment, auf dem die Angaben stehen, leider keine Zeichnungen dazu.


    Ansonsten noch im Anhang die Anlagen zur Obri-Smb, Ausgabe 1992 DR - A 3802. Die Obri-Smb ist im Datenvolumen zu groß, hier muss ich die Menge noch reduzieren.


    Gruß Achim