Komotau - Cranzahl: (Wieder mal) in den letzten Zügen

  • Wenn ich lese, daß der VMS Fahrgastzahlen von früher als Maßstab ansetzt, obwohl die längst nicht mehr aktuell sind, könnte ich schon wieder ko...! Solln'se doch gleich sagen, daß 'se kein Bock abhaben.


    Hallo Toralf,


    Mit diesem Kommentar hast Du so was von recht, dem ist nichts hinzuzufügen.

    Aber manchmal laufen auch Sachen im Hintergrund, über die bis zur öffentlichen Verkündung nichts gesagt wird. Das wiederum ist nur meine allgemeine Erfahrung und nicht mit Wissen meinerseits zur konkreten Situation für den Abschnitt Cranzahl - Vejprty ab Fahrplan 2020 verbunden.

    Gruuß

    217 055

  • Hallo Eisenbahnfreunde,


    nächste Woche fährt die Wochenend-Eisenbahn wohl zum letzten Mal (2019 planmäßig- ab 2020 steht es nicht besonders gut)

    Das schöne Wetter lockte mich deshalb heute nach Vejprty.


    Zug 5298 kam mit gut 15 min Verspätung. Viele Radler brauchten eben länger um ihre Fahrzeuge im Zug zu verladen.


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    Für die Pedalritter war der Beiwagen vorbehalten


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    Die Reste des einst großen Empfangs- und Verwaltungsgebäudes der grenzübergreifenden Eisenbahnstrecke


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    Die Radler haben den Zug verlassen, einige Enthusiasten fahren die letzten 10 km bis Cranzahl im Zug mit.


    MfG

    Helmut

    Einmal editiert, zuletzt von 86_018 ()

  • Hallo,

    was soll eigentlich auf einer neu (wieder-) zu errichteten Strecke Holzau- Moldau besser laufen als auf der vorhandenene Strecke Cranzahl- Weipert?

    Gib es dort so viel mehr Potential an Fahrgästen? So sehr ich diesen Wiederaufbau begrüßen würde, zweifle ich doch ein wenig am Sinn der Sache.
    Grüße

  • Hallo zusammen,


    vor einiger Zeit habe ich ihn bereits angekündigt - den Rückblick über den Betrieb der České dráhy auf der Strecke Komotau - Weipert (- Cranzahl).

    Wobei: Es ist meiner Meinung nach mehr als nur ein Rückblick geworden, beim Schreiben bin ich immer wieder auf interessante Fakten gestoßen und so ists schon eher ein kleines Streckenporträt. Ich hoffe das stört nicht allzu sehr.


    Am gestrigen Abend war es soweit: Kurz nach 20 Uhr ging mit der Ankunft von Os 5299 in Komotau geht der Betrieb quasi von der CD an "Die Länderbahn" über. Da ich erst seit 2014 fotographisch aktiv bin, bezieht sich mein Rückblick nur auf den Saison- und Sonderverkehr der letzten Jahre. Natürlich ist er deshalb weder im Hinblick auf die gesamte Strecke noch auf alle C(S)D-(Sonder-) fahrten vollständig, aber vielleicht kann ja jemand von Euch noch Bilder zu den fehlenden Orten bzw. Sonderfahrten beisteuern.

    Da die Strecke nur den wenigsten bekannt sein wird, habe ich die Bilder zum besseren Verständnis dem Streckenverlauf nach angeordnet.


    Los geht die Reise in Cranzahl. Beim Umsetzen der liebevoll "Brotbüchsen" genannten Triebwagen der Baureihe 810 erreichten diese den von Tschechien entferntesten Punkt ihrer Reise. Am 11.8. 2019 habe ich nach mehreren Anläufen sogar VII K & 810 zusammen erwischt.


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    Wenige Meter weiter hinten präsentiert sich 810 002 (als M152.0002) im Rahmen einer Sonderfahrt vor den Bahnsteigaufgängen.


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    Ebenfalls beim Umfahren des Beiwagens wurde am 3.8. dieses Jahres 810 319 fotographiert. Er war diese Saison Dauergast und fast jedes Wochenende in Cranzahl.


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    Kurz vorm Erreichen seines Zieles zeigt sich hier 810 319.


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    Auch wenn der Bahnhof heute als Grenzbahnhof gilt, sind es von hier aus noch 10 Kilometer bis zur eigentlichen Grenze. Dabei wird unter anderem der Bahnübergang "Richterstraße" passiert.


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    In die Gegenrichtung hat man hier einen Blick auf den bereits auf den Cranzahler Bildern zu sehenden Bärenstein.


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    Nach der Durchfahrt des 1998 stillgelegten Bahnhofs Königswalde durchfährt die Bahn hier Kühberg. Auch hier befand sich auf Höhe der Lok/der Brücke bis 1998 ein Haltepunkt.


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    Von unten sieht das ganze so aus. Auf der im Hintergrund zu erkennenden Weide stand ich beim vorherigen Bild, am oberen Ende selbiger ist die B95 zu erahnen.


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    Mittlerweile kommen wir der Grenze immer näher - Bärenstein ist die letzte Station vor Grenzübertritt. Bis zur Wende noch ein richtiger Bahnhof - die Strecke war hier offiziell zu Ende, die Grenze war gesperrt und wurde planmäßig nicht überquert - ist heute nur noch ein Haltepunkt übrig geblieben.


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    An die Südausfahrt des Hp schließt sich nach einem kurzen Bogen die Grenzbrücke an, hier passiert von 810 319. (Blick in Richtung Tschechien) Seit 1993 wurde sie (bis auf kurzzeitige baubedingte Ausnahmen und 2014-2016) wieder planmäßig von Personenzügen überquert, nach dem Neubau im Jahr 1997 ist sie auch für schwerere Güterzüge zugelassen. Im Hintergrund ist bereits die Trapeztafel von Weipert zu erahnen.


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    Weipert - der erste Bahnhof auf tschechischem Gebiet - ist erreicht. In den letzten Jahren fanden an einigen Sommerwochenenden Sonderfahrten mit M131.1513 samt gedecktem Güterwagen für den Fahrradtransport statt. Oberhalb vom Bahnhof bietet sich beim Umsetzen dieser Blick auf Bahnhof, Bärenstein und Bahn.


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    Planmäßig gibt es keinen Güterverkehr oder lokbespannte Züge mehr. 742 169 hatte am 11.6.2017 jedoch den "Revolution Train" (Einen tschechischen Präventationszug, der die Gefahren von Drogen vermitteln soll) aus Komotau gebracht, der hier von 246 049 der Pressnitztalbahn übernommen wurde.


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    Im Hintergrund kommen von links die Gleise von der 100 Meter langen Grenzbrücke - zwischen den Einfahrtsweichen der beiden Bahnhöfe lagen früher 200 Meter.

    Der Bahnhof besaß früher einen sächsischen und einen böhmischen Teil. Mit Schließung der Grenze wurde der kleinere böhmische Teil stillgelegt und fortan das sächsische Heizhaus samt seiner 19,5 Meter-Drehscheibe genutzt. Letztere wurde im vergangenen Februar demontiert, die Reste des Heizhauses stehen noch im Gebüsch rechts hinten.


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    Das Empfangsgebäude war auch zweigeteilt, seit 2011/12 steht jedoch nur noch der restaurierte sächsische Teil (rechts zu sehen).

    Am 13.5.2018 waren 721 517 & 720 145 samt einem Wagen mit einer Modellbahnanlage auf der Rückfahrt von den Schwarzenberger Eisenbahntagen. Ähnliche Loks setzte die DR im Rangierbetrieb in Leipzig Engelsdorf ein - und mit 107 018 war unter RP-Regie auch diesen Sommer wieder eine Lok dort im Einsatz!


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    Die andere Bahnhofseinfahrt wird hier von 742 187 im Rahmen einer Sonderfahrt passiert. Im Hintergrund sind die Weiperter Kirche sowie Keil- und Fichtelberg zu sehen.


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    Wenige Meter weiter wird an der Weiperter Schule diese Mauer überquert. Früher waren Züge aus 4 Fahrzeugen keine Seltenheit. Auch kam es vor, dass Lokomotiven der Baureihe 742 vor mehreren Beiwagen eingesetzt wurden.

    Am Abend des 3.6.2018 war eine solche 4er-Garnitur, bestehend aus Planzug und rückgeführtem Sonderzug, unterwegs nach Komotau.


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    Folgt man der rechts zu sehenden Straße kommt man zu diesem Motiv. M131.1513 hat hier soeben seine Fahrt von Weipert nach Komotau begonnen. Diese zweiachsigen Fahrzeuge wurden von der CSD ab 1946 aus den deutschen VT 135 weiterentwickelt. Sie lösten in den 1950er Jahren die Dampfloks auf dieser Strecke ab und wurden selbst bis 1984 ausgemustert.


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    Ein Stück weiter hinten bekommt man auch den Bärenstein sowie die Weiperter Kirche mit aufs Bild.


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    Zwischen dem Hp Weipert und Weipert Neugeschrei bieten sich innerhalb weniger Meter mehrere Blicke auf die Bahn und man kann hier fast zu jeder Tageszeit Bilder machen. Mit Blick gen West sieht das am Morgen beispielsweise so aus - 810 319 erreicht gerade das Weiperter Stadtgebiet. Im Tal hinterm Zug verläuft nicht sichtbar die B95 zwischen Bärenstein und Niederschlag.


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    Und schaut man abends nach Osten bietet sich dieser Blick.


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    Wenn man von Kretscham nach Hammerunterwiesenthal fährt, sieht man kurz vorm Ortseingang die Strecke nach Weipert auf der anderen Talseite. Wer jetzt nicht weiß wo ich meine - so sieht's dort aus.


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    Auf Höhe des deutschen Bahnhofs von Hammerunterwiesenthal rollt 814 083 als abendlicher Zug nach Komotau. Diese Züge entstanden 2005 als Umbau aus Triebwagen der Baureihe 810 sowie deren Beiwagen und bieten damit nun auch einen Niederflureinstieg. Da sie aber weniger Stellplätze für Fahrräder besitzen und so Räder zurückgelassen werden mussten, kommen seit 29.6. nur noch 810 + Fahrradbeiwagen zum Einsatz.


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    Wenige Meter weiter überquert die Bahn dann eine Straße, bevor sie den Haltepunkt Böhmisch Wiesenthal erreicht. Der Hügel im Hintergrund ist Teil des Hangs, der sich von Hammerunterwiesenthal in Richtung Steinbruch bzw. Neudorf erstreckt. (Zug in Fahrtrichtung Weipert)


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    Die Bahn beschreibt nun eine Linkskurve um endlich ins Landesinnere abzubiegen. Wenig später unterquert sie eine Straße in Richtung Keilberg (Klínovec). Der "319" dieses Jahres war letztes Jahr der "320", der hier verstärkt mit einem 814 gen Cranzahl rollt.


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    Im Anschluss verläuft die Bahn auf einem Damm parallel zur Straße, um nach wenigen hundert Metern den Bahnhof Schmiedeberg (Kovářská) zu erreichen.

    Hier geht es dann in Teil 2 weiter...


    Gruß

    Julius



    Ps: Falls Bilder nicht sichtbar sein sollten oder Schriftarten/-größen seltsam sind: Ich hatte beim erstellen des Beitrags Probleme beim Kopieren der Bildlinks von picr. Die Forensoftware stellte diese jeweils in einem Feld "Quellcode" dar (ähnlich dem Feld: "Zitat") und zeigte die Bilder nicht an. ich hoffe jetzt klappt alles...

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  • Hallo Helmut,


    ja , ich war auch gestern Abend dabei. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen die paar Bilder anzuschauen und zu sortieren, vielleicht hänge ich die im zweiten Teil mit ran.


    Gruß

    Julius

  • Willkommen zurück!

    Im ersten Teil habe ich Bilder von Cranzahl bis Schmiedeberg gezeigt, wo es jetzt weiter geht. Für mich zählt der Bahnhof Schmiedeberg zu den schönsten Bahnhöfen der Strecke. Auch wenn nicht alles mustergültig erhalten und saniert ist, so strahlen doch die noch großteils vorhandenen Gleisanlagen und Gebäude eine schöne Stimmung aus - ich bin immer wieder gern hier.

    An der westlichen Einfahrt passiert 814 032 hier soeben das Wärterhaus auf seinem Weg gen Cranzahl.


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    Am 3.10. dieses Jahres war mit 831 105 nach dem offiziellen Abschied der CD doch nochmal ein ehemaliges Staatsbahnfahrzeug zwischen Komotau und Weipert als Fotosonderzug unterwegs.


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    Da die Stadt mit Vertreibung der Sudetendeutschen sowie dem allgemeinen Bevölkerungsschwund geschrumpft ist (> 4400 EW auf ca. 1000 EW, Tendenz sinkend) liegt der Bahnhof eher außerorts. Und so steigen hier hauptsächlich Wanderer zu und aus, die wenigen Einheimischen nutzen vermutlich eher den Haltepunkt näher am "Zentrum"


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    In die andere Richtung kann man die für das kleine Dorf relativ großzügigen Bahnanlagen gut einsehen. Neben dem Empfangsgebäude, das in den letzten sogar Jahren ein neues Dach bekommen hat und weiter renoviert wird, sind die 2 Durchgangsgleise sowie zahlreiche Nebengleise-/gebäude samt 2 Rampen (auf einer stehe ich) zu erahnen.

    Begründet lag dies in der Fischfabrik Kalla, die hier von 1910 bis zum zweiten Weltkrieg bahnhofsnah (Fisch-) Konserven produzierte. Im Jahr 1943 beschäftigte sie laut Chronik 400 Mitarbeiter, verarbeitete 2500 Tonnen Fisch und stellte eine Million Dosen her. Dafür wurden jährlich 280 Wagen per Bahn zugestellt.


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    Am östlichen Ende des Bahnhofs steht ein weiteres, bewohnte Wärterhaus an einem Feldwegübergang bzw. der Zufahrt zur Laderampe. Bis Ende Mai 2018 waren meist einheitlich rot / beige Züge unterwegs - leider viel zu wenig dokumentiert. 810 482 ("Alice") war damals auch so ein Dauergast...


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    In die andere Richtung präsentiert sich das alles so - Diesel in Europa anno 2019 :)


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    Und nochmal von der anderen Seite.


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    Im weiteren Streckenverlauf fühle ich mich immer etwas nach Skandinavien oder Kanada versetzt - doch auch so kann es im Erzgebirge aussehen. Aber macht euch lieber selbst ein Bild.


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    Zwischen dem Bahnhof und dem Haltepunkt von Schmiedeberg liegt ein Bahnübergang, von dem aus einige Motive umzusetzen sind. So kann man den gleichen Zug von der selben Position aus auch zweimal fotographieren...


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    ... und - wenn man etwas den Weg an der Strecke entlang läuft - gibt es dieses "Motiv für kurze Züge". Wenige Meter weiter befindet sich nahe dem Schmiedeberger Hp übrigens der höchste Punkt der Strecke mit 870 Metern ü. NN.


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    Der weitere Streckenverlauf ist von mir leider eher dürftig dokumentiert, da ich bis vor 2 Jahren nur mit dem Fahrrad mobil war und so vor allem Schmiedeberg sowie der vorherige Abschnitt einfach erreichbar war. Eigentlich Schade, gibt es doch gerade um die Talsperre Preßnitz und den Kupferberg auch wunderschöne Motive.

    Ein solches biete beispielsweise das ehemalige Bergwerk von Kupferberg. Hier wurden zwischen 1968 und 1992 knapp 2,7 Millionen Tonnen Eisenerz gefördert. Bislang war ich nur ein Mal hier, da die Gebäude allerdings in nächster Zeit abgerissen werden sollen, muss ein Schlechtwetterbild herhalten.


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    Ein Stück weiter bietet sich ein Blick auf den namensgebenden Kupferberg.


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    Die Querung der Verbindungsstraße nahe dem zum Haltepunkt degradierten Bahnhof Kupferberg.


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    Ein weiteres Motiv ist der Blick auf die bereits genannte Talsperre.


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    Kurze Zeit später erreicht sie den Haltepunkt der ehemaligen Stadt Reischdorf (Rusová). Diese wurde Anfang der 1970er Jahre zusammen mit der Bergstadt Preßnitz (Přísečnice) und Dörnsdorf (Dolina) geräumt und abgerissen, um dem Talsperrrenbau Platz zu schaffen. Da die Bahn außerhalb der Dörfer verlief war das Empfangsgebäude von Reischdorf das letzte erhaltene Gebäude des Dorfes. Es wurde 2012 abgerissen und auch das Parallelgleis wurde in den letzten Jahren entfernt.

    Einst wurde sogar erwogen, die Preßnitztalbahn bis Weipert oder Reischdorf zu verlängern, diese Pläne wurden aber nicht verwirklicht.

     

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    Im weiteren Verlauf läuft die Bahn auf langen Strecken gerade aus bis Krima (Křimov). Dabei werden neben dem Ort Sonnenberg (Výsluní) auch zahlreiche Hütten passiert


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    Ein nächste Bild gibt es aus Krima (Křimov). Hier zweigte einst die für den Güterverkehr bedeutende Strecke nach Reitzenhain und weiter nach Chemnitz als weitere Erzgebirgsquerung ab. Der Personenverkehr wurde jedoch 1945 eingestellt und nachdem der Güterverkehr in den 1950er Jahren endete wurde die Strecke demontiert. Der Triebwagen befindet sich gerade auf den Resten der nach Reitzenhain abzweigenden Weiche.

     

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    In Krima bewahrt zudem der Verein "Loko-Motiv" einige Fahrzeuge rund um das erhaltene Heizhaus auf. Der Fahrradverkehr mit M131.1513 macht hier auf seiner Fahrt eine Pause, in der das Bahnhofsgelände besichtigt werden kann.

     

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    2 Durchgangsgleise sind dem Bahnhof noch geblieben - beide sind bei der Zugkreuzung zwischen Planzug und Fahrradverkehr belegt. Rechts das stattliche Empfangsgebäude, links einige abgestellte Fahrzeuge des erwähnten Vereins.

     

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    Die 1872 eröffnete Strecke verläuft nun relativ steil hinab ins Tal der Eger zum Ziel nach Komotau (Chomutov). Dabei hat man auf dem nächsten Abschnitt zum Teil Blicke ins Tal der 3 Mühlen (rechts).

     


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    Auch in Domina (Domina - Schönlind) lagen bis vor wenigen Jahren noch 2 Gleise, nun sind die Reste zum Abtransport aufgestapelt.


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    Ab hier ist Komotau bereits in Sichtweite. Die Strecke verläuft jedoch in 2 großen Serpentinen ins Tal, so dass es noch fast 14 Kilometer bis zum Ziel sind.


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    Bereits im Stadtgebiet von Komotau wird dieser Übergang gequert.


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    Nun ist Komotau bald erreicht. Hier besteht Anschluss an die Strecken nach Eger (Cheb), Prag (Praha) sowie Aussig (Usti), die vom Güter-, Nah- und Fernverkehr rege genutzt werden.


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    Am Morgen des 3.10. konnte hier nach 4 Jahren auch Alice - immer noch rot/beige - wieder angetroffen werden. Nach Weipert fuhr sie jedoch an diesem Tag nicht mehr. Im Hintergrund ist rechts eines (von ehemals 3) der ehemaligen Bahnbetriebswerke zu erkennen, das heute ein Museum beherbergt.


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    Das letzte Bild zeigt den letzten Planzug von Cranzahl nach Komotau am 29.9.2019.


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    Ab nächstem Jahr bedient dann die Länderbahn die Strecke zwischen Komotau und Weipert mit 3x täglich. Gefahren wird mit Regiosprintern (Baureihe 654), erste Fotos sind beispielsweise hier schon zu sehen.

    Wie die die Fahrräder fortbekommen sollen - ich weiß es nicht. (Angeblich soll man wohl evtl. auch Desiros nutzen wollen)


    Der Abschnitt über die Grenze wurde von den Ländern (wie bisher) nicht bestellt, man scheint allerdings seitens der Bahnbetreiber (DLB & Erzgebirgsbahn auf deutscher Seite) auch Interesse daran zu haben den Betrieb weiter zu führen - aber gesichert ist noch nichts.

    Da sich das Angebot jedoch mittlerweile herumgesprochen hat und auch rege genutzt wird kann man nur hoffen, dass es im nächsten Jahr nicht an den 10 Kilometern scheitert.


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  • Ach ja:

    Wer jetzt gern wieder zurück nach Weipert möchte dem sein entweder die Rückfahrt per Bahn (Führerstandsmitfahrt auf YouTube) oder der Schienenersatzverkehr empfohlen :zwink:.


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    Oder aber er wartet bis zum 19.10., da kommen 86 1333 und 112 565 nochmal vorbei.


    Gruß

    Julius



    Ps: Der Ikarusbus kam für die Rückfahrt einer Gruppe Reisender, die an der letzten Fahrt am 29.9. nach Komotau teilnahmen, zum Einsatz.

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