Schwarzbachbahn: Weiterbau nach Süden nicht genehmigt

  • Hallo,


    damals, als die Pressnitztalbahn wieder aufgebaut wurde, war die Wende erst ganz jung. In vielen Bereichen war eine gewisse Rechtsfreiheit vorhanden, die damals ganz geschickt genutzt wurde. Damals hatten aber auch Entscheidungsträger noch einen Arsch in der Hose. All das gibt es heute fast nicht mehr. Schon allein deswegen verbietet sich ein Vergleich zwischen diesen Bahnen. Und ein Nutzer wie Rollo wird nicht hoch gejubelt, sondern respektiert. Und ganz Unrecht hat er nunmal nicht. Andere führen sich hier wie Kinder auf, denen man das Spielzeug weggenommen hat.


    Und ja, auch im Ehrenamt tätig darf man mal etwas realitätsfremd handeln. Aber ab einem gewissen Grad läuft man schnell Gefahr, genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was man eigentlich vor hatte.


    Grüße Kay der Cargonaut

  • Also....

    Mich hat es schon ganz, ganz lange in den Fingern gejuckt hier auch meinen "Senf " dazu zu geben!

    Zuerst einmal möchte ich feststellen: Das, was dem Verein "Schwarbachbahn e.V." bisher gelungen ist, muss allen hier, die noch ein wenig in der "Realität" leben, einen heiden Respekt abtrotzen! Hut ab, das ihr das bisher so durchgezogen habt!!!

    Allen anderen, ob Pro oder Contra Schwarzbachbahn - Reaktivierung, sei gesagt: Bringt euch doch selbst mal in solch ein ehrgeiziges Projekt mit ein! Rumlamentieren, krude Halbwahrheiten oder irrwitzige Systemkritiken einbringen kann jeder minderbemittelte RTL2 gucker!

    "Mitdenken" und "Mitmachen" ist hier die Devise! Vom Rummäkeln und Rumnörgeln wird sowieso nichts!

    Und, mal ganz am Rande bemerkt. Ihr habt doch jetzt alle hier schon "zwei!!!" offizielle Statements des Schwarzbachbahn e.V. zu lesen bekommen, wie sie sich den weiteren Ablauf des Streckenvortriebs und die Verhandlungen mit der Landesdirektion vorstellen!

    Warum ???...muss man jetzt noch jedes klitzekleine Element zerreden???

    Lasst die Jungs (und Mädels!) doch einfach mal machen!!! ...und freut euch über positive Ergebnisse!!!!!!

    Gruß aus Kühlungsborn,

    Stefan.

    Gruß aus Kühlungsborn
    Stefan

  • Hallo in die Runde,


    das sehe ich genauso.

    Bleibt die Frage: Wie können wir die Schwarzbachbahner am besten unterstützen?


    Mit einem Fachanwalt für Verwaltungs- und Umweltrecht?

    Würde vermutlich helfen, ich kenne leider keinen.


    Petition?

    Ganz nett, aber vermutlich kein formaljuristisch wirksames Hilfsmittel gegen eine Behördenentscheidung.


    Meine Antwort: Spenden!

    Ich setzte mich jetzt an die Rechner und überweise mal wieder eine allgemeine Spende an den Verein.

    Bimmelbahner, macht Ihr mit?

    mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt
    Marcus


    Feldbahnmuseumselektriker

  • Hallo in die Runde,


    hier ein aktueller Beitrag der SZ dazu:


    "Sebnitz

    26.11.2019


    Warum die Schwarzbachbahn trotzdem rollt


    Entsetzen herrscht im Bahnverein über die Absage der Landesdirektion zum geplanten Streckenbau bei Hohnstein. Doch die Mitglieder kämpfen weiter um die Trasse.

    Von Anja Weber


    Eingeschlagen wie eine Bombe hatte die Absage der Landesdirektion an den Schwarzbachbahnverein. Der hatte beantragt, die Bahnstrecke einen Kilometer weiter Richtung Süden, sprich ins Schwarzbachtal im Hohnsteiner Ortsteil Lohsdorf, zu bauen.


    Die öffentliche Absage kam überraschend. "Für uns ist dies ein unerwartetes Vorgehen der Landesdirektion, den Vorgang auf diese Art öffentlich zu machen. Zuvor war im Gespräch zwischen beiden Seiten Stillschweigen vereinbart worden", sagt Marko Thomas vom Vorstand des Schwarzbachbahnvereins.

    Überrascht und enttäuscht sei man im Verein über die Entscheidung der Landesdirektion und über die Begründung, welche natürlich eingehend geprüft werde. Aus naturschutzrechtlicher Sicht hatte die Behörde den Weiterbau ins Schwarzbachtal untersagt.

    Das wollen die Mitglieder so nicht auf sich sitzen lassen. Schließlich kämpfen sie seit Jahren um die Bahnstrecke und kommen ihrem Ziel Kilometer um Kilometer näher. Mit der Absage der Landesdirektion würden die Pläne aber nicht mehr aufgehen. Deshalb arbeite man mit Experten jetzt an einer fundierten Begründung eines Widerspruchs, die man dann auch fristgerecht einreichen werde. Mit Blick auf das laufende Verfahren möchte der Verein nicht näher auf weitere Details eingehen.

    Die Stadt Hohnstein überlässt dem Schwarzbachbahnverein Grundstücke. Der Wanderweg ist ebenfalls gesichert.

    Die Absage an den Bahnverein kam auch für Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD) unerwartet. In der Stadt wird gerade über die Ausgliederung von Flächen der künftigen Bahnstrecke aus dem Nationalpark und dem Landschaftsschutzgebiet diskutiert. Man erhoffe sich davon Entwicklungschancen.

    Der Bürgermeister sieht sich nun in der Notwendigkeit bestätigt, sich als Stadt selbst zu kümmern. "Ich bin fassungslos. So viel zu einer besseren Unterstützung und Entwicklung des ländlichen Raumes. Das ist damit ein weiterer Baustein der Verhinderung unserer Entwicklung", sagt er.

    Und Daniel Brade verweist auf ein weiteres Projekt, welches in Hohnstein nicht verwirklicht werden konnte: "Erst kürzlich hat uns die Eröffnung des Museums in Bad Schandau wieder daran erinnert", sagt er. Denn ursprünglich sollte dies in Hohnstein in Verbindung mit einem Klettergarten eröffnet werden.

    "Das Kletterprojekt Hohnstein mit Klettergarten und Klettermuseum mit unserem tschechischen Partner aus Turnov ist an der Ablehnung des Klettergartens durch die Landesdirektion in den Jahren 2011 und 2012 gescheitert", sagt der Bürgermeister. Das EU-Projekt war von Hohnstein schon sehr weit vorbereitet worden und wäre ein Baustein zur Nutzung der Burg Hohnstein gewesen, so Brade.

    Der Schwarzbachbahnverein, sagt Marko Thomas, werde seinen Plan, den Bau der Strecke durch das Schwarzbachtal, keineswegs aufgeben. "Das sind wir unseren mittlerweile fast 100 Mitgliedern, die mit vollem Einsatz am Projekt arbeiten und dabei auch von der Stadt Hohnstein unterstützt werden, schuldig."

    Und deshalb geht es auch mit dem Streckenbau bis Unterehrenberg weiter. Bis auf eine Brücke am jetzigen Streckenende seien alle Eisenbahnbrücken vorhanden und ohne großen Aufwand nutzbar. Es müssten lediglich einfache Brücken für den bahnbegleitenden Fußweg, welcher ebenfalls auf dem Bahngrundstück Platz finden soll, gebaut werden.

    Bei der Deutschen Bahn werde nun umgehend der Kauf von Grundstücken für die Strecke bis Unterehrenberg beantragt. Die Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt im Jahr 2020 laufen bereits.

    Geplant sind der Bau der fehlenden Brücke am Streckenende und weitere etwa 150 Meter Gleis. Für den Bau bis zum Bahnhof Unterehrenberg gegenüber der Bäckerei Pönitz rechnet der Verein mit etwa vier bis fünf Jahren.

    Und der Verein sieht sich in seinen Vorhaben bestärkt. Dass man dem richtigen Weg folge, würden auch die deutlich steigenden Gästezahlen an den sieben Fahrtagen zeigen. Auch die Anzahl der gebuchten Sonderfahrten nehme zu. Für 2020 sind bereits Buchungen eingegangen. "In Abständen gibt es auch schon Anfragen von Reisebüros. Dafür muss die Strecke allerdings noch etwas wachsen", sagt Marko Thoms.

    Um künftig noch mehr Fahrtage anbieten zu können, seien bereits mehrere Mitglieder zum Zugführer ausgebildet worden und drei Mitglieder könnten bald auch die Diesellok bedienen. Im Jahr 2020 werde es einen zusätzlichen achten öffentlichen Fahrtag geben: am Nikolaustag."