Betrieb der Weißeritztalbahn 2019

  • [...] Wenn der Abschnitt so schlecht war, warum wurde das nicht gleich erneuert? [...]

    Weil zum damaligen Zeitpunkt die Bauart der neuen Brücke noch nicht feststand. Es hätte auch sein können das die Schienen etwas höher über die Weißeritz hätten verlegt werden müssen, dann wäre beiderseits der Brücke eine Gleisneulage für mehrere Meter notwendig geworden.

    Ist nicht so gekommen, hätte aber sein können. Nachhaltig geplant...

    Im übrigen bin ich Diskussionen über den Sinn des Wiederaufbaues leid. Die HK - Linie ist jetzt wieder vollständig, damit hat die Region oberhalb von Dippoldiswalde wieder die Möglichkeit sich touristisch zu entwickeln. Die sächsischen Schmalspurbahnen wurden ja unter anderem auch deshalb gebaut damit sich der ländlichen Raum entwickeln kann.


    MfG RK3

  • Zitat

    Zum Gaudi quasi, denn in Kipsdorf erwartet den Touristen was?

    Irendwie hast du was gegen den Wiederaufbau, oder?

    Man wird sehen wie sich die Zukunft um Kipsdorf entwickelt, ich sehe da positive Seiten, ist eine wirklich schöne Gegend!

    Wenn es nach dir gänge wäre alles weg, ich erwähne nur die Strecke nach Frauenstein, war sehr oft dort oben der Verwandschaft wegen, und wenn diese schöne Stadt heute noch angebunden wäre, hatte man ein wirklich wunderbares Ausflugsziel.


    Aber wo möglich hatten die Herren damals die gleiche Einstellung, im warsten Sinne des Wortes wie du.


    Gruß Ronny

    Viele Grüße Ronny :huhu:

  • Vermutlich bin ich mit der alten Weißeritztalbahn mehr gefahren, als Ihr. Ich weiß, was auf der Strecke einst los war. Und ich bin nicht gegen den Wiederaufbau, sondern ich habe meine berechtigten Zweifel, ob da alles mit rechten Dingen zuging. Würde die Bahn benötigt, wäre sie sofort wieder aufgebaut worden. Nur ist es beim jetzigen Konzept mir nicht mehr möglich, meine Verwandten bei Schmiedeberg zu besuchen und innerhalb eines Tages mit dem Zug anzureisen und anzureisen. So wie früher gern praktiziert. Die Bahnen wurden nicht gebaut, damit der ländliche Raum sich entwickelte, sondern weil die in den Tälern ansässigen Unternehmen einen zuverlässig funktionierenden Transportweg benötigten. Und das hat bis 1994 funktioniert. Zum Schluss zwar nur rudimentär, aber es gab Bemühungen, da Dynamik in die Sache zu bringen.

    Was die Gleiserneuerung bis an die Brücke betrifft, es wäre schon gegangen, alles neu zu verlegen. Und das ließe sich auch wieder einbauen. Für die Region Kipsdorf sehe ich kein Vorwärts. Da ist tote Hose. Im Gegenteil, wenn ich sehe, welche Parteien sich in den Ortschaftsräten tummeln, sehe ich weiter Niedergang.


    HHw

  • Ja, bis April 2016 kam ich fast täglich an der "Baustelle" vorbei. Nun nicht mehr so oft. Wenn der Abschnitt so schlecht war, warum wurde das nicht gleich erneuert? Dort werden dermaßen Gelder für fragwürdige Dinge eingesetzt, da wird man verrückt. Die Strecke erbringt welchen Nutzen seitdem? Das da an ein paar Tagen im Jahr mehr als ein Zugpaar verkehrt? Zum Gaudi quasi, denn in Kipsdorf erwartet den Touristen was?


    HHw

    Servus HHw,


    unabhängig von jeglicher Diskussion wieviel Planverkehr die Weißeritztalbahn vertragen könnte und was man denn noch alles in Sachen Tourismus für die Bahn "raus holen könnte" finde ich die Wiederinbetriebnahme keine Verschwendung, sondern den Erhalt von Kulturgut und so bin ich einer, der mindestens einmal jährlich (!) Urlaubsgeld auf Grund solch Einrichtungen in Sachsen lässt.

    Ich finde es positiv, dass man in Sachsen auch auf derartige Einrichtungen setzt und diese - egal ob Museumsbahnen oder Schmalspurbahnen mit Planbetrieb - fördert.

    Viele Grüße

    Thomas

  • Hallo HHw,


    wenn Du zeitig genug aufstehst, kannst du deine Verwandten durchaus besuchen...da ist auch beim Normalfahrplan mehr als genug Zeit.

    Warum ist Kipsdorf von seiner einstigen Bedeutung abgefallen? Doch nicht wegen dem Fahrplan!?

    Es wird gefahren, was bestellt wird, so ist das in unserem Land organisiert.

    Ob und welche Parteien an der Situation etwas ändern wollen oder tun, wird sich zeigen. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob die Konkurrenz der von dir vermuteten Parteien, Interesse an Touristikbahnen oder am verbrennen von fossilen Brennstoffen Freude haben. Ebendiese haben mit Steuergeldern eher etwas ganz anderes vor.


    Gruß Micha

  • Hallo

    Ich finde die Diskussionen um die Weißeritalbahn sehr interessant. Sie sind aber genauso alt wie die Bahn selber. Wer die Hintergründe kennt, kommt gar nicht auf die Idee zu diskutieren. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich alle Argumente hier aufzählen würde. Die Bahn fährt wieder und das ist dass wichtigste. Es sind schließlich auch Arbeitsplätze. Die Entwicklung in Kipsdorf wird schon losgehen. In der Zeitung stand geschrieben, dass man mit dem Abriss einer Ruine angefangen hat. Dort soll ein Treffpunkt für Wanderer entstehen und ein kleiner Spielplatz. Wer sich aufregen, es gäbe nichts an der Bahn, sollte sich mal überlegen,was er dazu beitragen kann. Wie sagt mann so schön "Nicht quatschen, sonder machen."

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  • Kritik darf erlaubt sein?

    Ich bin ein großer Freund der Sächsischen Schmalspurbahnen. Dennoch habe ich einen differenzierten Blick gerade auf das Geschehen um die HK. Und nein, ich kann meine Verwandten nicht wie gewohnt innerhalb eines Tages besuchen.


    HHw

  • Hallo,


    gegen eine gesunde Streitkultur hat keiner etwas zu sagen. Wenn ich aber den Eindruck habe, dass quer Beet allen geschäftsführenden Mitarbeitern der verschiedenen Bahnen Dummheit und Ignoranz unterstellt wird, da hat das für mich nichts mehr mit Streitkultur zu tun. Ich finde das absolut unangemessen, mit vermeintlich schlauen Ratschlägen alles in Frage zu stellen, was die "unfähigen" Betriebsleitungen entschieden haben. Ich bin sehr überzeugt, dass sich sowohl in Sachsen als auch bei der HSB die Verantwortlichen ehrlich und ernsthaft bemühen, möglichst vielen Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden. Eine Schmalspurbahn ist nun mal keine "Gelddruckmaschine" und immer auf Zuschüsse angewiesen. Und wenn diese Zuschüsse nicht in dem Umfang kommen, wie sie für ein gesundes Unternehmen erforderlich sind, da wird es eben schwierig, alles vernünftig am Laufen zu erhalten und man muss an verschiedenen Stellen sparen - was dann sofort wieder Kritiker und Besserwisser auf den Plan ruft.


    Grüße aus Magdeburg


    Stefan

  • Hallo


    Ich schliesse mich hier manchen Vorredner an und finde es schon von manchen Forumteilnehmer unerträglich wie über ein Thema debattiert wird .Den Bahnen kann geholfen werden : Wenn wir da mitfahren anstatt nur alles zerreden,

    die Bahnen bedürfen einer genügend Finanzausstattung

    das Kulturgut was die Wirren der Wende überlebt haben , dürfen nicht dem schnöden Mammon geopfert werden und gehören trotz ihrer öffentlichen Aufgaben unter Denkmal gestellt .

    Ich könnte meinen Beitrag noch endlos in die Länge ziehen , doch eigentlich ist mehr wie genug gesagt worden . Nun ist die Zeit zum Handeln und so langsam kommt der Zug in Fahrt. Die Verantwortlichen der Bahnen wissen um ihren Auftrag und ehrlich gesagt : Ich beneide die nicht um diese Mammutaufgabe .

    Nun halten wir erstmal die Füße still und unterstützen die Bahnen so , wie es jeder kann .


    Glück auf

    Armin Ahlsdorf