Betrieb der Harzer Schmalspurbahnen 2019

  • Hallo


    Wenn es stimmt , daß der Beitrag der Geldgeber für die HSB seit 1994 nicht erhöht wurde , dann ist jetzt ein doppelter Beitrag für einige Geldgeber in der strukturschwachen Gegend nicht zu stemmen . Da wäre es ehrlicher gewesen , jährlich einen kleinen Beitrag mehr zu nehmen , daß wäre machbar gewesen . Sollte mehr Geld fliessen , dann muss dringend was für's Personal getan werden , sonst droht Stillstand . Der tägliche Dampfbetrieb ist teuer und eine Lok ins AW zu geben auch , aber so lange die eigene Werkstatt nicht steht und aktiv eingreifen kann , muss man auf andere Anbieter zurückgreifen.

    Vielleicht gibt es ja doch mal neue Dieseltriebwagen , die auch zum Brocken fahren können . Die könnten die Dampfer entlasten und den Fahrplan stabilisieren , sonst bleiben irgendwann auch die Fahrgäste fern , bei den Zugausfällen, schade zwar aber kaum abzuwenden.


    Glück auf

    Armin Ahlsdorf

  • HSB - Der kranke Mann am Oberharz


    Die Tourismusregion Harz krankt an den gleichen Symptomen, von der alle Regionen betroffen sind, die sich über zwei oder mehr Bundesländer bzw. Nachbarländer erstrecken, wie folgende Beispiele zeigen:


    - Eifel (NRW und Rheinland-Pfalz)


    - Odenwald (Hessen, Franken ( = Bayern) und Baden-Württemberg)


    - Rhön (Bayern, Hessen, Thüringen)


    - Lausitz (Brandenburg, Sachsen, Polen)


    - Westerwald (Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW)


    - Taunus (Hessen und Rheinland-Pfalz)


    - Fläming (Sachsen-Anhalt, Brandenburg)


    - Uckermark (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) und schließlich der


    -Harz (Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen



    Alle diese Rgionen zeichnen sich (von wenigen positiven Ausnahmen abgesehen), durch folgende Kennzeichen aus:


    1) Keine gemeinsame Wirtschaftspolitik bzw. Wirtschaftskonzepte


    2) Keine vollumfänglich integrierten, raumübergreifenden Verkehrsskonzepte


    3) Keine flächen- bzw. Länderübergreifenden Flächennutzungspläne


    4) Keine vollständig durchdachten Tourismuskonzepte, die den Einheimischen Arbeitsplätze vor Ort an 12 Monaten im Jahr sowie (bescheidenen) Wohlstand mittelfristig bieten könnten und mehr Übernachtungsgäste in den Harz locken würde


    5) Keine vereinheitlichten und damit übersichtlichen Tarife für ÖPNV/SPNV, Freizeitangebote sind Insellösungen von gefühlt 500 Dörfern


    6) Ein "Dorf" gönnt dem anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln, statt diverse unterschiedliche "Highlights" wie Kletterwald, Erlebnisfreibad, Wanderpfad, Industriemuseum etc als Alleinstellungsmerkmale zu etablieren,wird alles gefühlt 100 mal kopiert , nur weil es zwei Dörfer weiter gerade gut funktioniert.



    Desweiteren ist der kranke Mann vom Oberharz - die HSB, nicht weiterhin als ein geldvernichtender Schmalspurbahnkrüppel im Endstadium zu betrachten, der nach dem Motto "Zum Leben zu wenig - zum Sterben zuviel" seit 15 Jahren mit den gleichen Peanuts-Summen gesponsert wird und im Gegenzug damit den unmöglichen Spagat zwischen Dampfzugangebot wie zu DDR-Zeiten , Löhne wie zu Nachwende-Zeiten und 24-Stunden Tourismusförderung fürn Appel un EI bewältigen soll.


    Wie soll soetwas im Jahre 2019 noch funktionieren?


    30 Jahre nach der Wende haben einige ostzonale Dörfer es offenbar immer noch verstanden, wie Marktwirtschaft (nicht Raubtierkapitalismus) funktioniert. Liegt es an vertrottelten, unfähigen und raffgierigen "Tourismusmanagern" aus dem Westen oder an überforderten und/oder möglicherwweise korrupten Bürgermeistern aus dem Osten, die mit Hilfe alter Seilschaften immer noch nix verstanden haben ? Oder gar an beidem?


    Wohin gehst Du, kranker Mann vom Oberharz?

    Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden!

    Einmal editiert, zuletzt von railfox ()

  • Hallo,


    scheinbar haben die zahlreichen Ausfälle u. der Dieselersatz für etliche Dampfzüge nun endlich dazu geführt, daß bei einigen Lokalpolitikern die Erkenntnis gereift ist, daß es mit der ständigen Unterfinanzierung der HSB nicht weitergehen kann.

    Wie eine Pflanze, die zu wenig Wasser bekommt, hat man die Touristenattraktion Harzer Schmalspurbahnen über Jahre regelrecht austrocknen lassen.

    Wenigstens eine jährliche Erhöhung der Zuschüsse im Bereich der Inflation hätte seit 94 erfolgen müssen.


    Beste Grüße


    Holger

  • Zitat Railfox: "30 Jahre nach der Wende haben einige ostzonale Dörfer ..."


    Straßberg/Harz z. B. liegt also auch heute noch nicht im Bundesland Sachsen-Anhalt, sondern in der Ostzone.

    Mit der Denke der sechziger Jahre kann man heute halt schlecht argumentieren. :nixw::friede:

  • Hallo


    Manchmal muss bewusst dick aufgetragen werden , denn sonst erwachen die Leute , die politisch und finanziell die Strippen ziehen für die HSB nicht und es wollen alle nicht, daß der Zug an die Wand fährt.

    Railfox versucht hier mit seinen provokanten Aussagen bewusst zu reizen und eine nicht ganz unwichtige Diskussion anzustoßen. Die Zeit der schöne heile Welt Dampfbahn ist wohl vorbei und wir müssen und klar vor Augen halten , so ein täglicher Dampfbetrieb kostet und bindet Mittel und Personal . Ich will hier nicht mehr zur vertrackten Situation sagen , die direkten Betriebsbahner wissen sehr wohl was passieren muss , damit der Schuh nicht mehr drückt . Die Einnahmen müssen gesteigert werden , aber nicht mit der Brechstange .


    Glück auf

    Armin

  • Zur regionalen Verortung des Oberharzes könnte man sich z.B. hier informieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Oberharz


    Darf ich im Umkehrschluss nun annehmen, dass solche Regionen wie der Hunsrück, der Vogelsberg, der bayerische Wald oder auch das Erzgebirge, die nicht das böse Schicksal teilen in verschiedenen Bundesländer zu liegen, Perlen deutschen Wohlstandes sind? Na ja, von den meisten genannten liegt ja auch keins in der Sowjetzone.

  • Hallo Volker,


    Ich könnte anführen- Usedom, florierende Urlaubsregion über Ländergrenzen. Und mit reaktivierter Bahnverbindung Ahlbeck - Swinoujszie C. Oder in Sachsen, reaktivierte Bahnverbindung Sebnitz - Dolni Poustevna in Tschechien.

    Die Rhön oder die Uckermark waren in Deutschland schon immer wirtschaftlich benachteiligte Regionen, zeitweise sogar Notstandsgebiete.

    Die heutige Situation ist damit aber überhaupt nicht vergleichbar.


    Viele Grüße


    Holger

  • Ich frage mich , so einen Schwachsinn zu schreiben , die HSB sei der kranke Mann vom Oberharz ???!!! Unabhängig von der (finanziellen) Lage der HSB oder sonstigen Gegebenheiten kann man doch nicht solch einen Unfug und sinnlose Vergleiche fernab jeder Realität aufstellen und dazu komplette Regionen wie z.B. die Rhön , Lausitz … in Vergleiche einbeziehen , die mit dem Thema absolut nix zu tun haben !! Absolut fragwürdiger Beitrag , und dieser ist nicht der erste vom Absender Railfox…. :wall::wall::wall: Nachdenkliche Grüße !