HSB-Gartenbahner auf Tour

  • Es gibt Gartenbahner, die freuen sich über bunt zusammengewürfelte Züge auf der Gartenbahnanlage, egal von welcher Bahngesellschaft sie gerade stammen. Und dann gibt es Gartenbahner, die freuen sich auch über Modelle diverser anderer Bahngesellschaften, möchten jedoch auf ihrer eigenen Anlage nur stilreinen Betrieb durchführen.


    Und zu diesen Spezies zählen die hier im Film handelnden Personen, die im August 2019 fünf Tage lang ihrem Vorbild, den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) einen Besuch abstatten.


    Dank des HSB-Kurzurlaubertickets für 44,00 Euro, gültig an drei aneinanderfolgenden Tagen lassen sich alle Strecken des umfangreichen Streckennetzes außer der Brockenbahn von Schierke auf den Brocken bereisen. Los geht es mit einer Fahrt mit dem Dampfzug von Wernigerode über drei Annen Hohne weiter nach Eisfelder Talmühle mit einem Abstecher nach Schierke.


    Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.


    Viele Grüße, Hornhausen


  • Nach einem herzhaften Frühstück gilt unsere erste Aufmerksamkeit der Lokeinsatzstelle Wernigerode, wo zum frühen Morgen die schweren 1E1-Maschinen auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Zu früher Stunde geben sie sich noch gemeinsam ein Stelldichein, bevor sie dann mit ihren 7-Wagen-Zügen die Harzer Bergwelt erklimmen müssen. Und was sehen unsere Augen, der T44 als Gastfahrzeug des DEV hat ebenfalls im Lokschuppen Unterschlupf gefunden.


    Wir steigen in einen der Züge ein, genießen die Landschaft und machen Zwischenstop in Drei Annen Hohne, um an der Strecke Filmaufnahmen zu unternehmen. Der Traditionszug heute wird von einer Neubaulok gezogen, da die beiden Mallets 99 5901 und 99 5902 weiter auf ihre Reparatur warten müssen.


    Die Insider werden wissen, daß der Bahnhof Drei Annen Hohne bis in das Jahr 1966 auch Anschluß an das normalspurige Netz der Halberstadt-Blankenburger-Eisenbahn hatte. Die Ruinen sind heute noch zu finden.


    Genug gesehen, wir fahren mit dem Dampfzug weiter nach Eisfelder Talmühle und bereisen von hier ab mit einem Triebwagen, „Fischstäbchen“ genannt und einer netten Triebfahrzeugführerin das Netz der Selketalbahn bis Hasselfelde. Auf dem Rückweg machen wir Rast in Alexisbad und können die Ankunft eines zweiten „Fischstäbchen“ beobachten. Über das verfallene Empfangsgebäude in Alexisbad kann man nur mit dem Kopf schütteln. Hier sollten die Verantwortlichen endlich einmal Nägel mit Köpfen machen und diesem schönen Gebäude eine Verjüngungskur spendieren.



    Viel Spaß beim Anschauen wünscht Hornhausen

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  • Ein kurzer Besuch früh am Morgen in der Lokeinsatzstelle Wernigerode zeigt uns die Dampflokomotiven, welche ihren heutigen Einsatz auf dem Harzer Streckennetz entgegenfiebern, aber auch jene Lokomotiven, die aus den unterschiedlichsten Gründen derzeit kalt abgestellt sind.


    Unser erstes Tagesziel ist aber der Endpunkt Hasselfelde der Selketalbahn, den wir mit der Buslinie 260 von Wernigerode aus erreichen. Die Gleise hier sind schon etwas sehr „ausgenuddelt“ würde der Sachse sagen, was uns aber nicht abhält, in den Neubautriebwagen 187 017-9 einzusteigen und das Netz der Selketalbahn zu bereisen.


    In Stiege erleben wir eine herrliche Doppelausfahrt mit dem Fischstäbchen 187 011-2, welches sich auf den Weg nach Eisfelder Talmühle begibt. In Alexisbad wohnen wir der Begegnung der beiden Neubautriebwagen 187 017-9 und 187 018-7 bei. Ein Abstecher nach Harzgerode und eine Stärkung in der hiesigen Bahnhofswirtschaft sind unsere nächsten Ziele. In Alexisbad begegnen wir dann dem Fischstäbchen 187 011-2 wieder und in Stiege dem Neubautriebwagen 187 019-5. Wir fahren von hier nach Eisfelder Talmühle und kommen am Hartsteinwerk Unterberg vorbei, von dem man sich erzählt, daß die Bahnverladung mittlerweile auch sehr zum Leidwesen der Umwelt Geschichte ist. In Eisfelder Talmühle angekommen können wir die Kreuzung des Dampfzuges mit 99 7243-1 mit den beiden Neubautriebwagen 187 016-1 und 187 017-9 beobachten.


    Uns zieht es jetzt aber weiter nach Nordhausen und in Ilfeld begegnen wir einem Zweisystemstadtbahnfahrzeug des Typs Combino Duo der Firma Siemens. Unmittelbar vor dem prächtigen Empfangsgebäude der ehemaligen Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn in Nordhausen können wir auf den Straßenbahngleisen die Kreuzung zweier Combino Duos miterleben.


    Als Eisenbahnfans interessiert uns aber besonders die Dampflokzeit und da gibt es im Bw Nordhausen-Nord noch viele Relikte der guten alten Dampflokzeit zu bestaunen.


    Von Nordhausen Nord geht es dann über Eisfelder Talmühle, Drei Annen Hohne nach Wernigerode zurück. Dabei dürfen wir dem freundlichen Triebfahrzeugführer im Neubautriebwagen 187 017-9 über die Schulter schauen.



    Viel Spaß beim Anschauen wünscht Hornhausen

  • LGB-Gartenbahner auf HSB-Tour


    Seit die LGB-Gartenbahn auch bei Märklin immer stärker im Fokus steht, wurden letzes Jahr den Märklin-Insidern, den Trix-Club Mitgliedern und den Mitgliedern des LGB-Clubs zwei Clubreisen zu Schmalspurbahnen angeboten. Ausser der Rhätischen Bahn im Frühjahr, standen im Sommer die Kohlebahn in Meuselwitz, die Mansfelder Bergwerksbahn mit Besuch der MaLoWa und vor allem die HSB im Vordergrund. Anlass war das 50-jährige Jubiläum der Marke LGB.

    Nach dem üblichen Besuch der HSB-Werkstatt ging es zum Abendessen und Sonnenuntergang mit dem Traditionszug und der 99 5906 zum Brockenwirt . Betreut vom Freundeskreis Selketalbahn fehlte es auf den Fahrten den Teilnehmern an nichts. Und programmgemäß konnte der Sonnenuntergang auf dem Brocken bildlich festgehalten werden.


    Am nächsten Tag fand das nächste Highlight für die Teilnehmer, zum Teil aus der Schweiz und den Niederlanden, statt. Mit der "Schneekönigin oder Eisprinzessesin 99 234" stand Eisfelder Talmühle, Alexisbad mit Doppelausfaht, Harzgerode und Quedlinburg mit Stadtrundgang auf dem Programm. Begleitet von einem Filmteam konnten sich die Teilnehmer später auf einer DVD an eine erinnerungsreiche Fahrt erfreuen. Insbesondere die Fotohalte und die Fahrt im Cabriowagen kam bei den Besuchern gut an.
    Auch LGB und der Veranstalter dieser Fahrten zeigten sich mit einem speziell hergestellten Güterwagen spendabel.


    Mag auch das Programm für "alte" HSB-Freunde viel bekanntes geboten haben, bei den Teilnehmern kam dasProgramm so gut an, dass auch 2020 wieder eine Clubreise in den Harz feststeht.

  • Hallo Schwobapfeil,


    das klingt sehr gut was du hier schreibst und genauso sollte es sein.


    Hat LGB zur Erinnerung auf dem Güterwagen eine spezielle Bedruckung für Euch angefertigt?


    Viele Grüße, Hornhausen

  • Eine Busfahrt von Wernigerode nach Schierke mit anschließender Wanderung zum Soldatenstein sollte am Tag 4 unserer Reise das erste Ziel sein. Den Erbauern der Brockenstrecke, der 2. Kompanie des 1. Eisenbahnregimentes aus Berlin wurde 1898 ein Granitfelsen zum Gedenken gewidmet. Uns saß allerdings die Zeit ziemlich im Nacken und wir mußten nach anstrengenden Aufstieg von Schierke aus unverrichteter Dinge kurz vor dem Ziel aus Zeitgründen wieder umkehren, denn um 14:00Uhr hatten wir eine Führung im Bw Wernigerode-Westerntor gebucht und diese wollten wir natürlich nicht verpassen.


    Die Werkstattführung war dann auch sehr interessant gewesen und man konnte nicht nur über das GPS gesteuerte Antikollissionssystem der Harzer Schmalspurbahnen Infos aus erster Hand erfahren. Am Abreisetag besichtigten wir das etwas abseits gelegene Gelände der 2005 eingeweihten Fahrzeughalle in Wernigerode, wo die Reisezüge sicher vor Wind und Wetter untergestellt werden können. Auf dem Nachhauseweg unternahmen wir dann noch einen kurzen Abstecher zur Selketalbahn, um davon noch einige Film- und Fotoaufnahmen anzufertigen.


    Das Fazit nach fünf Tagen Harz lautet: Absolut sehenswert und das muß unbedingt wiederholt werden!



    Viel Spaß beim Anschauen wünscht Hornhausen

  • Hallo Schwobapfeil,

    das klingt sehr gut was du hier schreibst und genauso sollte es sein.

    Hat LGB zur Erinnerung auf dem Güterwagen eine spezielle Bedruckung für Euch angefertigt?

    Viele Grüße, Hornhausen

    Ja, aber Ich muss mit der Beantwortung leider etwas ausholen.

    Das 50-jährige LGB-Jubiläum war einmal verbunden mit einer sechstägigen Fahrt in die Zentralschweiz, im wesentlichen mit diversen Sonderfahrten der Rhätischen Bahn, sowie getrennt davon mit der mehrtägigen Fahrt in den Harz. Beide Fahrten waren von Märklin/LGB getrennt angeboten.

    Für jede dieser Fahrten wurde den Teilnehmern dieser Sondergüterwagen überreicht.

    Allerdings gab es nur eine gemeinsame Bedruckung mit Motiven der RhB mit Krokodil und dem Allegra-Triebwagen vor einer Bergkulisse.

    Viele Grüße Schwobapfeil