Mit dem GmP von Niederschmiedeberg nach Wolkenstein

  • Hallo,


    ich kann Achim nur beipflichten, doch bitte beim Thema, respektive in und

    um Wolkenstein zu bleiben. Man kann die damalige Verfahrensweise arbeitsschutztechnisch, philosophisch und mirwegen auch weltpolitisch, unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses von Donald und Wladimir auseinandernehmen. Man könnte aber auch sich einfach an den schönen Bildern vom Helmut erfreuen und dankbar sein, daß es Leute gab (natürlich nicht nur im Preßnitztal), die den alltäglichen Planbetrieb dokumentiert haben.


    VG

    Norman

  • Hallöchen zusammen , ich drehe jetzt gleich mal wieder die Kurve zum Thema : Mitte September 1986 - also gut 2 Monate vor dem endgültigen Aus für den verbliebenen Güterverkehr zwischen Wolkenstein und Niederschmiedeberg - bin ich mit meinen damals 14 Jahren zusammen mit meinem Vater und einem Eisenbahner aus Wolkenstein im Packwagen mit dem Güterzug von Wolkenstein nach Niederschmiedeberg und zurück gefahren , jeder Eisenbahnfreund der schmalen Spur wird mir beipflichten , daß so ein einmaliges Erlebnis in bleibender Erinnerung gespeichert ist , die heutigen "modernen Schmalspurzeiten" sind nicht vergleichbar mit den damaligen DR-Zeiten , Zuglok war übrigens die 99 1582-8 , diese war dann auch eine der letzten planmäßigen Wolkensteiner Maschinen , und um es abzurunden : Am 22.12.1986 war ich dabei , als die 99 1561-2 als wirklich allerletzte Lok der alten Preßnitztalbahn im Güterteil des Bahnhofs Wolkenstein restliche Rangierarbeiten ( Beräumung ) tätigte , bevor am Folgetag endgültig das Feuer in ihr erlosch . Ich habe damals auch etliche S/W Fotos gemacht , leider sind etliche davon sowie die Negative unauffindbar , ich versuche aber in Kürze etwas in Bilderform zum Thema beizutragen . Vielleicht übertreibe ich jetzt etwas , aber dennoch steht für mich fest : Die Preßnitztalbahn Wolkenstein-Jöhstadt in ihrer damaligen Form bis in die 80er Jahre war schlechthin die schönste sächsische Schmalspurbahn überhaupt , jedes Mal , wenn ich heute die Museumsbahn besuche , werden wunderschöne Erinnerungen aufgefrischt , bin wirklich froh , wenigstens als Kind im Zeitraum von 1982-1986 die Preßnitztalbahn noch erlebt zu haben ! In diesem Sinne die besten Grüße von Knut !

  • Hallo


    Selbst in der fast voll reglementierten Eisenbahnwelt habe ich es schon mehrfach erlebt , daß wir (Mannschaft vor Ort) den Betrieb nicht nach Regelwerk vollzogen haben , sondern , daß es ohne Schaden weiterging und der Zug abfahren konnte. Ich finde es informativ, wie Kollegen vor etlichen Jahren ihre kleinen Problemchen geregelt haben . Es hat dem Kunden/Fahrgast nicht geschadet und die Eisenbahner weitere Sympathie geerntet.


    Glück auf


    Armin Ahlsdorf

  • Hallo Helmut,


    besten Dank auch von meiner Seite für den Bildbericht.

    Und mal zur Diskussion.... was man darf und auch nicht darf....

    Bei der großen Bahn ist mittlerweile bei Bremsproben die ein oder andere Variante zugelassen, wo man uns bei so einer Durchführung vor 4-5 Jahren noch den Kopf abgerissen hätte. Nicht die Dummheit der Leute ist für die Überreglementierung verantwortlich. Diese hat sich nur daraus entwickelt. Die Rechtsprechung der Gerichte ist das Grundübel, warum man sich heute gegen alles und jeden absichern muß. Und diese Regeln stellen dann Theoretiker nach Gesetzeslage auf, ohne auf die Praxis zu achten.


    Grüße Kay

  • Hallo,

    naja, zumindest besonders kundenfreundlich war es wohl nicht, die Fahrgäste über die Gleise und den Trampelpfad zu schicken. Aber erstens war der Personenverkehr im GmP bestimmt kein Hauptgeschäft und zweitens: Solang keine gehbehinderte Oma da lang muß, gehts ja auch. Was Vorschriften betrifft: Wer sich allein die Geschichte der Eisenbahnkatastrophen anschaut, stößt praktisch immer auf mißachtete Vorschriften. Ich möchte denjenigen unter Euch sehen, der als Geschädigter darauf verzichtet, vor die "bösen Gerichte" zu ziehen, wenn er meint, wer anderes habe eine Vorschrift verletzt. Ist halt wie immer eine Frage der Perspektive: Solang es mich nicht betrifft oder ich selbst die "blöde Vorschrift" beachten muß, ist der "gesunde Menschenverstand" am Zug. Sobald mir einer das Bein abfährt, weil er eine Vorschrift mißachtet hat oder haben soll, sieht es anders aus.

    Grüße,

    Rolf