Welche Scanner könnt ihr empfehlen?

  • Hallo Kay,


    vielen Dank!


    Bei mir hat es damals leider nur für den Nikon Coolscan IV ED gereicht. Neu war aber schon teuer genug. Die Auflösung ist nicht ganz so hoch, wie beim V ED, aber sonst bin ich eigentlich recht zu frieden. Silverfast gab es auch dazu - damals schon hoch gelobt! - aber irgendwie bin ich nicht wirklich mit der Software warm geworden. Mag heute vielleicht anders sein - aber die damalige Version war mir noch zu sehr eine Bastellösung. Mein Workflow ist aber auch so - scannen als Tiff und Weiterbearbeitung erstmal im Lightroom. Spezialfälle landen dann im Photoshop.




    Danke Ludger!


    Genau diesen Vergleich habe ich gesucht! Mein Nikon Scanner ist nun 15 Jahre alt, mindestens 10.000 Dias und Negative hat er überstanden. Da dachte ich mir, ich könnte ihn in den wohlverdienten Ruhestand schicken, bzw. bei ebay ein zweites Leben schenken. Irgendwie dachte ich auch, dass nach 15 Jahren die Technik weiter ist. An sich, weiter ist sie ja - aber nur im hochpreisigen Profibereich. Im Retailbereich ist sie vor 10 Jahren stehen geblieben. Alleine das kalibirieren bei jedem Dia auf die entsprechende Diarahmen stärke ist gold (oder in dem Fall Schärfe) wert. Ich hatte mich schon gefragt, wie dies bei Epson funktioniert. Anscheinend ja gar nicht, wenn ich das Dia aus dem Rahmen nehmen muss.

    Einzig nervig ist bei mir, dass es keine aktuellen von Nikon unterstützten Treiber mehr gibt. Der alte funktioniert noch, aber bei jedem Windows 10 Update besteht die Gefahr, der dieser wieder deaktiviert wird, weil er nicht mehr den neuen Richtlinien entspricht. Erst mit etwas Bastelei läuft das ganze wieder.


    Viele Grüße


    Tilo

  • Noch eine kleine Bastelei (Worms 1954). Keineswegs eine Verfälschung, sondern eine Rekonstruktion des tatsächlichen und kompletten Zustands:





    Oder die Reparatur von völlig erröteten Dias (ich höre schon, wie manche Leute jetzt entsetzt und empört aufschreien und diese angebliche "Verfälschung" anprangern).






    Noch eine Dachreparatur: Im Hauptbild war das Dach abgeschnitten, aber mit Hilfe eines Hochkantbildes konnte das Dach vervollständigt werden.



  • Hallo zusammen,


    zum Thema Scanner auch von mir ein wenig Senf aus eigener Erfahrung.

    Ich verwende einen mittlerweile auch schon in die Jahre gekommenen Reflecta Proscan 7200, war seinerzeit ein Tipp im Amateurbereich und kann auch heute noch gegen die neuen Geräte bestehen, Qualität und Scanzeit sind mit der Epson V-Serie nicht zwingend besser.

    Es gab und gibt ihn bei ebay, auch incl. Silverfast, deutlich günstiger als die angesprochenen Epsons.

    Ich lasse die Dias in den ausschliesslich verwendeten schmalen CS-Rahmen, ohne Rahmen im Filmhalter ergeben sich keine Vorteile.

    Mit Silverfast komme ich recht gut zurecht, Cyberview in der damaligen Version ist für mich keine brauchbare Alternative.

    Die Ergebnisse sind meistens ansprechend, oft genügt eine kanalgetrennte Tonwertkorrektur, den Rest erledigt im gewohnten Ablauf Photoshop. Die hardwarebasierte Kratzerkorrektur ist eine zweischneidige Sache, verlängert die Scanzeit erheblich und löscht häufig feine Bilddetails, den Einsatz bestimmt der jeweilige Anspruch.

    Mitunter treten unerklärliche Ausrutscher auf, dann erscheinen auch perfekt belichtete Dias als äußerst unbrauchbare Scans.

    Man kann in den Softwareeinstellungen die Lampenhelligkeit (kanalgetrennt) regeln, hilft manchmal weiter, mitunter beschleicht mich der Verdacht, dass das Gerät empfindlich auf unmittelbares und stärkeres Streulicht reagiert, nach Abdeckung lief es manchmal besser. Dies ist nur eine Vermutung, vielleicht kann es jemand bestätigen oder sich ausschütten vor Lachen.

    Die Negativ-Scans mit diesem Gerät sind qualitativ etwas schlechter, v.a. die Anpassung auf den Filmtyp ist mitunter ein Geduldsspiel.


    Ich habe auch schon einen externen Anbieter (mediafix) für einige Dia-Magazine und Filmstreifen ausprobiert, guten Gewissens kann ich es nicht weiterempfehlen, die Ergebnisse sind zu ungleichmäßig, mal richtig gut, meist jedoch schlechter als die eigenen Scans, zumal auf Dauer kostenintensiv. Auch hier gilt: kommt auf den Einsatzzweck an, bei größeren Bildermengen ohne hohe Ansprüche und Zeitmangel meiner Meinung nach eine Alternative, sonst besser in Eigenregie handeln.


    Genug Senf, in diesem Sinne,

    Jörg

  • Ich wurde mit dem folgenden Bild hierher verwiesen.

    Vielleicht ist noch etwas mehr herauszuholen? Gescannt mit 4000dpi und als Tiff gespeichert. Weiterverarbeitet mit Lightroom.



    Grüße Kay der Cargonaut

  • Hallo Kay!

    Lightroom scheint ja sehr bescheidene Möglichkeiten zu bieten. Irgendwie sehen die Scans noch aus wie unbearbeitet. Magst Du mir mal die hohe Auflösung zumailen? Ebenso die Seitenansicht des Güterzuges mit 1E1-Lok bei Straßberg? Wegen der Datenmenge per wetransfer.com

    Viele Grüße

    Ludger

  • Ja, für die meisten hier dürfte das klar sein. Aber ich kann mir vorstellen, dass mancher meint, dass er die Dias und Negative wegwerfen kann, um Platz im Schrank zu sparen, weil er sie ja nun digital hat. In dieser Hinsicht ist dieser Hinweis sicher richtig.

    Ich habe vor, meine Dias in kleinen speziellen Schachteln zu lagern, womöglich vakuumiert und mit Silicagel drin, wenn sie gescannt sind. Dann werden die sehr wenig Platz wegnehmen. Etwas in der Art:

    https://archivbox.com/de/archi…hivboxen-set-focus-i?c=10

    Womöglich gibt es einen Durchbruch in der Scanntechnik, und dann ist man froh, die Dias noch zu haben.


    Ich habe einen Plustec Optic Film 8200 und nehme den für die Dias. Für MF und GF habe ich einen Epson V850. Ich scanne zwischen 2 Glasplatten, etwa nach der Anleitung:
    https://analoge-fotografie.net…genau-im-Fokus-platzieren

    Bei mir sinds 2 Gläser 18 x24, wobei das obere aus Anti Newtonglas ist. Den Focuspunkt habe ich genau ausgemessen und dann 4 Kunstoffrondellen abgestochen, die genau das Mass haben, abzüglich der Glasdicke.


    Gruss Guru

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  • Oder die Reparatur von völlig erröteten Dias (ich höre schon, wie manche Leute jetzt entsetzt und empört aufschreien und diese angebliche "Verfälschung" anprangern).


    Hallo

    Eine Reparatur des alten Zustande eines Dias, ist, nach meinem Empfinden, keine Verfälschung.

    Grundsätzlich kann man über alles streiten:

    Retuschieren, war schon zu Anfangszeiten der Fotografie ein gängiges (und akzeptiertes) Verfahren:
    Krüger 1876 ( https://books.google.ch/books?…hie%20kr%C3%BCger&f=false ) schreibt zum Beispiel:


    Also: Die angelich so wahrheitsgetreuen Bilder der alten Zeit, konnten durchaus bearbeitet sein, und waren es wahrscheinlich auch viel. Gerade die alten, blauempfindlichen Filme und Platten zeigten Hautunreinheiten viel krasser als die heutigen Filme. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass damals die sommersprossige Frau Direktorsgattin nicht erpicht war, auf dem Bild auszusehen, wie wenn sie einen Jagdunfall mit einem Schrotgewehr hatte. :-)

    Dazu kommt noch, dass die grossen Negativformate das Retuschieren natürlich wesentlich einfacher machten, als MF oder KB Negative.


    Fazit also:

    In der "guten alten Zeit" (die auch einmal eine neue, schlechte Zeit war), war retuschieren eine gängige und akzeptiere Möglichkeit ein Bild zu "verbessern", und sei es nur, um damit den Absatz anzukurbeln!
    Man ging nicht zum naturgetreuesten Fotograf für ein Portrait, sondern zu dem, der das schmeichelhafteste Bild machte! :-)


    Auch ich konnte mitunter der Retusche nicht widerstehen:



    Ob das zulässig sei, ist Sache jedes Einzelnen. Ich persönlich bezeichne das Foto nicht mehr als Original.

    Gruss Guru

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