Auf Feldbahn-Tour durch die ehemalige DDR

  • und der Baggerführer einfach ein Vollprofi jede Lore gleich beladen und das mit dem großen Löffel..Sicher ist da Routine dabei aber die darf sich eben nicht einschleichen.

    Ich bin auch Baggerfahrer gewesen aber eben keiner Kettenbagger gefahren.

    Was hast du denn für Bagger gefahren?

  • Sehr schöne Bilder! Naja mit nem Hydraulikbagger ist das Beladen kein Problem! Eher mit nem Seilbagger die doch öfter in den Gruben anzutreffen waren.

  • Hallo Marion,


    zumindest war die Notwendigkeit einer Rangierlok nicht da.

    Ich bin vor zwei Jahren mal dort auf dem Gelände des ehemaligen Werks 2/2 (dem Hauptwerk) gewesen und habe mich mit dem Geschäftsführer der Betonwaren Zehdenick GmbH unterhalten. Herr Telschow war zu DDR- Zeiten in leitender Funktion und hat mich auf seinem Gelände (nichts mehr zu finden) und dem des Gasbetonwerks (dort liegt noch alles) etwas umschauen lassen. Der Umfang der Gleisanlage ist auf dem nachfolgenden Bild ersichtlich. Abgekippt wurde in 2 - 3 Durchgängen pro Zug (also 2 - 3mal vorziehen). Im Zeunert Buch "Band 11" ist die Rede von drei Zügen/ Tag und das ab vier Zügen/ Tag eine zweite Streckenlok benötigt wurde. Ein Zugumlauf soll 150 min gedauert haben. Ich habe immer nur eine Lok pro Tag gesehen.



    Für alle interessierten habe ich noch ein paar Bilder herausgesucht und hier eingestellt. Einige sind von einem Freund, der dazumal mit dabei war und sie mir für diesen Beitrag hier zur Verfügung gestellt hat.



    die Ns 3 f hat sich 1996 an einen halben Leerzug gesetzt und



    schiebt ihn zur Beladung in die Grube



    Es gab wohl auch einen Beladetrichter für nicht so talentierte Baggerfahrer.




    Die 250518 "eilt" auch in die Grube und holt ihren Zug an diesem Tag selber ab. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke betrug schätzungsweise 10 - 15 km/h, also weit unter dem, wozu sie in der Lage wäre. Der Oberbau auf dieser Strecke bestand (glaube ich) nur aus Schienen der Form S33 befestigt auf Stahlschwellen.



    Die Gleise liegen heute noch in weiten Teilen, sind aber an mehreren Stellen unterbrochen. In einem Abschnitt etwas länger. Jedoch ist alles dann ab diesem Bahnübergang , also vor der Lok bis ins Gasbetonwerk hinein entfernt worden.




    Das ist die Werkseinfahrt.



    Der gleiche Zug ist wieder in der Übergabestelle in der Grube Burgwall angekommen.

  • Hier noch ein paar Bilder von den letzten Betriebstagen im September 1997.



    Die Ns 3 f 249159 nochmal im neuen Farbkleid.



    Die V 10 C 250345 vor einem der letzten Züge im Bereich des Gleisdreiecks kurz hinter dem Bahnübergang am Ausgang des Grubengeländes. Züge (Ton und Sand) in Richtung Zehdenick befuhren diesen Schenkel des Dreiecks, der sich geradeaus an die Grubenausfahrt anschloss. Züge nach Mildenberg (Ton) nahmen den nach links abzweigenden Schenkel dessen Abzweigweiche sich kurz hinter dem Bahnübergang an der Grubenausfahrt befand. Darüberhinaus konnten Züge auch von Zehdenick nach Mildenberg bzw. umgekehrt fahren, ohne den Grubenbereich passieren zu müssen. Dieses Gleis existiert für die touristischen Tonbahnzüge noch heute und ist um ein Ausweichgleis erweitert worden.



    Der gleiche Zug kurz hinter der Unterführung unter der Bahnstrecke Löwenberg - Templin - Prenzlau in der Nähe des Bahnhofs Zehdenick- Neuhof.



    Der Leerzug zwischen Bahnunterführung und Bahnübergang Ziegeleiweg.



    Dieser Streckenabschnitt existiert heute nicht mehr.


    Viel Spaß - Gruß Lars

  • Hallo Andy 01


    Im Rahmen einer ABM Tätigkeit kam ich auf einem Mobil Bagger der Firma Liebherr zum Einsatz.Den genauen Typ weis ich jetzt nicht mehr.Aber die Tätigkeit mit solchen Baumaschinen war für mich Neuland und ein Reiz auszuloten was mit so einem Teil alles geht.Sehr mobil war er jedenfalls und wenn mann schon mal haufenweise Erde Sand Kohlen und ergleichen bewegen musste weis man was man bedient.Und das bis heute.Ich staune immer wieder wie manche Künstler mit diesen ja fast miniaturisierten Maschinen umgehen.Ein schmaler Kabelgraben ist da ruck zuck auf und wieder zu.Die ausgefräßten Asphaltstücke wieder einsetzen toll.

    Auch einen großen Liebherr Radlader durfte ich ab und zu mal fahren

    Leider habe ich es bis heute nicht geschafft mir diese Fahrzeuge als Modell zu zulegen da ich mir vorgenommen habe von allen Fahrzeugen Kränen mit denen ich zu tun hatte Modelle im Maßstab 1:87 anzuschaffen.Da sich gerade die Gelegenheit ergibt ich suche ein Modell der Flak ZSU 23(da gab es mal ei n .tschechisches Modell in HO)für den LO(NVA Robur).Ich bin deswegen kein Militärfreund sonder war K1 auf diesem Teil.

    Weiterhin suche ich Roller Tatran aber keine Eigenbasteleien sondern Industriemodelle.

    Und da wir hier bei Feldbahnen sind kann vielleicht jemand etwas zu einem Steinbruch zwischen Freital und Dresden beisteuern Der war im Plauenschenen Grund neben der Straßenbahnlinie und in wenigen Metern Entfernung der Eisenbahn Dresden Freital und weiter.Ich weis noch wenn Sprengungen waren musste die Straßenbahn warten.Nach dem Knall sah man im vorbeifahren im Rauch und Staub Loren stehen mehr eben nicht.Ein Betreten war aus Entfernungsgründen nicht möglich.Und es war alles platzmäßig so eng.Heute ist dort ein Straßentunnel und etwas weiter die imposante Autobahnbrücke.

    Auf der Gegenseite ist der berühmte Aussichtspunkt Hoher Stein von welchem schon exzellente Fotos geschossen und geknipst wurden.Ja derartiges gibt es auch noch.Wenn man ein gutes Teleobjektiv hatte waren sogar die Beete mit Blumen und natürlich Erbeeren neben dem schmucken Bahnwärterhäuschen(was heute eine Glaskunstfirma ist)zu erkennen.

    Also diese Stelle der Landschaft ist als Modellbahnvorbild geradezu ideal.:kaffee:

    Gruß
    Harald a.F.

  • Hallo Andy

    Der Bruch den ich meine war auf der anderen Seite der Straße.

    Wo heute die Sprengschule ist könnte früher auch ein Bruch gewesen sein das weis ich aber nicht.Aber dafürngab es einen Schrottplatz der besonderen Art.Er war nicht öffentlich zugänglich und es bestand strengstes Fotografierverbot.Ich habe dort demolierte Flugzeugteile gesehen.Da ja das Material ein besonderes war und wahrscheinlich niemand etwas sehen oder erkennen sollte war dort der ideale nicht zugängliche Ort um es zu lagern.Da ich ja Modellflugzeuge gebaut habe ist mir natüprlich sofort aufgefallen das es Flugzeugteile waren,..Wir haben dort Aluguß und andere Nichteisenmetalle in unregelmäsigen Abständen hingefahren.Der normale Schrott wurde mit der Windberbahn abgefahren oder nach Schmiedeberg(!)gebracht und von da mittels Rollwagen in irgendein Stahlwerk befördert..Sozialistische Wege waren und sind im nachhinein komplizierter als die des Herrn.

    Gruß
    Harald a.F.

  • Toralf, ein wunderschöner Bilderbogen, leider alles Geschichte! Es gibt leider keine einzige klassische Lorenbahn mehr in der brd. Schön das wenigstens ein bisschen original im Umfeld erhalten wurde, ich sage nur Glossen und Westeregeln und Hundisburg. Dazu das sehenswerte Chemnitzer Museum, die Strube Bahn und einiges mehr. Das Museum in Dresden natürlich für die Fahrzeugerhaltung ganz große Klasse.

    Aber wie gerne nochmal eine verträume Dorfstraße langlaufen und das Getucker einer Feldbahnlok hören, die mit Gerumpel mit einem langen Lorenzug zur Tongrube fährt, .. Das wird es leider nicht mehr geben, ... Ich vermisse das so.

  • Hallo G. Holst,


    oder die einmalige Feldbahnstrecke der Ziegelei Straußfurt in Thüringen. Mitten durch den Ort entlang der B4 quasi auf dem Bürgersteig! Unmittel westlich der Bahnunterführung, bei den Kleingärten, wurde die Strecke Mitte der siebziger Jahre sogar noch neu verlegt. Wenige Jahre später wurden Ziegelei u. Feldbahn abgerissen (um 1980). Eine einmalige Strecke! Irgendwo im Netz gab es sogar farbige Bilder, die finde ich nicht mehr.


    Beste Grüße


    Holger

  • Kennst Du die noch?? Hast Du Bilder?? Ich hab die als kleines Kind bei einem Ausflug mit meiner Oma gesehen und da hatte mich der Feldbahnvirus gepackt!! Als ich dann mit 10 Jahren meinen ersten Fotoapparat hatte, um 1980 war sie schon weg als ich selbst hingefahren bin. Nicht mal die Ziegeleiruine hab ich vor Enttäuschung abgelichtet. In dem Rockstuhlbuch Feldbahnen in Thüringen sind ein paar wenige Bilder enthalten.


    Schön in der Gegend fand ich vor allem den Betrieb in Höngeda und auch Gotha Ost bei völlig diesigem Wetter).