Streckenjubiläum 130 Jahre Buchholz - Schwarzenberg

  • Hallo Eisenbahnfreunde,


    vom 11. - 13. Oktober gibt es mehrere Veranstaltungen zum 130 jährigen Jubiläum der Strecke Buchholz - Schwarzenberg. Hier der Link zum Programm 130 Jahre BSg

    Da heute die Erzgebirgische Aussichtsbahn mit 86 333 auf Tour war ging es kurz nach Schlettau.


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    Wegen der fehlenden Drehscheibe die im früheren Bw Annaberg-Buchholz existierte, ging es halt Tender voraus Richtung Schwarzenberg.

    Für den Lokheizer heißt das in Buchholz muss ordentlich Wasser in den Kessel damit bei der Bergfahrt ein ausreichender Wasserstand über der Feuerbüchse bleibt.


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    Die 86 hat mit 9 m³ keine großen Wasserreserven. Für die Schlettauer Feuerwehr ist es schon Routine die Dampfloks mit Wasser zu versorgen. Etwas ungewohnt ist die Schmierpumpe unter dem Führerhaus.


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    Nach der halbstündigen "Wasserpause" die nicht nur für die Lok sondern auch für die Fahrgäste gedacht ist, ging es mit kräftigen Auspuffschlägen in Richtung Schwarzenberg.


    MfG

    Helmut

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  • Hallo Bimmelbahner,


    das große Wochenende ist nun schon Geschichte. Ich war diesmal nicht hauptsächlich auf Fotos aus, mir ging es mehr um die Athmosphäre.

    Treffen mit ehemaligen und aktiven Eisenbahnern und Erinnerungen an das Fest vor 30 Jahren ließen die Zeit schnell vergehen.

    Da bestimmt viele Bimmelbahner auch dort gewesen sind werden wohl noch mehr fotografische Eindrücke im Forum erscheinen.

    Da ich die 86 Tender voraus besonders attraktiv finde, nur ein Bild vom letzten Zug nach Schwarzenberg an der Einfahrt Scheibenberg.


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    Weil es so schön ist geht es am nächsten Samstag mit dieser Maschine nach Komotau ins Eisenbahnmuseum.


    MfG

    Helmut

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    Die 86 hat mit 9 m³ keine großen Wasserreserven. Für die Schlettauer Feuerwehr ist es schon Routine die Dampfloks mit Wasser zu versorgen. Etwas ungewohnt ist die Schmierpumpe unter dem Führerhaus.


    Hallo Helmut,


    diese Schmierpumpe bekam die 86 333 während ihrer Zeit in den alten Bundesländern. Es ist eine Pumpe der Spurkranzschmierung (ich glaube ein System von De Limon), wie sie an DB-Triebfahrzeugen relativ verbreitet war.

    Auch wenn sie bei der DR so nicht gebräuchlich war, hier gab es die Bauart Heyder bei vielen Loks, ist die Verwendung dieser Schmierung ein großer Vorteil und hilft bei der Schonung der Spurkränze und somit bei der Erhöhung der Standzeit der Radreifen.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • An den Anblick Schlettau mit Formausfahrsignalen werde ich mich wohl nie gewöhnen, wenn man dort von 1980 bis 1990 täglich aus- und eingestiegen ist und später dort sogar zeitweise als Fdl gearbeitet hat.


    Naja, was solls, besser als umgekehrt wie in meiner neuen Heimat. An den Anblick Blumberg OHNE Formsignale kann ich mich seit Aug. 2018 auch nicht gewöhnen.


    Gruß

    Toralf

    Einmal editiert, zuletzt von Toralf750 ()

  • Hallo Helmut,


    ich weiß! Wie Du Dir denken kannst, hatte ich ausreichend Gelegenheit, die 86 333 zu betrachten. Diese Bauart der Spurkranzschmierung ist übrigens auch an unserer V 51 (auch ex Bundesbahn) verbaut.

    Das Arbeiten der Schmierung kann man bei der 86 auch gut hören. Das zeitweise Zischen im Fahrwerk ist typisch dafür.


    Viele Grüße


    Dampfachim

  • Hallo Ronny,


    das geht bei der V 51 immer umlaufend (4 Düsen nacheinander) abwechselnd und auch nur immer für einige Sekunden. Wie der Takt genau ist, kann ich gar nicht sagen, hab die Zeit nie gestoppt, aber man hört das Rauschen regelmäßig. Wie das bei der 86 nun genau eingestellt ist, kann ich Dir noch weniger sagen, weil ich auf der Lok nicht fahre. Gespritzt wird da ein silbergraues Fett, das speziell für diese Art Schmierungen konzipiert ist. Ich kann Dir den Handelsnamen jetzt nicht sagen, würde es aber in wenigen Tagen herausbekommen, wenn nötig.


    Bei der DR verwendete man ja die Spurkranzschmierung Bauart Heyer (auch bei den Schmalspurloks), die normalerweise mittels einer Mechanik an der Laufachsdeichsel nur bei Ausschlag in Gleisbögen angesteuert wurde. Zwar ist der Verschleiß der Spurkränze in Gleisbögen naturgemäß größer, so dass die Schmierung hier sinnvoll erscheint, jedoch ist auch im geraden Gleis durch den Sinuslauf der Radsätze eine gewisse Abnutzung gegeben, so dass man durch das periodische Schmieren der führenden Spurkränze auch bei langem Geradeauslauf eine gewisse Verbesserung erreicht haben dürfte.


    Modernere Spurkranzschmierungen (auch mit dem silbergrauen Fett), etwa die Bauart Rebs (auf vielen Schmalspurdampfloks heute im Einsatz), lassen sich entweder zeitgesteuert, oder auch bogengesteuert ausführen. Bei uns kam dafür ein Sensor zum Einsatz, der die bogenbedingte Neigung des Fahrzeugs erfasst hat. Aber die Rebs-Schmierung hat sie bei uns nicht als so effektiv erwiesen, so dass sie gar nicht mehr betrieben wird und teilweise schon wieder entfernt ist.


    Viele Grüße


    Achim