Betrieb der Harzer Schmalspurbahnen 2019

  • Hallo aus Debrecen,

    Ich habe dies bereits im Zusammenhang mit den ungarischen Schmalspurbahnen geschrieben, aber es wird auf Dauer kein Überleben von Schmalspurbahnen geben, wenn die umliegende Infrastruktur nicht passt.

    Gerade im Selketal war ich sehr oft und weiß die Schönheiten dieser Gegend sehr wohl zu schätzen. Das war es aber schon, denn außer der Gegend ist leider absolut nichts.

    Das es funktionieren kann, zeigen die Nikolausfahrten und auch zu Ostern sind verdammt viele Familien im Selketal unterwegs.

    Schnellstmöglich müssen hier Kooperationen her, die Westernstadt Hasselfelde u d das Schaubergwerk in Straßberg böten sich hier fürs erste an.

    Eisenbahnfans bringen kein Geld in die Kasse, das tuen nur Familien. Deshalb müssen abseits der Brockenstrecke solche Angebote geschaffen werden, sonst sehe ich schwarz für den Eisenbahnverkehr im Selketal.

    Die Stempelkarte ist ein guter Ansatz, nun müssen auch örtliche Unternehmen aufspringen, um der HSB zu mehr Attraktivität zu verhelfen.

    Eigentlich wollte ich de Brocken aussparen, aber hier zeigt die HSB mit Faust ganz deutlich, daß sie weiß, wie es geht.


    Grüße aus Debrecen

  • Stempelspass im Selketal - aber bitte ohne Kinder!!! Ich habe jeden Stempel erlaufen - bei vielen habe ich versucht, die HSB einzusetzen. Eine schlechte Idee..


    Stempel 182 am Schirm geht noch - rund 5 km hin und rück eben vom Ramberg; dann aber noch Bremer Teich - nur drei Kilometer vom Ramberg; aber entgegengesetzte Richtung. Danach kann man auf der Höhe weiter laufen und noch ein paar einsammeln. Zurück am Ramberg mindestens 20 km und im Unglücksfall keine Kneipe und der Zug ist auch weg. Aber das geht; recht einfach; da können die Kinder mit.


    Stempel über Mägdesprung - steil, für Kinder nichts bzw. gefährlich; dann Verlobungsurne über alexisbad: schön den Berg hoch - steil: die Kinder wirds freuen. Das macht Spass. Zwei Berge an einem Tag. Freude - in Alexisbad schön essen?; schlechtes Essen für viel Geld. Egal.


    Stempel über Silberhütte: klasse - wieder den Berg steil rauf. Sicht - nichts! warum steht da ein Kasten? Die haben wohl was auf dem Kasten .... Und auf dem Rückweg in Silberhütte - Verpflegung aus dem Rucksack.


    dann Straßberg: zum Bergwerk; ab Achtung: Stempelkasten steht noch weiter entfernt; dann der Höhepunkt Nummer 194 : wenn man den Weg gefunden hat von Glasebach aus, irrt man durch den Wald, wenn man nach Silberhütte laufen will. Das macht Spaß - der schmale Wiesenweg ist besonders Kinderwagentauglich.


    und so weiter und so fort. 10 bis 20 km auf Wegen und Abwegen und das für einen oder zwei Stempel. Hurra. Papa - spinnst Du?


    Also - Kinder zu Hause lassen und bitte das Auto nehmen. Dann hat man viel Zeit und kann auch versuchen, noch irgendwo einen Supermarkt zu finden, damit man etwas zu essen bekommt. Harzgerode bietet sich hier an. denn zum Thema zurück: dank der hohen Preise der HSB ist die Infrastruktur eingegangen. ...


    Die Kritik an der Harzer Wandernadel ist, dass die Wege oft länger sind, als das ausgeschildert wurde. Und oft können Abkürzungen mit Kinderwagen oder Kindern nicht genommen werden, weil die Abkürzungen steil und oder gefährlich sind.


    An der Harzquerbahn stehen in Netzkater 3 Stempel oberhalb des Bahnhofs. Egal, wie man einsteigt und aufhört: am Anfang stehen ca. 300 Höhenmeter Aufstieg auf schmalem steilen Pfad. Kinderwagen und Kinder herzlich willkommen.


    Als nächstes dann Sofienhof - in NRW wäre der Weg zwischen Haltepunkt und Dorf geteert; hier aber nur geschottert. Den Kinderwagen wirds freuen. Oben am Kälberbruch sind mehrere Stempel mit dem Kinderwagen und Kindern richtig gut zu erreichen - da fehlt der Haltepunkt der HSB. Anweg entweder Sofienhof (siehe dort) oder weiter von Benneckenstein (Freude!).


    In Sorge kann man zum alten Grenzzaun laufen - schön den Berg hoch (moderate Steigung; im Verlauf Loch kein Loch). Ein Stempel in 2 Stunden - das schafft mach gut zwischen den Dampfzügen. Ein Bienchen für die HSB.


    Dann Drei-Annen-Hohne - gut gut trainierte Eltern schieben ihre Kinder zum Trudenstein hoch und tragen den Kinderwagen dann durch die Klippen zur Leistenklippe. Oder schieben zum Ottofelsen und den Rest wieder tragend. Aber im Klippengebiet sind viele Stempel einfach sportlich mit entsprechendem An- und Abweg zu erreichen. Da kann man auch gut einkehren wie Plessenburg und Steinerne Renne. Und da oben fährt auch ein Bus - da ist vieles mit Kindern und Kinderwagen möglich und das Tolle --- man braucht die HSB NICHT NICHT!!!!


    und der Brocken - na, ein Wunder der Zug fährt bis auf 100 Meter an den Stempelkasten heran - nur das ist dann für Familien mit Kindern zu teuer; aber wirbt die Bahn nicht damit, dass Kinder unter 15 frei fahren? Nun, dann müssen die Kinder eben den Stempel auf dem Brocken allein holen ...

  • Hallo,

    Man kann auch gleich jede Idee schlecht reden. Ich sprach von, es ist ein Ansatz, der nun gelebt werden muss und natürlich darf es dabei nicht nur üm das Erreichen von imaginären und sicher interessanten Stellen gehen.

    Hier muss noch etwas passieren, aber wie zuvor bereits gesagt, sehe ich hier die örtlichen Anbieter in der Pflicht. Das Kerngeschäft der HSB ist das Fahren von Zügen. Das Schaffen von örtlichen Angeboten rund um die Eisenbahn, miteinander anderen Reden hilft hier ganz enorm, sind die Gemeinden und Tourismusvereine vor Ort.

    Wo ist hier das Kuckucksuhrenwerk in Gernrode, das Mausefallenmuseum in Güntersberge oder auch die Gemeinde Bad Suderode, mit ihrem ebenfalls nicht funktionierenden Kurbad?

    Die Großen haben hier ganze Arbeit geleistet und die Touristenströme abseits der HSB auf sich gelenkt. Als einziges positives Beispiel möchte ich hier Harzdrenalin an der Rappodetalsperre mal ausnehmen, die bieten zumindest für Faust Pakete an.

    Ansonsten scheint es im Harz nach dem Motto zu laufen, Ich zuerst, was danach kommt, ist mir egal.

    Noch einmal, Ideen sind gefragt, die Familien abseits des Brockens anlocken und nur so überlebt die Bahn, für alle übrigens.

  • Ich habe keine Kritik geäußert, ich habe nur die Wanderwege abgekürzt dargestellt.


    Die HSB hat jetzt ein Ticket mit dem Waldbad Osterteich herausgebracht. Das sind alles tolle Versuche, aber wer fährt nach dem Schwimmen noch mit dem Zug nach Hause. Das Auto geht doch viel schneller.

    Nehmen wir Ilfeld Bad - da kostet die Fahrkarte ca. 2,60 EUR einfach von Nordhausen - einzelne Fahrgäste kommen mit der Bahn. Die Masse kommt mit dem Auto. Es macht auf keinen Sinn, jetzt Parkplatzgebühren zu erheben. Dann fahren die Leute in Freibad nach Niedersachswerfen; außerdem stand der Fortbestand in Ilfeld schon zur Diskussion.


    Warum gibt es im Selketal keinen Bus, der die Touristenattraktionen anfährt (Westernstadt, Rappbode, dann HSB, dann Josefskreuz, dann Stolberg, dass Glasebach). Ein Rundkurs für touristen. 2 - 3 mal am Tag. Und da bindet man die HSB mit ein mit einem guten Ticketpreis. Das muss sich die Gemeinschaft leisten können.

    Sofienhof mit der Ziegenalm ist bereits heute ein Anziehungspunkt für Kinder; Treetbootfahren in Hasselfelde auf dem Teich oder in Günthersberge auf dem Teich; Abenteuerspielplätze (Bad Harzburg). und in alle Pakete kommt die HSB mit rein - aber dann kommt die Gier der HSB - 114 EUR bitte oder zum Brocken laufen.

    Selbst der Wurmberg ist weiter: mit der Seilbahn hoch zu einem vernünftigen Preis und dann mit irgendwelchen Geräten den Berg zügig runter. Der Kick pur.


    Man muss lernen, dass die HSB nur der Anziehungspunkt ist. Der Profit muss dann über die Gewerbesteuer kommen. Bei der HSB denkt man immer noch, dass Sie die Einnahmequelle ist und die anderen können zusehen, dass sie zu Geld kommen.


    Es reicht doch aus, wenn auf dem ganzen Netz jeden Tag ein Dampfzug fährt; die Triebwagen sind nicht erforderlich. Das ist die Basis und mehr kann man sich eben nicht mehr leisten. Und nochmal: dann kommt die Leistung in den Zug. Essen, Trinken, Kultur (gibt es in Sonderzügen), Musik, Tanzen. Ein Wagen für Wanderer und Skifahrer. Offener Wagen, geführte Wanderungen während der Planzugfahrt, gemeinsame Radtouren, gemeinsames Grillen; das ist alles möglich in einem Planzugumlauf - wir bei der Brohltalbahn können das! Trinkgelder bekommt das Zugpersonal (Anreizfunktion). Vielleicht auch mal eine Scheinanfahrt mit einem Planzug oder ein GmP im Selketal. Oder mal eine Doppelbespannung mit extra-Zuschlag.


    aber nur nach Magdeburg und ERfurt fahren und die Hand weiter aufhalten - nee, Leute, so bitte nicht.

  • Hallo HHW,


    Einnahmen sind sicherlich ausreichend vorhanden und die Brockenbahn trägt sich auch allein recht gut. Vor vielen Jahren habe ich mal grob Mio. EUR 2,0 als Gewinn ausgerechnet, aber dann kommen die Harzquerbahn Drei Annen bis Ilfeld und die Selketalbahn.

    Die HSB macht keinen Gewinn. Sie hat in etwa einen Kostendeckungsgrad von 60%. Der Rest kommt aus den Zuschüssen der Bundesländer. Da dieser seit 20 Jahren nicht erhöht wurde, sich die Kosten aber jedes Jahr erhöhen, geht die HSB derzeit auf dem Zahnfleisch. Das alles wurde schon weiter vorne im Thread durchdiskutiert. Beiträge ab etwa #200.


    Die Stempelkarte ist ein guter Ansatz, nun müssen auch örtliche Unternehmen aufspringen, um der HSB zu mehr Attraktivität zu verhelfen.

    Eigentlich wollte ich de Brocken aussparen, aber hier zeigt die HSB mit Faust ganz deutlich, daß sie weiß, wie es geht.


    Grüße aus Debrecen

    Es gab eine Zeit lang analog zur Rockoper "Faust" auf dem Brocken das extra geschriebene Rock-Musical "Die Harzschützen" im Schlosshof Harzgerode mit Sonderzug ab Quedlinburg für die Gäste. Leider hat sich das nicht gelohnt und wurde nach einem Sommer wieder eingestellt. Nach Harzgerode kommt man auch mit dem eigenen Auto, weshalb sollte man also den Zug nutzen? Oder es wurden generell nicht genug Karten verkauft? Ich weiß es nicht.

  • Liebes Forum,


    ich danke für alle Likes und Dislikes.


    Letztendlich habt ihr alle in der Diskussion gezeigt, dass die HSB heute nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses für den Harz steht. Daher waren alle Eure Anmerkungen sehr wertvoll für die zukünftige Einordnung der HSB in den Tourismus des Harzes. Die HSB ist sicherlich ein wichtiger, aber nicht mehr der Touristenmagnet im Harz. Da haben sich wohl stillschweigend zwei an der HSB vorbei geschoben: zum einen der Wurmberg und zum anderen noch stärker die Attraktionen an der Rappbodetalsperre. In beiden Fällen wurde der Jugend zu einem vernünftigen Preis Rechnung getragen.


    Und damit zeigt sich das wirkliche Problem der HSB - sie ist bei der Jugend out. Und wegen des Fahrpreises bei vielen anderen auch!


    Und die Preissteigerungen der HSB ohne Sinn und Verstand haben zu einer unumkehrbaren Veränderung geführt. Ich sag Euch allen, dass lässt sich nur noch über einen deutlich niedrigeren Fahrpreis auf allen Strecken retten. Die HSB hat sich mit den permanenten Preiserhöhungen ihr eigenes Grab geschaufelt...


    Die HSB hat an Bedeutung verloren; die Menschen kommen nicht mehr wegen der HSB, sondern wegen anderen Attraktivitäten in den Harz. Insbesondere die Jugend. Und für die Stempelkästen der Harzer Wandernadel kann man die HSB auch nicht brauchen.


    auch ich bin Jahre lang mit der HSB gefahren und kenne wegen meiner Großeltern seit DDR Zeiten jede Schwelle persönlich; aber der Preis treibt auch mich aus dem Zug. Dieses Jahr bin ich 4 mal mit der HSB gefahren; zweimal mit der neuen Harztourcard wegen Wanderungen. Der Südharz soll sehr schön sein, da werden wir zukünftig wandern; das Busnetz ist gut und preiswert.


    Zum Schluss mögen wir die Zahlen noch einmal vergleichen: Westernstadt 200.000, Rappbode 300.000 und HSB 1.000.000- aber Achtung: die HSB zählt hin und Rückfahrt als 2 Fahrgäste - dann also nur 500.000; und jetzt sieht man deutlich die Veränderungen zu Lasten der HSB.


    Quo vadis HSB?


    Die HSB macht keinen Gewinn. Sie hat in etwa einen Kostendeckungsgrad von 60%. Der Rest kommt aus den Zuschüssen der Bundesländer. Da dieser seit 20 Jahren nicht erhöht wurde, sich die Kosten aber jedes Jahr erhöhen, geht die HSB derzeit auf dem Zahnfleisch. Das alles wurde schon weiter vorne im Thread durchdiskutiert. Beiträge ab etwa #200.

    bitte richtig lesen - ich habe geschrieben, dass die Brockenbahn Gewinn macht. Das ist so und wird sich auch nicht ändern. Nur die Sparten HArzquerbahn und Selketalbahn haben Verluste und letztendlich das Gesamtunternehmen auch einen Verlust. Aber die Brockenbahn allein kann man rentabel betreiben.


    Es gab eine Zeit lang analog zur Rockoper "Faust" auf dem Brocken das extra geschriebene Rock-Musical "Die Harzschützen" im Schlosshof Harzgerode mit Sonderzug ab Quedlinburg für die Gäste. Leider hat sich das nicht gelohnt und wurde nach einem Sommer wieder eingestellt. Nach Harzgerode kommt man auch mit dem eigenen Auto, weshalb sollte man also den Zug nutzen? Oder es wurden generell nicht genug Karten verkauft? Ich weiß es nicht.

    junge Leute wollen nicht zu den Harzschützen - die wollen einen Kick haben.


    Es gab eine Zeit lang analog zur Rockoper "Faust" auf dem Brocken das extra geschriebene Rock-Musical "Die Harzschützen" im Schlosshof Harzgerode mit Sonderzug ab Quedlinburg für die Gäste. Leider hat sich das nicht gelohnt und wurde nach einem Sommer wieder eingestellt. Nach Harzgerode kommt man auch mit dem eigenen Auto, weshalb sollte man also den Zug nutzen? Oder es wurden generell nicht genug Karten verkauft? Ich weiß es nicht.

    überall, wo die HSB kein Monopol hat, hat die HSB versagt. Ich bin mir sicher, die Seilbahn von Braunlage zum Brocken wird noch gebaut. Und dann ist für die HSB letztendlich Schluss mit Lustig. Ich frage mich perse, warum die HSB mit ihren Dreckschleudern durch ein Totalreservat fahren darf, aber der Skihang am großen Winterberg mit Seilbahn von Schierke wegen des Totalreservats nichts gebaut werden darf - hallo?

  • junge Leute wollen nicht zu den Harzschützen - die wollen einen Kick haben.

    Junge Leute sind sowieso nicht das Zielpublikum solcher Veranstaltungen. Verstehe daher den Post nicht.


    Edit: Warum schreibst du deine Antwort denn nicht in einen Post? Du zitierst gerade zweimal den selben Post? Das ist ... ich nenne es mal ungewöhnlich.


    Edit2: Sorry, dein ganzer zweiter Post wirkt auf mich albern. Was soll man darauf sinnvolles antworten.


    Edit3: Bist du so ne Art Forentroll? So substanzlose und inhaltsleere Beiträge wie deine hab ich hier noch nie gelesen. Ich muss mich doch sehr wundern über deine mir als eher unqualifiziert erscheinenden Wortmeldungen.

  • Junge Leute sind sowieso nicht das Zielpublikum solcher Veranstaltungen. Verstehe daher den Post nich

    ich habe es schon immer gesagt - die Brockenbahn ist eine Rentnerbahn. Die Fahrgäste sind älter als die Neubauloks. Wenn man die Jugend ausschließt, dann hat das alles sicherlich eine Zukunft.


    Guten Nacht ins Forum.

  • überall, wo die HSB kein Monopol hat, hat die HSB versagt. Ich bin mir sicher, die Seilbahn von Braunlage zum Brocken wird noch gebaut. Und dann ist für die HSB letztendlich Schluss mit Lustig. Ich frage mich perse, warum die HSB mit ihren Dreckschleudern durch ein Totalreservat fahren darf, aber der Skihang am großen Winterberg mit Seilbahn von Schierke wegen des Totalreservats nichts gebaut werden darf - hallo?

    ...Du solltest in der Tat mit der zukünftigen Seilbahn fahren , dann kannst Du dort weiter labern und die HSB hat Ruhe vor Dir...

    Oder fragst mal in Bonn nach , ob dort vielleicht eine umweltfreundliche Seilbahn gebaut wird ?? Oh je , oh je.... Schlaf Dich erst mal richtig aus …. :wall1:

  • Hallo !

    Nun auch noch meine Meinung...... Wir, Ehepaar, beide 64 Jahre alt, 1 kleiner Hund, 9 Jahre alt, wh. Berliner Stadtrand, haben für Mitte September eine Ferienwohnung in Stiege für eine Woche gebucht. Als Schmalspurbahn-Fan wollte ich endlich mal in Ruhe ausschließlich die Selketalbahn erkunden. Dazu gehört natürlich auch die gesamte Strecke mit dem Zug abzufahren. Ob nun mit dem Dampfzug oder mit dem Triebwagen sehe ich nicht so verbissen. Nun das Problem...die Fahrpreise ! Ich rechne immer wieder hin und her. Das Selketalbahnnetz mit Einzeltickets abzufahren kostet uns rund 100,- Euro. Das Selketalbahnticket kommt wegen der 25, Euro Deckelung nicht in Frage. Würde das Kurzurlaubsticket übrig bleiben... Auch so rund 100,- Euro für drei Tage. Ich will aber mit meiner Frau nicht drei Tage lang Selketalbahn fahren, sondern nur einen Tag. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte meine beiden Enkel dabei, oh man oh man ! Ich will ja nicht umsonst fahren. Meiner Meinung nach wären 30,- Euro pro Person für eine Selketalbahntagesnetzkarte angemessen.

    Nun bin ich ständig am überlegen, soll ich mir eine einfache Bahnfahrt für 100,- Euro leisten oder fahre ich nur mit dem Auto nebenher.

    Bei den anderen Schmalspurbahnen fahre ich mit den Zügen erst die Strecke ab, und mache dann die Aufnahmen übers nebenherfahren mit dem Auto. Und die Fahrpreise für diese Züge sind vernünftig.

    Als ich mir aber die Fahrpreise für die Selketalbahn herausgesucht habe, war ich total geschockt. Kein Wunder, daß niemand mehr mit dieser Bahn mitfahren will. Und wie gesagt, ich bin Schmalspurbahn-Fan und komme im September wegen der Selketalbahn in den Harz. Was soll aber ein ganz normaler Touri mit diesen Fahrpreisen anfangen ?

    Mein Fazit: Die Selketalbahn wird es nicht mehr lange geben !

    Mit freundlichen Grüßen Rainer Beutler.:wall::wall: