Zuständiges AW Für Nicht LKM Loks in der DDR ?

  • Hallo,


    aufgrund deiner Auswahl an Lokherstellern kann ich nur vermuten das du dich auf Feldbahnloks beziehst. Und da kann ich dir gleich sagen gar keins! Betriebe welche ausländische oder Vorkriegs Fabrikate eingesetzt haben waren weitestgehend auf sich selbst gestellt. Entweder man suchte sich selber eine geeignete Werkstatt oder musste die Loks selber unterhalten. Einen direkt darauf ausgelegten Instandhaltungsbetrieb gab es nur für die LKM Typenreihen Ns1-Ns3 in Leipzig bzw. Ns4 und V10C im RAW Halle und einigen anderen Werken.


    Und in so fern du den Grubenlokhersteller aus dem Erzgebirge meinst, der hieß BBA.


    VG Felix

  • Die V10c wurde so z.B. nicht nur in Tharant sondern auch im "Gleisbauwerk Naumburg" reviediert. (Quelle: Betriebsbuch WL23 Stahlwerk Brandenburg)

    Grüße aus dem Bremer Exil

    Jan

  • Hallo Nach dem ich die Liste mit Hu Daten von der Seite von Andreas Christopher durch geguckt habe ist mir aufgefallen das von 1978 Bis 1990 Bis auf Eine Ausnahme keine Ns2 dort mehr eine HU Bekommen Hat. Wurden die Ns2 so früh Verschrottet oder Viel Selbst im Betrieb gemacht.

  • In der Frühzeit der Lowa in Freital und dann später in Tharandt wurde alles repariert was kam, egal ob Dampf oder Diesel. In Tharandt war dann durch den Transport per Tieflader durch den Ort der Grund, warum größere Maschinen nicht repariert werden konnten. Mit dem Aufkommen der LKM-Loks N4 und Ns4 und deren Nachfolger V10 und V10C wurden diese recht schnell in Tharandt heimisch und verdrängten die anderen und älteren Loks. Die Dampflokinstandsetzung endete etwa 1970 und auch die anderen "Exoten" wurden zusehends weniger. Von den schmalspurigen LKM-Loks waren ursprünglich nur die Innenrahmenloks in Tharandt zur Revision vorgesehen später auch die Außenrahmenloks. Die Auslastung von der Lokreparatur Tharandt war bei einer Jahresstückzahl von etwa 140 Loks über Jahre hinaus gesichert. So wurden 1989 schon Termine für 2015 vergeben!!!! Mit der Wende hagelte es mangels Einsatzperspektive der Loks Stornos.


    Für Fremdfabrikate wurde keine planmäßige Reparatur mehr in Tharandt in den 70er und 80er Jahren durchgeführt. Jedoch konnte man mit etwas Glück technische Hilfeleistung und Komponentenaufarbeitung anbieten im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten, also eher Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Beispie ist hierfür die heute beim VSE beheimatetem Deutz-Lok der PAKA in Raschau. Einiges haben sicher auch noch die reisenden Monteure von Tharandt mit erledigt. Revisionen und kleinere Reparaturen wurden vor Ort erledigt aber auch größere Reparaturen je nach Ausstattung des Kunden. So konnte auch manche Fahrwerksrevision beim Kunden ausgeführt, wenn die Lok vor Ort ausgeachst werden konnte.


    VG Gerd

  • Mal aus einem anderen Beitrag von mir hierher geholt...


    Hier mal einige Bildchen aus einem Brigadefotoalbum, welches ein ehemaliger Mitarbeiter der Lokreparatur Tharandt vorm Container gerettet hat. Hier ist auch die Pechot zu sehen, mit auf dem Bild die Krauss 7818.


    lowaalbumseebeck3seitt4k2d.jpg


    VG Gerd