[HU] Kurzbesuch in Balatonfenyves (11. November 2017)

  • Hallo,


    von einem ungarischen Bahnfreund aus Budapest habe ich die Info bekommen, dass derzeit Mk48 2013 und die Mk48 2022 in Balatonfenyves betriebsfähig sind. Beide Lokomotiven konnten in den Sommermonaten im Einsatz gesichtet werden. Die Mk48 2022 kommt allerdings deutlich häufiger zum Einsatz. Spekulativ handelt es sich hierbei vielleicht um eine Vorliebe des Personals.


    Freundlichen Gruß, René

  • Moin,


    noch ein Nachtrag von Donnerstag:



    C-50 5713 am Donnerstag Nachmittag als Zug 30846 abfahrbereit in Balatonfenyves GV. Der Kohleofen lief und sorgte für eine angenehme Atmosphäre :zwink:


    Grüße Peter

  • Hallo Peter,


    da zeigst Du aber ein stimmungsvolles Bild aus Balatonfenyves. Es muss ja keineswegs immer Sonne sein. Mit solchen Aufnahmen kannst Du zumindest mich gerne weiter erfreuen. :wink:


    Viele Grüße, René

  • Guten Morgen,


    auch ich mag besonders Fotos mit "Wetter". :ok:
    Aber was mich schon länger interessiert: Kann vielleicht jemand sagen, was " - fenyves" in etwa bedeutet, u. wie es ausgesprochen wird?


    Beste Grüße


    Holger

  • Hallo,


    "fenyes" bedeutet hell. Ausgesprochen (mal sehn, ob das mit der Lautschrift noch klappt)
    fenjesch (bitte alles kurz sprechen) denn fény, gesprochen fe:nj, bedeutet dann Licht


    Gruß aus Debrecen, wo an diesem Wochenende wunderbares Weihnachtsmarktwetter war


  • Hallo,


    ein paar Zeilen zur Geschichte von Balatonfenyves und zur Namensgebung:


    Balatonfenyves zählt zu den jüngeren Gemeinden am See und seine Geschichte hängt eng mit dem moorigen und sumpfigen Naturgebiet des Nagybereks zusammen. Das heutige Gebiet gehörte zum Seebett und dem Überschwemmungsgebiet. Es war entweder mit Wasser bedeckt oder es herrschten Sumpf und Moor vor, wenn sich zu niederschlagsarmen Zeiten das Wasser zurückzog. Kein richtiger Weg führte in diese Welt, die Bevölkerung war von der Außenwelt abgeschirmt, lebte vom Fischfang und betrieb Viehzucht. Am Ende des 19. Jahrhunderts hat man einen Teil des Sumpfes entwässert, den Boden gewalzt und dann gepflügt. Waldstreifen wurden angepflanzt, um zu verhindern, dass der Boden vom Wind weggetragen wird. Der Boden eignete sich auch nach der Entwässerung nicht besonders zur Bewirtschaftung. So ist die Gegend in ihrer ursprünglichen Schönheit erhalten geblieben. Auf dem sandigen Abschnitt zwischen Fonyód und Balatonmáriafürdő hat man Weintrauben angebaut, weil die Filoxerakrankheit, die zuvor die Weinfelder angefallen hatte, auf sandigem Boden nicht lebensfähig ist. Somit begann die Zeitrechnung für Balatonfenyves im Jahre 1896 mit der ersten Weinlese auf den neuen Weinfeldern, die unter Anleitung von Graf Széchenyi Imre nach der katastrophalen Zerstörung sämtlicher Weinstöcke im historischen Balatoner Weinanbaugebiet durch die Phylloxeridae, die Reblaus, angelegt worden waren. Die ersten Einwohner der Gemeinde waren somit Weinbauern, denn die neuen Parzellen wurden an die Winzer verkauft, deren Weinfelder zuvor von der Filoxera vernichtet worden waren. Außer Wein pflanzte man wie schon erwähnt auch Nadelbäume an: Fichten, Schwarzkiefern und Tannen. Die Ortschaft erhielt ihren heutigen Namen in 1912 von den Tannen, und bedeutet soviel wie Tannenwald am Balaton. (Feny = Tanne)


    Viele Grüße, René