Im Harz 1988 - 1990


  • Hallo Rainer,


    vielen herzlichen Dank für die Antworten.


    zu Bild 3: Ich vermute eigentlich auch, dass sie zum Signal schauen. Es bot sich nur irgendwie an, die Brauseflaschen zu erwähnen. Im Heizerfenster vermute ich diesen Zugführer, der sich auf dem Foto aus Alexisbad neben dem Wasserkran aufhält:



    Schon interessant, dass der Zug in Silberhütte eigentlich hätte umfahren werden müssen. Wenn ich die Bilder aus Birkenmoor und Silberhütte vergleiche, scheint man ja den gesamten Zug gebracht zu haben und 99 233 ist Lz nach Hasselfelde gefahren. Sind 7 Rollwagen für den Bf. Silberhütte denn zu lang, um umzulaufen? Oder hat man es sich einfach nur leicht gemacht?


    Ich habe viele Heizloks gesehen, fand das Prinzip der absperrbaren Einströmrohre aber nur in Halberstadt. In Dessau war ich nie, bin höchstens mal durchgefahren. Aber bei Heizloks gab es ja sooooo viele Varianten. Je unvollständiger sie waren, umso seltener habe ich sie damals auch fotografiert, was mich heute eigentlich nur ärgert.


    Schon klar, dass die Schienen in handliche Stücke geschnitten wurden. Aber solche Zaunspfähle gab es damals ja tatsächlich oft.


    Ich hätte den Zug am Bahnsteig für einen abgestellten Zugpark ohne besondere Bedeutung gehalten. Die Rollfahrzeuge gingen sicher in die Werkstatt. Beförderte dieser Pmg auch beladene Rollfahrzeuge? Wenn ja, bis wo? Gab es unterwegs Rangieraufenthalte?

    Den aufgesteckten Schluss habe ich bei dem schlechten Scan gar nicht gesehen. Vielleicht sind wir sogar mit diesem Zug gefahren. Ich weiß von diesem Tag leider kaum noch etwas.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Achim,

    die Pmg 14404 und 14407, später 8904 und 07, wurden in der Regel nur für interne Fahrzeugüberführungen wie Stoffwagen, Schadwagen und eben leere Rollwagen oder noch Ord Wagen benutzt. Und um den Straßenverkehr die möglichkeit zu geben das letzte Fahrzeug in einen Zug zu erkennen mußte der letzte Wagen eben Hochbordig sein. Bei reinen Rollwagenüberführungen wurden zusätzlich noch Stöcker auf die Rollwagen mit Flatterband aufgesteckt bevor der Hochbordwagen am Schluß kam Die hatten aber auch bis zu 10/12 leere Rollwagen dran. Ganz selten bei großen Frachtaufkommen gab man den 14407 von Wd bis Beck einen aufgerollten Normalspurwagen mit, den dann die Gz Lok dort vom Zugschluß wegsetzte.

    Was anderes war es bei den Gmp die bei Bedarf eben Frachten für Schierke/Brocken oder Hasselfelde/Stiege mitführten. Da mußte dann die Zuglok am Endbahnhof rangieren. Ob die Gleislänge in Silberhütte ausreicht weiß ich nicht da ich diese Züge da nie gefahren habe. Die haben es sich sicher nur leicht gemacht. Und da sie scheinbar dor keine Kuppelbäume killten wurden sie immer mutiger. In der Rollwagenvorschrift war genannt wie viel t geschoben werden durften. Aber da ging es ja zusätzlich noch mächtig bergan aus den Bahnhof bis hinter der Brücke.

    Die Höchstlast zwischen Stiege und Friedrichshöhe lag da bei 220 t. Ich denke die Nordhäuser nahmen auch oft mehr. Dementsprechend waren auch die Loks da zurecht. Der Zug mit den 7 Wagen hatte 280 t, den werden die da Skrupellos mit einer Lok hochgezerrt haben. Ist ja auch nicht so weit bis zum Brechpunkt bei der Ruine Selkekirche. Noch dazu mit dem Wissen das alle Dampfloks demnächst durch V-Lok abgelöst werden, und verschrottet werden. Aber öffter ist die Vorspannlok dann bis Friedrichshöhe dran geblieben, ab da durfte dann eine Lok 280 t nehmen.


    Beste Grüße Reiner

  • Hallo Rainer,


    da will ich jetzt nichts falsches behaupten. Kann natürlich gut sein, dass die 99 233 noch bis Friedrichshöhe am Zug war. Gesehen haben wir den Zug zwischen Birkenmoor (wo wir ja dann wieder per Fußmarsch zum Auto mussten) und Einfahrt Silberhütte nicht. Da die Lok ja bekanntermaßen planmäßig ab Stiege nach Hasselfelde musste, war ich jetzt nicht davon ausgegangen, dass sie der Schwesterlok noch bis Friedrichshöhe geholfen hatte.


    Viele Grüße


    Dampfachim