Kleines Stützengrüner Viadukt in H0e
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Hallo Jörg!
Vielen Dank für das Lob und die netten Worte. Es freut mich, dass meine Beiträge hilfreich für dich waren.
Ich verfüge übrigens über Kopien der Original-Baupläne, da hätte ich dir die Maße mitteilen können. Für die Stützen trifft das allerdings nur teilweise zu, da musste ich mir vieles zusammenreimen. Aber am Ende war dann aber doch vieles schlüssig. Also falls noch Fragen sind...
Dein Modell finde ich sehr gelungen!
Ich nehme an, du hast du nötigen Informationen aus den Fotos und dann daraus Zeichnungen erstellt?
Ich möchte übrigens am Wochenende endlich die endgültige Lackierung auftragen und dann alle Kompenenten zusammenbauen.
Meine Farbwahl war falsch. Ich glaube, das habe ich in meinem letzten Beitrag geschrieben. Eigentlich ist der Farbton viel heller, das dunkle ist nur Schmutz- Das wurde mir aber erst im Nachhinein klar.
Bis jetzt bin ich nicht dazu gekommen, da ich meinen IK-Güterzug umlackiere. Das werde ich dann in einem eiegen Thema präsentieren.Viel Erfolg noch!
Thomas
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Ich habe endlich die Brückenteile in einer für mich richtigen Farbe lackiert. Wie ich schon weiter oben schrieb, hat es eine Weile gedauert, bis mir endlich ein Licht bezüglich der Frage aufging, weshalb die Brücke auf manchen Fotos hell aussieht, auf anderen dunkel bzw. weshalb auf demselben Foto manche Bereiche hell und manche dunkel aussehen.
Bei dem einen ist wenig Schmutz drauf und die eigentliche Farbe zu sehen, bei dem anderen ist viel Schmutz drauf und da ist es dann dunkler. Und weil ziemlich viel Schmutz drauf war, wirkte die Brücke insgesamt dunkler.
Die jetzige Farbe hab ich nach einigen Versuchen aus 2 Teilen Tamiya XF-56 und 5 Teilen XF-2 angemischt. Größere Bereiche wollte ich leicht ausgebleicht aussehen lassen und habe 1 Teil XF-56 und 3 Teile XF-2 aufgesprüht (natürlich noch mit Verdünnung). Aber das Ausgeblichenne hätte ich mir sparen können, man sieht den Kontrast so gut wie garnicht.
Durch das Mischen einer Metallic- mit einer Nicht-Metallic-Farbe ist noch ein Hauch Metallic-Glitzer zu erkennen, aber nicht so penetrant wie sonst bei Modell-Metallicfarben.
Vorbild waren neben dem eigentlichen Vorbild auch andere Brücken, die ich so gesehen habe, während ich mit der S-Bahn gefahren bin.
Ich habe mal versucht herauszufinden, was das für ein RAL-Farbton ist. Ergebnis war, dass es für diese Bauten aus Metall keine RAL-Nummer gibt, weil das wohl nicht wirklich als Farbe behandelt wird, sondern als Korrosionschutz.
Auf dem Foto wirkt es noch sehr hell und sauber, aber das wird sich im nächsten Arbeitsschritt ändern, ganz wie beim Vorbild...

Hier als Beispiel ein Foto eine S-Bahn-Brücke, wo man auch noch die ursprüngliche Farbe erahnen kann:
Dann verschmutze ich die Teile mal, das wird ein Spaß!
Gruß
Thomas
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HalloThomas,
vielen Dank das Du uns an deinem Brückenbau teilhaben lässt, bitte Berichte weiter davon,
Gruß Basti
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Hallo Thomas,
über die Farbauswahl habe ich mir auch ein wenig Gedanken gemacht.
Ich hatte mir zwei Originale im jetzigen Zustand angeschaut: das Hüttenbachviadukt in Oberwiesenthal und die Beckerbrücke in Chemnitz. Oberwiesenthal ist heller, Chemnitz ist dunkler. Ich habe mich dann für eine etwas dunklere Variante und Tamiya-Sprays entschieden. Ich habe TS-4 (German Grey), TS-66 (Grey Kure Arsenal) und TS-67 (Grey Sasebo Arsenal) probiert und mich dann für das TS-66 - das hellste von den Dreien - entschieden. Vorher noch die Grau-Grundierung von Tamiya. Alles natürlich in mehreren dünnen Aufträgen.
Deine etwas hellere Lackierung lässt dir ja jetzt genug Spielraum für die Alterung.
Viel Spaß dabei!
Ich bin gespannt auf das Ergebnis und Bilder vom gesamten Viadukt.
Viele Grüße
Jörg
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Hallo!
Ich habe nun alle Segmente eines ersten Alterungsdurchganges unterzogen. Die Technik dafür habe ich aus dem Heft 1x1 des Anlagenbaus - Fahrzeuge altern und patinieren. Das Prinzip ist folgendes: Auf ein Modell, sagen wir mal einen Güterwagen, wird dessen Farbgebung in ausgeblichener Form aufgesprüht und dann mit Washings behandelt. Wichtig ist dabei, dass das Washing auf einem anderen Lösemittel basiert als die ausgeblichene bzw. verschmutze Farbe. Warum, wird gleich klar; In meinem Fall habe ich ja alles nochmal mit Tamiya-XF-Farben geairbrusht. Darauf kommt dann ein Washing von AK-Interactive (in meinem Fall AK-2072, Grey and blue Camouflage). Dieses Washing wird dann wieder reduziert, mit White Spirit, das ist der entsprechende Verdünner für die Washings. Da das aber ein anderes Lösemittel wie das von Tamiya ist, bleibt die Farbe darunter unangegriffen! Es wird also mit Schwämmchen und Pinsel wieder abgetupft. An manchen Stellen ist mir das zu sehr in den Ecken hängen geblieben, das habe ich dann bei weiteren Stellen versucht zu vermeiden.
Nur ein Teil des Washings bleibt zurück und erzeugt den Alterungseffekt. Das wirkt dann wie abgetrockneter Schmutz.
Da ich das noch nie zuvor an einem Bauwerk probiert habe, ist das auch gleichzeitig ein Test, wie sich das macht. Ziemlich gewagt, an einem Modell, an dem ich schon so lange baue... Aber ich bin zufrieden. Ob das nun der Königsweg ist, kann ich nicht ganz sicher sagen.
Mit Pigmenten könnte man evtl. ähnliche Effekte erzielen, aber die nehme ich lieber für mineralische und organische Untergründe, da sich alles gleichmäßiger verreibt, während die Washings fleckiger wirken.
In einem zweiten Durchgang, dann mit der Airbrush, will ich die Verschmutzung noch verstärken und gleichzeitig mehr die stärker verschmutzten Bereiche hervorheben, während die Bereiche, die beim Original geschützter waren, so bleiben sollen, wie sie jetzt sind. Diesmal dann mit dem Farbton AK-677, einem etwas helleren Ton, den ich vielleicht auch schon für den ersten Durchgang hätte nehmen sollen.
Nun aber erstmal wieder Anschauungmaterial:
Hier noch vorher/nachher:
Schönen Gruß
Thomas

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Hallo Thomas,
vielen Dank für die Erklärung, das Ergebnis sieht Fantastisch aus

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Gerne doch

Ich hoffe, meine Beiträge kommen nicht zu dick aufgetragen daher. Aber zum einen ist das für mich selbst immer eine Art Resüme und Tagebuch über das bisher gemachte. Zum anderen hoffe ich damit meine Erkenntnisse dem einen oder anderen zur Verfügung stellen und dementsprechend Denk- und Forschungsarbeit abnehmen zu können.
Schönen Gruß
Thomas
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Lieber Thomas,
keine Sorge - Zu dick auftragen ist gar nicht möglich! Das ist wundervoller Modellbau! Da will ich gerne mehr von sehen, weil es mich motiviert auch tolle Dinge zu erschaffen. Deine Tips sind da großartig und sehr willkommen. Von mir aus also jederzeit mehr!
Grüße
Marco
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Ich hatte jetzt ein sehr wichtiges aha-Erlebnis, was die Balken auf der Brücke angeht. Ist eigentlich der übernächste Schritt, aber ich hatte irgendwie Lust darauf. Bisher dachte ich, die seien alle wie Sonnenstrahlen auf das Zentrum des Kreises ausgerichtet (die Brücke liegt ja im Bogen). Also jeder in einem anderen Winkel zu den Trägern gesehen. So, wie bei einem ganz normalen Streckengleis, am Verlauf der Gleise ausgerichtet. Aber vorsicht, das stimmt nicht!
Falsch:
Eine kleine Zeichnug auf einem meiner Blätter des originalen Bauplans hat mich darauf gebracht. Dort ist für einen kleinen Abschnitt zu sehen, dass die Balken alle rechtwinklig quer zu den Trägern sind.Richtig:
Die Balken folgen immer noch dem Bogen, aber anders.
Das bedeutet natürlich, dass ich alle Löcher für die Kleineisen nochmal bohren muss, und die bei fast allen Balken an verschiedene Stellen kommen. Zuerst muss aber mal die Zeichnung stimmen, sodass trotzdem das Maß von 1500mm zwischen fast allen senkrechten Geländerstreben erreicht wird. Aber eben nur fast alle, manche sind etwas kleiner, einige größer, um dies für den Rest möglich zu machen. Ist nötig wegen Übergangängen an den Trägern, da diese ja nicht gerade aufeinander stoßen. Klingt kompliziert? Ist es auch. Das ist mir auf den Fotos schon aufgefallen, hat aber eine Weile gedauert, zu kapieren, warum das so ist.
Gut, dass ich die kleinen Bretter der Lauffläche noch nicht auf Länge gesägt habe. Die wären unterschiedlich lang geworden. So brauche ich aber, bis auf die erwähnten Ausnahmen, nur eine Länge sägen. Das wird viel Arbeit sparen.
Muss sagen, dass zu verstehen ist teilweise so kompliziert, dass ich manchmal schon die Lust daran verliere und es in Stress ausartet. Ich muss mich dann immer zusammenreißen und Pause machen. Keine Ahnung, wie die das damals ohne Computer geschafft haben. Respekt!Aber umso mehr ich mich damit beschäftige, umso mehr Fragen werden auch geklärt. Ich weiß jetzt z.B., warum auf den Foto der Laufweg manchmal 13 Balken breit ist, manchmal weniger. Der Laufweg zeigt tendenziell mehr nach innen als nach außen und ist außen deshalb meist schmaler als innen. Vermutlich sind die Balkone deshalb auch nur an der äußeren Seite, weil man sich innen vielleicht auch ohne diese in Sicherheit bringen konnte.
Ergibt das Sinn, was ich mir hier so zusammenreime, oder spricht etwas dagegen?
Schönen Gruß
Thomas
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