Betrieb der Zittauer Schmalspurbahn 2020

  • Köf 6003 der RüBB schnupperte heute Gebirgsluft und konnte sich nach der Hauptuntersuchung bei der BMS in Ostritz zwischen Zittau und Bertsdorf beweisen.

    Desweiteren traf in Zittau Vorstadt der ehemalige Mansfeldwagen von der BMS ein, der vorher viele Jahre als Baugerät der Firma Wiebe in Zittau gestanden hat. Zukünftig soll er dem Werkstattverschub dienen.

    Fotos: A.Hohlfeld/H.Krinke



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    Einmal editiert, zuletzt von WTD99 ()

  • Guten Abend,


    die ZOJE oder SOEG fährt eben nicht für die Hobby-Eisenbahnfreunde. Sondern ihr unausweichliches Defizit wird bestritten, weil dies als Wirtschaftsförderung - indirekt - angesehen wird. Der geförderte Wirtschaftszweig ist der Tourismus, also Übernachtungen, Gastronomie, Sehenwswürdigkeiten, Souvenirbuden, etc. Da gab und gibt es einen Eisenbahnverantwortlichen mit Sendungsbewußtsein, der wetterte beispielsweise gegen den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf, aber dass die "S-Bahnen" bis Schöna fahren, preist er als Großtat. Für mich ist ein Halbstundentakt nach Schöna nichts anderes als Tourismus-Wirtschaftsförderung - und damit nichts anderes als einer anderen Region etwas vergleichbares zu tun, eben die Eisenbahn nach Kipsdorf fahren zu lassen. Diese etwas aus der Kleinräumigkeit herausgerissene Betrachtungsweise möchte ich hier mal anbringen.


    Was dann die einzelne Region und die Bimmelbahn in der Region macht, bleibt ihr überlasssen. Und dort erkenne ich neidlos an, dass in Zittau der Job offenbar am besten erledigt wird! Die dortige Bahn wird mit den Angeboten der Umgebung nicht nur verbunden, vernetzt, sondern untrennbar verstrickt. Dabei wird quasi nebenbei ein Eisenbahnmuseum aufgebaut, wie es woanders nicht "angeboten" wird - Züge aus allen Epochen und in ein Fahrplanangebot integriert. Damit entsteht - aber nur, weil die anderen sich auf ihrem Status quo ausruhen - ein Alleinstellungsmerkmal.


    Wo nun der Krug bricht, ist die allgemeine Werkstattsituation, in die man durchaus sehenden Auges hereingeschlittert ist, aber die man mangels Masse nicht abwenden konnte. Es ist nicht so, dass Meiningen nur teuer wurde, es wurde unzuverlässig, weil Fachleute weg waren und die Arbeit überhand nahm. Wissen ist weg - unwiederbringlich und der Aufbau neuer Kompetenz kostet Zeit und Geld. Wohl denen, die damit ein paar Tage eher angefangen haben. Auch Zittau mit seiner Werkstatt hat Voraussetzungen geschaffen - aber, weil Geld dafür nicht eher da war, trotzdem zu spät.


    Es ist auch kein Problem, eine Dampflok immer wieder zu neuem Leben zu erwecken. Der Austausch von Verschleißteilen gehört da schon immer dazu, Ich habe mal einer Zeitung den Spruch gegeben: "Dampfloks sind Verschleißteile, da kann immer etwas sein." Aber mit einer Lebensdauer weit jenseits dessen, was mal vorgesehen war, kommen eben Reparaturen, die man machen muss, um wieder auf "Null" zu kommen und die bei Reichsbahnens weder vorgesehen noch kalkuliert noch irgendwie werksattmäßig vorgesehen waren. Und an der Stelle kommt massiv zum Tragen, dass heute kaum noch im Wortsinne konstruktives, ingenieursmäßiges Bearbeiten der Dampflok- (oder auch Wagen-)Probleme geschult vorhanden ist! Mal einen neuen Rauchkammerträger als Rahmenverbindung bauen und in den Rahmen "einziehen"? Einfach so? ... mit Verlaub, soweit nimmt auch ein AW einen Rahmen nur ungern auseinander, weil dann nichts mehr fluchtet ... selbst mit nicht auseinandergenommen Rahmen gibt es "Geometrie-Probleme".


    Ich habe nach der Wende noch erleben dürfen, wie in Schlauroth Fahrzeuge behandelt wurden. Die Abnahme für ein Fahrzeug lag meistens bei einem "Betreuer". Er wusste, was er bis zum nächsten Aufenthalt in seinen Hallen noch auf alt lassen konnte und was jetzt zu machen war und hatte sein Fahrzeug unter Kontrolle. Er konnte auch planen, wann komplette Neuteile (so was in Größenordnung von Radreifen) zu beschaffen waren und hatte das damit zeitgerecht auf dem Schirm. Das tat den Fahrzeugen und ihrer Einsetzbarkeit gut.


    Meines Erachtens sind wir momentan auf einem Weg, eine ähnlich solide Basis für die sächsischen Schmalspurbahnen und auch für Teile-Aufarbeitungen der Regelspurmaschinen wieder zu erhalten - da haben die Männer bei SOEG und SDG hart und lange für gekämpft und kämpfen weiter! Da kann ich nur aufrufen, haltet den Betrieben die Treue, fahrt mit (fördert die örtliche Tourismuswirtschaft) und liefert somit die Grundlage bei den Entscheidungsträgern übers Geld vor Ort (also Kommunen und Landkreis), dass es weitergeht!


    Ansonsten ist es wenig hilfreich, Mitarbeitergespräche als barste Münze zu nehmen. Es ist Aufgabe der Geschäftsführung und Betriebsleitung, die Belegschaft ihre Arbeit machen zu lassen, aber sie von den Kämpfen nach außen unbehelligt zu halten. Und dass schaffen die Chefs in Zittau, auch während der momentan durch das Dingens mit der Krone etwas durcheinandergeratenen Abläufe.


    Ich habe Vertrauen, dass die richtigen Leute miteinander reden, um die Probleme zu bewältigen!


    Beste Grüße


    Klaus

  • Hallo Klaus, ein Statement, dem nichts hinzuzufügen ist. Vor allem der Tatsache der Daseinsberechtigung der Schmalspurbahnen sollten sich einige Freunde durch den Kopf gehen lassen. Für Eisenbahnfreunde allein fahren die nicht und können so auch kaum erhalten werden. Das man heute noch ein breites Interesse in der Bevölkerung für dieses "historische" Transportmittel gewinnen kann, dass ist die Grundlage, warum noch gefahren wird. Alle unsere heute betriebenen Schmalspur- und Museumsbahnen sind ein touristischer Baustein in einem touristischen Gesamtkonzept. Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor und diese Bausteine weiter zu entwickeln ist dann wie Klaus schreibt, eine reine Wirtschaftsförderung. Aber eine Förderung mit hohem Wert, denn wenn man den Gästen Ziele bieten kann, bleiben diese länger. Die Wertschöpfung die sich daraus ergibt ist letztlich das Ziel der Entscheidungsträger und das geht bislang auf.


    Die Dampfbahnroute ist dabei ein tolles Konzept die vorhandenen Energien noch zu bündeln und in ein gemeinsames Marketing zu gehen, dass spart auch Geld und Kraft und Gäste werden auf die tollen Highlights aufmerksam.



    Hoffen wir auf weitere innovative Ideen.

    Mit Sicherheit muss bei alter Technik auch künftig mit Ausfällen gerechnet werden, wie eine Lösung aussehen wird vermag auch nicht zu sagen.

    Liebe Grüße von der Havel, Thomas

  • Hallo Zusammen,


    Den Beiträgen ist wie schon erwähnt nichts hinzuzufügen, genial und alles bestens erläutert...


    Als Zeichen das der SOEG der Tourismus nicht egal ist wird schließlich am ursprünglichen Historikmobil - Termin doch etwas mehr als nur der Fahrplanmäßige Verkehr geboten...




    Ich drück die Daumen, dass die Loks durchhalten und freu mich schon sehr!


    ZEITREISE MOBIL am 1. und 2. August

    15.07.2020

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    Einen Vorgeschmack auf HISTORIK MOBIL und auf den Sachsen Güterzug Anno 1910 gibt es bereits am ursprünglichen Termin am 1. und 2. August 2020 mit vier verschiedenen Zeitreise-Zügen im Stundentakt:

    • Sachsenzug mit IV K
    • Reichsbahnzug mit VII K
    • Aussichtswagenzug mit Dixieband und Diesellok
    • Speisewagenzug mit VII K

    Eine Doppelausfahrt der beiden Zeitreise-Züge Sachsen- und Reichsbahnzug stehen ebenfalls auf dem Programm.

    Für das leibliche Wohl wird in den Bahnhöfen Bertsdorf, Jonsdorf und Oybin gesorgt.

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     Fahrplan ZEITREISE MOBIL (pdf)


    Ich hoffe doch das ich dieses (Quelle AKTUELLES SOEG) hier so kopieren und einstellen darf...


    Alles Gute und viel Spaß und vor Allem der Grund diese Verschiebung Historikmobil Bleibt Gesund



    Gruß



    Quelle: https://www.zittauer-schmalspurbahn.de/zeitreise-mobil/

  • Ab morgen bis einschließlich Sonntag wird IV K 145 mit dem Sachsenzug im Gebirgspendel zum Einsatz kommen. Die Reparatur konnte heute mit einer Probefahrt erfolgreich beendet werden.

    Außerdem wird morgen 99 731 mit dem Oybinexpress und 199 018 im dritten Umlauf zu Erleben sein.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Jan Hübner

  • Erfreulicherweise hat sich die Betriebslage bei den Dampfloks mit einiger Fleißarbeit der Wetzlarer Kesselschmiede wieder stabilisiert, so das heute ein attraktives Zugprogramm auf den Strecken zu erleben ist.


    99 749 ist mit dem DRG-Zug unterwegs, welcher mit dem VT-Beiwagen verstärkt wurde. 99 731 pendelt mit dem Speisewagenzug zwischen Zittau und Oybin. Die Bespannung kam mit dem wesentlich robusteren Zustand der 731 vor dem doch um einiges schwereren Zug zustande. Auch IV K 145 ist mit dem Sachsenzug zufriedenstellend unterwegs. 199 018 leistet Schwerstarbeit vor dem doch insgesamt 8 Wagen starken Aussichtswagenzug, der um drei bedachte Kollegen verstärkt wurde. Die Lok zeigt hier aufs neue ihre hervorragende Qualität der Modernisierung bei der MaLoWa. Sie kann zurecht als wichtigste Stütze mit hoher Laufleistung und geringster Schadanfälligkeit des Lokparkes bezeichnet werden.


    Weiters sind in Bertsdorf auf Gleis 1a die Güterwagen des Sachsenzuges ausgestellt. Ein Neuzugang aus dem Osterzgebirge ist mit dabei.


    Ein Besuch im Zittauer Gebirge lohnt sich.

  • Hallo

    Da kann ich mich nur meinem Vorredner anschließen und bestätigen , daß die Bimmelbahn in Zittau absolut empfehlenswert ist . Da kann man nur die Kappe ziehen wie Niki Lauda sagen würde . Das Ganze Drumherum und die Fahrzeuge verdienen ein dickes Lob. Das Personal hat seit der Wende eine sprichwörtliche Topleistung hingelegt und das trotz aller Höhen und Tiefen . Zu meiner Schande muss ich gestehen , daß mein bisher e inzigster Besuch dort schon vor 1994 liegt und das auch nur per Bahn mit Bahncard . Da ich ja beruflich viel auf der Straße unterwegs zu meinen Zügen bin , ist mir die Tour nach Zittau in einem Rutsch zu weit und so schaffe ich es bis zur Fichtelbergbahn.

    Aber ich verfolge das Geschehen in Zittau sehr aufmerksam und setze mal einen Besuch dort für das nächste Jahr auf die Agenda.


    Glück auf


    Armin Ahlsdorf

  • Hallo,


    Ein Paar Bilder der aktuellen Fahrten die ich gerade mit meinen Sohn unternehme...


    Klar es ist nicht wie Historikmobil aber allein mit dem Sachsenzug fahren ist ein einziges Erlebnis....👍


    Einzig die 199 018 hat es heut sehr schwer aber dafür Musik...


    So gleich geht's wieder los mit dem Reichsbahnzug im Salonwagen nach Jonsdorf....


    Gruß

  • Hallo,

    aus bestimmten Gründen(sicherlich kein Desinteresse) schaue ich hier recht selten vorbei,daherauch nur kurz ein Daumen hoch für den Beitrag 222 von Klaus Habermann! Da sind etliche Probleme( die man auch außerhalb Zittaus hat gut umrissen.),Man könnte neidisch werden.

    Gute Fahrt Winfried