Waldeisenbahn Muskau 2019

  • Hallo Leute,


    in letzter Zeit hat sich ja zu fast jeder ostdeutschen Schmalspurbahn hier ein passender Thread entwickelt um das aktuelle geschehen gebündelt zusammen zu fassen. Da ich bei Kipplore genau das selbe schon seit vielen Jahren für die Waldeisenbahn Muskau pflege ist es natürlich ein einfaches so etwas auch hier zu veröffentlichen. Wenn es also nix dagegen zu sagen gibt würde ich auch hier gerne über das aktuelle Geschehen bei der großen kleinen 600 mm Bahn zwischen Weißwasser und Bad Muskau berichten. :zwink:


    Die kalte, aber aktuell ja sehr schneearme, Zeit wird bei der WEM gerade verstärkt zum Grünschnitt genutzt. Der Arbeitsschwerpunkt liegt dabei aktuell auf der Tonbahn zwischen dem Halbendorfer Wechsel und der Wasserstelle Trebendorf. In diesem Bereich müssen großflächig Bäume fallen da diese mit ihren Wurzeln die Kiesbettung der Strecke anheben und so die Betriebssicherheit gefährden.
    Zu Beginn 2 Bilder vom Bereich am Klärwerk, wo Anfang Februar mit schwerer Technik ausgeholzt wurde.




    Am 16. Februar nahm dann der Verein die Trebendorfer Wasserstelle in Angriff, wo es unzählige Kiefern zu fällen galt.






    Bei soviel anfallenden frischen Stämmen wurde die Chance gleich genutzt um 2 unserer betriebsfähigen Drehschemelpaare der Baureihe 06 mit frischer Ladung auszustatten, damit diese auch in Zukunft beispielsweise für Fotofahrten zur Verfügung stehen.





    Doch wie schon zu sehen war fallen neben den großen Stämmen natürlich auch Unmengen an Ästen und Zweigen an. Bisher mussten diese immer mühsam eingesammelt und weggefahren werden. Doch nun steht das neuste Fahrzeug aus der Unterhaltungsflotte der WEM bereit um dieses Problem gleich vor Ort lösen zu können. Auf dem seit vielen Jahren bei uns im Einsatz befindlichen Werkstattwagen aus dem Kalkwerk Ludwigsdorf wurde ein mobiler Häcksler installiert welcher die Arbeit dahingehend sehr erleichtert.
    Davon unabhängig würden mich übrigens Bilder unserer "Ludwigsdorfer" im früheren Einsatz sehr interessieren. ;)






    Nach getaner Arbeit ging es dann, wie früher, mit frisch beladenen Drehschemeln zurück nach Weißwasser.




    Viele Grüße
    Felix

  • Hallo Felix, meine volle Zustimmung hast Du! Mit großem Interesse lese ich die Berichte rund um die Muskauer Waldbahn. Gerade der Alltagsbetrieb, Pflege und Wartung der Strecke sind nicht nur für mich von Interesse. Ich sage: mehr davon!

    mit Gruß aus Gernsheim

    Rainer :wink:

  • Hallo Leute,

    am vorletzten Wochenende fand bei der Waldeisenbahn Muskau der praktische Technikteil der Diesellokführerausbildung statt welche einige unserer Vereinsmitglieder derzeit durchlaufen. Dabei ging es zuerst darum die Technik im allgemeinen etwas zu vermitteln und sich mit den täglichen Wartungsarbeiten vertraut zu machen. Beispielhaft wurde dazu an 3 verschiedenen Loktypen in unserer Museumswerkstatt geübt. Zum Einsatz kamen dabei die Ns2 48018/1951, die Ns2h 248918/1957 "Kö 0438" und die V10C 250277/1961 "Kö 0473".

    Die Anschauungsobjekte in der Werkstatt.

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    Als Tageshöhepunkt ging es mit allen 3 Loks nach Kromlau.

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    Da solche langen Ausfahrten zumindest für die beiden kleineren Loks nicht alltäglich sind ging es vorher nochmal in den Betriebshof Ziegelei um vorsichtshalber zu tanken. Im Hintergrund sieht man übrigens den aktuellen Bauzustand unserer neuen Lokwerkstatt, aber das soll Thema eines anderen Berichts sein.

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    Anschließend ging es dann aber raus auf die Strecke nach Kromlau. Hier beim Halt in der Ausweichstelle Brikettfabrik.

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    Hier musste auf den kreuzenden Personenzug aus Kromlau gewartet werden, denn an diesem Wochenende fanden erstmals in der Geschichte der WEM auch planmäßige Fahrten in den Winterferien statt.

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    Nach einigen Kontrollhalten wurde dann am frühen Abend das Tagesziel in Kromlau erreicht. So eine Diesellokparade ist in diesem Bahnhof jetzt auch nicht alltäglich.

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    Auf der Rückfahrt bei ca. -5 Grad und maximal 8 Km/h wurden mir als Lokführer der Ns2 dann gleich wieder 2 Sachen klar. Zum einen warum man selbst in der frühen DDR auf den Einbau eines dritten Gangs in die Ns2 Baureihe drängte und warum bei den Ns2 und den ersten Ns2f die offenen Führerhäuser ziemlich schnell verkleidet wurden....


    Viele Grüße
    Felix

  • Hallo Leute,

    am vergangenen Samstag fand bei der WEM der jährliche Dienstunterricht und eine Mitgliederversammlung statt. Wie schon in den letzten Jahren wurde dazu der Konferenzraum am Turm am schweren Berg genutzt. Stilecht sind wir dazu natürlich mit einem Sonderzug auf der Tonbahn angereist.

    Am Morgen wurde unser Zug in Weißwasser bereit gestellt. Im Einsatz war diesmal die V10C "Kö 0472" (LKM 250480/1969). Links zu erkennen unsere neue Lokwerkstatt, aber dazu später mehr.

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    Im Halbendorfer Wechsel wurde umgesetzt.

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    Und nach gut einer Stunde Fahrzeit wurde der Endbahnhof am schweren Berg erreicht.

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    Ein Blick über den Tagebau Nochten. Genau in Blickrichtung befand sich irgendwo mal der Bahnhof Tiergarten Ost.

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    Da im Tagebau gerade Wartungsarbeiten stattfanden, stand der Absetzer gut einsehbar aber tatenlos abgestellt.

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    Am frühen Abend ging es dann zurück nach Weißwasser.

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    Hier durchfährt der Zug die neuen Gleisanlagen der zukünftigen Werkstatt.

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    Doch nun ein aktueller Blick auf unser derzeitiges Großprojekt. Die bauliche Hülle der neuen Lokwerkstatt konnte nun geschlossen werde. Die Arbeiten im inneren und im Umfeld werden aber natürlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Natürlich wirkt dieser moderne Hallenbau erstmal sehr unpassend im historischen Umfeld der WEM, aber wie schon seit Projektbeginn berichtet ist es natürlich nach wie vor geplant die Halle dem Umfeld entsprechend zu verkleiden. Allerdings gibt es für dieses Vorhaben keinen Zeitplan und kann sich auch durchaus noch einige Jahre hinziehen. Das hängt natürlich vor allem von den vorhandenen finanziellen Mitteln ab.

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    Auch im inneren geht es nun merklich voran. So wurde die Zwischendecke im hinteren Bereich eingezogen und geplante Raumaufteilung wird nun erstmals praktisch erlebbar.

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    Die 3 geplanten Rauchabzüge wurden nun auch eingebaut.

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    Die Aussicht aus der neuen ersten Etage ist aber auf jeden fall schon mal traumhaft. :D

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    Soweit der aktuelle Blick auf die WEM von mir.

    Viele Grüße
    Felix

  • Hallo Felix,


    vielen Dank für Deine aktuellen Berichte von der WEM. Obwohl es von mir aus gar nicht so weit ist bin ich eigentlich viel zu selten mal bei Euch.

    Dazu eine spezielle Frage. Es hat zwar nicht viel mit der Bahn an sich zu tun, aber wie soll die zukünftige Verkleidung der Halle aussehen, bzw. welches Material könnte da eingesetzt werden? Der Dachüberstand ist ja recht knapp bemessen und direkt auf die Platten der Verkleidung darf meines Wissens auch nichts aufgeschraubt werden. Was ist geplant?


    der Rossi

  • Hallo Rossi,


    über die genaue Art und Weise der Verkleidung gibt es noch keine Entscheidung. Dazu werden gerade einige Möglichkeiten diskutiert. Da hängt auch vieles von den vorhandenen Mitteln ab. Im Endeffekt soll aber das Bild eines Gebäudes aus den typischen gelben Weißwasseraner Klinkern entstehen.


    Wenn du wieder mal zu uns kommen willst dann hast du ja bald wieder die Möglichkeit dazu. Zu Ostern beginnt ja wieder die neue Saison bei uns. :zwink:


    Viele Grüße

    Felix

  • Hallo Leute,

    mit großen Schritten nähern wir uns Ostern und damit dem traditionellen Saisonbeginn bei der Waldeisenbahn Muskau, was bedeutet das grade an allen Ecken rege Betriebsamkeit herrscht. Am vergangenen Samstag war daher richtig was los auf unseren Gleisen.

    Einige Personenwagen erhielten über den Winter ihre Fristuntersuchungen und werden hier gerade im Betriebshof in der alten Ziegelei auf ihre abschließende Probefahrt vorbereitet. Dabei sonnt sich die V10C "Kö 0472" (LKM 250480/1969) in der Frühlingssonne.

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    Ein großer Arbeitsschwerpunkt war die 99 3462. Verschiedenste kleine und größere Arbeiten standen an um die Lok für die neue Saison vorzubereiten.

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    Während der Kessel der Lok befüllt wird kommt gerade ein Sonderzug vom schweren Berg zurück.

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    Kurz darauf begibt sich der Zug mit den frisch untersuchten Wagen auf seine Fahrt.

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    Nach einem langen ereignis- aber auch erfolgreichen Tag kamen am Abend alle Vereinsmitglieder von ihren verschiedenen Baustellen zusammen um in passender Atmosphäre den Tag ausklingen zu lassen. ;)

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    Am frühen Sonntagmorgen wurde die 99 3462 dann angeheizt um mit ihr nach den erfolgten Arbeiten auch eine Probefahrt unternehmen zu können.

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    Doch erstmal noch einen Blick auf die vor Ort genutzte Rangierlok, die V10C "Kö 0473" (LKM 250277/1961).

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    Bevor es los ging noch ein Blick ins aufgeräumte innere.

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    Im Anschluss folgte eine kurze Probefahrt nach Weißwasser Ost um alle technischen Einrichtungen zu testen.

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    Ohne Beanstandungen konnte daraufhin nach Weißwasser zurückgekehrt werden.

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    Zum Saisonstart in nicht mal mehr 2 Wochen ist also alles vorbereitet. Dann geht es wieder 4 Tage lang nach Kromlau und Bad Muskau.

    http://www.waldeisenbahn.de/de/archives/7927#more-7927

    http://www.waldeisenbahn.de/de/ausflugsziel/fahrplan

    Wer ganz speziell 99 3462 im Einsatz erleben will dem sei nochmal die Sonderfahrt zum 50. Jahrestag der Einstellung der MPSB am 1.Juni ans Herz gelegt.

    http://www.waldeisenbahn.de/de/archives/8271#more-8271

    Viele Grüße
    Felix

  • Hallo Felix,


    eine traumhaft schöne Atmosphäre habt ihr da geschaffen, die jeden Freund der schmalen Spur begeistern muß.

    Unter den sehr stimmungsvollen Fotos gefällt mir Bild 7 am besten. Ein herrlicher Platz um den Tag ausklingen zu lassen. :cheers:

    Danke für die Bilder u. beste Grüße


    Holger

  • Während der Kessel der Lok befüllt wird kommt gerade ein Sonderzug vom schweren Berg zurück.


    Hallo Felix,


    mal eine Frage. Müsst Ihr immer den Kessel von oben befüllen? Das ist ja etwas sehr aufwendig und man benötigt dauernd neue Dichtungen für die Sicherheitsventile. Als die Lok 2004 bei uns war (auf Rollwagen verladen) hatte sie an den Entwässerungshähnen der Speiseleitungen Kupplungen für einen Gartenschlauch. Das wäre doch viel eleganter und leichter. Gibt es diese Anschlüsse nicht mehr?

    Unsere Loks haben die üblichen Feuerlöschstutzen, die wir zum Füllen nutzen können.


    Viele Grüße


    Dampfachim