10 Jahre Ruhr Museum Zeche Zollverein

  • Guten Abend zusammen,


    ich möchte gern von einer etwas abseitigen Thematik berichten. Heute war Familientag zum 10-jährigen Bestehen des Ruhr Museums, wo ich heute mit Frau und Kinners hin bin. Diese sind noch etwas zu klein dafür, aber die Veranstaltung kommt nicht wieder. Die "Macher" haben sich alle Mühe gegeben, das muss man wirklich sagen, aber die Hauptattraktion bleibt einfach die Anlage an sich. Das Ganze wurde von einem riesigen Besucherandrang belohnt. Hier folgen ein paar Impressionen (leider vergaß ich die Reste der schmalspurigen Werksbahn im Bild festzuhalten), viel Spaß damit:











  • zweiter Teil


    nochmals im Innenbereich




    Das toll illuminierte Treppenhaus



    Und zum Schluss ein paar Bilder von der Aussichtsplattform






    Alles in allem, war das nur ein winzigster Ausschnitt von dem, was es hier zu sehen gibt. Es lohnt in jedem Fall. Meine Kinder sind wie gesagt noch zu klein, aber ich denke ab 10 im Sommer ist das ein Paradies für Entdeckungen.


    Etwas abseits der Eisenbahn (und doch so wichtig), aber ich wollte das gern mit Euch teilen und hoffe, dass es gefallen hat.


    Viele Grüße,

    Lenni

  • Hallo

    Schön einmal Bilder aus meiner Heimatregion zu sehen und ich bin stolz drauf , die Zeit erlebt zu haben und die Eisenbahn mit den vielen Facetten gesehen zu habrn. Auch im Westen gab es sehenswerte Bimmelbahnen und das in.Normal-und Schmalspur bzw. Feldbahn.


    Glück auf


    Armin Ahlsdorf

  • Hallo Lenni,


    ich war vor ein paar Jahren dort, sehr beeindruckend, wenn man nicht aus der Gegend kommt. Für mich interessant wie unter Tage abgebaut wurde, da hatte ich eine ganz andere Vorstellung. Harte Arbeit und heute unwürdige Maloche war es allemal.

    Danke für die Bilder, habe vor lauter Begeisterung gar keine gemacht.


    Viele Grüsse


    Micha

  • Hallo Lenni,


    "(leider vergaß ich die Reste der schmalspurigen Werksbahn im Bild festzuhalten)"


    Kein Problem, schmalspurige Werksbahnen gab es dort eh nicht, nur regelspurige (1435mm), und auch das waren genaugenommen Grubenanschlußbahnen, also Bahnen nach dem Berggesetz.


    Schmalspurig waren die Grubenbahnen, die hauptsächlich untertage fuhren, aber natürlich auch nach übertage kamen (früher mit den Kohlen, in den letzten Jahren eigentlich nur noch für Material- und Werkzeugtransporte.


    Soviel Genauigkeit muss jetzt sein, schließlich war ich beruflich auch gelegentlich untertage.


    Glück Auf!


    -railfox-


    PS: Hast Du auch die "schöne" Staublunge im "Einmachglas" gesehen? Ich erschrecke damit immer Bekannte, die starke Raucher sind und erkläre ihnen, dass sei eine Raucherlunge ;-)

  • Wieso "unwürdige" Maloche? Bergbau, zumal untertage ist keine Pralinenfabrik. Da geht es schon robust zu. Ich habe es selber noch in der Steinkohle meinen ersten Beruf erlernt. Naklar war es Schinderei. Aber von "unwürdig" ist da keine Rede. Es ist einfach nur körperlich hart. Und man muss da unten gut mit jedem zusammen arbeiten. Auf das Gebirge achten. Steinkohlebergbau ist sehr eigen, hat aber trotzdem Begeisterung in mir geweckt. Leider ging es für mich schon 1988 wieder zu Ende. Dennoch ist mir bestens in Erinnerung geblieben, wie es da unten ablief. Unser Revier war am Ende, Lagerstätte ausgekohlt, zuletzt holten wir die Kohle wegen des in ihr befindlichen Uranerz raus. Jawohl, bei "Willi Agatz" in Dresden-Gittersee.

    2016, genau bei Zollverein, da entdeckte ich einen Geruch wieder, den typischen Geruch eines Steinkohlebergwerks. Noch kann man das an Schacht XII riechen. Aber nicht mehr lange. Der Kapitalismus in seiner Geldgier verlangt, die letzten Schächte, in denen noch die Pumpensohlen offen sind, zu schließen.

    Bestes Beispiel ist Prosper. Da wird ein Tempo vorgelegt, wie als hätte einer Angst, dass sichs jemand anders überlegen sollte und die Kohleförderung noch mal aufnehmen will.

    Stattdessen kutscht man jetzt die Kohle von Übersee ran. Aus Kolumbien, Australien, Russland und ein paar Krümel aus Oberschlesien auf dem Landweg. Welche Energie da verbraucht wird, um die Kohle hauptsächlich zu den Kokereien zu fahren? Und billig ist Kohle schon lange nicht mehr. Die herrschenden Kohlebarone langen kräftig zu.

    Sicher, wir müssen aus dem enormen Kohleverbrauch aussteigen, sie nicht einfach sinnlos verbrennen.

    Aber, was hier abgeht, ist unnormal.

    Und das Ruhrgebiet ist eine der ärmsten Regionen Deutschlands geworden. Strukturwandel? Ja, wohin eigentlich?


    Glück Auf,

    Helge

  • Hallo miteinander,


    als nordrhein-westfälisches Gewächs kann ich nur sagen: ein Besuch auf Zollverein ist absolut faszinierend und für jedermann sehenswert! Um alles auch nur einigermaßen zu sehen, reicht ein Tag kaum aus.


    Denen, die das geschaffen und die dort gearbeitet haben, gebührt tiefster Respekt. Und zum Thema "unwürdige Maloche": das waren Menschen mit großem Stolz und Selbstwertgefühl. Keiner von denen wird seine Arbeit als unwürdig empfunden haben.


    Wer noch nicht auf Zollverein war, sollte nicht mehr länger warten!

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    Gruß aus dem Bergischen Land


    Thomas