Brigadelok in TTf

  • Hallo Forenteilnehmer,


    da ich seit einiger Zeit am Fahrweksbau einer von einem Modellbaufreund im Bau befindlichen Brigadelok bin, wollte ich Euch von den Fortschritten berichten. Als Grundlage dient ein Teilesatz einer Brigadelok von Martin R. . Da mir die zusammengelöteten Gehäusebaugruppen für den Einbau des Getriebes zur Verfügung gestellt wurden, konnte ich mich mit der Verwirklichung eines Antriebes auseinandersetzen. Wir hatten uns für einen Riemenantrieb von Nigel Lawton entschieden, da eine Schneckenwelle im Rahmen von dem Entwickler der Ätzteile vorgesehen war und der Riemenantrieb für eine akustische Laufruhe sorgen soll. Radsätze wurden aus Neusilber angefertigt, Zahnräder Modul 0,2 auf die angefertigten Achsen aufgezogen, die Hallschen Kurbeln gedreht und in Form gebracht. Einige Änderungen am Fahrwerk gegenüber der ursprünglichen Konstruktion mußten berücksichtigt werden.
    Nun ein paar Bilder von dem derzeitigem Bauzustand:





    Hier nun der zusammengefügte Zustand von dem Erbauer.



    Dies sind die wesentlichen Baugruppen des Modells. Zum Einsatz kommt ein 6mm Maxon-Glockenankermotor. Ein Stehkessel wurde hier zusätzlich integriert.



    Das Herzstück bildet der Innenrahmen mit der Schneckenwelle und einer zum Einbau vorbereiteten Riemenscheibe.



    Hier sieht man die Konstruktion des Außenrahmens mit angesetzten Zylindern.



    Und zum Abschluß noch einmal der Innenrahmen mit eingesetztem Motor. Vorne kommt noch eine kleine Schwungmasse mit einer Wellenverlängerung ran, die den kleinen Pulley aufnimmt. Im hinteren Bereich wird ebenso eine Schwungmasse aufgepresst.


    Ich hoffe, ich konnte Euer Interesse wecken. Die nächsten Baufortschritte demnächst.


    Mit modellbauerischen Grüßen
    Gerd

  • Hallo Gerd,


    also mein Interesse konntest Du sehr wecken. Von der Brigadelok kann man eigentlich nie genug bekommen.


    Was eine anspruchsvolle Bastelei bis hierher---toll!!


    Liebe Grüße,
    Lenni

  • Hallo Gerd,


    Da ich auf den Bildern nur das hintere Ende der Schneckenwelle sehen kann will ich
    aus eigenen Erfahrungen aufmerksam machen, daß die Lagerung der Schneckenwelle
    vorn am Riemenrad unbedingt mit einem Kugellager erfolgen sollte. Die Spannung des
    Riemens bewirkt eine abrasive Wirkung im Gleitlager, die sich mit der Zeit sehr unangenehm
    bemerkbar machen würde, in dem sie die Schneckenwelle langsam aus dem Eingriff mit den
    Achszahnrädern heben würde.



    Es sei denn, Du verwendest extra angefertigte Spezialbuchsen (Material?), die das verhindern.


    Die Lok wird bestimmt wieder ein Sahnestück. Mal sehen, wie es weitergeht!


    Gruß, Peter

  • Hallo Gerd,


    ich konnte ja zwischendurch deine Baufortschritte verfolgen und kann mich nur wiederholen. Einfach faszinierend was du da wieder geschaffen hast! Bedauerlich das es mit Schkeuditz dieses Jahr nichts wird, ich hätte mir die Lok gerne mal aus der Nähe angesehen, steht sie doch auch noch ganz oben auf meiner Wunschliste.


    @ Lenni Ich erlaube mir mal für Gerd zu antworten. Ja solche kleinen Kugellager gibt es z.B. bei Mikromodellbau.de


    VG Martin

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    Mein TTf-Blog

  • Hallo Martin,


    danke für die Info und den link!


    Da kommen also die Glockenankermotoren her.....taugen die was, weiß das jemand?


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag,
    Lenni

  • Hallo miteinander,



    vielen Dank für Euer Feadback.


    Peter, wie Du Dir sicherlich denken kannst, habe ich die vorgesehene einfache Lagerung aufgebohrt und durch ein Kugellager hinter der Riemenscheibe versehen. Dies kann man in der Tat auf den Fotos nicht erkennen. Diesen Hinweis vergaß ich in dem Bildbericht aufzuführen.


    Martin, auch wenn wir uns in Schkeuditz diesmal nicht über den Weg laufen, werden sich sicherlich wo anders noch Gelegenheiten dazu ergeben. :wink: Ich wünsche Euch trotz alledem für dieses WE in Görlitz mit Eurer Ausstellung alles Gute und viel Freude.


    Hallo Lenni, die Glockenankermotoren bei Mikromodellbau sind für unsere Zwecke nur bedingt nutzbar. Sie sind eher für Spannungen bis 3Volt ausgelegt. Hier muß man dann doch etwas tiefer in die Tasche greifen und bei https://www.sb-modellbau.com/ einen hochwertigen Maxon-Motor RE0615 erwerben, da man derzeit keinen vergleichbaren Motor mit dessen Kenndaten erhält.


    Ich wünsche Euch eine angenehme Woche.
    Gruß Gerd

  • Hallo miteinander,


    heute berichte ich Euch von einem kleinen Zwischenstand von der kleinen Brigadelok.
    Voriges WE war ja Ausstellung in Schkeuditz. Alle die dort waren, konnten auch das Löckchen in Augenschein nehmen. Und nicht nur das, auf einem kleinen Probegleis mit in Hifenahme einer 9Volt-Batterie konnte das Fahrzeug in Bewegung versetzt werden.
    Hier nun eine kurze Abhandlung:



    Hier nun das Fahrwerk im zusammengeschraubtem Zustand.



    Im auseinandergebautem Zustand zeigt sich der Riemenantrieb. Im Bereich des Stehkessels ist noch eine kleine Wolfram-Kupfer-Schwungmasse untergebracht. Am anderen Ende befindet sich noch ein Messingdrehling als kinetischer Energiespeicher. Dieser wird aber noch durch eine Wolfram-Schwungmasse ausgetauscht, um die Wirkung zu erhöhen, da der Riemenantrieb halt etwas abbremst.



    Von den Stromabnehmern sind erst zwei von vier entstanden. Die Arbeit ist doch recht frickelig. Diese bestehen aus 0,5mm GFK-Material (1x1,5mm groß) mit beidseitiger Kupferbeschichtung sowie einem 0,05mm starkem sowie 0,7mm breitem Bronzeblech. Verbunden sind die beiden Teile mit einem 0,3mm kleinem Niet, der von unten im GFK versenkt wurde, damit alles noch lötbar ist. Vieleicht mache ich noch ein Foto von den vorderen zu bauenden Stromabnehmern, die sind dann etwas länger, da die ersten beiden Radsätze etwas weiter auseinanderstehen, wie die hinteren.


    Bis bald, Gruß
    Gerd