Unterwegs auf Harzer Gleisen (2)


  • Hallo René,


    da musst Du aber noch etwas Geduld haben. Ich möchte regional nicht zu sehr springen und zur Zeit sind wir ja in Sachsen unterwegs. Der Harz ist aber auf jeden Fall gebongt und zwar sowohl das Selketal, als auch die Harzquerbahn.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim,


    ich gedulde mich gerne, darf ich doch einen fundierten Bericht erwarten. Wobei ja im heutigen Bundesland Anhalt auch Sachsen mit drin ist. Wernigerode gehörte unter den Fürsten zu Stolberg-Wernigerode zur preußischen Provinz Sachsen. Insofern kannst Du gleich mit der Harzquerbahn fortfahren. Gernrode war Teil des Freistaates Anhalt (mit Regierungssitz in Dessau) und somit muss die Selketalbahn natürlich noch warten.


    Ein kleiner Spaß muss ja auch mal sein. :zwink:


    Viele Grüße, René

  • Guten Abend,

    ich wollte noch mal kurz ein Update bezüglich der Kombination "Harzer Wandernadel" und "HSB" machen.
    Ich habe mich mal per Email an die HSB gewandt, was man von der HSB für das Sammeln der Wanderstempel erhält, da es auf der Seite sehr ominös mit "akttraktiven HSB-Andenken" beworben wird.
    Folgende Antwort will ich hier mal rezitieren:
    "Zu Ihrer Frage welche HSB-Andenken der Teilnehmer bekommt sollten alle Stempel auf der Stempelkarte geschafft sein:

    Erwachsene:Faust-Schlüsselband, Faust-Stoffbeutel, Mephistotropfen (Kräuterlikör), Mephistoblut (Rotwein)
    Kinder:Lokpfeife für Jungen & Mädchen, Quartett Lok, Memory, Malheft

    Die Preise können aber variieren. Die Preise erhält man in den Fahrkartenausgaben der HSB."


    Solche Sachpreise hätte ich gar nicht erwartet, das könnte man sicher noch besser kommunizieren.


    Schönen Abend,
    Minfred

    Einmal editiert, zuletzt von Minfred ()

  • Hallo,


    heute ist erster Ferientag in Sachsen-Anhalt und ich hatte mit meiner Kleinen gleich Früh um 8 Uhr einen Termin in Thale. Eigentlich wollten wir im Anschluss mal mit der Schmalspurbahn fahren, aber das Wetter war kalt und trüb, es war stürmisch und da war mir dieses Ansinnen das Geld nicht wert. Wir fuhren als Alternativprogramm nach Halberstadt, was mir persönlich fast mehr in den Kram passte. Darf ich die Tour nach Halberstadt hier thematisieren? Ich denke schon, denn in Halberstadt verkehrt eine Straßenbahn auf schmaler Spur, die Stadt ist Kreisstadt vom Landkreis Harz und somit ist die Berechtigung im Thread "Unterwegs auf Harzer Gleisen" gegeben.


    In Halberstadt stellten wir das Auto am Bahnhof ab und kauften Tagestickets für die Straßenbahn. Mit der Tram fuhren wir dann in Richtung Zentrum. An der Haltestelle "Hoher Weg" verließen wir die Straßenbahn und warteten noch auf den Triebwagen in der Gegenrichtung. Hier trifft Tw 4 als Linie 2 in der Relation Sargstedter Weg - Herbigstraße an der Haltestelle ein.



    Unser Ziel waren nun Dom und Domschatz. Mit dem Bau der gothischen Kathedrale wurde im 13. Jahrhundert als Antwort auf den Bau des Magdeburger Doms begonnen. Dabei wurden zunächst Teile des vorherigen ottonischen Doms einbezogen. Die Vollendung des gothischen Kirchenbaus ist auf das Jahr 1491 mit der Weihe datiert. Ein Jahr später sollte Kolumbus dann erst Amerika entdecken, was dieses Ereignis auf der zeitlichen Schiene anschaulich werden lässt. Einhundert Jahre nach der Vollendung wurde im Jahre 1591 die protestantische Lehre im Dom eingeführt. Das Innere des Doms bietet überwältigende Dimensionen. Da wir gleich 10 Uhr die ersten Gäste waren, empfing uns eine Stille, welche das Empfinden der Winzigkeit des Menschen in diesem Bauwerk noch zusätzlich verstärkte.



    Blick aus dem Langhaus in Richtung Lettner mit der Triumphkreuzgruppe aus dem Jahre 1220. Auch auf diesem Bild kommen die Dimensionen gut zur Geltung: Das Gefühl von Einsamkeit in der Allmacht des umgebenden Ortes.



    Warum nun kam mir dieser Ort gelegen? Er bot die Möglichkeit des Innehaltens in der hektischen Vorweihnachtszeit. Das tat meinem Kind gut und auch mir, kann man sich doch dem Konsumstress nur schwierig entziehen und ich habe derzeit zur Verstärkung dieses Eindrucks täglich mit mehr oder weniger alkoholisierten Weihnachtsmarktbesuchern zu tun, denen augenscheinlich das Empfinden für die eigentliche Bedeutung dieser Zeit abhanden gekommen ist. Das es auch Alternativen zu dieser Form der Entfremdung gibt, möchte ich meiner Tochter nur zu gerne aufzeigen.



    Nach Besuch des Doms folgte eine Besichtigung des beeindruckenden Domschatzes. Ein herausragendes Exponat ist ein riesiger Wandteppich aus dem Jahre 1150, mit Szenen aus dem Leben Abrahams und von Jesus mit seinen Jüngern. Nach über zwei Stunden verließen wir das bauliche Ensemble und uns umgab sofort wieder die Rastlosigkeit unserer heutigen Zeit. Mit der Straßenbahn fuhren wir wieder zum Bahnhof. Hier steht Tw 4 an der Haltestelle zur Fahrt als Linie 1 zum Friedhof bereit.



    Kurz darauf folgte Tw 1, welcher als Linie 2 seine Fahrt zur Herbingstraße fortsetzen wird. Das Einbiegen auf den Bahnhofsvorplatz ermöglichte diese Seitenansicht des Triebwagens.



    Vom Bahnhof fuhren wir zum Gästehaus Spiegelsberge am Tiergarten, wo wir uns das Mittagessen schmecken ließen. Vor der Rückfahrt nach Wernigerode besuchte ich noch die Enhaltestelle Klus, welche von Montag bis Freitag nicht planmäßig bedient wird. Hier fotografierte ich dieses Stillleben.



    Folgt man der Friedrich-List-Straße weiter kommt man zur Klussiedlung und zur "Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber". Demzufolge bevölkern Menschen aus aller Herren Länder den Straßenverlauf, denn viele der dort zeitweise untergebrachten Menschen laufen von der ZASt in die Stadt. In diesem Zusammenhang fällt mir der prophetische Text "Aller Herren Länder" des Poeten Heinz Rudolf Kunze ein, welcher nicht im Jahre 2015, sondern schon im Jahr 1999 entstanden ist.


    Mit diesen Zeilen wünsche ich allen Lesern eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.


    Viele Grüße, René

    2 Mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

  • Hallo,


    ich möchte ebenfalls allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Das Wetter bläst im Harz gerade Trübsal, auch als der 8925 am heutigen 24. Dezember bei seiner Fahrt zum Brocken den Bahnhof Westerntor verlässt. Ein Grund mehr, um es sich am Abend im Kreis der Familie bei Kerzenlicht schön und gemütlich zu machen.



    Nur wenige Schritte vom Bahnhof Westerntor entfernt, in Sichtweite der Werkstatt und auf der anderen Straßenseite der Ilsenburger Straße, befindet sich die St. Georgii-Kapelle, welche als kleine Wegekapelle zusammen mit dem Hospital in der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier befindet sich eine Weihnachtskrippe des Hasseröder Pilgerweges. Beim Hasseröder Pilgerweg und dem Wernigeröder Krippenweg haben sich 87 Gewerbetreibende und Institutionen der "Bunten Stadt am Harz" zusammengeschlossen, damit die Einwohner und Besucher der Stadt auf Entdeckungstour gehen können, um an den Stationen Impulse des Innehaltens finden zu können. Die Krippe an der St. Georgii-Kapelle wurde mit Bildern zweier syrischer Künstler gestaltet, denn die Weihnachtsgeschichte erzählt von Menschen, die ohne Herberge sind, so wie es eben Menschen auf der Flucht in heutiger Zeit oft ergeht oder eben wie es damals Maria und Joseph in Bethlehem erging.



    Die HSB als Unternehmen beteiligt sich leider nicht an dieser gemeinschaftlichen Aktion, um ihre Verbundenheit mit der Stadt und ihren Menschen auszudrücken.


    Doch nun genug der Worte, denn nun rücken andere Dinge in den Vordergrund, sei es nun das Krippenspiel am Nachmittag oder der Heiligabend im Kreis der Familie. Ich wünsche allen Bahnfreunden eine schöne Zeit.


    Viele Grüße, René

  • Die HSB als Unternehmen beteiligt sich leider nicht an dieser gemeinschaftlichen Aktion, um ihre Verbundenheit mit der Stadt und ihren Menschen auszudrücken.

    Auch Dir frohe UND FRIEDVOLLE Weihnachten! Vielleicht findest Du an diesen Festtagen endlich die Ruhe vor den HSB, die Du anscheinend schon so lange suchst...


    Es grüßt Niels, der kein Unternehmen kritisieren würde, das sich an solch eindeutig religiösen Traditionen nicht beteiligt.
    Es gibt nun mal Menschen, die mit diesen recht wenig anfangen können und dafür andere Traditionen pflegen und am Leben halten.


    Halt mal inne und denk darüber nach! Ich gehe derweil die Signale für den Weihnachtsmann auf Grün stellen... :ok:

  • Hallo Niels,


    danke für deine Gedanken. Ich wünsche Dir auch friedvolle Weihnachten. Zu den Hauptgesellschaftern der HSB gehört die Stadt Wernigerode und sie beteiligt sich an dieser Aktion. So steht seit Jahren (also lange vor Einrichtung des Wernigeröder Krippenweges) eine Krippe zur Weihnachtszeit direkt vor dem Rathaus auf dem Marktplatz. Hoffentlich wird die Ruhe der Besucher der Stadt, die andere Traditionen pflegen, dadurch nicht zu sehr gestört. Mir im Bimmelbahn-Forum zu empfehlen, dass ich Ruhe vor der Schmalspurbahn in der Stadt meines Zuhauses finden soll, ist eigentlich recht amüsant. Ich soll nachdenken, wenn ich Gedanken äußere, die nicht mit Deinen übereinstimmen? Übrigens wurde sogar hier im Forum in einem bestimmten Thread mehrfach eine gesegnete Weihnacht gewünscht (ohne dass Du Dich scheinbar daran störst). Von wem kommt ein Segen und haben sich eigentlich die Nutzer des Forums mit dieser Wortwahl an religiösen Traditionen beteiligt, obwohl andere Menschen wenig damit anfangen können? Fragen über Fragen. Vielleicht findest Du auch die Zeit zum Nachdenken. Du kannst aber auch nochmal im Forum thematisieren, dass Du einer der Rückkehrer bist, wie in letzter Zeit häufiger von Dir geschehen. Ich habe Dich noch gar nicht dafür gelobt, was ich hiermit natürlich unbedingt nachholen möchte.


    Viele Grüße und gesegnete Weihnachten, René :zwink:


    ... und nun zur Bescherung.

    Einmal editiert, zuletzt von rekok73 ()

  • Hallo René,


    ich kann sowohl Dich verstehen als auch Niels. Wenigstens zu Weihnachten kann man doch mal jegliche Kritik weglassen. Dafür ist doch an den restlichen 362 Tagen noch genügend Zeit. :zwink:


    Auf ein friedliches Fest! :cheers:

    Viele Grüße von Johannes

  • Hallo Johannes,


    ich habe ja allein festgestellt, dass sich die HSB im Gegensatz zu anderen öffentlichen und touristischen Institutionen der Stadt nicht an der Aktion beteiligt. Leider hat Niels dann wieder mit einer provokanten Antwort reagiert, in der er mich persönlich versucht, in ein negatives Licht zu stellen, als wäre ich kein nachdenklicher Mensch. Ich kenne Niels persönlich nicht, habe auf einen von ihm ausgehenden Beitrag noch nie negativ reagiert, muss aber regelmäßig seine wenig empathischen Antworten auf meine Beiträge ertragen. Ich weiß nicht, was Niels für ein Problem (mit mir) hat. Vielleicht hätte ich mich gerade zu Weihnachten mal über einen im Tenor freundlichen Kommentar seinerseits gefreut. Aber vielleicht pflegt er eben die von ihm angedeuteten anderen Traditionen. Daran muss ich mich nach seiner Rückkehr eben wieder gewöhnen. Der Mensch ist ein "Gewohnheitstier".


    An mir soll ein friedliches Fest nicht scheitern. Ich wünsche Dir, Niels und allen anderen Usern von Herzen ein friedliches Weihnachtsfest und ein paar schöne Stunden im Kreis der Familie. Vielleicht kann Niels ja zukünftig seinen Frieden mit meinen Threads machen oder sie einfach ignorieren, wenn ihm meine Themen nicht gefallen. Das würde dem Forenfrieden ganz sicher nicht schaden. :zwink:


    Viele Grüße, René

  • Hallo René,


    nur um das noch mal klarzustellen, mein Beitrag war nicht auf Dich und Deine Kritik an den HSB bezogen sondern auf negative Bemerkungen im Forum zu Weihnachten allgemein.

    Viele Grüße von Johannes