Frage zu V 10C in Benndorf

  • Hallo Dietmar,


    die V10C (und wohl auch die Ns3) müsste von der Berliner Parkeisenbahn stammen und damit 600 mm haben. Dort wurde vor einiger Zeit ein Umbauprojekt auf eine hydraulische Kupplung betrieben, mit einem schwächeren modernen Motor (weniger Kraftstoffverbrauch, der geht bei der V10C durchaus in Geld) und einem hydraulischen Wandler als Kupplung. Das Getriebe wurde "ausgeweidet", also der eigentlichen Kupplungen beraubt, so dass es nur noch eine Übersetzung sowie den Fahrtrichtungswender gibt. Angefahren und bis auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt wird mit dem Wandler, dann die Geschwindigkeit mit der Drehzahl Drehzahl des Motors geregelt. Idee war, neben Kraftstoffeinsparung und deutlicher Lärmminderung (die meisten Geräusche kommen von den Kupplungen des Getriebes), dass die Lok ohne Kraftanstrengung und damit auch von kleinen und zierlichen Personen zu bedienen ist. Wer schon einmal auf einer V10C mit dem Steuerrad die Gänge "reingewürgt" hat, weiß was gemeint ist. Woran es konkret gescheitert ist weiß ich nicht, teils waren sicherlich andere Instandhaltungen wichtiger, später fehlten die Protagonisten und dann tat sich ein Topf auf, aus dem eine moderne Schöma erworben werden konnte. Ich glaube die Lok wurde irgendwann mal bei der Malowa für eine andere Leistung in Zahlung gegeben, bin aber nicht sicher. In dem Fall würde sie jetzt der Malowa gehören, aber keine Lok der Bergwerksbahn, interessant wäre eine Fertigstellung des Umbau durchaus... Viele Grüße,


    Marian Sommer.

  • Hallo Lars,


    ich weiß es nicht. Wenn man die Daten bei Jens Merte (http://www.lokhersteller.de) durchgeht ist es aber naheliegend. Die einzige dort in Frage kommende Lok wäre die


    250580/1975, neu 750 mm /VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg "33" (09.1990 vh) /1994 Parkeisenbahn Berlin-Wuhlheide "V 33" ("199 104-1") (U in 600 mm, 1999, 02.2004 vh).


    Die Ns3 müsste aus Hennigsdorf gekommen sein. Vielleicht kann ja einer der Berliner hier genaueres sagen. Viele Grüße,


    Marian.

  • Hallo Jungs,

    die wesentlichen Angaben können von mir bestätigt werden. V10C = Lok 33 Brandenburg, jetzt Eigentum der MaLoWa - Tausch für HU von "Ute" Beim Umbau hat es nach meinen Infos da ein Problem mit der Fucht von Motor und Getriebe gegeben.

    Da kann ich Euch mal ein Bild von den letzten Tagen in der Wuhlheide geben. Die Lok musste ihr Abstellplatz "Quer" verlassen weil das Hallengleis blockiert war. Das wurde gleich mit einer Eingleisübung verbunden und ist nun schon fast auf den Tag 9 Jahre her.


    Herkunft der Ns3 kann ich jetzt nicht sagen - Lok ist kein aktuelles Thema.

    Viel Spaß auf 600mm
    MiBa :wink:

  • Hallo an alle und danke für die Infos und Bilder.


    Interessieren würde mich mal noch ein Bild, in was für einem Zustand die V 10 C damals in Berlin bzw. Benndorf angekommen ist.

    Offensichtlich gab es dort im Stahlwerk Brandenburg auch Loks, die etwas sorgfältiger behandelt wurden sind, als dieses Schlachtschiff hier mit der Fabriknummer 250596 und viele ihrer Schwestern:


    wo Luft ist, ist Leben...



    Die Atmosphäre dort war schon beeindruckend.


    Gruß Lars

  • Hallo Leute,


    ah ja über diese beiden Kandidaten bei der Malowa wird ja nun öfters mal berichtet und gerätselt.


    Zur Geschichte bzw. dem Projekt der V10C wurde ja schon soweit alles gesagt. Endgültig wurde das Umbauprojekt in Berlin wohl dann beendet als sich der Geldtopf für die neue Schöma aufgetan hat.

    Doch bei der Identität der Lok bestehen große Zweifel! Die Aussage das es sich um die Nr. 33 des Stahl- und Walzwerks Brandenburg bzw. eben die 250580/1975 handeln soll kursiert ja schon länger in dem Zusammenhang bzw. wird ja auch von Berliner Seite so angegeben. Bildvergleiche mit der Nr. 33 zeigen aber eindeutig das es sich bei der Lok bei der Malowa um eine V10C eines ganz anderen Bauloses handeln muss und es damit zumindest nicht die Nr.33 sein kann! Wo jetzt hier der Fehler liegt kann ich nicht sagen. Es kann sein das die Lok in Brandenburg nochmal umnummeriert wurde, der 33 eine falsche Fabriknummer zugeordnet wurde oder man in Berlin die Loks vertauscht hat. Endgültig klären kann das nur ein Blick auf die Rahmennummer. Aber leider hat sich bisher noch keiner gefunden der dort mal hochgeklettert ist um nachzuschauen.


    Die Ns3 dahinter ist aber eigentlich ein noch interessanterer Fall. Es handelt sich um die Ns3f 249161/1955. Hier nicht vom äußeren täuschen lassen, denn die Lok trägt schon seit ihrer Betriebszeit das Führerhaus der Ns3d 249259/1959, daher der optisch andere Eindruck! Auch wenn die Fenster natürlich nachträglich vergrößert wurden. Um die Lok finde ich es persönlich besonders schade und kann nicht verstehen warum die Berliner Parkeisenbahn (und in deren Besitz scheint sich die Lok ja noch zu befinden) die Lok nun schon seit fast 10 Jahren angearbeitet dort verrotten lässt.

    Interessantes Detail am Rande, die Lok besitzt zumindest eine Stange der Ns3h 249157/1955. Der Cottbuser NVA Lok welche dann Wernigerode gekommen ist und hier auch erst Thema war.


    Der Anblick der V10C im Stahlwerk Brandenburg ist nach wie vor genial! Schade das von den dutzenden in dem Zustand vorhanden V10C nur diese eine überlebt hat. Nicht ohne Grund kursiert für die Loks dort die Bezeichnung "Zombie-V10C"....


    Viele Grüße

    Felix

  • Hallo zusammen,

    ja genau, irgendwas war unstimmig mit dieser V 10 C.

    Ich habe ein Bild der „33“ von irgendwoher aus dem Netz bei mir abgespeichert. Dort haben die Trittausschnitte im Rahmen eine halbrunde und nicht wie an dieser hier in Benndorf eine rechteckige Form. Somit kann es nicht die gleiche Lok sein. Übrigens gibt’s Loks, die beide Varianten an einer Seite haben.

    Aus einem Gespräch mit dem damaligen Werkmeister in der LRT Tharandt Herrn Lohse habe ich noch in Erinnerung, dass sich dort eine V 10 C der Parkeisenbahn Berlin zur Aufarbeitung befand, zu der aus diversen Problemen heraus noch ein anderer Rahmen besorgt wurde.


    Kann es sein, dass nicht jede V 10 C eine Rahmennummer eingestempelt bekommen hat? Bei Loks ab den 250400er Nummern habe ich zumindest vorn rechts, auf dem Umlaufblech keine Nummern mehr gefunden.


    Felix, noch etwas zur Ns 3 f. Diese Lok wurde ja hier schon einmal thematisiert.

    Auf dem Bild ist ersichtlich, dass es die Kombination aus dem Rahmen mit den Haken und dem Führerhaus mit den Fenstern schon in Pretzien gab. Wenn Deine Infos korrekt sind, dann müsste der Eintrag zur 249161 auf dieser Seite: Werkbahn ja grundsätzlich falsch sein,

    der Eintrag zur gleichen Lok auf dieser Seite: Christopher - Merte - Dittmar um den Einsatzort Pretzien ergänzt werden und der Eintrag zur 249259 auf der gleichen Seite ebenfalls falsch sein.

    Vielleicht kann sich doch noch einer der Berliner nochmal zum letzten Einsatzort äußern - ob nun aus Zehdenick oder Hennigsdorf.

    Gruß Lars