Schwarzbachbahn: Weiterbau nach Süden nicht genehmigt

  • Hallo allerseits,


    die Landesdirektion Sachsen hat folgende Pressemitteilung herausgegeben:


    Grüße Erik


    Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!

  • Schade schade, aber es war irgendwie zu erwarten. Die Hürden des Naturschutzes sind mittlerweile extrem hoch geworden.

    Die Darlegung der Landesdirektion kann man schon nachvollziehen, da es unwidersprochen ein großer Eingriff ins Landschaftsbild wäre.

    Ich hoffe, den Schwarzbachbahnern wird dadurch nicht der Elan entzogen. Stattdessen sollte es nun heißen: Auf nach Hohnstein!

    Da gibt es zwar keine Tunnel, aber nette Brücken. Und ab Lohsdorf gibts dann eben SEV nach Kohlmühle.

  • Hallo Toralf,


    das war leider zu erwarten und hat mit Rechtsbeugung nichts zu tun.

    Die Bahn wurde vor fast 70 Jahren abgebaut.

    Die Sächsische Schweiz ist seit 25 Jahren Nationalpark und steht sowieso unter besonderem Schutz.

    In Zeiten, wo so viele Insekten und Vögel aussterben wie noch nie ist es verständlich, daß so ein Projekt kritisch gesehen wird.

    Wir können nun mal nicht verlangen, da Naturschutz nur da stattfinden darf, wo er unsere Interessen nicht gefährdet.


    Gruß Ronald

  • Hallo zusammen,


    das sehe ich auch so wie Ronald zumal in Anbetracht der sowieso schon großen Dichte an Schmalspurbahnen in Sachsen. Da sinkt dann natürlich der kulturelle Wert eines Wiederaufbaus. Dennoch finde ich es natürlich auch schade und hoffe, dass die Schwarzbachbahner andere Lösungen finden werden.


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Hallo,


    stimmt, die Gesetze sind nicht gebeugt. Nur kann man auch Abwägungen treffen.


    Die Strecke ist nunmal keine neue Erfindung, sie, oder die Trasse, war schon mal da. Und dieses Vorhandensein hat das heutige Naturschutzgebiet nicht beeinträchtigt. Von daher gehe ich davon aus, dass sich dieses "Gleichgewicht" auch schnell wieder einstellt. Es gibt genügend betriebene Schmalspurstrecken, wo der Betrieb auch keine negativen Auswirkungen auf die Natur hat.

    Eine temporär betriebene Museumsbahn, mit der systembedingten niedrigen Geschwindigkeit und dem geringen Geräuschpegel einer Dampflokomotive, solle von allen Lebewesen toleriert werden können.

    Von daher ist die Begründung am Thema vorbei. Das Projekt verhindert nun nicht die Realität, sondern die entsprechenden Gesetze.

    Auch die Gutachten sind nicht umfassend beigebracht worden. Nur gut, dass wenigstens dafür nicht unerhebliche Kosten erspart blieben.


    Die Natur wird durch Züge an ihrer Entwicklung behindert?

    Wie kommt es denn zum Beispiel bei der Müglitztalbahn zu Vegetationsproblemen???


    Gruß Micha

  • ...noch weitere Argumente proBahn:


    Eine Schmalspurbahn ist das geeignete Mittel, sanften Tourismus zu fördern, zu ermöglichen und Naturraum auch körperlich eingeschränkten Mitmenschen zugänglich zu machen. Man könnte darüber nachdenken, an Betriebstagen den Wanderweg unter "Maut" zu stellen.

    So gliche sich die ohnehin gegebene Menschenbelastung zum Vorteile der Bahn aus. Fotografen und Wanderer hätten trotzdem die Chance, die Strecke zu erwandern.

    Der Obulus wird zu gunsten der Tierfütterung oder pädagoischer Kinderarbeit im Naturschutzsinne fließen.

    Wenn man zum Beispiel zur Burg Zamek im Riesengebirge wandern will, fällt auch Eintritt zum Naturschutzgebiet an. Natürlich erschwinglich.


    Ich denke, es geht hier wieder um ein Prinzip.

    Nur sehe ich Naturschutzgebiete dann sinnvoll, wenn wirtschaftliche Interessen zu Gunsten privaten Einkommens, zur Ausbeutung und Schädigung der Natur führen.

    Der Schwarzbachbahn eV. ist jedoch ein regional verankerter Verein, welcher Kulturgut und Landschaft erhalten will.


    Gruß Micha

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  • Ich bin ein großer Befürworter von Naturschutz. Nur die Auslegung der Behörden hat oft nicht viel mit Fachwissen zu tun. Eine Schmalspurbahn hat links und rechts wunderbare Biotope. An so einer Bahn stört sich kein Tier, im Gegenteil. Da sind Wanderer und Radfahrer viel störender.

    Man hätte eine Umgehungsstrasse beantragen sollen. Da interessieren Landschaftsschutzgebiete keine Behörde.

    Hoch lebe das Ehrenamt. Mich wundert immer wieder, dass überhaupt noch jemand was macht. Hut ab.

    Da sieht man wieder das wahre Gesicht unserer Politik. Der Indianer würde sagen: "Weißer Mann spricht mit gespaltener Zunge"

    Glück auf, Harri