• Hallo zusammen,

    ich habe mich gerade über den Fahrplan beim Molli gewundert.

    Der Sommerfahrplan 2019 ( Link ) auf deren Webseite, enthält den Fahrplan

    aus dem Jahr 2018 :sing:.

    Ich bin doch bestimmt nicht der einzige, der darüber stolpert ?

    Gruß

    Marcus

    P.S. Anfrage bei der Bäderbahn per Mail habe ich gestellt.

  • Habe den Fehler auf der Webseite der Bäderbahn

    gefunden. Klickt man direkt auf die pdf kommt der

    alte 2018er Plan. Nimmt man stattdessen den

    Download Link erhält man den 2019er Plan.

    Somit hat sich die Sache geklärt , und die Bäderbahn

    ist über diesen Fehler informiert.

    Grüße

    Marcus Janke

  • Danke Holger für den Link, ist schon echt krass gerade das Wetter, habe 36,4° im Schatten, beim basteln läuft einen der Schweiß.

    Zum Artikel, Warum Löcher schneiden???? :crazy::sing::cheers:....

    Viele Grüße Ronny :huhu:

  • Hallo..

    Na das liest sich schon sehr dramatisch.

    Bei Bewegungen von bis zu einem Meter dürfte es eine klassische Verwerfung gegeben haben?

    Diese wurde wahrscheinlich noch rechtzeitig gesehen oder beim drüberfahren bemerkt?

    Der Herr mit der Molliwarnweste auf dem Bild im Artikel zeigt stolz einen Schnitt in der Schiene..

    Das ist aber kein Meter..

    Die Alten wussten schon, warum man auch bei verschweißten Langschienen in gewissen Abständen flexible Schienestöße lässt.

    Hoffen wir mal, das der Molli bald wieder mit V Max über die Gleise rollen kann bzw darf.

    Diese Problematik dürfte bei den derzeitigen Temperaturen als generelles Problem im Prinzip überall drohen..

    Ich hab vor einigen Jahren mal am Abzweig At bei Halle eine Gleisverwerfung entdeckt und gemeldet.

    Dies war meinem Arbeitgeber immerhin die läppische Summe von 300Euro wert.

    Gruß, Thomas

  • Das Problem beim Molli ist hausgemacht! Vor etwa 4 Jahren wurden alle Schienenstöße auf freier Strecke verschweißt und somit ein lückenloses Gleis hergestellt. Was über 120 Jahre funktioniert hat, musste dann auf einmal weg. Das Verschweißen vor 4 Jahren war bestimmt nicht billig, das Aufschneiden heute kostet auch wieder Geld und die Reparaturen mit Neuverschweißungen kostet dann auch wieder ne Menge Geld.....

  • Anders herum gefragt, warum lässt man nicht aller paar Meter einen Stoß?

    Wegen des Fahrkomfort denke ich weniger und gehört ja zur Bimmel, geht so ein Stoß extrem auf die Radreifen, also auf lange Sicht gesehen?

    Viele Grüße Ronny :huhu:

  • Hallo zusammen,

    grundsätzlich ist das lückenlose Verschweißen der Schienen heute Stand der Technik. Da machen auch unsere Schmalspurbahnen keine Ausnahme. Im Gegensatz zur Regelspur ergeben sich hier natürlich Probleme durch die kürzeren und damit leichteren Schwellen, die im Schotterbett keinen so guten Halt finden. Denn den Spannungen im Gleis durch die Ausdehnung der Schienen müssen die Schwellen entgegenwirken.

    Zur Entschärfung der Situation wurden beim Rasenden Roland dafür vor allem in Gleisbögen besondere Wanderschutzbleche unter eine große Anzahl der Schwellen geschraubt, die einen zusätzlichen Halt im Schotterbett erzeugen. Außerdem gibt es in bestimmten Abständen Auszugsvorrichtungen, die eine Ausdehnung der Schiene um bis zu 8 cm aufnehmen können. In Steigungsbereichen werden die Schienen, die auf der Schwelle in den Unterlagsplatten auch längs wandern können, durch besondere Klammern am talwärtigen Rutschen gehindert. Damit wird verhindert, dass sich die "atmende" Schiene nicht stückweise immer weiter talwärts bewegt, dort am Ende Verwerfungen erzeugt und die Auszugsvorrichtung am Gipfel sozusagen ausgezogen und nicht zusammengeschoben ist. Aber auch uns ist das Problem der Wärmespannungen nicht unbekannt.

    Das Schneiden der Stöße ist eine Notmaßnahme, die jetzt einen Teil der Schienenlänge aufnehmen kann.

    Unser Gleisbauingenieur schlug immer die Hände über dem Kopf zusammen, wenn es um eine quasi Mischform aus verschweißtem und gelaschtem Gleis ging. Für ihn war es kein unüberwindbares Problem, die Verlegelänge der Schienen im geschraubten Gleis auszurechnen und auch nicht im lückenlosen Gleis. Die größten Probleme hatte aber damals schon die RüKB im Gleis zwischen Putbus und Binz, das verschweißte Längen von 80 bzw. 120 Metern hat und in diesen Abständen Laschen aufweist. Da haben wir Ende der 90er viel Lehrgeld gezahlt.

    Besser gelungen war von Anfang an das Gleis zwischen Binz und Göhren, das lückenlos verschweißt ist.

    Den Radreifen tun die Schienenstöße nichts. Aber Federung, Ausgleichhebel und deren Bolzen und Buchsen, die gesamte Abstützung der Fahrzeuge und auch die Lager werden natürlich durch jeden harten Stoß beeinträchtigt. Mit dem lückenlosen Verschweißen der Gleise ging der Verschleiß an diesen Teilen und damit der Instandhaltungsaufwand stark zurück.

    Der Herr mit der Warnweste des Molli ist übrigens der Geschäftsführer persönlich.

    Viele Grüße

    Dampfachim