Der Altenberger Wagen

  • ... welcher nach seinem Auszug aus der Halle in Bärenstein ein Domizil in Schuppen 5 in Dresden-Altstadt fand, steht nun schon geraume Zeit in Dresden-Friedrichstadt im Freien Wind und Wetter ausgesetzt. Leider sind auch die ersten Schäden am Wagen deutlich sichtbar.



    Auch um die dahinter stehende Deutz-Lok hat sich wohl schon länger niemand mehr gekümmert...




    Schade drum.


    VG Gerd

  • Hallo dort wo er jetzt steht ist es wirklich nicht ideal.Wenige Meter weiter ist eine große Halle mit Schiebebühne..Den Wagen habe ich vor wenigen Monaten eben dort innen besichtigen können.Und ich kenne zumindest einen der den Wagen mit aufgearbeitet und betreut hat.Was er wohl zu dieser heutigen Situation dazu sagt und denkt.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Der Wagen steht nicht mehr in Bärenstein weil der Verein schon vor Jahren aufgelöst wurde.

    Was jetzt damit wird ist traurig. Die Zulassung ist wohl abgelaufen und wurde nicht erneuert.


    Sonntägliche Grüße


    carba

  • Hallo,


    wäre schade um den Wagen. Kann man nur Daumendrücken, daß er vor dem Winter vielleicht doch wieder in die Halle darf. Wobei für mich die Situation am "Standort Friedrichstadt" insgesamt etwas unübersichtlich ist: es gab ja 2018 die Fridrichstädter BW-Tage, was für mich fast als Auftakt für eine neue Museumsstruktur schien. Seit dem Herbst 2018 aber "still ruht der See" - man hört und liest nix mehr (zumindest habe ich nichts gefunden). Und gibt es einen Zusammenhang/Verbindung zum SVT Görlitz Projekt ?

    Im Grunde wäre Potenzial / Historie gegeben für eine Entwicklung zu einer gemeinsamen Attraktion an dem Standort (falls mit Eigentümer machbar).


    Viele Grüße, echtdampf

  • Die ISEG hat doch die Fahrzeuge in Obhut genommen. André Marks müsste doch was über den aktuellen Stand wissen.

    Die Internetseite des Vereins scheint allerdings auch schon länger zu ruhen. Offenbar ambitioniert begonnen und nun still eingeschlafen. :/

    Mit freundlichen Grüßen!
    Jan Hübner

  • Guten Morgen,


    das ist echt schade um diesen wundervollen Wagen. Ich weiß nicht, ob ich ihn wegen meiner Verbundenheit zur Müglitztalbahn so sehr mag, oder ob er objektiv optisch so ansprechend ist. In jedem Fall ein Wagen, den es zu erhalten gelte....


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Wie ich erfahren konnte, war der Wagen zuvor in Pirna zur Revision...


    Aber er bekommt keine Fristen mehr und wohl auch keine Lauffähigkeit mehr aus technischen Gründen.

    Ein trockenes Plätzchen in einem Lokschuppen oder einer Halle wäre das Beste für den Wagen.



    VG Gerd

  • Hallo Gerd,


    der nicht mehr existente Förderverein für die Müglitztalbahn e.V. hatte es geschafft, neben Fördermitteln vor allem Bankkredite zur Restaurierung des Altenberger Wagens und meines Wissens allein Bankkredite zum Bau der Wagenhalle in Bärenstein zu bekommen. Allein für die am Wagen ausgeführten Arbeiten sprechen wir dabei von etwa einer halben Million Euro.


    Ab einem Zeitpunkt X war die Zahlung der Raten zur Rückzahlung der Kredite nicht mehr möglich - der Insolvenz des Vereins folgte die Auflösung des Vereines.


    Meine Hochachtung gilt dennoch den Mitgliedern des Fördervereins, die damals die Kredite erkämpft hatten und die fast komplett in Fachwerkstätten erfolgte Restaurierung des Wagens begleitet haben. Ohne ihren Einsatz wäre der Wagen vermutlich bis heute ein Haufen Schrott.


    Als die Banken das Vereinsvermögen des Fördervereins verkauften, zog in die Halle in Bärenstein ein Unternehmen ein, so dass diese Halle nicht mehr zur Unterstellung des Wagen zur Verfügung steht.


    Für den Altenberger Wagen (mit abgelaufener Einsatzfrist) gab auch die ISEG ein fünfstelliges Gebot ab - und erhielt überraschend den Zuschlag.


    Unsere anfängliche Hoffnung als ISEG, dass sich in Dresden-Altstadt eine dauerhafte Unterstellung für den Altenberger Wagen findet, hat sich zerschlagen. In persönlichen Gesprächen bin ich gern bereit, die Begründung des Verkehrsmuseums zu zitieren, warum es dem ISEG-Fahrzeug im Bereich vom VMD-Gelände verwehrt blieb.


    Nach einer längeren Abstellung des Wagens in Niederau ließ die ISEG den Wagen im Jahr 2017 zur Firma Captrain/ITL nach Pirna überführen. Dort sollte der Wagen mindestens eine Lauffähigkeitsuntersuchung bekommen, um wieder regelmäßig bei Eisenbahnfesten in Sachsen präsentiert werden zu können.


    Bei der Befundung stellten die dort tätigen Ingenieure jedoch nach heutiger Rechtslage sicherheitsrelevante Mängel am Rahmen und an den Drehgestellen fest, für dessen Reparatur der Wagen mehr oder weniger in fast alle Einzelteile zerlegt werden muss. Als erste vorsichtige Kostenschätzung steht dafür eine Summe von etwa 300 000 Euro (in Worten: dreihunderttausend) im Raum, ein Betrag, der ebenfalls die "Portokasse" der ISEG übersteigt, so dass sich das Thema "Einsatz des Altenberger Wagens in Zügen" zunächst erledigt hat.


    zu Dresden-Friedrichstadt:


    Im Vorfeld der Eigentumsübertragung des Bw Dresden-Friedrichstadt an eine Immobilienvermietungsgesellschaft erhielt ich vom Geschäftsführer der Gesellschaft Ende 2017 die mündliche Zusage, den Wagen im Lokschuppen des Bw Dresden-Friedrichstadt nach der Eigentumsübertragung zu fairen Konditionen unterstellen zu dürfen.


    Allein: Während den Verkaufsverhandlungen zwischen der DB AG und der Immobilienvermietungsgesellschaft "befreite" ein Buntmetalldieb die Schiebebühne im Lokschuppen von allen Kabeln. Nach aktuellen Kostenschätzungen würde eine Reparatur der Schiebebühne zwischen 30 und 50 Tausend Euro kosten.


    Die Hoffnung der ISEG und des neuen Eigentümers zielte danach im Jahr 2018 darauf ab, dass sich ein EVU in den oder in einen Teil der Lokschuppen einmietet und die Reparatur der Schiebebühne komplett oder anteilig übernimmt. Doch es fand sich in Deutschland kein EVU, welches an den Lokschuppen des Bw Dresden-Friedrichstadt interessiert ist! Das Verkehrsmuseum Dresden lehnte eine Anmietung von Hallengleisen ebenfalls ab.


    Wie bei einem Ringlokschuppen die Drehscheibe, so ist in Dresden-Friedrichstadt die Schiebebühne die Voraussetzung, um die in den beiden Lokschuppen vorhandenen Gleise erreichen zu können.


    Nur damit die ISEG den Altenberger Wagen in den Lokschuppen stellen kann, hat und wird der neue Eigentümer des Bw Dresden-Friedrichstadt die Schiebebühne letztendlich nicht reparieren lassen - und wir als ISEG haben keine 30 000 Euro in der Portokasse, um diese Reparatur als ISEG in Auftrag zu geben.


    Die Flächen in den Lokschuppen des Bw Dresden-Friedrichstadt werden derzeit als Lagerfläche an Interessen aus dem "Nicht-Eisenbahn-Bereich" vermietet - an Kliniken, Hochschulen, div. private Unternehmen etc. ...


    Daher zuschlug sich unsere 2. Hoffnung, für den Wagen in Dresden einen überdachten Stellplatz zu finden.


    Bei der ISEG-Vorstandssitzung am vorigen Mittwoch war ein überdachter Stellplatz für den Altenberger Wagen erneut eines der Hauptthemen. Demnach prüfen wir unter anderem als eine mögliche Option, den Wagen für schmerzhaft viel Geld gesichert unterzustellen, wo allerdings ein Publikumsverkehr verboten ist.


    Sprich dort wäre der Wagen zwar trocken abgestellt, dürfte aber von der Öffentlichkeit nicht besichtigt werden. Ob die Landesbahnaufsicht einer Überführung des Fahrzeuges aller ein, drei, fünf oder zehn Jahre zu einem Eisenbahnfest zustimmt, steht auf der Liste der Punkte, welche die ISEG in den nächsten Wochen/Monaten prüfen wird.


    Über das Ergebnis dieser Gespräche wird die ISEG im Regelspurteil vom DAMPFBAHN-MAGAZIN berichten, wo der Großteil meiner hier zusammengefassten Angaben übrigens minutiös nachgelesen werden kann.


    Thema ISEG-Homepage und ISEG allgemein:


    Die fehlenden Aktualisierungen auf der ISEG-Homepage drücken dem ISEG-Vorsitzenden, mir und vielen anderen ISEG-Mitglieder bitter auf den Magen. Aufgebaut und betreut hat diese Seiten ein Vereinsmitglied, der sich nach seinem Vereinseintritt mit einem überdurchschnittlichen Fleiß und Engagement in die ISEG eingebracht hat. Er hat an fast allen Baustellen des Vereins nicht als hohle Floskel "Hier, ich helfe" gerufen, sondern auch tatsächlich zugepackt und mit vielen Ideen, privatem Geld und vor allem wertvoller Zeit diese Baustellen befriedet oder vorangebracht.


    Dafür sage ich dem Betreffenden an dieser Stelle ausdrücklich ganz, ganz, ganz herzlich DANKE!


    Aus verschiedenen vor allem privaten Gründen fehlt ihm aber zum großen Bedauern der anderen ISEG-Vorstands- und Vereinsmitglieder seit mehreren Monaten diese unheimliche Kraft und Zeit.


    Ohne ihn hätte sich die ISEG in den vergangenen Jahren niemals so gut gehalten und könnte heute nicht mit Zuversicht ins Jahr 2020 schauen, wenngleich seine mehrmonatige Auszeit 2019 uns als ISEG bei diversen Modelleisenbahnern in Erklärungsnot manövriert hat. Die betreffenden Modelleisenbahner bitten wir als ISEG-Vorstand um eine letzte kleine Menge Geduld - mein Vereinskamerad hat mir am Montag voriger Woche bei einem Treffen zugesichert, die offenen Punkte in diesen Tagen abzuarbeiten.


    Eine Fortführung der bisherigen Homepage vom bisherigen alleinigen Macher wird es nicht geben, stattdessen werde ich mit einem Neumitglied in Kontakt treten, nun die Seiten von Grund auf neu anzulegen. Wie lange er dafür braucht, vermag ich nicht zu sagen.


    Sollte hier im Forum jemand mitlesen, der sich sagt: "Mensch, ich möchte nicht irgendwelche Fahrzeugteile entrosten, lackieren oder sonst etwas Praktisches tun, aber ich hätte Zeit und die technischen Voraussetzungen, dabei zu helfen, eine Homepage neu anzulegen und zu betreuen bzw. dabei zu helfen", dann melde sich dieser jemand bitte jetzt!


    Hinter meinem Namen ist meine E-Mail-Adresse hinterlegt.


    Wer hier geschrieben hat oder denkt "Schade, dass es mit dem Altenberger Wagen nicht weitergeht", den lade ich hiermit ebenfalls ganz herzlich ein: Kommt auf mich zu - werdet ISEG-Mitglied oder -Helfer!


    Und wer den Jahresbeitrag nicht stemmen kann, dem sei gesagt, dass wir als ISEG-Vorstand in solchen Fällen bisher immer eine Lösung gefunden haben ...


    Jeder Eisenbahnfreund hat seine Stärken - auch als Vereinsmitglied - der eine schraubt, der andere verkauft gern Bücher und Souvenirs, wieder ein anderer hat das Charisma, mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen, um denen die Augen zu öffnen, dass sich die sächsische Eisenbahngeschichte und die Bedeutung von Sachsen als Eisenbahnland sich keinesfalls auf ein paar Schmalspurbahnen beschränkt ... ;-)


    Selbst nix für dieses Erbe - egal mit welcher Spurweite - zu tun, dafür aber zu meckern, ist natürlich rechtlich erlaubt - aber was ich davon halte, können sich diejenigen vorstellen?


    Fragt mit herzlichen Grüßen


    André

    2 Mal editiert, zuletzt von A. Marks () aus folgendem Grund: Tippfehler korrigiert - der Kaufpreis war natürlich fünfstellig! Wo waren heute vormittag nur meine Gedanken?