MaLoWa: Neuer Arbeitsvorrat an Lxd2

  • Möglicherweise war für die DDR-750mm-Schmalspurbahnen auch die Bestellung der BDZ-Reihe 77 mit 1100 PS von Faur angedacht, die ja ab 1988 geliefert wurde. Das würde zeitlich zu der damaligen Meldung im Modelleisenbahner passen und die Loks hätten auch leistungsmäßig auf die Strecken im Süden der DDR gepasst.


    Gruß

    Toralf

  • Die Beschaffung der Reihe 77 wäre alternativlos gewesen.

    Da die in Betracht kommende Lok ja über eine Zugheizung verfügen musste, wäre die Lxd2 nicht in Frage gekommen. Dazu kommen die negativen Erfahrungen mit der Baureihe 107 bezüglich der Streckensicht. Und Kamerastreckenüberwachung ala 199 018 war damals Utopie. Da die Lxd2 einen ähnlichen Aufbau besitzt, glaube ich kaum das die HvM da mitgemacht hätte.

    Aber das ist nur graue Theorie, da in Realität maximal bei den verantwortlichen Stellen darüber nachgedacht, aber keine wirklichen Bemühungen getätigt wurden. Wende sei dank.

  • Die FAUR L45H war von der DR nicht zur Anschaffung vorgesehen. Die wäre mit ihren 450 PS für die Gebirgsstrecken auch zu schwach gewesen, gerade im schweren Rollwagen-Güterverkehr. Denn 450 PS Motorleistung einer Diesellok entsprechen etwa einer indizierten Dampflokleistung von 400 PS, da Dieselloks ~10% ihrer Motorleistung für die Hilfsbetriebe benötigen, während die Leistungsangabe bei Dampfloks bereits die Zylinderleistung (also ohne Hilfsbetriebe) ist.


    Stand 1988 war aber geplant, technisch modifizierte Ableger der BDZ 77 von FAUR Bukarest mit DDR-Hauptkomponenten zu beschaffen. 30 Loks sollten es ab Anfang der 90er Jahre werden. Aber anstatt der anfälligen Maybach-Lizenzmotoren, mit denen die DR bereits in der BR 119 katastrophale Erfahrungen gemacht hatte, sollten 12 KVD A5-Motoren mit 750 kW (1020 PS) sowie Pirnaer Strömungsgetriebe (anstelle Voith-Lizenzbau) eingebaut werden.


    Außerdem sollten auch bulgarische Reisezugwagen den 750 mm-Fahrzeugpark modernisieren. Wenn man sich die Züge auf der Rhodopenbahn anschaut, so hätte der 750 mm-Fahrzeugpark der DR ab Anfang der 90er auch aussehen sollen.

  • Hallo,


    dann wären wir in den neunziger Jahren mit solchen "Schnellzügen" nach Oberwiesenthal, Kipsdorf u, Radeburg gereist:

    (zum Foto bitte etwas nach unten scrollen)

    http://www.oberegger2.org/enzyklopaedie/rhodopen.htm


    Da wären mir in Putbus dann doch sechs L45H mit Modernisierungswagen lieber gewesen.

    Dazu im Harz fast nur noch Kamele, Zittau wäre verschwunden ... brrr :gruebel:


    Zum Glück hat man uns davon erlöst. Für den Güterverkehr in Mügeln wären die L45H aber auch ausreichend gewesen.


    Beste Grüße


    Holger

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  • Hallo G. Holst,


    die Auslieferung der Mod. - Wagen begann 1977. Die Meldung zu den Neubauwagen aus Bulgarien erschien im Januar 1981 im "Modelleisenbahner".

    Danach sollten in den Jahren 1983/84 die Bahnen im Harz, Oberwiesenthal, Radebeul u. Hainsberg diese neuen Wagen bekommen.

    Kühlungsborn, Putbus u, Zittau sollten vorerst ihre Modernisierungswagen (Rekowagen) behalten.


    Beste Grüße


    Holger

  • Hallo Holger,

    Hallo G.Holst ,

    die Auslieferung der Mod. - Wagen begann 1977.

    wobei man zumindest für den Harz bedenken muss dass es hier nur vereinzelt Mod-Wagen gab/gibt und man dann ja fast ausschließlich zu Wagen mit Tonnendach umgebaut hatten und dieses Umbauprogramm erst in den 1980ern losging. Das heißt im Harz hätte man die Wagen wohl auf jeden Fall in großer Zahl gesehen.


    Gruß Michael

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