Auf Feldbahn-Tour durch die ehemalige DDR

  • Hallo

    Ich kam ja nur auf die Bemerkungen weil mich doch der lange Lorenzug beeindruckt hat.Und gleich als nächstes machte ich mir Gedanken über den Schwerpunkt solcher Fuhren.Natürlich weis ich das solche Bahnen ziemlich einfach gehalten waren aber das ist ja heute der Reiz näheres ab und an zu erfahren.Bei der großen Bahn gab es ja einen Wagenmeister aber wie sah es bei kleineren Betrieben aus.Im VEB haben das sicher Betriebsschlosser gemacht.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Die großen Neubau-Kipploren waren schon sehr robust aufgebaut und vertrugen eigentlich längere Einsatzabschnitte ohne großen Instandhaltungsaufwand. So wurde immer solange gefahren, bis ein Lager Auffälligkeiten zeigte. Solange galten die wohl als wartungsfrei. In der Grube Burgwall hatte man ja gleich eine Betriebswerkstatt nebenan, wo man sich notfalls einen Wagen gleich ansehen konnte.


    LKM250341 als Werklok 100-9 zwischen den inzwischen vollgelaufenen Tonstichen bei Zehdenick


    Bis zum Schluß (1997?) waren auf der Strecke zum Werk Zehdenick Fahrten mit 30-40 Kipploren üblich, da auf bis auf die Unterführung der Bahnstrecke keine großen Steigungen gibt. Anders sah es auf der Strecke nach Mildenberg aus , da konnte man wegen der Brücke über den Kanal nicht so viel anhängen. Das musste ich selbst mehrmals schmerzlich feststellen, das man dort ohne Sandvorräte sehr schlecht hochkommt. Früher gab es dort wohl öfters Anschubhilfe mit einer zweiten Lok.

    Grüße aus dem Bremer Exil

    Jan

  • Hallo

    So viele Loren und die Kupplungen dicken Ösen oder wie bezeichnet man diese Teile.Ich meine mich zu erinnern das ich in Glossen so eine Art dickes starkes Kettenglied gesehen habe daqs dann ja über was gehangen wurde.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo in die Runde,


    die Sandzüge zwischen Burgwall und Zehdenick-Neuhof fuhren bis 1997, Tonzüge gab es nur bis 1991. Die Sandzüge waren üblicherweise 51 Loren lang, 3 x 17 Loren wurden in der Grube beladen und zu einem Zug zusammengestellt. Größere Abweichungen von der Zahl habe ich eigentlich nie gesehen, heißt natürlich nicht, dass es auch andere Fälle gab. Die Kuppelketten waren da ausreichend, teils wurden sie zwar doppelt genommen, was aber nicht heißt, dass sich die Last aufteilt, eher Sicherheit wenn eine reißt. Vor 1991 wurde vereinzelt noch mit mehr Loren gefahren, die Rede war von 80 und mehr, Leerzüge noch länger, aber irgendwann wird der Zug so lang, dass man nicht mehr rangieren kann. Richtig ist, dass an der Brücke in Burgwall dann nachgeschoben wurde, kenne ich aber auch nur vom Hörensagen, war da ein Jahr zu spät... Noch früher war die Strecke teils sogar zweigleisig, das zweite Gleis stand damals noch mit alten Loren voll, ich glaube bei 1000 Stück haben wir aufgehört zu zählen (kann jetzt aber auch eine falsche Erinnerung sein und die 750er Loren mit beinhalten... ). Viele Grüße,


    Marian Sommer.

  • Hallo zusammen,


    hier noch ein Blick in die Werkstatt in der Grube Burgwall aus dem Jahr 1996.



    Links die LKM 250341, heute in Ilmenau zu Hause. in der Mitte die LKM 249272 ebenfalls in Ilmenau stehend. Rechts ist die V 10 C 250345 "in der Mache".




    Sie wird für das letzte Einsatzjahr "fit gemacht".




    Zwischen den "Großen" stand die Rangierlok Ns 3 f 249159, welche in ihrem letzten Einsatzjahr noch eine blaue Lackierung erhielt und noch vor Ihrer Aufstellung als Denkmal durch einen Motorschaden betriebsunfähig wurde.

    Vorn an der Toreinfahrt steht die eingesetzte Betriebslok 250518.



    Hier zieht sie selber ihren Gesamtzug aus der Grube. Normalerweise hat die Ns 3 zwei Halbzüge aus der Grube gezogen und sie zu einem Zug in der Abstellanlage bereitgestellt. Schlimm, wie diese Lok heute in Mildenberg neben der Halle, die die Feldbahnausstellung beherbergt, vor sich hinrottet.



    Hier die Ausfahrt aus dem Betriebsgelände Burgwall in Richtung Zehdenick. Ich kenne nur Züge, die aus -50- 1,75er Muldenkipper bestanden. Das Gesamtzuggewicht dürfte um die 230 Tonnen betragen haben.



    Ein reichliches Jahr später, im September 1997 zieht die 250345 einen der letzten Sandzüge nach Zehdenick. Heute ist dieses Fahrzeug im Ziegeleipark Mildenberg neu lackiert, aber fälschlicherweise als 250518 beschildert zusehen.


    Gruß Lars

  • Hallo zusammen,

    ist ja echt der Hammer , was man heute noch so aus den Betriebszeiten im Ziegeleirevier zu sehen bekommt! Danke auch für die Berichtigung zur falschen 250518 in Mildenberg. Ich hatte schon gegrübelt ob die Lok nun schon ein neues Führerhaus hätte...

    fx7ednet.jpg

    LKM 249158 in der erwähnten blauen Lackierung, zu erkennen an dem Suchscheinwerfer auf dem Dach in der Grube Burgwall.


    Ich musste tatsächlich auf den Bildern erst mal nachzählen. An einem Tag waren es 60 Kipploren (3x20) die in Burgwall bereitgestellt wurden. Da war das Ausfahrgleis in Burgwall dann voll. Sicher könnte man damals noch einen Teil mit der V10C dann ansetzen und abfahren. Ich hatte aber auch schon wesentlich kürzere Züge dort gesehen, daher vermute ich mal das man je nach Bedarf des Zehdenicker Werkes die Züge zusammenstellte.

    Grüße aus dem Bremer Exil

    Jan

    2 Mal editiert, zuletzt von bremerbahn ()

  • und der Baggerführer einfach ein Vollprofi jede Lore gleich beladen und das mit dem großen Löffel..Sicher ist da Routine dabei aber die darf sich eben nicht einschleichen.

    Ich bin auch Baggerfahrer gewesen aber eben keiner Kettenbagger gefahren.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo in die Runde,


    Fahrten bzw. Zuglängen nach Bedarf hat es sicher gegeben, vermutlich vor allem die letzten des Tages. Begrenzend dürfte auch die Kapazität der Entladung im Porenbetonwerk gewesen sein. Da drin war ich nicht, nur am Werkstor. Gab es da auch eine Rangierlok oder wurde mit der V10C entladen? Und kann sich jemand erinnern, wieviel Züge am Tag es waren? Ich habe zwar fünf im Kopf, aber ist auch schon lange her. Viele Grüße,


    Marian Sommer.