Donnerhall in den Bergen - Auf steilen Weg nach oben

  • So langsam müssen wir dem Sommer ade sagen und freuen uns auf einen hoffentlich "Goldenen Oktober", durch den unsere Gartenbahnzüge weiter unbeeindruckt ihre Runden ziehen werden. Auch beim großen Vorbild ergeben sich in dieser Zeit immer sehr ausdrucksstarke Fotos. Vorbei allerdings die Zeit, in der es draußen bis tief in die Nacht hinein hell und warm war.


    Auf einer der schönsten Gartenbahnanlagen Deutschlands wurde im Juli 2019 zu einem Fahrtag eingeladen und Gartenbahnfreunde der Harzer Schmalspurbahnen sowie der Rhätischen Bahn sind dieser Einladung sehr gern gefolgt. Vom Bahnhof Eisfelder Talmühle aus kämpfen sich die schweren Züge über mehrere Kehrschleifen hinauf zum Brockenbahnhof. Es ist für Auge und Ohr ein Spektakel, den Zügen auf ihren beschwerlichen Weg die Berge hinauf zuzusehen. Bei den Modellen der „Harzbullen“ BR 99.23-24 wurden die handelsüblichen LGB-Decoder gegen Modelle anderer Hersteller ausgetauscht und private Soundprojekte aufgespielt, welche den Originalgeräuschen der Vorbildlokomotiven schon ziemlich nahe kommen.


    Das was Auge und Ohr wahrgenommen haben, dazu fiel mir spontan als Titel "Donnerhall in den Bergen - Auf steilen Weg nach oben" ein und so habe ich dann auch den zweiteiligen Film benannt.


    Ich wünsche viel Vergnügen mit dem Film, Teil 1/2:


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Moin Hornhausen,


    wirklich eine gelungene Anlage, umso bedauerlicher finde ich hier die Weichenradien, damit wird jede Ausfahrt irgendwie humpelig......das ist schade und unnötig. Ich habe eben gesehen, dass es von LGB eigentlich Weichen gibt, deren Radius halbwegs akzeptabel sein müsste.......mit R5.

    Außerdem frage ich mich, ob es nicht besser aussähe, wenn die Schneepflüge bei BR 99.22-24 am Rahmen statt an den Laufachsengestellen befestigt wären. Die 6001 und die G3/4H kommen da besser rüber (die haben natürlich auch kleinere Achsstände).


    Bitte nicht falsch verstehen, ich finde das Gesamtbild tatsächlich sehr ansprechend und finde diese Sache umso bedauerlicher......


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Hallo Lenni,


    als LGB im Jahr 2004 erstmals ein Großserienmodell der BR 99.22-24 vorstellte sagte das Pflichtenheft, diese Lok muß auch den eigenen LGB-Radius R1 anstandslos befahren können. Und mit diesen daraus resultierenden abgeleiteten Kompromissen wurde dann das Lokmodell auch auf den Markt gebracht. An sich eine sehr schöne und gelungene Konstruktion, aber wie gesagt mit kleineren Einschränkungen wie der riesig ausschwenkende Rahmen bei LGB-Radien R1 oder R2 oder von dir angesprochen die Bewegungen des Schneepfluges. Wo machbar sollte unter LGB R3-Radius diese Lok aus ästhetischen Gründen sowieso nicht eingesetzt werden, besser natürlich noch LGB R5-Radien oder Flexgleise.


    Schlußendlich ist auch immer alles eine Platzfrage. Mit kleineren Radien bekomme ich natürlich mehr Weichenstraßen hin als mit größeren. Der Eigentümer der hier vorgestellten Anlage hat gerade auch in Bezug auf schlanke Weichen seine Anlage die letzten Jahre sehr optimiert und unter LGB R3-Radius ist da nichts verbaut.


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Moin,


    also das möchte ich unterstreichen: das Modell an sich ist wirklich gelungen und kommt von den Proportionen gut rüber. Ich dachte halt, dass, wenn man den Schneepflug am Rahmen befestigte, man eventuell noch einiges kaschieren könnte....mit der Kupplung müsste man sich dann noch was einfallen lassen.


    Viele Grüße

  • Hallo


    Wenn der Platz Mangelware ist kannste solche Weichenstraßenwünsche glatt vergessen..Und wenn du Modelleisenbahner mit kleineren Maßstäben zu tun hattest ist die Umstellung zur Gartenbahn mehr als einfach.Das sind auf einmal Dimensionen die un gewohnt sind und die du erst mal begreifen must..Ich will sagen Modelleisenbahn kannst du hier vergessen.Eine Gartenbahnanlage in geschlossenen Räumen ist was anderes.Aber im Garten b eim rauen Betrieb bei jedem Wetter ja wirklich jedem Wetter gelten andere Kriterien.Aber es macht Spas und das schon seit 2002..Nicht so groß und schön wie andere hier vorgestellte Anlagen.Aber ich hatte und habe immer gut zu tun..Wer wenig Platz hat könnte auch mit einer Feldbahn glücklich werden.Modellie von LGB sind erhältlich.Oder er baut eben selbst.Das trifft auch auf Gleismaterial zu-.Da sind wir wieder beim Modellbau..

    Ich hatte ja einmal geschrieben das ich die Nietenzähler und ähnliche für ihre Leistungen bewundere und was sie in größeren Maßstäben leisten könnten.Aber es ist eben eine Tatsache das ich mir hundert mal überlegen würde solch ein Modell im Garten einzusetzen.Es wäre nur zu schade wenn es zu Schaden kommen würde.Den hier walten und schieben andere Kräfte..Sicher sehen Weichensträßen mit großen Radien besser aus und sie sind auch betriebssicherer aber siehe Anfang.

    Und meine kleine Anlage mus mich sowiso zur Zeit trösten um über andre Probleme hinweg zu kommen. .Da mactr es die Größe etwas einfach wenn auch alles schwarze und manches dunkle einfach nervt.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo Lenni,


    der Schneepflug beweglich und an der Vorlaufachse befestigt sieht sicher etwas unglücklich aus, da gebe ich dir recht.


    Aber andererseits, wenn er am Rahmen befestigt wäre würde sicher die Betriebstauglichkeit im Kurvenbereich im harten Gartenbahneinsatz leiden. Man schaue mal, was er im Wintereinsatz leisten muß:


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Oh wow,


    okay ja, das sehe ich ein. Dafür muss er natürlich auch wirklich in die Kurven gehe! Tolles Video aber auch!!


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Hallo


    Gut gelöst.Aber ich will ja nicht meckern mit zwei so starken Maschinen und bei umgerechnet 250 mm Schneehöhe u nd dazu Pulverschnee ist es ja ziemlich leicht Gleise von der weisen Pracht zu befreien..

    Jedenfalls gute Regie und Ahnung von der Sache.Gewußt wann und wie man es macht.

    Und echt toll die damalige Sache mit verschieden anhaftenden Schnee ins lebendige Modell umgesetzt..

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo


    Gut gelöst.Aber ich will ja nicht meckern mit zwei so starken Maschinen und bei umgerechnet 250 mm Schneehöhe u nd dazu Pulverschnee ist es ja ziemlich leicht Gleise von der weisen Pracht zu befreien..

    Jedenfalls gute Regie und Ahnung von der Sache.Gewußt wann und wie man es macht.

    Und echt toll die damalige Sache mit verschieden anhaftenden Schnee ins lebendige Modell umgesetzt..

    Man hat im Winter eigentlich sehr, sehr selten solch optimale Bedingungen, um so einen Gartenbahnfilm zu drehen.


    Pulverschnee ist absolute Voraussetzung und das größte Problem sind immer saubere Gleise, da ja betreffs Stromabnahme der Rad-Schiene-Kontakt entscheidend ist. Selbst Speicherkondensatoren helfen nur bedingt. Also immer schön die Gleise sauber halten und dann auf so eine Gelegenheit warten... Aber die Praxis hat auch gezeigt, daß sich gern Kleinteile vom rollenden Material lösen. Im Winter ist eben auch alles etwas spröder. Denn ganz ohne Entgleisungen läuft es eigentlich selten ab....


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Hallo Lenni,

    als Erbauer und Bertreiber der Anlage möchte ich auch mal das Wort ergreifen.

    Sicher ist der angebaute Schneepflug optisch nicht der Idealfall, aber von der Betriebssichertheit wohl unabdingbar, außer man fährt Vorbildgerechte Radien, und die fangen umgerechnet so bei 2,5 m an.

    Es ist immer eine Frage des Platzes, und dieser gibt eben bei meinen Verhältnissen nicht mehr her.

    Für meine Anforderungen sind die R 3 Weichen vollkommen ausreichend, und ich finde die Fahrt der großen Loks durch diese Halbmesser keinesfalls hackelig.

    Ein Harzbulle durch R 1 das tut auch mir weh, und was bringt es in einen R 3 Radius eine R 5 Weiche zu bauen.

    Sicher wäre das ganze Gleisbild auch mit R 5 Weichen machbar gewesen, aber mit der Einschränkung, das die jetzt in Vorbildgeteuer Länge mit 8 Wagen gefahrenen Züge nicht möglich gewesen wären, und um mindestens 2 bis 3 Wagen gekürzt worden wären.

    Wenn man bedenkt das heutzutage noch viele mit R 1 bauen.

    Gruß

    Thomas