KDL 11 in H0e


  • Hallo Florian,


    vielen Dank für die Ergänzung. Aber dass die Lok in Meiningen war, kann ich nicht recht glauben. Mit diesem AW hatte Walter Seidensticker eigentlich nichts zu tun, dafür aber sehr gute Beziehungen zum Raw Görlitz. Soviel ich mich erinnere, kam die Lok 1994 auch direkt aus Dörzbach zu uns. Das würde ja auch erklären, dass der Tender dort herumstand.

    Womöglich hatte Walter Seidensticker mal die Idee, die Lok dort untersuchen zu lassen, hat sie aber nicht umgesetzt.

    Friedrich Haftel gehörte auf jeden Fall viele Jahre zu den engen Freunden Walter Seidenstickers. Da mag es durchaus solche Gedankenaustausche gegeben haben, aber an Meiningen glaube ich in diesem Zusammenhang wirklich nicht, eher Görlitz, wo so manche Seidenstickerlok untersucht wurde, wie z.B. die Bielefeld, Nicki+Frank S, 99 4652 (nur äußerlich), Mecklenburg, Philipp S und die Aquarius C.

    Das AW Meiningen hatte erst nach der Schließung des Werks Görlitz einige kleinere Aufträge.


    Diese 699.02 spielte in den vielen Unterhaltungen mit Walter Seidensticker immer nur eine untergeordnete Rolle. Schließlich hatte er ja mehrere betriebsfähige Lokomotiven.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Selbst Herbert Fritz kann in seinem Buch über die KDL 11 keine Daten für die letzten Einsätze der 699.02 liefern. Fakt ist aber, dass sie ihre letzten Einsätze ca. 1960 auf der Waldviertelbahn für die Zfst. Gmünd/ NÖ erbrachte und dann auf dem Lokfriedhof Obergrafendorf zusammen mit etlichen anderen ÖBB-Schmalspurloks abgestellt war, wo sie 1966 noch buchmäßig in den Bestand der Zfst. St. Pölten wechselte.

    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo Dampfachim

    lt. mir vorliegender Stationierungsliste war die 699.02 je zum 01.01 des Jahres in:

    1955 Gmünd,1956 Gmünd, 1957 Gmünd, 1958 Gmünd, 1959 Zell/See, 1960 Gmünd, 1961 bis 1973 abgestellt in Ober Grafendorf. Ob die Lok wirklich im Einsatz war kann ich nicht sicher sagen, da müsste ich mein Bildarchiv durchsehen.


    lg

    Andi

  • Hallo zusammen,


    war am Samstag ja zum Fotografieren in Grünburg. Mein Dank gilt der freundlichen Begrüßung und der problemlosen Genehmigung für die Aufnahmen durch die Mannschaft in Grünburg. Vielen Dank! Dampfachim freut sich hoffentlich über die Fotos:


    Zum Auftakt einmal die Wasserkästen in einer Art "Draufsicht". Die Wasserkästen von 699.101 und 103 scheinen sich ja doch zu unterscheiden:



    Auch die Draufsicht auf die Schienenräumer ist (für mich) interessant:



    Die wohl ursprünglich geschwungene vordere Pufferbrust scheint beim Umbau zur Tenderlok eine trapezförmige Verstärkung erhalten zu haben:



    Auch tenderseitig wird deutlich, wie der Rahmen für den Kohlenkasten verlängert wurde:



    Das befindet sich beidseitig des Führerstands. Da wäre ich dankbar, wenn ihr mir Hinweise auf die Funktion geben würdet (Entwässerung, Speisen, oder ...?):



    Mit der Aufnahme will ich einmal überprüfen, ob und ggf. wie viel die Frontfenster meiner PS-Führerstände zu klein geraten sind:



    Ganz nebenbei habe ich nun begründete Hoffnung, dass ich geätzte Schilder für die 699.103 in der gewünschten Ausführung erhalten werde. In diesem Sinne: mal sehen, was ich davon wann umsetzen kann ...

    Viele Grüße

    Thomas

    normal_kDSC_3848_Signatur_SMF.jpg

  • Das befindet sich beidseitig des Führerstands. Da wäre ich dankbar, wenn ihr mir Hinweise auf die Funktion geben würdet (Entwässerung, Speisen, oder ...?):


    kDSC_7142.jpg


    Hallo Thomas,


    das sind nichtsaugende Injektoren/ Dampfstrahlpumpen Bauart Friedmann. In Österreich ist diese Form der Speiseeinrichtung weit verbreitet.
    Die ehemalige 699.02 hat die auch.



    Gruß,
    Rafael

  • Hallo Nuke ,


    danke für die schnelle Antwort. Habe ich zwar schon gehört, aber nun habe ich auch endlich einmal ein Bild dazu! Vergleichbares durfte ich zwar auch bei meinen Uh-Modellen verbauen, aber mich hat das Vorhandensein von ähnlichen/gleichen Einrichtungen auf Lokführer- und Heizerseite verwundert.

    Viele Grüße

    Thomas

    normal_kDSC_3848_Signatur_SMF.jpg

  • Hallo Thomas,


    Speisepumpen sind eine sicherheitskritische Einrichtung an einem Dampfkessel und werden daher immer doppelt ausgeführt. Fällt die Möglichkeit aus, Wasser in den Kessel nachzuspeisen besteht Gefahr von schweren Schäden am Kessel bis hin zu einem Kesselzerknall. Daher immer zwei.


    Müssen nicht zwingend immer die selben zwei Pumpen sein, gerade bei größeren Lokomotiven ist ja oft eine Kolbenspeisepumpe und eine Dampftrahlpumpe verbaut. Bei kleineren und 'billigeren' Loks finden sich meist zwei Dampfstrahlpumpen/ Injektoren. Das trifft auch auf die meisten Schmalspurloks zu.



    Gruß,
    Rafael

  • Hallo Thomas,


    ganz herzlichen Dank! Vor allem die Details zum hinteren Rahmenvorschuh sind für mich sehr interessant. Durch den "Rucksack" war ja eine deutliche Verlängerung des Rahmens notwendig.


    Es ist völlig normal, dass diese nichtsaugenden Strahlpumpen beidseitig vorhanden sind. Die Kesselspeiseeinrichtungen müssen immer mindestens doppelt vorhanden sein, damit beim Ausfall einer der Pumpen eine sichere Speisung des Kessels gewährleistet bleibt. Das Wasser im Kessel ist praktisch die Lebensversicherung des Kessels und somit auch des Lokpersonals. Dabei ist es erstmal ganz egal, welche Bauart die Speiseeinrichtung nun hat. Diese in Österreich häufigen nichtsaugenden Pumpen waren in Süddeutschland früher auch häufig. Sie kamen in Deutschland aber immer mehr aus der Mode. Statt dessen wurden saugende Strahlpumpen, meist der Bauart Strube, eingebaut.

    Der Einbauort im Führerhaus brachte es dann mit sich, dass sie von außen nicht mehr so sehr auffielen.


    Aber das ist ein vielschichtiges Thema und sicher für viele User interessant.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo zusammen,


    will Euch nur kurz zeigen, was aus den (Vor-) Bildern dann in 1:87 geworden ist. Ich stelle vorläufig einmal sieben Maschinen fertig. Hier der aktuelle Stand:



    Die restlichen drei Maschinen stehen noch ausgerichtet auf der Werkbank, damit Wasserkästen und Führerhaus sich nicht zu sehr verziehen. Ich habe auch versucht, die Verschraubungen der runden (Revisions-?) Öffnungen der Wasserkästen nachzubilden. Böses Foul: ich habe nur acht statt der vorbildgerechten zehn Schraubenköpfe nachgebildet. Jetzt aber her mit der Peitsche ... :frech:


    Viele Grüße

    Thomas

    normal_kDSC_3848_Signatur_SMF.jpg