Abrechnung mit Mehdorn und Konsorten

  • Ja Johannes - mit den Personalen in der Zukunft sehe ich auch grosse Probleme.


    Bezüglich der Vorhaltung von zusätzlich zu entlohnende und zu finanzierende

    Aussenstellen darf man ja auch den Nebeneffekt nicht aus den Augen lassen.

    Je mehr (Anzahl der Züge) Verkehr in diese "Zweige" führt, je grösser wird auch

    Annahme der Bevölkerung. Auch ist die Reaktionzeit im Havariefall durch mehr

    Fahrzeuge an div dezentralen Stelle einfacher zu handeln.

    Man muss m.E. heute schon nicht nur über den Tellerrand, sondern mindestens

    über die Tischkante sehen.

    Leider schaffen das nicht einmal studierte und hochdekorierte Staatsvertreter (siehe den

    Ausgang der Klimakonferenz). Vielleich reicht ja die zusätzliche plötzliche Luftverschmutzung

    aus den Waldbränden in Australien immer noch nicht. Was muss noch passieren bis die wach werden?


    Noch einmal auf diese wie auch die anderen fehlenden Fachkräfte zu sprechen zu kommen:

    Ich denke mal dass durch die Umstrukturierung in der deutschen Automobilindustrie diese

    zwar artfremden Mitarbeiter evtl ganz gut zur Bahn wechseln könnten? Es ist ja eine ähnlich

    technische Arbeit im Maschinenbau, Werkzeugbau, Fahrzeugbau etc. Vielleicht eine Chance.:ok:


    Andereseits sollte man endlich den Mut in den Entscheidungszentrale haben, Fehler zu bekennen

    und Gegensteuern um vieles Geld sinnvoller einzusetzen.


    Ich möchte mich jetzt endgültig aus diesem leidvollen Thema ausklinken.:weg:


    Mir machts nämlich vielmehr Spass über Giesl und Co fachzusimpeln:ok:


    Schönen Abend vom Dagvuchel

    Einmal editiert, zuletzt von Dagvuchel () aus folgendem Grund: Habe ich vergessen und möchte das noch nachlegen: Bezüglich Arbeitsplatz und Wohnort. Also wenn ich z.B. in Cuxhaven wohne und Fluglotse werden möchte, so habe ich ein Problem. Dieses zu bewältigen: Entweder ich ziehe zu einer Fluglotsen Zentrale wie Leipzig oder andere Standorte. Oder ich werde Hafenlotse oder geh bzw. fahre nach Hamburg oder zu einer "Ersatz"- Arbeitsstelle in der Nähe. Viele müssen ihren Wohnort in die Nähe des gewünschten Arbeitsplatz verlegen. Ist leider so. Es ist heute nicht mehr Usus, dass die Arbeitsstelle wirklich im Umkreis von 10km vom Wohnort liegt.

  • Was die (Auto-)Industrie will wohl eher... ich bin weit Ü50 und bin Zeit meines Lebens erst zum Studieren und dann zur Arbeit mit der Bahn gefahren.

    Na, da haben wir ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich bin zwar "nur" 44, aber auch von 1987 bis 2014 Bahnpendler gewesen. In der guten, alten Staatsbahnzeit (ja, die war da auch nicht mehr gut, aber doch tausendmal besser als in der Börsenära) waren die Züge schön leer und die Straßen voll. Selbst ne Klassenfahrt per Bahn war nicht zu verkaufen (zu teuer, zu unflexibel, kennen wir nicht). Daß sich die Autoindustrie über das Siechtum der Bahn nicht beklagt hat, ist klar, aber: Der potenzielle Nutzer hat sich auch nicht die Bohne drum geschert. Jetzt, wo das einstmals stolze und leistungsfähige Unternehmen ruiniert ist, werden die Leute wach. Zu spät.

  • Hallo Rolf,


    ja da habe ich andere Erfahrungen. Ich bin ein gutes Dutzend Jährchen älter. Wir sind in der 10. Klasse mit der Bahn nach Meran gefahren und in der 12. sogar nach England. Das war superklasse und mit einer Busfahrt nicht zu vergleichen, was den Komfort angeht in den damals noch üblichen 6er Abteilen.

    Ich bin ein Nutzer und mir macht das schon was aus. Genauso wie allen anderen, die immer noch täglich mit der Bahn pendeln.

    Das Auto wurde und wird bei uns schon viel zu lange eher als Kult- denn als Gebrauchsgegenstand gesehen. Viele definieren sich selbst eher durch die "Wetigkeit" ihrer Karre als durch ihr Sein. Traurig!


    Viele Grüße, Matthias

    5904

  • Hallo zusammen,


    ich bin in den Jahren 2015 bis 2018 täglich 120 km mit dem Auto gefahren. Seit April dieses Jahres fahre ich fast nur noch mit der Deutschen Bahn, das mehrfach in der Woche und häufig auch lange Strecken. Und ich habe auch Tage erlebt (z.B. heute), wo bei der Bahn vieles schief ging. Aber ich bin in den 9 Monaten nicht einmal so hängen geblieben, dass ich nicht am gleichen Tag zum Ziel gekommen bin. Wenn ich überlege, wie viele Stunden ich früher im Stau gestanden habe, dann freue ich mich doch, dass ich jetzt in der Bahn einfach mal aufstehen, die Augen zu machen, meine Mails bearbeiten oder im Bimmelbahn-Forum lesen kann. Als sich heute mal wieder einer im Zug aufgeregt hat, wie schlimm das doch alles ist, habe ich ihm vorgeschlagen, besser wieder mit dem Auto zu fahren. Dann habe ich wieder mehr Platz im Zug.


    Natürlich funktioniert bei der Bahn vieles nicht gut oder könnte besser sein. Aber die Alternative ist kein bisschen besser. Respekt hat für mich das Personal, das trotz aller Widrigkeiten den Betrieb mit großem Einsatz am Leben hält.

    Viele Grüße,
    Eckhard

  • Hallo

    Auch ich bin früher Bahn und Straßenbahn gefahren.Die Bedingungen waren damals anders aber die Eisenbahner waren genau so arbeitsam wie heute und ich habe noch nie unfreundliche Worte gehört.Allerdings sind sichtbare Eisenbahner ziemlich rar.Die Infopunkte sind zu wenig.Es gibt noch Leute die ohne Handy und Tablet dafür mit Tabletten oder Tropfen in den Augen unterwegs sind.

    Nun bin ich zur Zeit zu verschiedenen Tageszeiten unterwegs.So weit so gut.Zur Feierabendzeit waren die Züge ziemlich voll und da stellte ich mir vor wenn plötzlich nur die doppelte Anzahl Leute mitfahren würden wie sollte das vernünftig gehen so mit Fahrrädern Kinderwagen.Und dann vieleicht noch mehr und noch mal mehr.Ich habe da so meine Bedenken.

    Und das überall wenig Platz ist zeigte ja vor kurzem das Umwelt Girl.Dann die Reaktion der Bahn Manche findens lustig.manche stoßen Rauchwolken aus.

    Trotzdem mir tuen alle aufrichtig leid die gar keine Eisenbahn in der Nähe haben.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo,

    die Rahmenbedingungen haben sich ganz einfach sehr zum schlechten verändert. Ich habe zu Schulzeiten massiv die Werbetrommel für die Bundesbahn gerührt und mich z.B. geweigert, an der Kursfahrt nach Florenz mit dem Bus teilzunehmen, was mir ein Gespräch mit dem Direx samt Vorwurf, ich wäre faschistoid und würde der Mehrheit meinen Willen aufzwingen wollen, einbrachte. Ich kann schon sagen, ich habe mit bescheidenen Mitteln versucht, das richtige zu tun. Und dennoch ist die (ohne breite gesellschaftliche Akzeptanz nicht zu denkende) deutsche Verkehrspolitik über uns hereingebrochen. Was soll der ohne Zweifel oft einsatzfreudige EIsenbahner mit diesem durch Rückbau- und Ausschreibungswahnsinn kastrierten System anfangen? Möge es so sein, daß wir endlich in andere Richtung steuern, ich sehe das noch nicht und bin heute in der Lage, mit dem Fahrrad auf Arbeit zu fahren. Und auch da darf ich mich täglich über die Absurditäten der motorisierten Verkehrsteilnehmer und über die einseitige Berücksichtigung ihrer Intreressen durch die Planer "freuen".

    Grüße,
    Rolf

  • Hallo Rolf,


    du eckst halt gern an, hast für Dich deinen Weg gefunden, ist doch gut so. Aber andere Menschen dürfen auch tun, was sie für richtig halten. Fehler passieren, auch in unserer scheinbar geregelten Welt. Nur wenn für Dich vieles gleich Systemrelevant ist, musst du dich über den eigenen Groll nicht wundern.

    Das Zusammenleben von Menschen ist immer etwas kompliziert, der Wunsch nach Gleichschaltung führt aber ins Verderben. Die Deutschen mussten ja schon einiges "Andersmachen" und "Umsteuern" erdulden. Zum Verhängnis wurde dann stets die Radikalität!

    Gruß Micha

  • Aber nicht nur positives hat Flix zu berichten:

    [www.general-anzeiger-bonn.de]

    Flixtrain hat erst sehr kurzfristig offiziell gemacht,

    dass die Trassen zwischen Köln und Mainz nicht

    genutzt werden. Deshalb müssen die Halte der RB26

    in Roisdorf und Hürth-Kalscheuren zumindest bis zum

    6. Januar völlig sinnlos ausfallen.:wall:


    Da kann man mal sehen was alles so abgenickt wird....


    Wünsche was :weg:

    Grüsse vom Dagvuchel

  • Guter Buchtipp. Danke, werde ich mir kaufen.

    Ja, Deutschland wird von einer Lobby der Autoindustrie verkehrspolitisch gesteuert. Mehdorn war sicher einer der schlimmsten Drahtzieher, aber auch nur die Spitze des Eisberges, gegen den der "Dampfer Eisenbahn" gesteuert wurde. Und zur Zeit ist die Entwicklung immer noch beSCHEUERt.

    Langsam aber unüberhörbar werden Stimmen laut, dass die Eisenbahn wieder verstaatlicht werden muß. Und geleitet von einem gelernten Eisenbahner. Das bedeutet nicht, dass wir eine Behördenbahn wünschen.

    Aber das Verkehrssystem Eisenbahn ist Daseinsvorsorge, wie es das Straßen- und Autobahnnetz auch darstellt. Oder werfen Straßen Gewinn ab?


    Helge


    Ich sag es mal so, Wettbewerb im Bahnverkehr, im Fernverkehr und Güterverkehr unter bestimmten Voraussetzungen ja, aber Nahverkehr ist kommunale und regionale Aufgabe.


    Helge


    Da fällt mir noch ein:


    Was wäre, wenn Flughäfen und -plätze so aussehen würden, wie hierzulande Bahnstationen? Würde da noch jemand mitfliegen? :lol::schock::nixw:


    Helge