Dampfloks mit Öko-Befeuerung

  • Hallo zusammen: auf Grund der derzeitigen Hitze (wir können das Haus grad nicht verlassen) habe ich mal eine Frage:
    Wie verhält sich der Kohleverbrauch im Sommer...ist der signifikant geringer, oder macht das dann doch keinen so großen Unterschied? Das ist eine ernst gemeinte Frage, da ich darüber noch nie etwas gelesen habe....


    Liebe Grüße,
    Lenni

  • Hallo Lenni,


    theoretisch müsste der Verbrauch geringer sein, denn die notwendige Energie zum Erwärmen des Wassers hängt von der zu überwindenden Temperaturdifferenz ab (W = m ⋅ c ⋅ Δ T). Ob das im echten Leben tatsächlich so ist, müssen die Dampfeisenbahner bestätigen.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Tatsächlich kommt ja dann noch die Sonneneinstrahlung auf die schwarze Farbe hinzu und die Wärmeableitung zu den übrigen Teilen sollte deutlich geringer sein. Und der Weg zu den Zylindern wird natürlich auch efizienter.....mal schaune, was der HEizer dazu sagt;))...wobei der im Sommer vermutlich auch nicht weniger schwitzt...

  • Die Frage ist aber auch, ob sich der Wirkungsgrad der Dampfmaschine bei hohen Außentemperaturen verändert. Thermodynamik hat ja oft was mit Druck- und Temperaturdifferenzen zu tun. Bin sehr gespannt auf die Antworten der Fachleute!

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Stimmt...vielleicht ist auch die Verbrennung schlechter, da die Kaminwirkung schlechter sein müsste. Fragen über Fragen;)

  • Hallo Lenni,


    theoretisch müsste der Verbrauch geringer sein, denn die notwendige Energie zum Erwärmen des Wassers hängt von der zu überwindenden Temperaturdifferenz ab (W = m ⋅ c ⋅ Δ T). Ob das im echten Leben tatsächlich so ist, müssen die Dampfeisenbahner bestätigen.

    Da das Wasser aus der Leitung immer ungefähr die gleiche Temperatur von etwa 8 Grad hat, fällt dieser Unterschied eher kaum ins Gewicht, zusätzlicher Verbrauch durch die Heizung im Winter erhöht Kohle- und Wasserverbrauch, wie auch zusätzliche Wagen am Zug. Ansonsten schlingt der Kohlenkasten wohl immer die gleiche Menge in sich hinein, wie man zB. in Hainsberg regelmäßig beim Bekohlen beobachten kann.


    VG Gerd

  • Hallo Gerd, die Frage ist, ob die Umgebung und die Sonne das Wasser im Kessel und in den Wasserkästen erwärmen, so dass weniger geheizt werden muss.


    Und mein Auto nimmt auch immer die gleiche Menge Sprit, wenn der Tank leer ist. Die Frage ist, ob der Kohlenkasten bei Hitze langsamer leer wird.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • ... ich würde vermuten, dass der Wirkungsgrad im Winter besser ist.
    Eine thermodynamische Maschine funktioniert durch den Temperaturunterschied zwischen einem warmen (Kessel) und einem kalten Reservoir (Außenluft).
    Als Gedankenexperiment: Eine Dampfmaschine in einer mehreren Hundert Grad heißen Umgebung kann nicht funktionieren.

    5904


  • Das stimmt, da braucht man dann aber auch nicht mehr zu heizen;)))
    Ich vermute, dass Du Recht hast Matthias. Der Wirkungsgrad ist sicher besser im Hinblick auf die Dampfdehnung, aber in diesem Falle muss man den Wirkungsgrad ja von der Kohle bis zur Arbeit betrachten. Da kommen natürlich seeeeehr vile Dinge zusammen: z.B. ist der Sauerstoffgehalt in der Luft bestimmt unterschiedlich und der Wassergehalt erst Recht, da dadurch wird die Kohle sicher anders verbrennen.
    Ich glaube, da muss wirklich ein Heizer her oder man schaut sich die Kohlenlieferungen in den Abrechnungen der Eisenbahnen an.....das könnte auch Aufschluss geben.

  • Tatsächlich kommt ja dann noch die Sonneneinstrahlung auf die schwarze Farbe hinzu und die Wärmeableitung zu den übrigen Teilen sollte deutlich geringer sein. Und der Weg zu den Zylindern wird natürlich auch efizienter.....mal schaune, was der HEizer dazu sagt;))...wobei der im Sommer vermutlich auch nicht weniger schwitzt...

    Ich würde mal behaupten, das die schwarze Farbe relativ egal ist, da der Kessel unter der schwarzen Verkleidung seine Isolierung hat.


    Gruß Michael