Betrieb der Müglitztalbahn

  • Wie heute zu erfahren ist, wird an der Notvergabe bis Ende dieser Woche eine Entscheidung zu erwarten sein.

    DB Regio schmeißt sich wohl kräftig ins Zeug, aber auch MRB und Länderbahn buhlen um den Zuschlag.

    Alphatrains hat zumindest der Presse erklärt, dass alle 15 Desiros in Sachsen verbleiben und dem neuen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können.


    Auch die Städtebahn mit ihrem Insolvenzverwalter will wieder im rennen sein.

    Wobei dieser Herr Sewerin mir nicht ganz vertrauensvoll rüberkommt und sich alles nach der Polemik derb alten Geschäftsführung anhört. Schuld sind immer die Anderen, diesmal Alphatrains, welche sich derzeit scheuen, dem insolventen unternehmen die Triebwagen zu verleihen.

    Bin mal gespannt, wie es weitergeht,.

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Klingt ja recht positiv....


    Eine Notvergabe an den Insolvenzverwalter der Städtebahn dürfte für alle Beteiligten die schlechteste weil komplizierteste Lösung des Insolvenzrechts wegen sein. Als Insolvenzverwalter muss man sich das auch nicht ans Bein binden.


    Einen der anderen 3 Player halte ich für wahrscheinlich.


    VG Gerd

  • Naja, der Insolvenzverwalter hat ja die Aufgabe, einen Weiterbetrieb des Unternehmens auszuloten. Daher muss er dran bleiben, auch wenn die Chancen auf erneute Vergabe an die Städtebahn gering sein dürften.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Schon aus Bonitätsgründen sind die Partner eines solchen Unternehmens recht zögerlich, heißt also, alle Leistungen nur gegen Bares oder Vorkasse. Probleme, die es bei den anderen Unternehmen nicht gibt.


    VG Gerd

  • Eine gute Lösung durch den Insolvenzverwalter, den betrieb kurzfristig wieder aufzunehmen, bis dieser dann in die Notvergabe inkl. Personal und Fahrzeuge einfließen kann. Komischer Hickhack um die Werkstatt in Ottendorf O. , diese Sewerins Brüder erscheinen einem doch recht undurchsichtig. Die Werkstatt gehört nämlich nicht zur Insolvenzmasse und gehört immer noch einem der Brüder, allerdings wurde das Personal entlassen. Ich hoffe nur nicht, dass der Besitzer der Werkstatt jetzt hoch pokert und dann noch eine Menge Kohle bekommt...

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo

    Wer offensichtlich einen Betrieb so gegen die Wand gefahren hat , dürfte keinen neuen Versuch bekommen , da muss der Freistaat einschreiten , es sind auch wohl Fördergelder geflossen. Zur Zeit geeignetes Personal zu finden ist zwar schwer , aber es wäre ehrlicher sich mehr Zeit zu gönnen und in der Übergangszeit den Verkehr in einem Rumpfangebot mit Buszubringer abzuwickeln , vielleicht durch

    DB Regio , sofern die überhaupt personell können und wollen . Das müsste alles vertraglich geklärt werden, man muss halt auch mal.über den Tellerrand rausschauen und alte Vorbehalte ausser Acht lassen . Ich wünsche den.Fahrgästen eine baldige verlässliche Betriebsaufnahme mit neuen Mut und Kräften .


    Glück auf

    Armin Ahlsdorf :thumbup:

  • Der sächsische Verkehrsminister Dulig (SPD) hat dem VVO aber auch einen Rat mitgegeben:


    „Durch das besonnene und nicht-öffentliche Handeln der Zuständigen, in dem Fall des VVO und des Insolvenzverwalters der Städtebahn Sachsen GmbH, konnte eine Lösung für die vielen Kundinnen und Kunden sowie die betroffen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtebahn gefunden werden, welche von der Insolvenz des Unternehmens betroffen sind.


    Dass die Züge schon bald wieder rollen, war von Beginn an mein großes Ziel. Darauf haben wir vom ersten Tag an mit dem VVO und Insolvenzverwalter Stephan Laubereau in vielen Gesprächen hingearbeitet. Ich bin froh, dass es uns jetzt gelungen ist. Mein Dank geht an alle Beteiligten für die konstruktive, zielführende und letztendlich erfolgreiche Zusammenarbeit.


    Bei Ausschreibungen für Nahverkehrsleistungen müssen die zuständigen Verkehrsbetriebe, Städte und Kreise immer bedenken: Was man bestellt, bekommt man auch. Und wer billig bestellt, geht Risiken ein - ob dies dann veraltetes Wagenmaterial ist oder eben eine Firma, die später finanziell Probleme bekommen kann.


    Daher haben wir seitens des SMWA in der Regierung immer ein Vergabegesetz gefordert, welches tarifliche und soziale Standards festschreibt. Im Schienen-Nahverkehr wäre dieses künftig jedoch nur durchzusetzen, wenn wir eine Landesverkehrsgesellschaft bekommen. Der Freistaat, als dann Verantwortlicher, könnte so selbst im Sinne der Kunden und Beschäftigten die Bedingungen für den Bahnverkehr definieren.“


    Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/227475

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hi Armin, das ist nur eine Übergangslösung, die besser ist als SEV (wenn die Züge fahren). Die Notvergabe soll in einigen Wochen abgeschlossen sein, dann ist die Städtebahn raus.

    Viele Grüße,
    Eckhard